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    DC-Schauspieler widerruft Aussage: Joss Whedon war doch nicht der richtige Mann für "Justice League"
    Von Tobias Mayer — 30.06.2020 um 13:15
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    Als Zack Snyder die „Justice League“-Regie abgegeben hatte, übernahm Joss Whedon. Nun, da der „Snyder-Cut“ kommt, widerruft Cyborg-Darsteller Ray Fisher öffentlich eine ältere Aussage, wonach Whedon ein guter Ersatz gewesen sei.

    Warner Bros.

    Schon vor der Ankündigung, dass Zack Snyder seine Version von „Justice League“ im sogenannten „Snyder-Cut“ doch noch veröffentlichen darf, äußerten einige Schauspieler des Films ihren Unmut über die von „Avengers“-Regisseur Joss Whedon fertiggestellte Kinofassung, in dem sie die #ReleaseTheSnyderCut-Bewegung durch Posts in den Sozialen Medien unterstützten.

    Ray Fisher, dessen Szenen als Mensch-Maschinen-Superheld Cyborg zu einem offenbar beträchtlichen Teil nicht in der Kinofassung vorkommen, zeigt nun drastisch seine Unzufriedenheit.

    Fisher hat einen Tweet veröffentlicht, in dem ein Video von einem alten Comic-Con-Auftritt eingebunden ist. Bei diesem Auftritt sagte Fisher, dass Joss Whedon ein „großartiger Typ“ sei und Zack Snyder „eine gute Person ausgewählt habe, den Film für ihn aufzuräumen und zu beenden“. Über diesem Video schreibt Fisher nun: „Ich möchte mir die Zeit nehmen, alles von dieser Aussage zu widerrufen“.

    Zum Zeitpunkt der Comic-Con dürfte es Ray Fisher und den anderen Schauspielern vertraglich untersagt gewesen sein, etwas Schlechtes über „Justice League“ zu sagen, obwohl sie vielleicht damals schon nicht einverstanden waren mit der Richtung, die Whedon in den Nachdrehs in Absprache mit dem Studio einschlug. Warner wollte damals einen Film, der eher den Tonfall der MCU-Filme hat, also unbeschwerter und fröhlicher ist.

    Nun kann Fisher offen darüber reden, was er vom fertigen Film hält, dem diese Richtungsänderung deutlich anzumerken ist.

    Angriff auf Joss Whedon

    Aber die Härte der Aussage ist dennoch bemerkenswert. Ray Fisher schreibt in seinem Tweet explizit, dass er „alles“ („every bit“) an seiner Stellungnahme widerrufe, was logischerweise auch für die Aussage gelten muss, Joss Whedon sei ein „großartiger Typ“. Ob es Fisher wirklich darum ging, Whedon zu attackieren, anstatt nur seine Kritik an der „Justice League“-Kinofassung auszudrücken (für die ja am Ende Warner verantwortlich ist), sei dahingestellt. Auf Twitter bekommt Fisher jedenfalls viel Zuspruch für seinen Widerruf.

    Zack Snyder arbeitet derweil also an seiner Fassung von „Justice League“, die irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2021 auf dem US-Streamingdienst HBO Max erscheinen soll (es ist nach wie vor unklar, ob als Film oder als Serie). In Deutschland dürfte der Snyder-Cut dann beim deutschen Warner-Partner Sky landen.

     

    Im Podcast: "E.T." & Snyder-Cut-News

    Vor ein paar Wochen haben wir in Leinwandliebe über den Snyder-Cut gesprochen. Ihr findet das Gespräch im zweiten Teil unserer „E.T.“-Folge:

