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das Odeon
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2,5
Veröffentlicht am 17. August 2026
Tja, so wirklich hat mich dieser Film nicht gepackt.
Der Zeitdruck, unter dem die Wetterfrösche arbeiten müssen, kommt irgendwie nicht richtig rüber. Das liegt an der fast schon langsamen Erzählweise. Fast jeder Film nimmt sich am Anfang Zeit, die Figuren und die Rollen erstmal vorzustellen. Dass der beste Meteorologe aus UK gleich direkt am Anfang vom Militär rekrutiert wird und er eigentlich nicht fürs Militär arbeiten will, sieht man ihm eindeutig an, sorgt aber trotzdem nicht für Spannung.
Dass er von amerikanischen Verbündeten von oben herab behandelt wird und er sich dauernd mit dem zweitbesten Wetterfrosch streiten muss, erklärt seine Situation, sorgt aber nicht für Spannung.
Selbst die Tatsache, dass es nur drei Tage sind und man eventuell nur drei Stunden hat, hat bei mir nicht für Spannung gesorgt. Dem Titel folgend kommt der Zeitdruck, unter dem sie alle stehen, irgendwie nicht richtig rüber. Irgendwas fehlt. Du hast nur drei Stunden Zeit, um die nötige Invasion entweder zu starten oder sie zu verhindern. Und wenn du sie startest und ein Sturm aufkommt, dann werden abertausende Soldaten durch den Sturm im Ärmelkanal ertrinken, und zwar nur, weil DU den falschen Ratschlag gegeben hast ! ! ! Auweia, was für eine Verantwortung. Da müssten nicht nur bei dem Top-Meteorologen im Film, sondern auch beim Zuschauer Schweissperlen auf der Stirn zu sehen sein vor lauter Spannung. Passiert aber nicht.
Und wie stark so ein Wellengang selbst im Ärmelkanal sein kann und wie schnell ein Schiff dadurch eine Havarie erleiden kann (und ertrinkende Soldaten) werden im Film aber nicht gezeigt. Also fiebert man nicht richtig mit, weil man die Verantwortung nicht sehen kann. Und wie gesagt, die Erzählweise ist auch zu langsam. Was will man da auch großartig zeigen, wenn nichts anderes passiert, als dass die Wetterfrösche dauernd nur Karten mit Hoch- und Tiefdruckgebieten anschauen? Die vergleichen Karten, was sollen sie auch sonst machen? Und das Ende ist ja sowieso bekannt.
Tja, die ´Monuments Men´ hatten keinen Zeitdruck und die Brigade 6888 von ´The Six Triple Eight´ hatte sechs Monate Zeit. Also kein pressure. Diese beiden Filme sind natürlich ausgefeilter und besser, aber auch länger. Für einen kleinen Film für mal so zwischendurch, wenn man nach Feierabend noch in der City rumläuft und partout nicht nach Hause will und man nicht weiss, wie man sich jetzt beschäftigen möchte und gerade an einem Kino vorbeikommt, dann taugt der Film so halbwegs was.
Meteorologie Studenten, auch wenn sie sich wirklich wirklich für Meteorologie interessieren, werden nicht auf ihre Kosten kommen.
https://www. youtube. com/watch?v=IxqFOM4Gfa4
https://www. youtube. com/watch?v=8-tbnxpV_bI
p. s. : das mit dem bei (nach!!) filmende sofort auf ´saving private ryan´ rüberswitchen unterschreibe ich sofort. .
eigentlich müsste es einen film zu der militär-übung ´exercise tiger´ geben, den man sich vorher anschauen sollte. bei der übung sollte die d-day landung geübt werden an der englischen küste und die haben dabei alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. null kommunikation, zwei schiffe kollidieren, echt heftiges friendly-fire mit scharfer munition und drei (oder vier?) deutsche torpedoboote, die zufällig vorbei kamen, konnten sich wirklich gut austoben. da sind (je nach quelle) zwischen 700 und 1000 soldaten gestorben. bei einer übung.
also darf general eisenhower (ist das jetzt deutsch oder englisch?) beim d-day absolut garnix falsch machen. die übung war ja schon tragisch genug. also lastet enormer druck auf eisenhower. und james stagg. ich hab davon nicht viel gesehen und finde brendan fraser als fehlbesetzung. für mich strahlt der typ in dieser rolle rein gar nichts aus. also sogar noch weniger als nichts. die bei filmstarts und auch robert hofmann bei YT sehen das anders und freuen sich über die winzigen veränderungen oder andeutungen in mimik oder gestik oder der präsenz von eisenhower und dem wettermann james stagg. und ja, ich kann das nachvollziehen. das sind die (viel zu wenigen) stärksten szenen im film, wenn james stagg mit dem zweiten meteorologen, der ihm widerspricht, oder mit general eisenhauer aufeinandertrifft. da geht es dann tatsächlich um mimik oder gestik und aus zwei verschiedenen meinungen wegen einer herannahenden gewitterwolke könnte jederzeit eine persönliche fehde zwischen den wettermännern selbst und eisenhauer werden. einige leute werden das bestimmt spannend finden, da winkt bestimmt schon die eine oder andere 3,5 sterne bewertung.
exkurs schauen wir uns mal das wasser an. wenn die in dresden hochwasser in der elbe haben, müsste das aus richtung der quelle kommen. hier in hamburch kommen probleme mit der elbe immer aus richtung der nordsee. so eine lustige eigendynamik kann wasser manchmal haben. also die nordsee mal als badewanne vorstellen und dann ist da sturm und die sturmfront bewegt sich von norden nach süden. wo soll das ganze wasser hin? der stöpsel, also der einzige ausweg für das ganze nordsee-wasser ist der ärmelkanal. bei einer sturmfront von nord nach süd dürfte dort dann bestimmt eine ganze menge los sein.
Dieser Film ist dann wohl der Ergänzungsfilm zu „Der Soldat James Ryan“, und auch hier geht es primär um den D-Day, genau genommen aber um die Vorbereitung. Wir erleben, wie ein paar Meteorologen für den Angriff die Wettervorhersage hinkriegen müssen. Allerdings geraten sie in den Zwiespalt, dass sie nicht die Informationen haben, welche die Führungsriege wünscht. Andrew Scottgibt den in sich gekehrten Meteorologen, während Brandon FRaser als Eisenhower, eine kraftvolle und sicherlich ausdrucksstarke Performance abliefert.
Der Film bietet am Schluss ein paar Kriegsszenen, bleibt aber ansonsten komplett in der Regierungszentrale und zeigt angespannte Männer, die sich aus diversen Gründen gegenseitig anpampen. Das kann man unglaublich spannend finden, und es hat auch einen hohen Reiz, aber wohl nur für diejenigen, die historisches Interesse mitbringen.
Fazit: Eine Art ruhiger Kriegsfilm, der trotz bekanntem Ausgang ein gewisses Maß an Spannung hat.