Die Odyssee
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Filmkieker
Filmkieker

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3,0
Veröffentlicht am 27. Juli 2026
Schöne Ausstattung, hübsch bebildert, tolle Darsteller. Leider zerhackt Christopher Nolan ohne Zweck seinen fertigen Film. Das macht "The Odyssee" für mich kaputt. Auch die Kernaussage des Schlussaktes ist löblich. Nur möchte er so gar nicht mit dem Rest harmonieren.
die kurbel kino
die kurbel kino

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0,5
Veröffentlicht am 3. August 2026
oh mannomannomann, was hat unser guter PfC (Private first Class) da wieder genommen, um diesen schrott so in den himmel zu loben???
lieber PfC, bitte sag mir, welche drogen das sind, die du nimmst. und gib mir was davon ab. ich zahle gut.
das ist mir doch scheissegal, ob der zyklop angeblich 18 meter hoch war. die gesamte szene sieht scheisse aus.
und, lieber PfC, du hast in deiner angeblich supertollen filmerfahrung anscheinend eines völlig übersehen.
und das ist die dunkelheit. nach meiner nur konsumenten-erfahrung kann man fast jeden film, der sich des tricks der dunkelheit bedient, schon gleich von vornherein in die tonne kloppen.

so einen blöden scheiss hab ich ja noch nie gesehen. klar, tom holland muss vom spider-man-image weg, aber dass matt damon da freiwillig mitgemacht hat???
und wer mag diesen schrott und wieso findet man das gut???
der film ist scheisslangweilig und in meinen augen einfach nur volksverarschung.
es gibt nichts zum mitdenken, es gibt keine handlung wo man denkt "ui, ich muss mal pipi, also geh ganz schnell, damit du nichts vom film verpasst"!!!!
leute, wollt ihr nicht wenigstens mal eine gehirnzelle haben, die beim film anschauen auch mal beschäftigt ist??????
die scheiss penner in hollywood schmieren euch scheisse aufs brot und verkaufen es euch als nutella.
und ihr gebt auch noch geld dafür aus und feiert es, so dass die scheiss penner in hollywood das gleiche nächstes jahr nochmal machen werden.

ein film ohne inhalt, ohne handlung ohne irgendetwas zum mitdenken oder zum mitfiebern.
und die leute feiern sowas.
die volksverdummung muss anscheinend gar nicht mehr von oben heimlich gesteuert werden, das meiste volk will anscheinend verdummt werden.

die ganzen mega-positiven kritiken muss ich mir noch durchlesen, aber ich werd´s nicht verstehen. bitte erklärt mir, was ihr an diesem film toll findet. und wieso. vielleicht bin ich zu blöd und werde dadurch etwas schlauer.
Thomas 702
Thomas 702

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0,5
Veröffentlicht am 29. Juli 2026
Ich möchte einmal wissen, was an dem Film so teuer gewesen sein soll ?
Der ganze Film wirkt wie ein billiges B- Movie. Nolan weicht von Homer extrem ab. Für die 172 Minuten ist er viel zu langweilig und viel zu lang. Die Schauspieler sind auch unpassend gewählt, angefangen bei Matt Damon der in diesem Movie aussieht wie eine Kopie von Moses oder wie Noah. Die Dialoge im Film sind eher oberflächlich und gehen nicht in die Tiefe. Anne Hathaway als Penelope kommt im Film nicht gut an,da wäre eine Diane Lane ,Lena Hadey oder Natalie Portman besser gewesen. Von der Fehlbesetzung der Helena reden wir erst gar nicht. Die Rolle der Athene ist mit Zendaya völlig fehlbesetzt. Die einzigst gute Schauspielerin im Film ist Charlize Theron als Kalypso. Zudem passen auch die Rollen bei Robert Pattison, Elliot Page und Benny Saftie nicht, die wirken, als spielten sie im falschen Film (Game of Thrones) mit. Die Kostüme sehen aus, als ob sie teilweise aus einem Robin Hood Film geklaut wurden und der Rest stammt aus einem englischen Ritterfilm. Da wirkt überhaupt nichts wie eine antike griechische Rüstung. Die Schlacht da im Wald, wo sie zurück zu ihren Schiffen flüchten, wirkt extrem schlecht insziniert. Menschenskinder Odysseus gehörte zum griechischen Heer. Überhaupt passen auch die Schiffe im Film nicht, die entspringen eher der Wikingerzeit.
Da könnte sich Nolan mal eine Scheibe von Wolfgang Petersen abschneiden. Troja war ein Meisterwerk und dieser Film hier wirkt wie ein billiges B- Movie dagegen.
Schade um das Geld, dass man dafür ausgibt. Man sollte sein Geld besser wieder zurückbekommen.
Beim besten Willen kann ich nichts gutes an dem Film finden und verstehe die lobenden Kritiken hier absolut nicht. Ich gebe 0,5 Punkte für dieses B- Movie.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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3,5
Veröffentlicht am 19. Juli 2026
DIE PRAKTISCHE WUCHT DER MYTHEN
von Michael Grünwald /

