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    Prüdes Amerika: Warum steht bei der Orgie in "Eyes Wide Shut" eigentlich immer jemand im Weg rum, sobald es explizit wird?
    Von Christoph Petersen — 16.06.2016 um 16:15
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    Manchmal kreativ, meist völlig unbeholfen – in unserer neuen Reihe „Prüdes Amerika“ zeigen wir euch, wie das US-Fernsehen auf absurde Weise Filme zensiert. Die Opfer diesmal: Stanley Kubricks „Eyes Wide Shut“.

    Stanley Kubrick würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, auf welche Weise sein Film „Eyes Wide Shut“ in den USA im TV ausgestrahlt wird: Immerhin hat der als extremer Pedant berüchtigte Meisterregisseur einzelne Szenen hunderte Male wiederholen lassen, bis sie in seinen Augen endlich perfekt waren!

    Nun haben sich die Sender-Zensoren bei „Eyes Wide Shut“ wesentlich mehr Mühe gegeben als bei „Showgirls“ (wo einfach nur ein billig aussehender CGI-BH eingefügt wurde), aber für echte Filmfans sind die Änderungen trotzdem schwer erträglich. Es wurden bei der Orgie nämlich immer wieder zusätzliche Figuren ins Bild eingebaut, um dem Zuschauer so die Sicht auf explizitere Szenen zu versperren.

    In der Kinofassung treiben es die beiden da rechts auf der Couch ganz schön wild:


    In der TV-Fassung steht hingegen ein Spanner mit schwarzem Umhang davor:


    Ein wenig 69-Action in der Kinofassung:


    Und noch mehr kostümierte Spanner in der TV-Fassung:


    Bequem ist das nicht:


    Aber immerhin haben die Zensoren hier zur Abwechslung mal keine Männer, sondern zwei nackte Damen in den Weg gestellt:


    Sportlich:


    Und diesmal einen Typen und eine Frau als Sichtschutz für prüde Amis:


    So langsam habt ihr verstanden, wo der Hase langläuft, oder? Die Kinofassung:


    Und im TV haben sich wieder welche in den Weg gesetzt:



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