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"Fahrenheit 11/9": Michael Moore dreht neue Doku über Donald Trump und will damit dessen Präsidentschaft beenden
Von Markus Trutt — 17.05.2017 um 09:22
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Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich der USA-kritische Dokumentarfilmer Michael Moore der Präsidentschaft von Donald Trump widmet. In „Fahrenheit 11/9“ will der Oscarpreisträger mit dem umstrittenen Staatsoberhaupt abrechnen.

Dog Eat Dog Films
Der oscarprämierte US-Dokumentarfilmer Michael Moore („Bowling For Columbine“) ist bekannt dafür, sich besonders lautstark mit der Politik und der Gesellschaft seines Landes auseinanderzusetzen. Mit „Fahrenheit 9/11“ drehte Moore im Jahr 2004 nicht nur eine der bis dato weltweit erfolgreichsten Dokumentationen, sondern rechnete auch mit der damaligen Regierung unter George W. Bush und seinem Kampf gegen den Terror ab. Kein Wunder also, dass er sich mit seinem nächsten Film nun Donald Trump vornimmt. In „Fahrenheit 11/9“ soll der mehr als umstrittene amtierende US-Präsident sein Fett wegbekommen. Der Titel bezieht sich dabei auf den Tag, an dem Trump zum neuen Staatsoberhaupt erklärt wurde.

Bereits 2016 setzte sich der Regisseur wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl mit seinem aus dem Nichts gekommenen Film „Michael Moore in TrumpLand“ kritisch mit Trump und seinem Wahlkampf auseinander. Schon damals prophezeite Moore einen Wahlsieg des Republikaners.

Mit „Fahrenheit 11/9“ will er Trumps „Teflon-Schild und seine Präsidentschaft auflösen“, wie in einer von Variety zitierten, sehr zuversichtlichen Kampfansage Moores deutlich wird: „Egal, was man ihm entgegenwirft, es hat nicht funktioniert. Egal, was enthüllt wird, er steht weiter aufrecht. Fakten, Realität, Verstand können ihn nicht bezwingen. Selbst wenn er sich selbst eine Wunde zufügt, steht er am nächsten Morgen wieder auf und macht und twittert weiter. All das endet mit diesem Film.“

Moores Projekt befindet sich laut Variety unter strengster Geheimhaltung aktuell bereits im Dreh. Unterstützung bekommt er dabei von seinem eingespielten „Fahrenheit 9/11“-Team und den Produzentenlegenden Bob und Harvey Weinstein, die sich nun die weltweiten Verleihrechte an der neuen Doku gesichert haben.

Schon 2004 machten sich die Weinsteins für die letztlich aus ihrem Privatvermögen finanzierte Vermarktung von „Fahrenheit 9/11“ stark und verließen dafür sogar ihre eigene Produktionsfirma Miramax, da sich deren Mutterkonzern Disney gegen eine Beteiligung an dem Filmprojekt sträubte. Für „Fahrenheit 11/9“ versprachen sie nun einen besonders innovativen Veröffentlichungsplan. Entsprechende Möglichkeiten sollen bei den am heutigen 17. Mai 2017 startenden Filmfestspielen von Cannes konkretisiert werden. 2004 bekam „Fahrenheit 9/11“ bei seiner Premiere auf dem Festival mehrminütige Standing Ovations und gewann dort schließlich auch den Hauptpreis, die Goldene Palme.

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Kommentare
  • GamePrince

    Wird zwar nix bewirken, aber trotzdem zurecht seine Zuschauer finden.
    Ich freue mich drauf und habe großen Respekt vor Moore.

  • Jimmy V.

    Was soll's denn bewirken, deiner Meinung nach?

  • GamePrince

    Im Bericht steht was von "abrechnen" und "auseinander setzen".
    Das meine ich.

  • Jimmy V.