Das Warten hat ein Ende – nicht nur für Penelope. Endlich ist er da, der neue Film von Christopher Nolan, der Hit des Sommers und der wohl am heißesten erwartete Film des Jahres, bevor noch die Avengers den Doomsday einläuten.

Dabei aber ist eines klar: Nolan ist niemand, der sein Publikum in erster Linie in den Eskapismus führen will. Seine Filme haben stets Gewicht – sind sie nun intellektuell herausfordernd wie Inception oder Tenet – oder historisch und gleichzeitig gegenwartsrelevant wie Oppenheimer oder Dunkirk.

Fast schon intim und doch riesengroß

Eines macht Nolan nicht, und zwar niemals: Blockbuster. Eventfilme. All das im herkömmlichen Sinn, durch Studios fremdbestimmt und durch die letzten Worte schlecht aufgelegter Sanktusgeber verwässert. Nolan ist ein Independent- oder gar ein Autorenfilmer. Sein neuestes Werk, Die Odyssee, frei nach Homers Epos, ist genau das: Arthouse – mit dem einzigen Unterschied zu anderen unabhängigen Arthouse-Filmen, dass diesmal ordentlich Budget zur Verfügung stand, und Nolan nicht daran denken musste, groß zu improvisieren, um Defizite wettzumachen.

Nolan kann sich zurücklehnen. Für seine Vision bekommt er, was er verlangt. Warum das so funktioniert, ist eine andere Frage. Fakt ist: Hier kehrt das Kino zu einer reaktionären und zugleich progressiven Art von „New Wave“ zurück – zu einem Neo-Neo-Realismus, der so wenig wie möglich mit den Bequemlichkeiten und der fehlenden Echtheit von Studioproduktionen zu tun haben will.

Ein Stoff, von dem wir alle was haben

Um das zu bekommen, mussten Nolan und sein Team wohl einen Stoff vorlegen, der diesen „New Wave“-Weg eigentlich erst rechtfertigt. Das funktioniert am besten mit alten Geschichten, die uns alle verbinden. Mit einem Epos, das aus einer Zeit spielt, in der die Geschichte Amerikas lange noch in Europa liegt – wie eine Art Wiege, eine magische Identität, die die USA sonst vergeblich suchen würde und dabei in den Junk-Food-Beglückungen eines Percy Jackson-Abenteuers landen muss, in denen die griechische Götterwelt längst aus Europa auswandern und ins Exil hat müssen und der Olymp womöglich in New York liegt.

Und irgendwann bleib i dann dort…

Die Odyssee gibt einiges her. Gerade im Sommer, wenn das Schippern diverser Stars auf dem Mittelmeer Lust auf Griechenlandurlaub entfachen soll. So manche werden hoffen, dass sie, wenn sie schon nicht dort sind, zumindest ein paar Culture-Vibes aus dem Kinosaal als Souvenir mitnehmen können.

Den Wunsch erfüllt Nolans Version jedoch weniger. Keine exotische, liebliche, abenteuerlustige Mittelmeerkreuzfahrt. Sondern ein Apocalypse Now aus einer Zeit, die längst schon verklärt genug ist, um Schlachten wie die um Troja zu romantisieren.

Lieferengpass für Lotusblüten

Die ganze verdammte Reise des Odysseus, die in mosaikartiger Anordnung ähnlich wie in Homers Vorlage in das kollektive Gedächtnis des Publikums sickert und letztlich auch in den durch Kalypsos Lotusblüten umnebelten Geist des Protagonisten, lehnt den Tonus der feisten Helden-Apotheose strikt ab und schenkt dem listig-kreativen Krieger, dem Troja auch selbiges Pferd zu verdanken hat, einen psychologischen Irrweg der Reue und der Schmach.

