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    Recht bekommen: Marcus Off erhält nun für seine Synchronisation von Johnny Depp in den ersten drei "Fluch der Karibik"-Filmen doch viel mehr Geld
    Von Carsten Baumgardt — 23.06.2016 um 15:02
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    Ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Synchronsprecher Marcus Off und dem Disney-Konzern hat am Berliner Kammergericht eine neue Wendung genommen…

    Der Produzent und Schauspieler Marcus Off („Marienhof“, Phil Seegers aus der „Lindenstraße“) hat bei den Kassenschlagern „Fluch der Karibik“, „Pirates Of The Caribbean - Fluch der Karibik 2“ und „Pirates Of The Caribbean - Am Ende der Welt“ Hauptdarsteller Johnny Depp als Captain Jack Sparrow auf Deutsch synchronisiert. Nach dem riesigen Erfolg (der zumindest beim ersten Teil in dieser Dimension noch überraschend war) kam es zwischen dem Synchronsprecher und Disney zu einem Rechtstreit, mit dem sich Off eine dem Erfolg angemessene Nachvergütung einklagen wollte.

    Wie der Interessenverband Synchronschauspieler am Dienstag (23.6.) in einer Pressemitteilung bekanntgab, hat Off am 1. Juni 2016 vor dem Kammergericht Berlin nun einen sogenannten Nachvergütungsanspruch gegenüber dem deutschen Ablegers des Walt-Disney-Konzerns durchgesetzt. Das bedeutet den (vorläufigen) Abschluss eines acht Jahre langen Rechtsstreits: Off erhalte nun das Zehnfache seiner ursprünglichen Gage.

    In den vorherigen Instanzen war der 57-Jährige bisher mit seinem Anspruch gescheitert. Seine Anwälte bezogen sich auf eine Klausel im Urheberrecht, die es Künstlern erlaubt, Nachforderungen geltend zu machen, wenn nachträglich ein auffälliges Missverhältnis von vereinbarter Leistung und Erträgen aus Nutzung des Werkes entsteht.

    Die drei von Marcus Off gesprochenen „Fluch der Karibik”-Filme sahen 19,5 Millionen Menschen in den deutschen Kinos. Bei Teil 4 wurde er durch Depps Stammstimme David Nathan (spricht auch Christian Bale) ersetzt. Off sprach Superstar Depp noch in „Bevor es Nacht wird“ (2000) und „Rum Diary“. Ansonsten ist der vielbeschäftigte Sprecher auch als Stimme von Steve Coogan, Paddi Considine, Michael Sheen, Simon Baker und Yvan Attal zu hören.
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