Lee Cronin's The Mummy
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Michael K.
Michael K.

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2,5
Veröffentlicht am 4. Mai 2026
Wenn ein guter Horrothriller nur aus stark gefilmten und stimmungsvollen Szenen bestehen würde, wäre diese Version der Mumie bei mir ein sicherer Kandidat für eine hohe Bewertung. Aber es geht eben auch um Storytelling, und es würde speziell bei diesem Film auch darum gehen, dass die eher platte Story mit dem düsteren und geheimnisvollen "Zauber" des alten(!) Ägyptens angereichert wird. Genau das fehlt hier aber, und stattdessen gibt es ein - durchaus gut gefilmtes - Krimi-Setting fast ohne jeden Historienzauber, aber mit teils krassen dramaturgischen und erzählerischen Fragwürdigkeiten. spoiler: [Das hier gewählte Kriminalfilm-Ambiente kollidiert mit einer Story, die eigentlich überhaupt keinen Twist hat, und das Ganze wird durch die Überlänge noch zusätzlich aufgeblasen.
Und es ist geradezu spoiler: absurd unglaubwürdig, dass die Eltern die besessene Tochter die ganze Zeit quasi ohne jede Hilfe bei sich zuhause haben, das ist selbst für das Horror-Genre dann nicht mehr stringent und grenzt am Ende an unfreiwillige Comedy. Die "übernatürlichen Kräfte" der Mumientochter wirken im Real-Krimi-Setting hier besonders unlogisch (wozu bräuchte dieser Dämon überhaupt menschliche Körper, wenn er eh übernatürliche Kräfte hat??) und geradezu billig, fast schon im Stil von sowas wie "Brightburn".
Diese Version der "Mumie" wird ja schon im Titel als eine Art persönliche Version von Lee Cronin beworben, und Cronin hat hier im Grunde eine eh schon grenzwertige Idee verschlimmbessert. Allerdings ist der Film trotzdem visuell stark und durchaus gut gespielt.
oldschoolmovieaddict
oldschoolmovieaddict

1 Follower 6 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 24. April 2026
Ein Wickelkind zum Fürchten

Der Film konnte mich über die gesamte Laufzeit hinweg gut unterhalten. Zwar hat die Handlung meine Erwartungshaltung ob des Titels "The mummy" ziemlich unterlaufen, dennoch ging es spannend, gruselig und in einigen Sequenzen auch ziemlich heftig zu.
Obwohl die Story und die Ursache späterer Ereignisse in Ägypten ihren Anfang nehmen, spielt das für den weiteren Verlauf der Handlung kaum noch eine Rolle. Da es sich imho eher um einen Exorzismusstreifen denn um einen Mumienfilm handelt, hätte man auch jedes andere Setting wählen können. Ist aber die Mumie erstmal aus der Kiste, versteht es der Regisseur die Spannungsschraube langsam immer weiter anzuziehen. Während sich die titelgebende Hauptdarstellerin aus anfänglicher Katatonie zu einem fiesen zerfledderten Miststück entwickelt, hielten auch gut gesetzte Schnitte zu parallel stattfindenden Handlungen meine Aufmerksamkeit oben. Gegen Ende werden dann alle Register gezogen, so dass man die Altersfreigabe ab 18 einigermaßen nachvollziehen kann.
Besonders gut haben mir die Soundeffekte gefallen. Nächtliches Poltern, Zähneklappern (wer den Film kennt, weiß welche Szene ich meine) und andere Geräusche drangen eindrucksvoll in den Gehörgang. Die Maske des Mädchens war gelungen - nicht grotesk sondern gerade soviel, dass es zum Fürchten reicht. Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt gut, die Eltern kamen halbwegs glaubwürdig rüber und die kleine Hauptdarstellerin hat wirklich hervorragend gespielt. Für die Gorehounds unter den Zuschauern werden einige Gewaltspitzen geboten, so eine Pediküre habe ich noch nie gesehen!
Fazit: Kann man sich ansehen, ich habe dem Geld für's Ticket nicht hinterhergetrauert.
BibiG3
BibiG3