Verfolgt von den Bildern eines brennenden und hingemetzelten Königreichs, treibt es ihn und seine Männer an wenig gastfreundliche Gestade – vom Zyklopen Polyphem über die kannibalischen Laistrygonen und der Zauberin Circe, die in einer völlig irren Body-Horror-Sequenz Odysseus‘ Kameraden in Schweine verwandelt, bis hin auf die Insel des Sonnengottes und seiner Kuhherde, an der niemand Sterblicher vergreifen darf.

Einmal straffen und kürzen, bitte!

Nolan, der Homers Epos in der aktualisierten Version von Emily Wilson als Grundlage verwendet hat, nimmt sich so einige Freiheiten, die nicht dem klassischen Stoff, so wie wir ihn kennen, entsprechen möchten.

Zum Beispiel hier: Polyphem führt niemals einen Dialog mit Odysseus (schade um „Mein Name ist Niemand“). Circe wird im Grunde auf völlig andere Weise bezwungen und ein Floß, wie einst Tom Hanks in Castaway, baut Odysseus eigentlich auch nicht. Vielmehr stößt dieser nach seinem siebenjährigen Aufenthalt auf Kalypsos Insel auf Prinzessin Nausikaa, die ihn am Ende auch nach Ithaka bringt.

Zugegeben, Die Odyssee ist ordentlich Stoff, irgendwo muss Nolan auch kürzen, und irgendwo muss auch er seinen Schwerpunkt setzen, der beim Krieg, beim Verrat und bei einer abenteuerlich konnotierten Katharsis liegt. Da hat das Geplänkel mit dem Zyklopen keinen Platz, da ist Augenzwinkern nicht gefragt, da darf es durchaus bleischwer übers Meer gehen, denn auch die Antike war nichts, wohin man sich wünschen sollte, weil es da womöglich illustrer war.

Die Pflicht, Odysseus‘ Abenteuer abzuhaken

Mit dem Fokus auf den Krieg – am Ende, in einer schauspielerisch grandiosen, weil ruhigen und ausnahmsweise mal nicht wummernden Szene lässt Matt Damon, noch immer verkleidet als Bettler, vor Penelope die Schande mit dem Pferd nochmal Revue passieren – nimmt sich Nolan allerdings kaum Zeit, Odysseus‘ Abenteuer lustvoller zu feiern.

Diese werden, bis auf Kalypso (idealbesetzt: Charlize Theron) chronologisch geordnet, mehr abgehakt als ausgefochten. Kaum sind die Laistrygonen dran, sind sie auch schon weg. Viel mehr will sich Nolan mit Telemachos (blass: Tom Holland) auseinandersetzen, was ihm wieder die Wucht seiner Mythologie nimmt. Stattdessen poppt ab und an Zendaya als angebliche Athene auf – oder als begleitendes schlechtes Gewissen. Doch auch sie bleibt überraschend unscheinbar und maximal eine Fußnote.

Ein Filmdreh als Europareise

Weniger Querverweis, sondern der eigentliche Grund, warum man Nolans Odyssee sehen sollte, ist das streng auferlegte Credo der Authentizität und der exzessive Wille, alles, was nur möglich wäre, „on location“ gedreht zu haben.

Natürliches Licht, echtes Salzwasser, echte Schiffe; ein fast schon echter Polyphem und ein nahezu echtes Troja – Handwerk macht auch in der Welt des Films einen Unterschied. Schließlich fühlt es sich anders an, rauer, physischer, vom Ensemble einfach empfundener. Wenn mehrere Dutzend Statisten ein echtes trojanisches Pferd über den Strand ziehen, so ist das – mit all der Muskelraft, dem Schweiß und dem Sand – einfach geschehen.

Wenn Circes Schweine echte Schweine sind, das Wasser im Gesicht von Matt Damon tatsächlich das Mittelmeer, der dunkle Lavastrand, der den Hades markiert, auch wirklich Lava – so ist das epischer, auf spezielle Weise berührender Realismus, dem virtuell Erstelltes niemals entgegentreten kann. Der Unterschied ist schwer zu artikulieren, und daher eigentlich nur zu erfahren.

