Ehemaliger User
1 - Sehr schlecht
Eigentlich lass ich mich gerne von allen möglichen Arten von Mumpitz auf der Leinwand begeistern. Hier hab ich mir nun also den Film „Legion“ angeschaut. Engel Michael kommt auf die Erde um ein Kind zu retten. Denn das Böse will dieses Kind haben um die Menschheit zu vernichten. Michaels gegenüber ist dann sogar sein Bruder Engel Gabriel. Michael macht erst einmal halt in der Großstadt und trennt sich von seinen widerspenstigen Flügeln. Während dessen lernen wir in einer beschaulichen Spelunke/Autowerkstatt/Tankstelle eine nette Familie kennen wo Vati mit Sohnemann den Laden schmeißt. Da gibt’s dann auch gleich Familienprobleme, weil Vati nicht möchte das Sohnemann mit der schwangeren Freundin durchbrennt, denn er soll sein Leben nicht vertun. Ist nämlich nicht sein Kind. Ach darum geht es übrigens auch noch, denn das Kind ist der Schlüssel zum Erfolg für Gut oder Böse sein. Denn nach kurzem Einstieg in der Spelunke und einer Oma des Bösen, kommt Michael vorbei und zeigt mal allen wie der Laden so läuft. Und der Kampf findet nun zwischen Michael und Gabriel um die Vorherrschaft über die Menschheit statt, ach und dem Baby…sprich Tod oder Leben….
Legion ist ein Film der nach den ersten Guten und Interessanten 25 Minuten völlig vorhersehbar wird und damit die restlichen 70 Minuten langweilt. Denn da jeder neue Kampfakt mit viel Musikgetöse eingeleitet wird, damit der Zuschauer nach Monologen über Gott und die Welt/Warum das Leben so ist wie es ist/Und habe ich mein Leben vertan(?), wieder aufwacht, um spannungsarme Action zusehen. Da kommen dann viele Menschen von weit her um vom Bösen besessen zu sein und sich von Michael und seinen Kampfgefährten aus der Spelunke niederscheißen zu lassen. Denn Michael reißt übrigens mit Gepäck was Waffen und Munition betrifft. Ergibt das Sinn? Nö… Also alle 20 Minuten nach sinnlosen Schwafeleien folgt immer wieder Action um danach wieder über Gott und die Welt zu labern. Die Bösen die die Guten in eine Falle locken sollen haben dann alle die unschuldigen Minen aus allen bekannt Filmen wie Damien (Das Omen), besessene Frau/Kind (der Exorzist) und komische Zombie/Vampire (aus welchen Filmen auch immer) aber eigentlich ist das Egal denn die fallen nämlich Michael eh alle zum Kanonenopfer. Nachladen nicht erwünscht. Zwischendurch wird dann jeder der keine Hauptfigur ist besessen/getötet/geopfert/ damit die Guten und Rechtschaffenden sich freuen können oder eben nicht…. Warum das nun aber mitten in der Wüste in einer Spelunke stattfindet, kann genauso wenig geklärt werden, wie warum nun gerade Ihr (das der einen Hauptdarstellerin) Baby das auserwählte Ziel ist? Auch wenn der Film dem Genre Fantasy zuzuordnen ist, darf man doch bitte schön vom Autor/Regisseur ein paar halbwegs brauchbare Argumente des Für und Wider dieser ganzen filmischen Aktion erwarten. Sie müssen ja nicht immer ganz logisch sein. Aber das grenzt hier zeitweise schon an Arbeitsverweigerung des Drehbuchautors der eben auch Regisseur des Spektakels war… Der Cast ist eigentlich ziemlich gut denn da wären: Dennis Quaid, Lucas Black, Tyrese Gibson, Kate Walsh und Charles S. Dutton die aber allesamt irgendwie nicht brauchbar in diesen Film passen. Paul Bettany gibt sich als Michael eine ganze Menge mühe aber mehr als mit fast ersterbender Stimme zu röcheln und umherzufliegen sowie andere über den Haufen zu schießen ist irgendwie auch nicht drin. Bei „Legion“ stell ich mir eigentlich nur eine Frage: Was soll das?
Fazit: Ich bin nach dem Film genauso Schlau wie vor dem Film. Habe keine Ahnung was mir der Film im Trailer mitteilen wollte und muss sagen ich weiß es immer noch nicht. Klarer Fall von: Das Geld hätte man sich auch sparen können….
Ach mein Lieblingssatz kam ungefähr nach einer Stunde Laufzeit, als die Frage aufkam: „Is it over?“ Und mein Gedanke war: „Leider noch nicht….“
Hinzugefügt am 30.12.2010 um 10:44 Uhr
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