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    Nach "Exodus" verbietet Marokko auch das Filmdrama "Much Loved" – das Prostitution in Marrakesch thematisiert
    Von Tobias Mayer — 28.05.2015 um 11:23
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    „Exodus” wurde in Marokko verboten und nach Änderungen wieder erlaubt – jetzt ist offenbar „Much Loved“ von einem Verbot betroffen. Das Drama handelt von Prostituierten in Marrakesch. Es beschädige das Ansehen des Landes und seiner Bürgerinnen.

    Fox
    Das marokkanische Drama „Much Loved“ lief auf dem Cannes-Filmfestival 2015 in der Nebenreihe „Directors Fortnight“ – aber läuft möglicherweise nie in Marokko, dem Ort der Handlung. Wie u. a. Spiegel Online und Süddeutsche.de berichten, sei die Regierungspartei bzw. die zuständige Behörde der Meinung, der Film schade dem Ruf des Landes und dem Ruf der marokkanischen Frauen. SPON schreibt, dass der Regisseur Nabil Ayouch und die Hauptdarstellerin Loubna Abidar Morddrohungen erhalten haben und dass gegen sie geklagt worden sei, laut Süddeutsche.de habe „Much Loved“ schon für eine Kontroverse in der Öffentlichkeit Marokkos gesorgt. Kritiker haben demnach behauptet, dass der Film eine Zunahme der Prostitution bewirken würde.

    „Much Loved“ hat bisher keinen deutschen Kinoverleih, ein Start hierzulande ist also unklar. Im Film werden das Leben von Prostituierten in Marrakesch und die damit verbundene Ausbeutung gezeigt.

    Auch Ridley Scotts Bibelepos „Exodus: Götter und Könige“ war in Marokko verboten worden. Der Grund war die – grundsätzlich untersagte – Darstellung Gottes, aber nach einer entsprechenden Dialogänderung wurde „Exodus“ wieder freigegeben.




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