Audiovisuelle Stärken

Die Wucht der Bilder entsteht dann aus dieser Anforderung heraus: Wenn Zyklop Polyphem als gespenstischer Golem wie aus einer Zeichnung von Alfred Kubin im Gegenlicht des Höhleneingangs erscheint, wenn nur die Flammen des Feuers ihn erleuchten, dann sind das visuelle Interpretationen, die man so noch nicht gesehen hat. Mitunter ist diese Szene etwas ganz Besonderes, auch der Hades mit all den Toten oder Circes Zauber: düster und gespenstisch zwar, aber, ergänzt durch Ludwig Göranssons kreativem Score als Stimmungsmultiplikator, wegweisend gefilmt.

Gebändigte Impulsivität

So steht der visuelle Reiz gegen eine verpeilte Dramaturgie, die gerne impulsiver wäre, als sie eigentlich ist, stattdessen verblüffend rational und ernüchtert Odysseus Herausforderungen annimmt. Die Odyssee wirkt fast schon kontemplativ, weniger leidenschaftlich, obwohl die Bilder diese Leidenschaft ausleben möchten, es aufgrund einer verbissenen narrativen Vision aber einfach nicht können.

Matt Damon tut da sein bestes, er selbst verschwindet irgendwann hinter der Figur des Odysseus – und das, obwohl Matt Damon jeder kennt. Ist dieser Wendepunkt erreicht, ist das hohe Kunst. Auch Anne Hathaway ist stark, Robert Pattinson, fies wie noch niemals zuvor, ebenso. Und Elliot Page als Sinon muss wohl die bedauernswerteste Figur des ganzen Epos verkörpern.

Es lebe der praktische Realismus!

Was bleibt, unterm Strich? Nicht zwingend massentaugliches Independentkino mit Riesenbudget und großem ökologischem Fußabdruck, den Nolans Vision rechtfertigen will. Eine erstaunliche Optik, viele reise- und kriegsmüde Männer und ein Manifest auf den praktischen Realismus, der den computertechnologischen Bequemlichkeiten den Kampf ansagt. Bleibt nur die Frage, ob sich Die Odyssee vorrangig durch ihre Absichten und Ambitionen identifizieren will. Abgekoppelt von seiner Entstehung, ist der Film dann immer noch ein Meisterwerk?



Mehr Reviews und Analysen gibt's auf !
beco
beco

84 Follower 452 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. Juli 2026
Nolans Odyssee kommt bildgewaltig daher, ohne einen mit digitalen Tricks zu blenden, der Film wirkt damit fast ein wenig aus der Zeit gefallen.
Soweit ich es beurteilen kann, hält der Film sich in der Erzählstruktur an die klassische Vorlage und bekommt dadurch etwas episodenhaftes. Kriegsverherrlichung oder ein Heldenverehrung kommt nicht auf, im grausamen Krieg sind die Krieger das Opfer des brutalen Geschehens, während sich andere fern des Geschehens bereichern oder durchschnorren.
Die Rolle der Götter in diesem Drama bleibt außen vor und nur Athene und Poseidon dürfen sich in Nebenrollen als Antipoden beweisen. Langeweile kommt nicht auf, große Begeisterung aber auch nicht.
Annehmbar
Davki90
Davki90

49 Follower 359 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 4. August 2026
Eines der ältesten Werke, der Menschheitsgeschichte, wurde durch den Grossmeister, Christopher Nolan, neu verfilmt. Wie immer visuell unfassbar beeindruckend, wahnsinnig diese Bilder und wie gut, er mal wieder gemacht wurde. Inhaltlich, hat er seine Schwächen, da er manchmal etwas zu stark auf seine Bilder setzt und die Story an manchen Stellen vergisst, voran zu bringen. kenne die Vorlage zu wenig, muss ich noch hinzufügen. Die Reise, hat mich aber trotzdem, irgendwie sehr berührt. Ich verstehe die Kontroverse rund um diesen Film überhaupt nicht, ist halt eine Moderne zeitgemässe Neu Interpretation, die man unbedingt einmal gesehen haben muss. das Kino lebt und dies hier, ist der Beweis dafür.
King17
King17

27 Follower 616 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 17. Juli 2026
Poah. Heftig! Der Film bietet eine epische Handlung gefüllt mit Historie, Action, Abenteuer, Brutalität, Gewalt, Gemetzel, guten Effekten, sowie passender Musik und einer TOP Besetzung. Man fühlt den Film in jeder Szene mit. Das Ende ist ebenfalls richtig stark! Ich habe den Film im Kino gesehen und sehr genossen, demnach auch nichts zu kritisieren. Meinerseits ist der Film insgesamt ein wahres Meisterwerk!
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

