WIE SCHNELL KÖNNEN DINGE ESKALIEREN?
Hank liebt Baseball, seine Freundin ist verrückt nach ihm und eigentlich soll er nur auf den Kater seines Nachbarn aufpassen. Allerdings weiss Hank nicht das dieser mit Drogen zu tun hat und es um jede Menge Geld geht. Also bekommt er es mit üblen Schlägern, der Polizei und sogar Juden zu tun, die ihm alle ans Leder wollen.
Caught Stealing läuft ca. 105 Minuten ist ab 16 Jahren freigegeben und Austin Butler trägt den Thriller locker. Er spielt den sympathischen Pechvogel so gut, dass man ihm sogar seine kleinen Alkoholschwächen gern verzeiht.
Die Story ist flott, blutig, überraschend witzig und gönnt einem zwischen den Prügelorgien gerade genug Atempausen.
Die Nebenrollen sitzen perfekt, Vincent D’Onofrio als Shmully ist herrlich absurd, Matt Smith wirkt wie ein Punk der seit Jahren auf einer Couch vergammelt und Regina King als Cop verteilt gute Backpfeifen. Nur Zoe Kravitz sollte vielleicht nicht jedes Mal das Shirt heben und mir damit Marcy Darcy Flashbacks geben.
Die Action ist stark, Butler wirkt in jedem Schlag glaubwürdig, egal ob er einen bekommt oder austeilt und so mancher Twist kommt überraschend um die Ecke. Dass zwischendurch Leute sterben wie Fliegen, trägt zur Spannung bei.
Das Finale lässt einen kurz glauben, alles sei geschafft und dann kommt der Film mit einem „Nö“ um die Ecke. Nett gemacht.
Unterm Strich bleibt ein Werk das mit seinen Darstellern, Action und packenden Umsetzung der Story punktet. Über kleine Logiklöcher kann man meckern, muss man aber nicht, da im großen alles stimmig ist.
8/10 Punkten. Wenn Flughafen Kontrollen wirklich so lax sind wie hier, dann viel Glück uns allen.