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    Kommentare
    • FilmFan
      Vor dem Kinostart sicher. Selbst während der Film läuft, ja. Aber das sie Knebelverträge machen die den Schauspielern verbieten ihre Meinung zu sagen wenn der Film aus den Kinos raus ist glaube ich nicht. Geheimhaltung vor Kinostart ist klar.
    • Micro_Cuts
      ja der Storyarc um die russische Familie war absolut sinnlos. wozu dreht man so etwas? hat dem film in keinster weise geholfen. sowas schwachsinniges findest in nem Snyder Cut nicht. war so ne klassische MCU szene
    • HalJordan
      Wie von FS bereits in die Runde geworfen, ist es gut möglich, dass die Schauspieler aus vertraglichen Gründen nicht darüber sprechen durften.
    • Dny K
      Whedon wurde sicher zu nichts gezwungen. Er hat die Arbeit eines anderen Regisseurs aufgenommen und 0 geehrt und einfach seinen eigenen Stil dazwischen gequetscht, obwohl das gar nicht zu den vorher angelegten Figuren passt. Allein dass er Junkie XL mit Elfman ersetzt hat ist Verbrechen genug.Er hat im Übrigen einfach nur Age of Ultron nochmal abgespult und die russische Familie war ja wohl der dämlichste und unnötigste Zusatz der Filmgeschichte.
    • Dny K
      Zack Snyders Filme sind halt Filme die man entweder mag oder nicht. Es gibt da nur sehr wenige die den Filmen einfach nur ein OKAY geben. Bei BvS hat das Studio schon dazwischen gefummelt. Der Ultimate Cut ist um Welten besser, da er viel logischer ist und einzig die Martha Szene bleibt strittig, ich finde sie, je öfter ich den Film sehe, absolut nachvollziehbar. Auch dass der Film als zu überladen kritisiert wird, liegt nicht an Zack selbst. Warner selbst wollte so schnell es geht an das MCU aufsschließen und hat dem Universum keine Zeit in Form von Solostreifen spendiert. In Anbetracht dessen, emfinde ich BvS als das bestmögliche Ergebnis, welches beiläufig die Kritik an Man of Steel aufgreift und realisitsch verarbeitet. Deshalb ist es sehr wohl interessant zu sehen in welche Richtung die Justice League in diesem Stil und OHNE Einmischung seitens des Studios geht und ich bin mir sicher, mit der langen Laufzeit, wird dieser Film sehr gut ankommen.
    • FilmFan
      Der hat aus meiner Sicht nichts falsch gemacht. Ich habe endlich nen DC verstanden ;)
    • FilmFan
      Fisher kann also nicht nach Kinostart und nachdem der Film einige Zeit im Kino lief sagen was er vom fertigen Produkt hält? Es geht jetzt nur um das Nachtreten. Seine Aussage ist deutlich. Kommt aber ziemlich spät.
    • The_Lavender_Town_Killer2.0
      Na na na Mr Fisher... nicht flunkern! Was würde Mama dazu sagen? Man sollte ihm den Mund mit Seife auswaschen.Einmal mehr ein wunderbarer Beweis dafür, dass das Promo-Geschwafel von Cast und Crew vor und während der Premiere einen feuchten Dreck wert ist.
    • Darklight ..
      Mmmhh... jooooar... verständlich...Schon... andererseits liebe ich jedes ehrliche Statement, jenseits vom üblichen PR-Geschwafel. Und... ehrlich ist dieses hier wohl. Außerdem.. . haut er wirklich damit Dr. Warner und Dr. med. Whedon eins in die Fresse?!Auch negative Schlagzeilen, sind Schlagzeilen. Und hier geht es ja um nen TeenieZickenkrieg, wenn man es mal so salopp formulieren will. Also, viel Traffic im Internet um die Snyder-Version, Kontroversen und Streit lösen aber auch ein gesteigertes Interesse an der neuen Filmversion aus. Das kommt letztlich auch WARNER zugute... von daher... ja...Aber du hast Recht, bei solch komplexen juristischen Comix-Angelegenheiten sollte man den Rat von Miss Deliah hinzuziehen. ..
    • Micro_Cuts
      Nun es gibt auch ein Haufen Leute die MoS und BvS toll finden. Und JL fühlte sich in keinster Weise wie ein Snyder Streifen an. Man muss ja nun wirklich kein Fachmann sein um das zu sehen. Snyders Stil hat eine so derart starke Handschrift das du fast schon abzählen kannst welche Szenen Nachgedreht wurde und welche nicht. Und das sind deutlich mehr als die Hälfte.Selbst die Schauspieler haben damals gesagt, dass sie sich gewundert haben wie viel sie nachdrehen mussten.Übrigens hat Snyder wie ich finde die beste Comic Verfilmung überhaupt zu verantworten: Watchmen
    • ObiWann
      Ich versteh so den Punkt einfach nicht warum dieses gebashe Whedon VS Snyder .So etwas gab es in der Form halt noch nicht ,das 2 Filme von 2 Regisseuren mit den gleichen Figuren und Schauspielern und der fast gleichen Geschichte auf uns zukommen oder im Fall vom Whedon Cut schon gibt .Is doch irgendwie ganz geil da hat doch jedes Lager was von . Die die Whedon Version lieben werden das auch weiterhin machen und die die auf die Snyder Version hoffen werden das auch weiterhin tun .Ich für mein Teil hoff auf die Snyder Version da ich alle seine langen Cuts irgendwie besser fand und auf diese Version echt gespannt bin ,aber jeder der mit der Whedon Version Happy is dem gönn ich das auch .