25 Follower 381 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 16. Juli 2026
Was ein gigantischer Epos Film! Der Film bietet eine heftige Storyline gefüllt mit Action, Historienepos, Kämpfe, Gemetzel, Emotionen, einen mageren Horrorfaktor, sowie eine gewisse düstere Atmosphäre, einer TOP Besetzung und Mitfiebern mit den Charakteren. Des Weiteren bietet der Film schöne Bilder und eine insgesamt fesselnde Geschichte. Im Gesamtpacket ist der Film ein wahres Meisterwerk und ein gigantischer Blockbuster Film. Ich habe den Film überaus genossen
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 402 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 30. Juli 2026
Nolan auf (erfrischenden) Abwegen mit altbekannten Problemen!

Christopher Nolan dreht ikonische Filme seit 1998. Immer wieder im Laufe der Jahrzehnte schuf er einige legendäre Filmwerke, die die Popkultur signifikant geprägt haben. Von seiner Neuinterpretation des dunklen Ritters (Batman), bis hin zu sehr intimen Filmen wie „Prestige“ oder „Memento“ ist seine Filmografie wahrlich beeindruckend. Dennoch hat mich Nolan in den letzten Jahren nicht immer begeistern können. „Dunkirk“ war toll, aber „Tenet“ hat mich kalt gelassen und „Oppenheimer“ muss ich immer noch sehen. Nolan ist ein herausragender Filmemacher, nicht zuletzt durch seine oftmals praktische und authentische Art Filme zu drehen. So wenig CGI wie möglich, stattdessen echte Sets und klassische handgemachte Effekte. Dafür ist er bekannt und dafür wird er auch geschätzt. Schaut man sich jedoch seine Fähigkeiten als Drehbuchautor an, wird es schon übersichtlicher. Klar, einige seiner Skripte sind stark, bei anderen hingegen wird man von den bedeutungsschwangeren Dialogen förmlich erdrückt.
2026 kam nun sein neuster Film in die Kinos: „Die Odyssee“, basierend auf dem Epos von Homer. Da diese Geschichte klare fantastische und übermenschliche Aspekte beinhaltet, war mein Interesse doch recht groß, auch wenn der Trailer mich nicht sonderlich gepackt hat. Der Film sorgte aber bereits im Vorhinein für Aufsehen: Das politisch rechte Lager drehte förmlich am Rad als der Cast für den Film bekannt wurde. Extrem rassistische und transphobe trafen vor allem Schauspieler*innen Elliot Page und Lupita Nyong’o und sind ein gutes Symbolbild für unsere aktuelle Gesellschaft, die immer noch ein Problem damit hat, dass Menschen in Filmen keine weiße Hautfarbe haben. Vor allem in Bezug auf eine Geschichte, die weder realistisch ist noch den Anspruch daran hat. „Die Odyssee“ ist ein Film, keine Dokumentation, sondern ein Film, ein Kunstwerk und da gibt es so etwas wie künstlerische Freiheit! Man kann die schauspielerischen Leistungen kritisieren, so sehr man möchte, aber das hat nichts mit Hautfarbe oder Geschlecht zu tun. Aber bei rechten Trotteln scheint es wohl sonst nicht viel in deren Leben zu geben… Zurück zum Film: Wie gesagt, ich war trotz allem gespannt auf den Film und sah ihn sogar in IMAX, denn Nolan schrieb hier Filmgeschichte, in dem er den ersten Film komplett mit IMAX-Kameras drehte. Vorher wurde nur große Actionszenen damit gedreht, hier aber ist das ganze Werk mit den hochauflösenden Kameras gefilmt worden. Ein ambitionierter Film ist „Die Odyssee“ ohne Zweifel und ist jetzt schon (Stand Sommer 2026) einer der erfolgreichsten Filme des Jahres. Nolan bringt Leute ins Kino und das ohne Marvel, Disney, „Star Wars“ oder irgendeine andere IP oder Fortsetzung. Umso enttäuschender für mich, dass dieser neue Nolan-Film (wieder mal) nur okay ist…

Die Story dreht sich um Odysseus, den König von Ithaka. Nachdem sich dieser auf Befehl des Königs Agamemnon in den Krieg begibt, verschwindet Odysseus über mehrere Jahrzehnte. Währenddessen müssen sein Sohn Telemachos und seine Frau Penelope den Palast vor den neuen Freiern der Königin beschützen, da diese Odysseus als tot vermuten. Doch der kämpft sich mit aller Kraft zurück in seine Heimat und nimmt es mit düsteren Kriegern, Monstern und Hexen auf…

