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    Dafür ließ er "Tenet" sausen: Komponist Hans Zimmer macht neugierig auf seinen "Dune"-Score
    Von Annemarie Havran — 24.06.2020 um 17:30
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    Seit 2005 ist Hans Zimmer der Haus-und-Hof-Komponist von Christopher Nolan, doch für dessen neuesten Film „Tenet“ gab er ihm einen Korb. Stattdessen schreibt er die Musik zu „Dune“ und macht mit seinen Ideen laut eigener Aussage alle verrückt.

    Warner Bros. France

    Hans Zimmer ist wieder mal schwer beschäftigt: Der deutsche Exportschlager in Hollywood hat aktuell die Scores zu heißerwarteten Filmen wie „Wonder Woman 1984“, „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ und „Top Gun: Maverick“ in der Pipeline – und zu „Dune“, der Adaption des Sci-Fi-Bestsellers von Frank Herbert.

    Was, kein „Tenet“? Wer es noch nicht wusste: Die Musik zu Christopher Nolans „Tenet“, der am 30. Juli 2020 endlich in die Kinos kommt, schrieb Zimmer nicht. Und das, obwohl er seit „Batman Begins“ von 2005 treuer Haus-und-Hof-Komponist des Regisseurs ist.

    Doch wie Zimmer bereits vor einiger Zeit verriet: Er wollte so sehr die Musik zu „Dune“ schreiben, weil er das Buch von Frank Herbert seit seiner Jugend liebt, dass er Nolan für „Tenet“ absagte. Der soll Verständnis gezeigt haben und engagierte stattdessen „Black Panther“-Komponist Ludwig Göransson für die Musik zu seinem Thriller.

    Sound-Experimente

    Im Interview mit Variety sprach Oscarpreisträger Zimmer nun über seine Arbeit am „Dune“-Score, auf den Filmmusik-Fans mit Spannung warten. Und der Komponist scheint auch wirklich etwas Besonderes auszuhecken und macht mit seinen Aussagen neugierig: Er sei so voller Ideen, dass er damit „jeden in den Wahnsinn treibe“:

    „Ich bin gerade dabei, die Sounds zu kreieren. Ich hab all diese Ideen, und so geht das tagein, tagaus. Ich mach all diese Experimente und ich hab keine Ahnung, ob überhaupt etwas davon am Ende im Film landen wird. Aber wir sind mit solchem Engagement bei der Sache, wir versuchen, etwas völlig Anderes zu machen und gute und ehrenhafte Arbeit zu leisten, um dem Buch gerecht zu werden.“

    "Manches wird vielleicht ein Desaster"

    Bei einem intergalaktischen Abenteuer auf fernen Planeten gibt es für einen Komponisten richtig viele Möglichkeiten, sich auszutoben. Und Zimmer will all die verschiedenen Richtungen, die er einschlagen kann, ausloten: „Manche davon werden vielleicht ein komplettes und heilloses Desaster. Aber ich versuche es einfach. Ich drehe voll auf.“

    Von Regisseur Denis Villeneuve bekomme er auch die volle Unterstützung. Er lasse ihn ein Teil dieser Welt werden und das sei unglaublich inspirierend.

    Was dabei herauskommt, hören wir hoffentlich ab dem 17. Dezember 2020 im Kino. Denn dann soll nach aktuellem Stand „Dune“ starten und mit einer Star-Besetzung rund um Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson, Jason Momoa, Charlotte Rampling, Javier Bardem, Stellan Skarsgard, Zendaya und Oscar Isaac das Weihnachtsgeschäft der Filmtheater ankurbeln.