40 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 7. Mai 2026
Hat mit sehr gut gefallen und mich unterhalten. Ich mag James Wan sehr und Mumien Filme sehe ich auch gerne. Die Story war auch zu verstehen. Das Grauen würde nach und nach immer realer. Top 
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 614 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 17. April 2026
EINGEWICKELTER FLUCH

Die kleine Katie (Emily Mitchell) wird in Kairo von einer Hexe (Hayat Kamille) entführt. Nach acht Jahren taucht sie wieder auf (nun Natalie Grace), mumifiziert, aber lebendig. Die Eltern (Laia Costa, Jack Reynor) kümmern sich aufopferungsvoll um ihre traumatisierte Tochter. Deren Zustand birgt ein schreckliches Geheimnis.

Lee Cronin inszeniert seinen Mumienfilm nach eigenem Drehbuch. Der Name des Iren muss gar nicht im Titel stehen, denn durch „Evil Dead Rise“ (2023) hat er genug Aufsehen erregt. Dort ist das Mutter-Tochter-Verhältnis besonders tief ausgeprägt. Wenn so etwas funktioniert, kann der Horror umso intensiver, einfach ergreifender sein. „Lee Cronin’s The Mummy“ kann diesbezüglich leider nicht mithalten. Trotz engagierter Stars wie Laia Costa und Jack Reynor mag das Familienband auf emotionaler Ebene nicht funktionieren. Die das Leben beschreibenden Dialoge haben den Klang von Stangenware, zum Teil sind die Einstellungen unbeholfen mit eintöniger Mimik gefilmt, die meist von einem Extrem ins andere wechselt. Da nützt selbst der eingestreute Humor von Oma (Veronica Falcón) nichts. So hängt die handlungs- wie abwechslungsreiche, eigentlich nicht langweilig aufgebaute Story auf dieser Ebene durch. Beeindruckend in Nebenrollen: May Calamawy (Detective Dalia Zaki) und May Elghety (Layla Khalil).

Die Auswirkungen des Hexenfluchs sind äußerst aufwendig umgesetzt, vor allem visuell und auf der Tonspur, doch ebenfalls über die Hinterlist der Katie, die nichts mehr selbst bestimmen kann. Ihr bedauernswertes Dasein ist eindringlich gestaltet. Irgendwann agieren alle Figuren nur noch im Wahn oder in der Not, bis in den wuchtigen Showdown. Erlaubt sei die Frage nach der Notwendigkeit einer Mumie, denn es dominiert eine teuflische Besessenheit, die bereits zahlreiche Drehbücher gefüllt hat. Nun denn, irgendwie muss die Hauptsache transportiert werden, gerne als Abrundung des Ägypten-Urlaubs. Schnell ist die vielleicht erlebte Rache des Pharao vergessen, denn Cronin orgelt auf allen Registern der gehäuft ekligen Grausamkeiten und verdient sich redlich das rot leuchtende FSK-18-Emblem.

„Lee Cronin’s The Mummy“ mag nicht wirklich eine neue Idee sein, liefert jedoch für 134 Minuten einen Inhalt, der sich sehen lassen kann. Den elementaren Rollen fehlt es dagegen an Form, was auch in diesem Genre einen entscheidenden Ausschlag geben kann, s. „Evil Dead Rise“.
challengesbya.d.2k
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25 Follower 355 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 16. April 2026
Ein heftiges Horrormeisterwerk. Komplett genial gestaltet. Der Film bietet eine sehr spannende Storyline mit Abenteuer, überwiegend Horror, sehr viele Jumpscares und einer guten Besetzung. Verglichen mit den anderen Mumien Filmen ist das der beste der Reihe. Ich habe den Film sehr genossen. Im Gesamtpacket ist der Film ein wahres Horrormeisterwerk.
No Use For A Name
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14 Follower 1.352 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 14. Mai 2026
Was für ein Brett! Lee Cronin hat hier einen rausgehauen, alter Verwalter! Es gibt einige fiese Jumpscares und mehrere wirklich eklige Bodyhorror-Szenen. Das Familiendrama wird zu Beginn sehr ausführlich exponiert, im Verlauf dann aber nicht mehr weiterverfolgt. Das ist ein bisschen schade, ist letztlich dann aber doch gar nicht so schlimm. Immerhin gibt es zum Ende hin nochmal eine Szene, die vor allem alle Eltern unter uns sehr berühren wird, ich hatte da mit meinen Töchtern neben mir fast körperliche Schmerzen! Dennoch knallt "The Mummy" ziemlich heftig und ist eine echte Empfehlung nicht nur (oder gerade eben nicht) für Mumienfans!