Um es gleich vorweg zu nehmen: „Die Odyssee“ ist filmtechnisch ein herausragender und beeindruckender Film! Die Sets und die Landschaften sind wundervoll anzusehen, und was hier an Requisiten und Schiffen aufgefahren wurde, ist atemberaubend. Dabei schätze ich es besonders, dass der Film sich eben nicht haargenau an griechischen Details orientiert hat und Dinge wie die Rüstungen freier interpretiert wurden. Die Effekte sind ebenfalls klasse, besonders der Zyklop (eines der Highlights im Film) sieht stark aus.

Die Kameraarbeit ist größtenteils imposant, auch wenn die Actionszenen mit Schwert und Speer manchmal zu verwackelt sind für meinen Geschmack. Und der Score von Ludwig Göransson ist experimentell und sehr passend.

Schauen wir uns den Ton an, wird es allerdings schwieriger: Nolan mag seine Filme laut und zwar sehr laut. Das hatte mich bei „Tenet“ schon genervt, bei dem man die Dialoge manchmal kaum verstehen konnte, weil der Rest so schlecht abgemischt war. Und leider scheint das auch hier wieder ein Problem gewesen zu sein. Vielleicht lag es auch nur am Kino, aber das Mixing war stellenweise anstrengend. Die Actionszenen knallen einem einfach nur Score und Geräuschkulisse um die Ohren. Einzelne Sounds vernimmt man kaum noch, alles klingt wie eine Explosion mit unnötig viel Subwoofer-Gedröhne. Das ist wirklich etwas, was mich langsam ärgert an Nolans Filmen und ehrlicherweise irgendwie amateurhaft wirkt. Denn so etwas fällt mir normalerweise selten auf und wenn dann nur in deutlich schlechteren Filmen…

Kommen wir zur Story und hier wird es ebenfalls vertrackt: Zum einen gibt es aufgrund des Episoden-haften Charakters der Story ein paar wirklich tolle Momente, wie die Szene mit dem Zyklopen oder der Abschnitt mit der Zauberin Zirze. Hier geht Nolan in eine für ihn untypische Richtung und zeigt uns stellenweise großartig, grotesken Horror. In diesem Momenten ist der Film wirklich unterhaltsam und hat eine gute Energie. Andere Momente können ebenfalls überzeugen, aber das sind meine Favoriten. Auch die neu interpretierte Message, die Nolan hier vermittelt, ist keinesfalls schlecht, im Gegenteil, ich mag es. Doch leider scheitert das Vorhaben am Drehbuch… Nolan haut wieder seine klassischen Expositions-Dialoge raus mit ganz viel Schwere und wenig Natürlichkeit. Hier werden existenzielle Dinge vereinbart und um diese gekämpft (wortwörtlich), aber Nolans Art zu schreiben, lässt mich seit einer Weile sehr kalt zurück. Es ist typische Filmsprache, die hier und da funktioniert, aber insgesamt zu aufgesetzt und zu gewollt klingt. Ja, das ist absolute Geschmackssache, aber so empfinde ich es eben. Und das war nicht immer so, denn in seinen früheren Werken hat mich das nicht gestört.

Vielleicht liegt es auch daran, dass der Cast mich immer wieder aus dem Film gerissen hat. Nicht weil die Darsteller*innen hier schlecht spielen, nein. Der Cast ist auf dem Papier gewaltig und gefühlt jeder große Name in Hollywood ist hier zu sehen: Matt Damon, Tom Holland, Zendaya, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Charlize Theorn, Jon Bernthal und sogar Benny Safdie. Einige dieser Schauspiel-Talente geben wirklich alles und verlieren sich in ihren Rollen, wie John Leguizamo. Und Matt Damon zeigt eine ebenfalls tolle Leistung. Doch viele der bekannten Gesichter rauben dem Ganzen eher die Glaubhaftigkeit, da hier ganz klar viele Größen gecastet wurden, um den Film finanziell gewinnbringend vermarkten zu können. Das störte mich schon bei den „Dune“-Filmen und Zendaya ist beispielsweise in all diesen Filmen zu sehen. Und sie ist eine gute Schauspielerin (sie „Challengers“!), aber ihr Gesicht in jedem Blockbuster zu sehen, nimmt mir persönlich die Illusion einer echten Figur in einer Geschichte. Dieses Problem scheinen aber heutzutage viele große Produktionen zu haben, da Filmemachen generell unfassbar teuer geworden ist (nur „Obsession“ von diesem Jahr lacht sich da ins Fäustchen mit seinem lachhaften Budget von Dollar).