    • Andreas Huettner
      Wie soll er es auch sein?Wenn der Film fertig gewesen wäre, hätte man nen Cutter beauftragt, dass er aus dem Material den Film formt/schneidet. Offenbar haben aber noch sehr relevante Szenen gefehlt, also wurde ein neuer Regisseur angeheuert, um die fehlenden Elemente und ein paar andere Sachen zusätzlich zu drehen, um nen halbwegs runden Film draus zu machen...So viel ich weiss, hat Snyder für seinen Snyder Cut nicht nachdrehen lassen... also kann er nur das verwenden was da war und kann maximal noch ein krasses CGI-Finale nachschieben. Wo soll denn der Rest her kommen?Abgesehen davon bin ich mir relativ sicher, dass sich ein Großteil der Kritikpunkte an der aktuellen Justice League-Version auch 1:1 auf die Snyder-Fassung übertragen lassen werden.
    • ObiWann
      Ja da hätte der gute Ray mal lieber überlegen sollen was er da von sich gibt. Man kann ja von der Whedon Version kein Fan sein ,das is vollkommen legitim .Der Punkt is aber Whedon hat übernommen in der Zeit wo Snyder ne Tragödie durchlebt hat ,und das muss man Whedon einfach anrechnen .Deliahs Expertise is bei Marvel Sachen schon sehr gut ,da hab ich nich so viel Ahnung ,aber bei DC trau ich meiner eigenen 😊.
    • Andreas Huettner
      Ich verstehe einfach nicht so wirklich, was sich alle vom Snyder Cut erwarten?Erstens: wenn der ach so gut gewesen wäre, wäre das vermutlich ein paar Leuten von ganz oben aufgefallen und die hätten Whedon nicht so freie Hand gelassen, sondern ihn einfach nur beauftragt, den Film möglichst in diesem Stil fertig zu machen.Zweitens: Zack Snyder hat sich für Sucker Punch einige Kritik von wegen Style over Substance anhören dürfen...Drittens: Zack Snyder hat für Man of Steel und dessen Ende damals nen Haufen Prügel eingesteckt....Viertens: Zack Snyder hat für Batman V Superman nen riesigen Haufen Prügel eingesteckt...Warum soll ausgerechnet Zack Snyder, dessen bester Film btw. ein Remake ist!, jetzt nen Comic-Film zu drei Viertel zu Ende gebracht haben und dann aus dem dreiviertelten Film Jahre später die ultimative Fassung, ohne Nachdrehs wohlgemerkt, zaubern?Vermutlich sind nämlich 75% von dem, was an der aktuellen Justice League Version kritisiert wird, 1:1 auch so im Snyder Cut drin...Ich lasse mich gerne überraschen und eines Besseren belehren, kann aber die schon im Voraus grassierende Euphorie über den Snyder Cut nicht nachvollziehen.
    • Micro_Cuts
      Ich glaube einfach das es Ray Fisher also Cyborg in der Justice League Kinofassung am härtesten getroffen hat.Selbst Synder sagte mal das Cyborg das Herz des Film (Synders Fassung) sei. Die ersten Trailer enthielten einige Cyborg Szenen die es nie in die Kinofassung geschafft haben.Und als Ray letztens über die Veröffentlichung des Synder Cuts gesprochen hat fing er an vor Freude zu heulen.Ob man jedoch nun öffentlich so gegen Whedon schießen sollte, hm ich weiß nicht. Hoffentlich entsteht daraus jetzt nicht so ein Internet Shitstorm.Andererseits kann ich verstehen das Fisher sauer ist, Whedon hat im Grunde fast alles mit ihm rausgeschnitten.Übrigens ist Jason Momoas Blick oben auf dem verlinken Video das beste. Damit ist ja wohl alles gesagt :P
    • Gravur51
      Der WB Mitarbeiter legt auf mit den Worten „Black Lives Matter“, um sich bei Ray anzubiedern.
    • WhiteNightFalcon
      Gibt nicht umsonst den Spruch:Die Revolution frisst ihre Kinder.
    • Bruce Wayne
      Als ob Whedon nun exklusiv die Schuld an dem JL Desaster trägt.
    • WhiteNightFalcon
      Das ist, als würdest du nem Arzt, der dir geholfen hat, voll in die Fresse treten. Widerlich. 🧐Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich würde brennend die Meinung unserer Filmstarts-Queen of Comics zu diesem Topic dazu interessieren. Deliah du fehlst uns!
    • André McFly
      Macht ihn nicht unbedingt sympathisch. Whedon war auch nichts anderes als ein Arbeitnehmer, der engagiert wurde. So ein Puzzlewerk, was während der Produktion komplett um 180 Grad gedreht wird, kann niemand zu einem befriedigenden Ergebnis bringen. Die Schuld trifft hier Warner, die das so bestimmt haben udn ganz sicher nicht Whedon, der vermutlich das beste aus der Situation und schlichtweg nur seinen Job gemacht hat.
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