spoiler: Wenngleich sich der Film einiger allzu klassischer Horrorfilm-Tropes bedient (obszöne Sprüche von der reanimierten Oma, krabbelnder Dämon an der Decke, Polizistin, die alleine (!) ermittelt, usw.) und auch im Kern nicht wirklich originell ist (die titelgebende Mumie ist eher nur Verschleierung für einen Kind-von-Dämon-besessen-Film), kann er dennoch mit einem heftigen Grusel- und vor allem Ekelfaktor überzeugen.


Von mir gibt's hier ganz klar eine Empfehlung!
Casey 08
Casey 08

14 Follower 999 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 17. Mai 2026
Lee Cronin ist zurück und macht erneut einen "Evil Dead" Film aber mit einer Mumie. Der Film hatte sehr früh eine FSK Herabstufung, weil Warner Bros. sich beschwerte. Natürlich war Geld der Hintergedanke aber eigentlich ist dieser Film richtig eklig und deutlich heftiger als "Evil Dead Rise" und der hat eine FSK:18. Aber nicht nur bei der FSK-Freigabe macht die Logik keinen Sinn, sondern auch im Film. Die erste Hälfte ist schön Stimmungsvoll, mit tollen und manchmal auch sehr ekligen Bildern und erinnert manchmal auch an die ganzen Dämon Filme wie "Conjuring". Die zweite Hälfte ist "Evil Dead Rise" nochmal nur in noch heftiger. Hier gibt es richtig krasse Body-Horror-Szenen und an sich sehr viele, fiese Szenen. Gegen Ende kommen auch noch Twists dazu. Er erfindet das Gerne nicht neu aber macht halt mit altbekannten was richtig gutes. Ich gebe aber die 4 Sterne nur gerade so, weil er halt nichts neues bietet und auch mit der Logik Probleme hat. Aber hier fühlt sich dieser Verlust den die Charaktere erleiden auch echt an, die Darsteller sind richtig gut (auch wenn sie manchmal echt dumme Entscheidungen treffen) und ist manchmal auch so drüber, dass es lustig ist.

Insgesamt ist es ein sehr guter Film mit krassen Body-Horror-Szenen, einer tollen Atmosphäre, tollen Bildern und sehr fiesen Momenten.
Lemmiblog
Lemmiblog

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2,5
Veröffentlicht am 17. April 2026
EINEN TOTEN TÖTEN? TOT IM QUADRAT?

Acht Jahre nach ihrer Entführung in Kairo taucht Katie plötzlich wieder auf. Die Familie lebt inzwischen in New Mexico und fällt aus allen Wolken. Sie lebt, mehr oder weniger. Denn Katie hat die ganze Zeit in einem uralten Sarkophag verbracht. Statt Klinik, Spezialisten oder irgendwas mit gesundem Menschenverstand heißt es, ab nach Hause, Familie regelt das schon.