    So soll sich "Dune" von "Star Wars" abheben

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Gleich ist vielleicht auch der falsche Begriff. Da fehlt mir einfach so das Wiederhörbare.
    • HalJordan
      Also wenn die Soundtracks zu MoS oder BvS für dich gleich klingen, dann hast du definitiv einen anderen Soundtrack gehört. 😄Mit bezaubernd triffst du den Nagel auf den Kopf. 😊
    • WhiteNightFalcon
      Dankeschön. 😎
    • ObiWann
      Das E.T. Flying Theme und auch das Schindlers Liste sind ganz tolle Arbeiten ,die würd ich aber trotzdem nicht zu den Werken dazuzählen die der Falke oben aufgelistet hat ,das so Filmjunkies wie wir die kennen leuchtet ein ,aber dem Otto Normal Gugger sagt das eher nix , aber der Haifisch gehört da definitiv mit rein ,da das vom wieder-erkennungswert mal richtig weit vorne liegt .
    • Darklight ..
      Williams Musik geht viel expliziter und differenzierter auf das Geschehen auf der Leinwand ein. Entfernst du seine Musik aus E.T., STAR WARS, dem weißen Hai oder Indiana Jones funktionieren die Filme gar nicht mehr. Zimmers Musik hingegen wäre viel leichter zu ersetzen, da sie viel diffuser das Leinwandgeschehen begleitet. Williams Musik war häufig eine der Hauptrollen des Films, manchmal sogar der heimliche Star ...
    • Darklight ..
      E.T. Flying ThemeSchindlers Liste Und der Haifisch...Und... allein der Superman Soundtrack ist so vielschichtig. Die Zerstörung Kryptons ist schon ziemlich krass in Richtung moderner Orchesterwerke (die, die kaum jemand mag), und dann wieder pure Romantik (Can you read my Mind), Nostalgie Leaving Home und dazu Episches und Actionreiches Material... ich bin nach Jahrzehnten Williams hören immer noch geflasht von diesem Talent.
    • Darklight ..
      Der weiße Hai?😎
    • Darklight ..
      Das mit der Bandbreite seheeee ich gaaaanz anders. Williams hat die deutlich größere Ausdrucksvielfalt innerhalb dessen, was er macht. Die Unterschiedlichkeiten und die Ausdruckstärke innerhalb seines Werkes ist wesentlich größer als die in Zimmers Werk. Und Syntheziser zu nutzen war auch nie ein Problem für Williams. Er hat es nur selten getan. Wenn man aber die wunderbaren Endcredits von Presument Innocent mit Harrison Ford hört, weiß man sofort, das er auch diese Techniken meisterhaft beherrscht. Und ansonsten holt Williams eine unglaubliche Fülle an verschiedensten Stimmungen aus dem klassischen europäischen Orchester heraus, wie kaum ein zweiter. Wäre Williams ein Schauspieler, wäre er für mich Daniel Day Lewis und Hans Zimmer Tom Cruise...😎Schön, wieder jemandem zum widersprechen da zu haben. Fehlt nur noch Deliah...🙂
    • Darklight ..
      Definitiv steht Zimmer dort nicht...Auch wenn er nicht übel ist, so knüpft er doch verdammt viele Klangteppiche. Hat ein bisschen viel Masse rausgehauen...😎
    • Darklight ..
      SpongebobWhiteNight!??🤗😍🤩😘Wellcome back im Kommentarwohnzimmer!!!
    • Bond, James Bond
      Habe mich heute schon gefragt, was mit dir ist. Gab ja schon den Atlantis-Artikel mit Jurassic T-Rex Bild. Normalerweise hättest du da auch schon was kommentiert :-D
    • Bond, James Bond
      :-) Stimmt. Der Hellraiser Soundtrack ist auch nicht ohne.
    • Bond, James Bond
      Das ist einer der Buddy/Cop-Streifen der 80er/90er. Halt zwei unterschiedlich veranlagte Typen, welche zusammenarbeiten müssen. Fing wohl mit Nick Nolte und Eddie Murphy (auch wenn Murphy kein Cop war) in Nur 48 Stunden an. Der ist ja von Walter Hill. Walter Hill legte dann mit Red Heat (Schwarzenegger & Jim Belushi) und Und wieder 48 Stunden nach. Dann halt Black Rainmit Michael Douglas und dem Japaner, dann der B-Film Kracher Showdown in Little Tokyo mit Dolph Lundgren und Brandon Lee oder Last Boy Scout (Willis & Wayans)
    • Bond, James Bond
      Hehe, Black Rain schaute ich mir wieder vor genau vier Wochen an :-)
    • Bond, James Bond
      Na ja, ich finde für die komplette Dark Knight Trilogie hat er was tolles geschaffen und Interstellar mag ich auch, allerdings hinter Inception.Und eigentlich finde ich das Man of Steel Leitmotiv auch toll, klar Williams Superman-Theme bleibt vorne :-)
    • WhiteNightFalcon
      Ich bin nach 2 Wochen Pause etwas außer Form, in denen mein Filmwissen nicht gebraucht wurde. 😞
    • WhiteNightFalcon
      Hi. :-)
    • Bond, James Bond
      Ach, du hast auch daran gedacht. Aber dennoch, für mich ist es der Imperial March :-)Danach Star Wars, Raiders, Superman, Jurassic Park. Doch in dieser Reihenfolge.
    • WhiteNightFalcon
      Das Omen ist ohnehin kongenial. Da jagt mir schon die Musik ohne die Filme ne Gänsehaut ein. Kenne ich von keinem anderen Horrorfilm.
    • Bond, James Bond
      Jurassic Park Theme (gleich zwei bekannte Stücke). Ja, da hat er aber auch ein wenig Glück, dass dies große Filmprojekte waren. Aber freilich muss man dann als Komponist auch liefern und das tat er.
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