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Rob T.
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1,5
Veröffentlicht am 26. August 2026
Amazon Prime Video wollte unbedingt einen Film mit den Elevator Boys machen. Das ist eine Gruppe von jungen Männern, die im Internet als Content Creators und später als Musiker bekannt geworden sind. Man hat also Jugendstars, und dann muss man mal schauen, was man ihnen denn für eine Story zusammenklöppeln kann. Kann das gut gehen? Ja, kann. Hier aber nicht.
Matteo (Julien Brown), Jonas (Tim Schäcker), Chris (Luis Freitag), Ben (Jacob Rott) und Oliver (Bene Schulz) sind beste Freunde. Sie wollen eine Boyband gründen. Doch es passiert merkwürdiges: Nachdem sie einen Aufzug genutzt haben, finden sie sich plötzlich in den 90ern wieder. Kein Handy, fast kein Internet, überhaupt ist alles anders. Und wie kommen sie zurück? Nun müssen sie zusammenhalten und sich diversen Herausforderungen stellen.
"Back to the 90s" heißt der Film bei Amazon Prime Video. Er lockt auf mehreren Ebenen. Zum einen wegen der Elevator Boys, die für viele junge Leute Stars sind. Zum anderen wegen der 90er - Retro ist angesagt, und die 90er werden gerade neu entdeckt. Allerdings macht der Film zu wenig draus - man könnte auch sagen: Er verschenkt das Potenzial nahezu komplett. Zwar gibt es ein paar eher öde Gags über das, was es in den 90ern gab oder nicht nicht gab. Aber der zeitgeist wurde quasi nicht getroffen, wenn man mal von ein paar stereotypen Personen absieht, die den Junge begegnen. Manche Szenen wirken wie aus "Beverly Hills, 90210" geklaut, nur noch schlechter inszeniert. Die Story ist ansonsten erstaunlich uninteressant, die Jungs schauspielerisch auch nicht ernsthaft begabt. Dieser Film ist leider eine ziemliche Zeitverschwendung.
Back to the 90s – für mich eine riesige Enttäuschung
Ich bin seit rund 15 Jahren auf Social Media unterwegs – TikTok, YouTube, Instagram, X, eigentlich überall. Und trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen: Von den „Elevator Boys“ hatte ich vorher noch nie gehört. Kein einziges Mal.
Als ich „Back to the 90s“ bei Prime Video gesehen habe, hatte ich deshalb eine völlig andere Erwartung. Der Titel klingt für mich nach einer fetten amerikanischen 90er-Zeitreise-Komödie: richtiges 90er-Feeling, amerikanische Schauplätze, geile Musik, verrückte Situationen, vielleicht ein bisschen Zurück in die Zukunft- oder Bill-&-Ted-Vibes – nur eben mit den 90ern.
Und dann kommt die Ernüchterung.
Nach ungefähr zwei Minuten merkt man bereits: Das ist kein amerikanischer Film. Dialoge, Namen, Handlung, Inszenierung – einfach die komplette Machart schreit förmlich „deutscher Film“. Und genau da ist meine Vorfreude bei mir komplett zusammengebrochen.
Das Problem ist für mich nicht einmal grundsätzlich, dass es ein deutscher Film ist. Das Problem ist die riesige Erwartung, die der Titel „Back to the 90s“ erzeugt. Dieser Titel verspricht für mich etwas völlig anderes.
Man erwartet diese große, nostalgische 90er-Reise – amerikanische Locations, typische 90er-Kultur, Musik, Ereignisse, Humor und dieses besondere Gefühl, das man aus großen amerikanischen Filmen dieser Zeit kennt.
Stattdessen sitze ich da und denke nach wenigen Minuten: „Was soll das bitte sein?“
Für mich zündet das überhaupt nicht. Null. Gar nicht.
Und besonders irritierend finde ich, dass Amazon mit den Elevator Boys offenbar auf eine Zielgruppe setzt, die diese Jungs bereits kennt. Ich bin wirklich seit 15 Jahren intensiv auf Social Media unterwegs und habe noch nie von ihnen gehört. Das zeigt mir zumindest, wie sehr das offenbar eine bestimmte Bubble bzw. Zielgruppe anspricht.
Für mich ist „Back to the 90s“ deshalb bisher vor allem eines: Blendwerk. Ein Titel, der bei mir eine riesige Erwartung erzeugt, die der Film in meinen Augen überhaupt nicht erfüllt.
Vielleicht funktioniert das Konzept bei der Zielgruppe der Elevator Boys. Bei mir leider überhaupt nicht.
Nach zehn Minuten war für mich eigentlich schon klar: Das wird nichts.
Schade, denn aus dem Titel hätte man meiner Meinung nach so viel mehr machen können.