    Ja. Beides muss ja nicht die große Revolution zur Folge haben. Demokratie lebt davon Diskussionen am Laufen zu halten. Das wird so ein Film tun. Ich glaube nicht, dass er sich den Umsturz verspricht. Doch die Kritik an den Mächtigen muss eben weiterlaufen, gerade bei einem wie Trump. In diesem Sinne ist so ein Stück Film schon ziemlich sinnvoll.

  • greek freak

    Ja genau,weil der Double-You,ist ja auch wegen der ersten Michael Moore Doku,aus dem Amt geflogen,NOT!
    Michael Moore kann man schon seit langen nicht mehr ernst nehmen,zuerst hat er sich für Sanders stark gemacht,dann rührte er für Killary,die PR-Trommel(auch mit einer Doku,das hat geholfen,wie man sieht) und dann gab´s dieses Interview,direkt nach den Wahlen,wo er durchaus positiv über Drumpf sprach.(Als ich das sah,traute ich meinen Ohren nicht mehr.)
    Das er es selber mit den Fakten nicht so genau nimmt,in seinen Dokus,davon fangen wir lieber gar nicht erst an.

  • greek freak

    ^
    This!!

  • Knarfe1000

    Stimme zu!

  • Knarfe1000

    Dann wäre es bestimmt immer noch eine witzige Satire.

  • Knarfe1000

    Moore ist streitbar und umstritten (zurecht). Er legt halt gerne den sehr polemischen Finger in die Wunde. Alleine das hat seinen Wert.

  • greek freak

    Das ist so ähnlich wie mit Bill Nye´s aktueller Netflix Schow."Ein Clownfisch kann nach belieben sein Geschlecht wechseln.Ergo:das ganze funz. auch bei uns Menschen,die 2 Geschlechter sind nur ein soziales Konstrukt." WTF?!
    Was in der US Medienlanschaft gerade abgeht(und bei uns im kleineren Rahmen) ist nur noch peinlich und wird wahrscheinlich dazu führen,das der "God-Emperor" auch 2020 wieder gewinnt,würde mich nicht wundern.

  • greek freak

    Naja siehe Mutti,die liefert seit Jahren auch nur Schrott ab,in allen Bereichen und wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wiedergewählt.

  • Deliah C. Darhk

    Die extremen Linken und Rechten treffen sich "hinten" in der Mitte ja wieder. Von daher schon klar, dass keine dieser Alternativen das Potential aufweist, wirklich besser als die Andere zu sein.
    Die Extreme sind aber nur die Ausläufer und nicht die repräsentative Mitte dieser Richtungen.
    Es gibt ebenso gemässigte Rechte, die sich am Ehesten wohl als national-konservativ bezeichnen lassen und in etwa dem äusseren Rand der C-Parteien zuordnen lassen, wie es gemässigte Linke gibt, die sich mehr Richtung SPD orientieren.

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wir Linken können sehr wohl an der Sache argumentieren. Aber wie so oft im Leben, werden auch hier eher die Lautesten als die Klügsten gehört, und die sind gemeinhin deswegen so laut, weil sie selbst ganz genau wissen, dass es ihnen zu sehr an nachvollziehbaren und vernunftbasierten Argumenten mangelt um auch leise gehört zu werden.
    Also bitte, schmeiss mich nicht mit denen in einen Topf. ICH weiss sehr genau, warum ich meiner Ideologie folge; und auch, aus welchen Gründen ich wo in der praktischen Umsetzung Abstriche machen muss.

  • Deliah C. Darhk

    Wird wieder keine nachhaltige Wirkung haben, aber sehen will ich die Doku.