Lee Cronins The Mummy geht ca. 135 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Horrorfilm, der atmosphärisch einiges richtig macht. Die Stimmung sitzt, die Mythologie hat Biss und das Übernatürliche funktioniert am besten, wenn man einfach sagt „Ja gut, schweben, Zehen unter Türen ablecken, Magie, wird schon so sein also Hirn aus.“
Leider gilt das nicht für den Rest. Denn der Film stapelt Logiklöcher wie andere Leute Bauklötze. Papa Charlie jagt jemanden durch einen Sandsturm, als hätte er Scheibenwischer auf den Augen. Im Haus wird unter dem Teppich Blut entdeckt und keinen juckts. Es wird sich durch die Decke gegraben und keinen juckts. Das Loch ist später übrigens weg. Dazu kommt ein extrem nerviger Erzähltrick, immer wenn etwas eskaliert oder spannend wird, Schnitt nächste Szene. Keine Reaktion, keine Auflösung, kein Nachhall.
Dabei ist das Familiendrama spannend. Der Vater will verstehen, was mit seiner Tochter passiert ist. Die Mutter glaubt, Liebe heilt alles. Die Oma setzt auf Jesus, blöd nur das die Mumie 3000 Jahre älter ist und offensichtlich nen stärkeren Pump hat als der Jung mit dem Kreuz.
Der Film braucht leider viel zu lange, um mal auf den Punkt zu kommen. Er deutet an, baut auf, schleicht herum und wenn es knallen könnte, stolpert er über sich selbst.
Das Finale serviert eine Expositionskeule per VHS, Finger im Halsloch erlaubt reden und einen Kreislauf-Twist, der auf dem Papier clever wirkt, in der Praxis aber eher nach Drehbuch in letzter Minute aussieht.
Unterm Strich ein Film mit starker Atmosphäre und interessanter Mythologie, der sich aber mit Fehlern, erzählerischen Brüchen und einem unrunden Ende selbst ausbremst.

5/10 Punkten. Ein uralter Dämon, der keine Familien mag? Vielleicht keine dunkle Macht sondern nur schwere Kindheit.
Karsten N.
Karsten N.

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3,5
Veröffentlicht am 17. April 2026
"Lee Cronin`s The Mummy" ist eine effektiv gruselige und knorrige Neuinterpretation eines Horrorklassikers, der eine viszerale und groteske Geschichte liefert, die auch eine höchst verstörende und erschreckende Mischung mit ihren Anspielungen auf andere großartige Horrorfilme schafft. Unbestreitbar intensiv liefert Lee Cronin eine brutale Horror Creepshow, die beängstigend und schreienswert überrascht. Auch wenn im Laufe der Zeit etwas Komplexität verloren geht, so ist es doch eine reichlich strukturierte Inszenierung, die mit einer engagierten Besetzung, inklusive kribbelnden Sound Design, massiver blutigen Effekten, sowie komödiantischer Grausamkeit für das Publikum einen eindrucksvollen Unterhaltungswert hat.
Horridus
Horridus

148 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 26. April 2026
--Top Surround-Sound-Effekte--
Der Film haut rein – und zwar genau da, wo es unangenehm wird.
Die FSK-18-Freigabe ist mehr als verdient. Wer hier auf einen gemütlichen Horrorabend hofft, ist falsch. Der Einstieg nimmt sich kurz Zeit, doch danach zieht der Film das Tempo gnadenlos an. Die Spannung bleibt konstant hoch, und selbst ich als abgebrühter Zuschauer musste bei ein, zwei Szenen schlucken. Das ist nichts für schwache Nerven.

Im Kino entfaltet der Film seine volle Wucht. Die Surround-Sound-Effekte sind nicht nur stark, sie sind präzise und herausragend. Geräusche kommen von überall – von oben, von der Seite, von hinten – und bewegen sich deutlich hörbar um einen herum durch den Raum. Man sieht nicht nur, was passiert, man hört es. Das sorgt für eine dichte, beklemmende Atmosphäre, die einen komplett in den Film hineinzieht.

Inhaltlich geht der Film einen überraschenden Weg. Wer hier einen typischen Mumienfilm erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Stattdessen prallen okkulter Horror und Exorzismus-Elemente aufeinander – und genau diese Mischung macht den Film so intensiv. Er wirkt dreckiger, direkter und deutlich kompromissloser als vieles, was das Genre zuletzt hervorgebracht hat.

Fans von hartem Horror, besonders im Stil von „Evil Dead“, kommen voll auf ihre Kosten. Der Film setzt eine neue Messlatte für moderne Horror-Mumienfilme – und zeigt eindrucksvoll, dass dieses Thema noch etwas fieser ausgetreten werden kann.
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