Caught Stealing
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Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 606 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 30. August 2025
UNGEBREMST


New York City 1998: Hank (Austin Butler) hält ein Auge auf die Katze von Nachbar Russ (Matt Smith), der wegen seines kranken Vaters nach Großbritannien abreisen musste. Kaum ist der Punker fort, dringen düstere Gestalten gewaltsam in seine Wohnung ein und verwickeln Hank in üble Machenschaften. Dessen Freundin Yvonne (Zoë Kravitz) sowie Detective Roman (Regina King) setzen sich für ihn ein.

Darren Aronofsky ist als Regisseur, Autor und Produzent einer der Großen der Filmbranche. Oft hat er bei Spielfilmen beachtenswerte Marken gesetzt, hier sei „Black Swan“ (2010) oder der polarisierende „Mother!“ (2017) genannt, zuletzt „The Whale“ (2022).

Ein erfahrenes Team arbeitet zusammen: Aronofsky, Kameramann Matthew Libatique und Editor Andrew Weisblum setzen nach vielen gemeinsamen Projekten auf eine Crime-Story, betitelt nach einem Fachbegriff aus dem Baseball. Kein Wunder, dass „Caught Stealing“ perfekt geschnitten, herausragend bebildert im Stil der 1990er-Filme wie aus einem Guss die Leinwand verziert, untermauert von einem flotten, umfangreichen Soundtrack. Unterm Strich sieht alles nach viel Handarbeit aus: Dreck, Gewalt (FSK 16), keine Superkräfte, keine fantastische Ebene. Darin gibt Aronofsky dem Aufbau des Hauptcharakters genügend Platz.

Wie ein Gulli erzeugt die Handlung einen Sog, dem sich das Publikum nur schwer entziehen kann, wenn Hank, einst ein Baseball-Talent, immer tiefer in die Fänge der organisierten Kriminalität gerät, was er seelisch schwer verkraftet; eine fiese Wendung verstärkt diesen Effekt. Die Action beinhaltet diverse Situationen, die den Filmtitel bestätigen, weil sie der einen oder anderen Seite knapp aus der Hand gleitend, für die Zuspitzung der Lage sorgen.

Das Schwarzhumorige von „Caught Stealing“ wird durch die Schrägheit der Nebenfiguren und deren Taten begründet. Über die Stellschrauben der zunehmenden Fesselung geschieht hier eine Niveau-Angleichung, die zwar für ordentliches Entertainment sorgt, aber ein Stück weit das gesunde Maß verfehlt, denn was im vorderen Abschnitt an Realität vorhanden ist sowie an Komik zu kurz kommt, wird später per gewollter Ausschmückung etwas verzerrt, eigens der Auftritt der jiddisch sprechenden Brüder Shmully und Lipa (Vincent D’Onofrio, Liev Schreiber) sei erwähnt. Aronofsky, selbst mit jüdischem Hintergrund, inszeniert hier voller Hingabe.

Mit „Caught Stealing“ liefert Darren Aronofsky einen imposanten Thriller mit der besonderen Portion Spaß.
Isabelle D.
Isabelle D.

330 Follower 511 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 5. September 2025
"Caught Stealing" von Darren Aronofsky ist ein spannender Thriller mit tiefschwarzem Humor. Im Trailer wirkte das zunächst wie eine launige Komödie, aber tatsächlich dient die Komik hier vor allem dazu, die im Kern traurige Geschichte von Hanks verpfuschtem Leben und die Brutalität der Gangster, die hinter ihm her sind, erträglich zu machen. Ansonsten wäre das so schwere Kost, dass man völlig niedergeschlagen aus dem Kino geht - und auch das wäre Darren Aronofsky zuzutrauen gewesen. Wer jemals "Requiem for a Dream" gesehen hat, weiß, was ich meine.

