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Kontroverse um ungleiche Bezahlung bei Nachdrehs zu "Alles Geld der Welt" [Update]
Von Björn Becher — 10.01.2018 um 10:01
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Bekanntlich beraumte Ridley Scotts kurzfristige Nachdrehs an, um Kevin Spacey durch Christopher Plummer zu ersetzen. Das sorgt nun für eine neue Kontroverse, denn die dafür zurückgeholten Mark Wahlberg und Michelle Williams wurden ungleich bezahlt...

2017 ALL THE MONEY US, LLC. ALL RIGHTS RESERVED. / Claudio Iannone

Als die Runde machte, dass Ridley Scott Nachdrehs für „Alles Geld der Welt“ ansetzen würde, um den nach Vorwürfen sexueller Belästigung ins Kreuzfeuer geratenen Kevin Spacey mit Christopher Plummer zu ersetzen, war klar, dass auch Mark Wahlberg und Michelle Williams wieder vor die Kamera müssen. Dabei machte schon im November 2017 die Meldung die Runde, dass Wahlbergs Agent hierfür zwei Millionen Dollar verlangt habe, Williams hingegen für quasi nichts gearbeitet haben soll. Scott wiegelte aber später ab und lobte die Stars dafür, dass sie beide quasi für umsonst gearbeitet hätten. Doch wie jetzt bekannt wurde, stimmt das dann wohl doch nur für Williams. Wahlbergs Agenten blieben offenbar hart – und dabei vertreten diese auch Williams…

Wie die USA Today nun berichtet, habe man herausgefunden, dass Michelle Williams nur eine Entschädigung von 80 Dollar pro Tag bekommen habe, insgesamt weniger als 1.000 Dollar für die gesamten Nachdrehs. Mark Wahlberg sei dagegen mit 1,5 Millionen Dollar bezahlt worden. Dies sei dem Magazin von drei unterschiedlichen Quellen bestätigt worden. Insgesamt kosteten die Nachdrehs zehn Millionen Dollar.

"Alles Geld der Welt": Die ersten Kritiken zu Ridley Scotts spektakulär umbesetzten Thriller mit Christopher Plummer

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass beide Schauspieler von derselben Künstleragentur, der William Morris Agency, vertreten werden, man dort also wahrscheinlich wusste, dass man für beide Klienten sehr unterschiedliche Deals verhandelte. Williams selbst erklärte bereits vor einiger Zeit, dass es für sie selbstverständlich war, Ridley Scott für die Nachdrehs zur Verfügung zu stehen. Sie sei so begeistert gewesen, dass der Regisseur diesen Aufwand betreibt, dass sie auf Geld, Urlaub und alles verzichtet hätte. Ob sie auch so gedacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass Wahlberg sich seine Rückkehr fürstlich entlohnen lässt?

Gerade in Zeiten, wo die ungleiche Behandlung der Geschlechter in der Filmindustrie ein dominierendes Thema ist, wirkt es natürlich besonders befremdlich, wenn es zu so einem massiven Bezahlungsungleichgewicht kommt. Viele Hollywood-Stars zeigten sich auf Twitter dann auch entsetzt. Jessica Chastain brachte zuerst den Stein mit ins Rollen, als sie auf entsprechende Gerüchte über die ungleiche Bezahlung hinwies.

Nach der USA-Today-Enthüllung rief sie ihre Fans dann auf, sich Michelle Williams‘ Perfomance anzuschauen.

Die Schauspielerinnen Busy Philipps und Amber Tamblyn weisen derweil darauf hin, dass diese ungleiche Behandlung „nicht akzeptabel“ sei.

Schauspieler David Krumholtz stellt derweil die berechtigte Frage nach dem Vorgehen der Agentur, deren Aufgabe es hätte sein müssen, ihre Klientin zu beschützen.

Und Regisseur Judd Apatow fragt sich, ob Mark Wahlberg oder das Studio etwas tun werden, um diese verrückte Situation zu entschärfen.

Alles Geld der Welt“ kommt am 15. Februar 2018 in die deutschen Kinos.

Update: Mark Wahlberg, der „Alles Geld der Welt“ nach Berichten deutlich unter seinem üblichen Salär gedreht hat, hat mittlerweile erklärt, die 1,5 Millionen Dollar an einen Fond zu spenden, der Frauen und Männern, die in Hollywood opfer sexueller Belästigung wurden, hilft. Wahlberg wusste angeblich nichts über die ungleiche Bezahlung. Michelle Williams dankte ihm für diese Geste. Die in die Kritik geratene Agentur spendete ebenfalls 500.000 Dollar.

Alles Geld der Welt Trailer (2) DF

 

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