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Seine 1 Kritik ansehen
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1.5 - Schlecht
Und selbst drei Punkte sind meines Erachtens sogar noch zu viel.
Wo beginnen mit der Kritik? Es gibt so viel.
Da wäre schon einmal die Anfangsszene, in der wir in typischer Hollywood-Manier mal wieder eine Familie, oder was in diesem Fall davon noch übrig ist, sehen und eine Frau, die eine pseudo-Fröhlichkeit nach Außen austrahlt, aber innerlich ein emotionaler Müllhaufen ist. Sie kommt mit ihrem Sohn oder Stiefsohn, ich weiß es nicht mehr, nicht zurecht und dann klopft auch noch die Regierung an der Tür, die sie gerne irgendwo hinverschleppen würde. Man erkennt hier ganz klar den Vorteil der DVD. Diese Szene sollte man einfach überspringen.
Dann kommt Keanu Reeves und wird erstmal niedergeschossen. Keanu Reeves ist nicht schlecht in diesem Film, aber kommt einfach nicht davon weg, immer und immer wieder den Neo spielen zu müssen. Von daher ist seine Leistung gut, aber bekannt.
Reeves ist dann in Gefangenschaft und wird von einer patriotischen Militärhexe nicht ernst genommen. Hier ist großes Kopfschütteln angesagt. Ich verlange ja nicht, dass der Präsident, ähnlich wie in Independence Day, selbst in den Kampfjet springt, aber dass er den ganzen Film über in seinem Atomschutzbunker hockt und den Kopf einzieht, während andere über den ersten Außerirdischen, der die Welt betreten hat, ihr Urteil fällen. Naja. Dieser Film krankt leider auch an seinem Amerikanismus. Es existiert ja eigentlich kein anderes Land darin außer die USA. Hoffen wir mal, dass der erste reala Außerirdische in Österreich landet. Dann wirds interessant.
Nunja, jedenfalls befreit sich Keanu Reeves und hat dann auch nichts besseres zu tun, als mit der Wissenschaftlerin ein wenig durch die amerikanische Prärie zu fahren, um einen Wissenschaftler zu treffen. Warum auch nicht. Traurigerweise finde ich die Szene, in der Reeve und Cleese ein wenig ihre Gedanken austauschen noch eine der besten des Films.
Wir sind weg vom Wissenschaftler und dann kommt der große Auftritt von Will Smith Jr. Eine fürchterliche Szene, bei der man sich wünscht, dass Söhne und Töchter nicht automatisch, bloß weil der Vater berühmt ist, ebenfalls in Filmen mitspielen dürfen. Smith Jr. hat für mich das Talent seines Vaters geerbt, nämlich reichlich wenig. Aber während sein Vater das noch durch eine enorme Menge an Charisma schlichtweg überspielt, empfand ich es als Qual seinem Sohn beim Schauspielern zuzusehen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Ende gut, alles gut: Das Geflenne des kleinen Kindes überzeugt den Außerirdischen, der heute morgen ursprünglich mit dem Gedanken aufgestanden ist, die Welt zu zerstören. Er geht zurück zum Raumschiff, sangt ganz elegant "Stopp." und die Herrschaften fliegen wieder nach Hause.
Insgesamt muss man sagen, ist das Glück des Filmes, dieser Plot um Außerirdische. Dadurch entsteht, egal wie schlecht der Film auch sein mag, gleich Spannung und offene Fragen, die einem als Zuschauer bei der Stange halten. Das trägt den Film, auch wenn er es wirklich nicht verdient hätte.
Fazit: Wer einmal alle guten Filme dieser Welt gesehen hat und etwas sucht, dass er sich an einem langweiligen Mittwochabend ansehen will, der kann ihn sich anschauen.
Hinzugefügt am 14.07.2009 um 11:15 Uhr
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