Fazit: Spannung, Tiefgang - und eine süße Katze: Was will man mehr? Unbedingt empfehlenswert!
beco
beco

83 Follower 435 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 3. September 2025
Gelungener, unterhaltsamer Action-Thriller mit einigen Typen, denen man lieber nicht begegnen würde.
Der Plot ist nicht neu, aber der Film entwickelt ein tolles Tempo und wird mit einigem (schwarzen) Humor gewürzt, der das Ganze zu einer sehenswerten Action-Thriller-Komödie entwickelt.
Sehenwert
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 86 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 27. August 2025
Bei Caught Stealing kommt es darauf an, wie man an den Film herangeht. Möchte man einfach nur ein modernes Mafiadrama sehen (denn die Comedy, die so ein wenig angetrailert wurde, kommt hier nur sehr kurz), kann man sich ohne Angst vor rausgeschmissenen Geld beruhigt das Ticket ziehen und den Film genießen. Hübsche Hauptdarsteller, ein verrückter Matt Smith, ein kaum zu erkennender Liev Schreiber, einigermaßen gut geschriebene Dialoge, ne coole Katze...also eigentlich alles dabei.

Jetzt kommt das ABER: Es ist ein Aronofsky. Und weil es ein Aronofsky ist, sollte man doch jetzt meinen, dass auch dieser Film wieder seine unverkennbare Handschrift besitzt, einen selbst zweifelnden, leidenden Hauptcharakter, der sich und/oder sein Leben und seine Welt hinterfragt. Aber hier nun...Nein, überhaupt nicht. Die Hauptfigur Hank (und die Katze) leidet zwar physisch, aber mehr auch nicht. Lediglich das Hinterhertrauern seiner verpassten Baseball-Karriere ist immer wieder Thema, was aber ziemlich oberflächlich bleibt. Es gibt auch keinen großen Plot-Twist ähnlich wie bei Lucky Number Slevin, nichts großartig überraschendes, nichts was einen zum Nachdenken anregt. Daher könnte Caught Stealing auch von jedem anderen x-beliebigen Regisseur gemacht worden sein. Und aus genau diesem Grund war der Film insgesamt für mich dann leider doch enttäuschend, nicht weil der Film an sich schlecht geworden ist, sondern weil einfach das besondere Aronofsky-Element gefehlt hat. Dieser Regisseur kann mehr, und er hat es mit allen bisherigen Arbeiten bewiesen. Sehr Schade!
Pablo2305
Pablo2305

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5,0
Veröffentlicht am 23. August 2025
Schräge Charaktere, toller Hauptdarsteller, gutes Drehbuch, Meisterregisseur.
Was soll da schiefgehen?
Richtig
Nichtss
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 582 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 1. Februar 2026
Das ist in der Tat nicht der Film, den ich von Darren Aronofsky erwartet hätte. Er liefert hier einen im Jahr 1998 angesiedelten Thriller ab, der auch wie aus dieser Zeit wirkt. Inhaltlich greift er sich ein wenig sie „Lucky Number Slevin“ Prämisse ab, in der ein unbedarfter junger Mann tölpelhaft in einen Gangsterkonflikt stolpert und ihm die Konsequenzen über den Kopf wachsen. Der Film wird durch Austin Butler als ungemein sympathischem Helden problemlos getragen, aber er hat auch andere Stärken. Etwa eine absolute Kaltblütigkeit darin, Nebenfiguren unerwartet abzuräumen sowie schräge Charaktere und stellenweise pure Härte in den Gewaltszenen. Damit wirkt der Film vielleicht leicht aus der Zeit gefallen, aber wer derartige 90er Thriller mochte wird auch hier eine sehr spaíge Zeit vorfinden.

