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    FSK-18-Spektakel heute im TV: Der wahrgewordene Traum vieler Horror-Fans – wie es ihn kein zweites Mal gibt!
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

    Ronny Yu bescherte Slasher-Enthusiasten 2003 ein bis heute unvergleichliches Horror-Spektakel, in dem er zwei der legendärsten Killer der Kinogeschichte aufeinandertreffen ließ. Heute Abend gibt's das Duell bei Tele 5 zu sehen, jedoch nur gekürzt.

    Es erfordert nicht nur ein Gespür für das Originalmaterial, sondern auch eine Extraportion Mut, um mehrere popkulturelle Phänomene in einem Crossover kollidieren zu lassen. Meisterhafte Mash-ups wie etwa Frank Millers Comic „RoboCop versus Terminator“ sind da eher die Ausnahme – stattdessen läuft man mit einem derart gewagten Unterfangen Gefahr, es sich gleich mit zwei Fangemeinden gehörig zu verscherzen. Regisseur Ronny Yu ging dieses Risiko 2003 ein – und begeisterte damit nicht nur den Autor dieses Artikels, sondern löste obendrein einen regelrechten Hype aus.

    Denn in Fankreisen wurden nach „Freddy Vs. Jason“ jedenfalls direkt Wünsche nach weiteren Crossovers laut, in denen Horror-Ikonen in den Kampf ziehen. Während am Ende allerdings nichts aus „Helloween“ („Halloween“ trifft „Hellraiser“), „From Dusk Till Shaun“ („Shaun Of The Dead“ trifft „From Dusk Till Dawn“) und Co. wurde, hat das mit 30 Millionen Dollar Budget (für einen Horrorfilm) fast schon Blockbuster-Ausmaße annehmende Aufeinandertreffen des Traum-Killers Freddy Krueger und des Crystal-Lake-Schlachters Jason Voorhees bis heute Alleinstellungsmerkmal. In dieser Dimension und mit einem solch hohen Spaßfaktor gab es so etwas im Horror-Kino kein Zweites Mal. Heute Abend (18. Oktober) könnt ihr „Freddy Vs. Jason“ ab 22 Uhr bei Tele 5 sehen – und euch selbst von dem blutrünstigen Ideen-Feuerwerk überzeugen …

    … auch wenn wir dafür nur eine bedingte Empfehlung abgeben können. Denn es wird nur eine geschnittene FSK-16-Version des Films laufen, da die ungekürzte Fassung (FSK 18) erst ab 23 Uhr in voller Länge gezeigt werden darf. Voraussichtlich wird so ein alter, fürs TV entschärfter Cut zu sehen sein, in dem fast fünf der blutigsten Minuten des gesamten Films fehlen. Und das ist eine ganze Menge, bedenkt man, dass die Schere zwar immer nur für wenige Sekunden angesetzt wurde, aber eben auch genau dann, wenn der Gewaltgrad in die Höhe geschraubt wird. Wir raten stattdessen zu DVD/Blu-ray* oder zum Stream:

    Bei sämtlichen Heimkino-Veröffentlichungen – egal ob nun physisch oder digital – besteht übrigens keine Gefahr, eine gekürzte Fassung zu erwischen. Im Gegensatz zur TV-Ausstrahlung sind sämtliche DVDs, Blu-rays und Streams von „Freddy Vs. Jason“ uncut.

    "Freddy Vs. Jason": Hirn aus, Spaß an!

    Der Plot von „Freddy Vs. Jason“ ist (natürlich) völlig nebensächlich – und deshalb auch schnell erzählt: Der zunehmend in Vergessenheit geratene Freddy Krueger (Robert Englund) will endlich wieder zu alter Stärke finden. Da er diese aber nur durch die Angst seiner Opfer gewinnt und er selbst zu schwach ist, um denen eigenhändig den Garaus zu machen, braucht er erst einmal die Hilfe von Jason Voorhees (Ken Kirzinger). Der Eishockeymasken-Killer vom Crystal Lake soll das Metzeln vorübergehend für ihn übernehmen, bis er selbst stark genug ist, um wieder die Klingen(-finger) zu wetzen.

    Regisseur Ronny Yu lässt in „Freddy Vs. Jason“ jene Stärken zu einem zügellos-abgefahrenen Cocktail kulminieren, die auch seine anderen Filme auszeichneten – etwa die Action-Kracher „Fearless“ und „Das unbesiegbare Schwert“ oder den splatterigen Puppenhorror-Spaß „Chucky und seine Braut“.

    Bereits das Intro stellt unmissverständlich klar, was einen hier erwartet. Wenn menschliches Fleisch zerhäckselt wird und der Titel des Films begleitet von Spineshank mit einer Wagenladung Blut ins Bild geklatscht wird, verspricht das ein lautes, überbordendes und vor allem nicht an Gewaltspitzen geizendes Spektakel – für das man im Idealfall Bier kaltgestellt hat. Denn allzu ernst sollte man den Film nicht nehmen. Spaß macht er dafür umso mehr.

    Während Morton Gudmonsdottir in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gerade einmal 2 von 5 möglichen Sternen locker macht, ist „Freddy Vs. Jason“ für den Autor dieses Artikels einer dieser Filme, die sich einfach perfekt für einen Halloween-Filmabend eignen (wie übrigens auch der eben erwähnte „Chucky und seine Braut“).

    Gorehounds kommen mit reihenweise Splatter-Einlagen – man denke nur an den legendären Klappbett-Kill! – auf ihre Kosten. Gleichzeitig geht das Crossover aber nicht allzu sehr an die Nieren, sodass es auch Zartbesaitete unbeschadet (und vielleicht sogar amüsiert) überstehen dürften. Abgesehen davon ist der Kampf zwischen „Nightmare On Elm Street“-Schreckgespenst Freddy Krueger und „Freitag, der 13.“-Metzler Jason Voorhees schlicht einer für die Ewigkeit – der sich vor allem mit fiesen, spaßigen Ideen ins Gedächtnis brennt, die einerseits ihre Vorlagen ehren und andererseits doch etwas ganz Neues entstehen lassen.

    Dieser WAHRE Albtraum steckt hinter Freddy Krueger und seinem ersten Auftritt!

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