Josh "Ted" Radnor meint: Das "How I Met Your Mother"-Finale ist beliebter, als ihr denkt
von Tobias Mayer ▪ Mittwoch, 20. Januar 2016 - 11:21

2014 endete die Sitcom „How I Met Your Mother” mit einem zweiteiligen Finale, das vielen Zuschauern nicht gefiel. Josh Radnor meint: So schlecht, wie in Medien berichtet, kommt das Ende gar nicht weg.

Ted (Josh Radnor) und Tracy (Cristin Milioti)
Spoiler-Warnung: Die News verrät das Ende von „How I Met Your Mother“

Ted (Josh Radnor) kommt nach neun Staffeln der Umwege endlich mit Tracy (Cristin Milioti) zusammen, der Mutter aus dem Serientitel „How I Met Your Mother“ – die dann gleich wieder stirbt. Das war einer der Punkte, der Zuschauern der 2005 gestarteten Sitcom überhaupt nicht gefiel und dazu beitrug, dass das zweigeteilte, mit Zeitsprüngen versehene Finale allgemein als beim Publikum unbeliebt gilt. Josh Radnor sagte nun gegenüber der Huffpost, dass viele das Finale besser finden, als in den Medien gemeinhin dargestellt.

Auf imdb.com wird „Die Liebe meines Lebens 1“ („Last Forever: Part One”) von den Nutzern mit 6,9/10, „Die Liebe meines Lebens 2“ mit 5,7 Sternen bewertet, deutlich schlechter als die gesamte Serie, die bei 8,4 steht. Josh Radnor meint: „Eine Menge an Rückmeldungen war großartig. Ich glaube, die Medien haben das Narrativ verfestigt, dem nach jeder empört war. Ich glaube nicht, dass das stimmte.“

Wie Radnor HuffPost weiter verriet, spricht er oft an Colleges, wo er die Schüler nach ihrer Meinung fragt. „Manchmal ist es 50/50. [Insgesamt] scheint es etwa 60/40 zu sein, 60 Prozent sind enttäuscht, 40 Prozent mögen es. Deswegen glaube ich, die Enttäuschung der Leute wird übertrieben.“

Und Radnor, der nach „How I Met Your Mother“ zur Historienserie „Mercy Street“ wechselte, hat auch selbst eine Meinung zum umstrittenen Finale: „Wenn Ted und Tracy gemeinsam in den Sonnenuntergang gelaufen wären, hätten Leute das ein sentimentales Ende genannt, oder gesagt, dass es ein Märchen ist. Aber in ‚HIMYM‘ ging es immer auch darum, zu überraschen. Es ging immer darum, dich zum Weinen zu bringen, es war immer nicht das, was du erwartet hast. Also glaube ich, dass das Finale der Serien-DNA entsprach. Und ich habe den Verdacht, dass das Ende ziemlich gut altern wird, also lass‘ uns in zehn Jahren noch mal drüber reden und dann gucken, was die Leute denken.“




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Kommentare

  • Deliah Christine

    Ich empfand das Finale sehr überraschend und zudem wie einen Schlag in die Magengrube. Allerdings wirkte es auf mich auch als das Einzige, das wirklich auf die ganze Serie bezogen Sinn machte.
    Nur so erklärte sich der eigentlich geringe Bezug auf Tracy, die Fixierung auf Robin, die sich wie einroter Faden durch alle Staffeln zieht und die mächtige Aufmerksamkeit auf Robins Beziehungsleben, die letztlich sogar eine Folge für ihre nicht existenten Kinder selbst moderiert.
    Das alternative Happy End auf der DVD fand ich hingegen langweilig und nichtsagend und genessen am langen Vorspiel viel zu unbedeutend.

  • Silvio B.

    Ich finde die ganze Diskussion sinnlos. Bei HIMYM ist der Weg das Ziel. Es ist eine tolle Serie mit einem passenden Ende.

  • Knarfe1000

    Ich fand es gut, dass es kein richtiges Happy-End gab. Ungewöhnlich konsequent und in der Gesamtheit auch stimmig.

  • Cinergie

    Vorsicht vor Spoilern:
    Mich störte vorallem, dass die letzten zwei Episoden im Zeitraffer abliefen. Da hat man sich 9 Staffeln lang die Mühe gegeben, die Charaktere aufzubauen und Ihnen Tiefe zu geben und dann wir in 40 Minuten alles Hals-über-Kopf über Bord geworfen. Es ist nicht einmal die Tatsache, dass Tracy gestorben ist oder Barney und Robin getrennte Wege gingen, es war einfach viel zu hektisch und lieblos dahingeklatscht - und das fanden ich und wohl auch ganz viele andere überhaupt nicht toll!!

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