Zaube, ein livländisches Dorf im 17. Jahrhundert, wird von einer ungreifbaren Bedrohung heimgesucht. Etwas düsteres liegt in der Luft – schwer fassbar, doch spürbar für viele: der junge Botenjunge des bulligen Pastors, die Magd der Taverne, selbst gestandene Dorfbewohner reagieren mit Unruhe. Als der Pastor das Dienstmädchen der Hexerei bezichtigt, nimmt das Geschehen eine bedrohliche Wendung. Vor Gericht tritt ein älterer Mann auf, der sich selbst als Werwolf bezeichnet – nicht nach westlichem Mythos, sondern nach einer Gestalt der lettischen Folklore: mehr Schamane als Monster. Die aufgeladene Atmosphäre verdichtet sich, bis das Dorf einem Wandel entgegengeht, den nicht alle überstehen werden.
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