Fazit: Spannend, stellenweise witzig und mitunter brutal hart: gradliniger Thriller!
King17
King17

23 Follower 529 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 2. Februar 2026
Ein sehr starker Film, der es größtenteils in sich hat. Der Film bietet eine spannende Handlung, sowie Actionszenen, gut eingebauten Humor und Emotionen. Des Weiteren besitzt der Film eine TOP Besetzung. Insgesamt ist der Film stark abschneidend.
Casey 08
Casey 08

14 Follower 921 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 1. Februar 2026
Darren Aronofsky wollte wohl mal kein Oscar-Nominiertes Drama machen sondern einen Guy Ritchie Film und das hat er ziemlich gut hingekriegt. Der Film ist trotz einer gewissen Ernsthaftigkeit sehr unterhaltsam und der schwarze Humor passt super dort rein. Der Cast ist spitze und hat manchmal tolle aber auch blutige Bilder zu bietet. Inhaltlich ist der Film sehr mau, da ist bei Guy Ritchie alles mehr verschachtelt und machmal ist er schon vorhersehbar. Ich könnte jetzt kein richtiges Hauptgerne nennen. Hier steckt ein Drama, ein Actionfilm, Komödie, Krimi und Thriller drin. Darren Aronofsky ist bewiesen, dass er auch solche Filme machen kann, was keiner der besten Filme des Jahres ist aber tortzdem für Unterhaltung sorgt.

Insgesamt ist es ein guter Film der sehr unterhaltsam ist, einen tollen Cast und schwarzen Humor bietet.
Karsten N.
Karsten N.

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4,0
Veröffentlicht am 3. Januar 2026
"Caught Stealing" ein Thriller mit einer erstaunlichen Besetzung, der dank großartiger Action, guter Komödie und einem guten Anteil an Überraschungen und Spannung hochkarätige Unterhaltung bietet. Charlie Huston und Darren Aronofsky nutzen ihre Erfahrung, um es einfach zu genießen. Ein verrückter unkomplizierter Krimi im After Hours-Stil mit einer hohen Anzahl von Körpern und einem lebhaften atemlosen Tempo.
Lemmiblog
Lemmiblog

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4,0
Veröffentlicht am 11. Dezember 2025
WIE SCHNELL KÖNNEN DINGE ESKALIEREN?

Hank liebt Baseball, seine Freundin ist verrückt nach ihm und eigentlich soll er nur auf den Kater seines Nachbarn aufpassen. Allerdings weiss Hank nicht das dieser mit Drogen zu tun hat und es um jede Menge Geld geht. Also bekommt er es mit üblen Schlägern, der Polizei und sogar Juden zu tun, die ihm alle ans Leder wollen.

Caught Stealing läuft ca. 105 Minuten ist ab 16 Jahren freigegeben und Austin Butler trägt den Thriller locker. Er spielt den sympathischen Pechvogel so gut, dass man ihm sogar seine kleinen Alkoholschwächen gern verzeiht.
Die Story ist flott, blutig, überraschend witzig und gönnt einem zwischen den Prügelorgien gerade genug Atempausen.
Die Nebenrollen sitzen perfekt, Vincent D’Onofrio als Shmully ist herrlich absurd, Matt Smith wirkt wie ein Punk der seit Jahren auf einer Couch vergammelt und Regina King als Cop verteilt gute Backpfeifen. Nur Zoe Kravitz sollte vielleicht nicht jedes Mal das Shirt heben und mir damit Marcy Darcy Flashbacks geben.
Die Action ist stark, Butler wirkt in jedem Schlag glaubwürdig, egal ob er einen bekommt oder austeilt und so mancher Twist kommt überraschend um die Ecke. Dass zwischendurch Leute sterben wie Fliegen, trägt zur Spannung bei.
Das Finale lässt einen kurz glauben, alles sei geschafft und dann kommt der Film mit einem „Nö“ um die Ecke. Nett gemacht.

Unterm Strich bleibt ein Werk das mit seinen Darstellern, Action und packenden Umsetzung der Story punktet. Über kleine Logiklöcher kann man meckern, muss man aber nicht, da im großen alles stimmig ist.

8/10 Punkten. Wenn Flughafen Kontrollen wirklich so lax sind wie hier, dann viel Glück uns allen.
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