  • BobRoss

    Die Meinungsbildung durch seine Dokus ist denke ich niocht ganz zu verachten. Aber das Meinungsbildung dann auch in entsprechender Gesetzgebung endet ist schwer, besonders weil es in den USA oft nur Dems oder Reps gibt und kein dazwischen. Die lehnen sich schon aus Tradition gegen die Meinung der jeweils anderen, auch wenn sie manchmal die Ideend es "Gegners" gar nicht so schlecht finden. Meine Ex aus Little Rock, Arkansas, hatte zwar mit 25 schon 5000$ Schulden beim Krankenhaus wegen Epilepsiemedikamenten und sparte seit 7 Jahren auf ihr College. Trotzdem war für sie und ihre Familie Obama "literally teh antichrist". Da kommt man auch mit der besten Doku nicht dagegen an :P

  • greek freak

    Naja,das ist genauso in den US of A,was ist denn da die Alternative? Die Marionette der Wall Street und Saudis oder ein weltfremder Greis(Zitat:"If you´re white,you don´t know what it means to be poor." ja sischer sischer Opa,schonmal was von White Trash gehört?)
    Oder aktuell in Frankreich,da hat gerade eine andere Finanz-Sektor Marionette gewonnen,weil die Alternative etwas zu rechtsaussen war,oh mon dieu.
    Ganz schlimm ist es in meiner "Alten Heimat",Griechenland.Da haste die Wahl zwischen korrupten "Sozialisten",korrupten Konservativen,korrupten "Linken" und Neonazis(und wir reden hier von echten Neonazis,nicht "er/sie/es postet Pepe Frösche auf Twitter "-Nazis).

  • GamePrince

    Ja, gebe dir schon recht.

  • Deliah C. Darhk

    Mir ist schon bewusst, dass Du etwas verallgemeinernd geschrieben hast, weil Du damit ein sich ausbreitendes Grundproblem ansprechen wolltest.
    Ich verstehe das schon, auch wie es gemeint war.
    Ich persönlich fühle mich da auch nicht so auf die Füsse getreten. Es gibt aber eben auch gar nicht mal so wenige aufrechte Linke (Rechte müsste ich mangels Kenntnis mutmassen), die eben nicht so radikal realitätsfern sind. Nur sieht und hört man die in der Öffentlichkeit kaum, gerade weil sie auch in ihrem Auftreten eher gemässigt bleiben.
    Wenn ich auf die Strasse gehe, dann werde ich ja auch nicht als Linke wahrgenommen. Die Leute sehen eine (megaheisse *lach*) Frau. Meine Gesinnzng bleibt da aussen vor.
    Ich bin weit weniger nicht desillusioniert als Du offenbar denkst. Ich habe meine politischen Ambitionen nicht ohne Grund aufgegeben. Ixh sehe es aber eher so, dass es doch noxh politische Minderheiten, auch innerhalb etablierter Parteien, sind, die sich einfach mittels Lautstärke in Vordergrund und Position bugsieren, statt durch echte Zustimmung von der Parteibasis.
    Allein schon, wie oft ich als Delegierte oder sls regionales Vorstandsmitglied "Empfehlungen", also Anweisungen, bekam wie ich abstimmen sollte ... Diktatur der Etablierten fällt mir dazu nur ein.
    Ich habe much nie dran gehalten und nur nach Gewissen entschieden. Aber dafür bekam ich auch nie einen Ernst zu nehmenden Listenplatz auf ein Mandat.
    Deswegen steigert die K*cke sixh. Nicht, weil es keine innerparteilichen Alternativen gäbe, sondern weil nur die nach oben gelassen werden, die keine Bedrohung für den eigenen Machterhalt darstellen. Mit Versprechungen auf kleinere Pöstchen sichert man sich dann die Mehrheiten gegen die Konkurrenz.
    Deswegen sind es in meinen Augen night DIE Roten, Grünen, Gelben, Schwarzen, Braunen usw, sondern nur eine Schicht sus Führungsfilz.
    Darunter liegt noch sehr viel Potential.
    Was es wirklich bräzchte wäre eine gesetzliche Limitierung von Amtskahren in der Berufs- und Msndatspolitik. Dann kämen nach und nach mehr frischere und unverfilzte Kräfte in die Verantwortung. Ich denke, das würde schon etwas helfen.

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