Und so fehlten mir während einem Großteil der Laufzeit (die in meinen Augen mit fast drei Stunden auch deutlich zu lang ist) wirklich echte Momente. Alles sieht fantastisch aus, die Emotionen sind spürbar und die Kamera hält während den tragischen Momenten voll auf das Gesicht von Matt Damon, um alles schön zeigen zu können. Doch mich hat Vieles trotzdem einfach kalt gelassen…

Fazit: „Die Odyssee“ ist ein sehenswerter Film und viele scheinen ihn zu lieben, was vollkommen berechtigt ist. Es ist schön zu sehen, dass eigenständige und originelle Ideen immer noch gewollt sind in der Filmwelt und Nolan versteht es ein Spektakel abzuliefern. Doch in meinen Augen ist dies definitiv nicht einer seiner besten Filme, eher im Gegenteil. Zudem frage ich mich, warum wir im Jahre 2026 immer noch einen Film brauchen, in dem brachiale Männergewalt so exzessiv gezeigt und teilweise auch zelebriert wird? Im selben Jahr erlebt das Horrorgenre neuen Zuwachs mit inspirierenden Werken wie „Backrooms“ und „Obsession“, die gezielt männliche Stereotypen aufbrechen und diese kritisch abbilden. Ich persönlich tendiere deutlich mehr zu den eben genannten Filmen, aber „Die Odyssee“ verdient auch seinen Platz als erfolgreiches Nolan-Epos durch atemberaubende Bilder und tolle Action.
Rob T.
Rob T.

7 Follower 404 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 26. Juli 2026
Der Trojanische Krieg ist seit acht Jahren zu Ende. König Odysseus (Matt Damon) gilt als verschollen. Im Palast in Ithaka weiß man nicht, was aus ihm geworden ist. Er ist bevölkert von Dutzenden Männern, die sein Nachfolger werden wollen, in dem sie um Penelope (Anne Hathaway) werben. Doch die drückt sich seit Jahren um eine Entscheidung. Und eigentlich will Odysseus‘ Sohn Telemachos (Tom Holland) auf den Thron.
Odysseus aber lebt, und er will nach Hause. Doch der Heimweg wird zur Odyssee. Es ist ein jahrelanges Abenteuer, und seine Besatzung ist vielen Gefahren ausgesetzt. Heftigste Unwetter, Sirenen, die die Männer um den Verstand bringen, menschenfressende Wesen, die Göttin Kalypso (Charlize Theron), der Zyklop Polyphem (Bill Irwin) und die Zauberin Circe (Samantha Morton). Es sind schwere Prüfungen, die Odysseus und seine Männer bestehen müssen.

Christopher Nolan hat „Die Odyssee“, das Epos von Homer, neu verfilmt und setzt damit dem Publikum einen durchaus schweren Brocken hin.
Sehr opulent setzt Nolan das geschehen ins Bild. Nichtsdestotrotz ist insbesondere das Drittel schwer zugänglich. Man hat das Gefühl, man wird mitten in die Story geschmissen, es geht einfach irgendwie los, man weiß anfangs gar nicht genau, worum es geht, und immer wieder wirkt die Geschichte wie eine Anreihung von kurzen Episoden. Diese sind immerhin aber jede für sich durchaus interessant. Man ist also ein bisschen fasziniert, aber man weiß erst mal nicht wovon genau.
Man muss mit diesem Film irgendwie warm werden, und erstaunlicherweise gelingt das mit der Zeit auch, wenn sich der Film dann wirklich auf die zwei Handlungsstränge fokussiert – die Odyssee und die Lage in der Heimat.
Irgendwann steckt man dann aber drin. Wenn man mit Odysseus und seinen Leuten mitfiebert, wenn sie sich gegen die Sirenen wappnen. Wenn sie auf die Zauberin reinfallen, was wirklich gruselige Minuten sind.
Wie es überhaupt immer wieder gruselig-eklige Augenblicke gibt, Nolan ist nicht gerade zimperlich.
„Die Odyssee“ ist am Ende dann doch wirklich packendes Kino, bei dem die fast drei Stunden sehr schnell vergehen.
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