ZURÜCK IN DEN EUROPA-PARK MIT EUCH
Edda möchte am 50. Europa Grand Prix teilnehmen um den Freitzeitpark ihres Vaters zu retten. Sie verletzt ausversehen den besten Rennfahrer, der zufällig genauso aussieht wie sie selbst und daher beschließen beide das Edda die Rennen fährt. Endlich kann Edda zeigen was in ihr steckt, doch die Konkurrenz ist nicht ohne und scheinbar auch nicht fair.
Grand Prix of Europe läuft rund 95 Minuten, ist ab 0 Jahren freigegeben und bringt die Maskottchen aus Rust in ihr erstes Kinoabenteuer und ja, es ist genau das, wonach es klingt.
Alle fünf Minuten fällt jemand hin, rennt gegen etwas oder kippt sich irgendwas über den Schädel als hätte jemand Tom & Jerry auf Valium bestellt.
Die Story funktioniert ausschließlich durch Unfähigkeit, Zufall und Plotbegünstigungen. Besonders schlimm sind die Hauptfiguren. Edda stiehlt Eds Auto, verletzt ihn, übernimmt seinen Platz und will dann noch die Hälfte vom Preisgeld, moralisch natürlich völlig gerechtfertigt, weil „gute Sache“. Ed selbst ist ein narzisstischer Unsympath bis unters Cockpit. Zwei Figuren, die man gleichzeitig nicht leiden kann, ist auch eine Leistung.
Die Nebenfiguren sind überraschend besser. Vor allem die Kommentatoren mit ihren One-Linern funktionieren, die haben Timing.
Die Rennen sind Mario-Kart-Abklatsch ohne Panzer, dafür mit Blitzen und Tintenfisch-Momente. Der Bösewicht ist so lasch, dass selbst ein McDonald’s-Burger um drei Uhr morgens mehr Biss hat.
Das Finale liefert das entscheidende Rennen in einer sterbenslangweiligen Kulisse, mit einer Moral, die man mit dem Holzhammer einprügelt und einer Charakterentwicklung, die so vorhersehbar ist, dass selbst Kinder seufzen.
Unterm Strich bleibt ein Film, der langweilig ist, keine Spannung aufbaut und dessen Hauptfiguren aktiv nerven. Jede Nebenfigur wirkt, als wäre sie aus einem besseren Film entlaufen.
3/10 Punkten. In einem Wagen ohne Scheibe spritzt Scheibenwischwasser.
Weisste Bescheid.