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    Wird "Scream 5" härter oder softer als die Vorgänger? Das sagen die Regisseure zum Umgang mit Gewalt im Sequel
    Von Christoph Petersen — 26.11.2020 um 16:01
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    Nach dem Tod von Wes Craven im Jahr 2015 stammt mit „Scream 5“ nun erstmals ein Teil der Slasher-Kultreihe nicht von dem Horror-Genie. Aber seine Nachfolger scheinen sich einige wichtige Lehren von dem „Nightmare“-Regisseur abgeschaut zu haben...

    StudioCanal

    Scream 5“ soll zwar erst am 13. Januar 2022 in die deutschen Kinos kommen – aber nachdem der Film vor einigen Tagen fertig abgedreht wurde, tröpfeln jetzt doch langsam immer mehr Infos zu dem heißerwarteten Slasher-Sequel durch…

    So wissen wir etwa, dass Neve Campbell nach längeren Verhandlungen am Ende doch noch für den fünften Teil unterschrieben hat – gut so!

    Zugleich hat „Scream“-Autor Kevin Williamson verraten, dass der neue Film, zu dem James Vanderbilt und Guy Busick das Skript beigesteuert haben, spürbar weniger selbstreferenzielle Elemente enthalten werde. „Scream 5“ wird also offenbar ein geradliniger Schocker und keine augenzwinkernde Meta-Spielerei – da muss man sich erst dran gewöhnen!

    Die Gewalt in "Scream 5"

    Aber „Scream 5“ mit einem PG-13-Rating und weichgewaschenen Slasher-Szenen – das braucht nun wirklich kein Mensch!

    Zum Glück scheinen das die neuen Regisseure Tyler Gillett and Matt Bettinelli-Olpin auch so zu sehen – zumindest scheinen sie sich bei ihrer Einstellung zu Gewalt auf der Leinwand direkt an ihrem Vorgänger Wes Craven zu orientieren.

    Am Set von „Scream 5“ hat Matt Bettinelli-Olpin jedenfalls in einer Runde mit Journalisten folgendes erklärt (via CinemaBlend):

    „Schon vor dem Dreh von ‚Ready Or Not‘ haben wir viele Diskussionen gehabt, wie wir mit der Gewalt umgehen sollten. Wes Cravens Einstellung war ja immer, dass man Gewalt niemals so behandeln darf, als ob sie nur einen Zufälligen trifft. Sie muss immer einem Menschen widerfahren, der eine Familie hat, der geliebt wird.

    Es muss jemand sein, der einem auch als Zuschauer am Herzen liegt. Dann geht es bei der Gewalt auch automatisch nicht mehr länger um irgendwelche Gags oder den Humor. Alles drumherum kann Spaß machen. Aber Gewalt ist Gewalt – und sollte auch als solche behandelt werden.“

    +++ Meinung +++

    Das klingt nicht so, als würden die Regisseure nach ihrem ja auch nicht gerade unblutigen Überraschungshit „Ready Or Not – Auf die Plätze, fertig, tot“ (für den deutschen Untertitel können die beiden ja nichts) jetzt plötzlich für „Scream 5“ die Samthandschuhe auspacken – und das ist auch sehr gut so!

    Das Geniale an der Reihe ist schließlich: Ja, man kann das alles als augenzwinkernde Meta-Genre-Parodie verstehen und sich beömmeln – man kann sich davon aber auch richtig schockieren lassen, wie es mir etwa damals ergangen ist, als ich „Scream“ mit 13 Jahren im Kino gesehen habe und anschließend eine Woche lang nicht schlafen konnte...

    Die Mischung aus Humor auf der einen und dann wirklich grausamen Gewaltexzessen auf der anderen Seite macht den Markenkern der „Scream“-Filme aus. Und der sollte trotz des Verzichts auf einen Teil der Meta-Elemente auch besser nicht noch weiter aufgeweicht werden...

    „Scream 5“ startet wie bereits erwähnt am 13. Januar 2022 in den Kinos – und hier haben wir auch noch mal im Video für euch zusammengefasst, was wir jetzt schon alles über den fünften Teil der Ghostface-Saga wissen:

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