“Ein einfacher Unfall" hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind, den Film im Kino sehen dürfen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen selbst in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person oder eines Vormunds den Film laut FSK nicht im Kino sehen.
Die Dreharbeiten zu „Ein Einfacher Unfall“ fanden im Iran ohne Drehgenehmigung statt, auch wurde bewusst die gesetzliche Pflicht zum Tragen eines Schleiers in der Öffentlichkeit von den Schauspielerinnen verletzt. Regimegegner und Regisseur Jafar Panahi brachten den Film nach dem riskanten Dreh dann nach Frankreich, um sicherzustellen, dass der Film nicht von den Behörden in der Islamischen Republik Iran beschlagnahmt wird.
Durch die Auszeichnung mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele in Cannes für seinen Film „Ein Einfacher Unfall“ schaffte Regisseur Jafar Panahi 2025 ein nie dagewesenes Kunststück: Panahi ist damit der bislang einzige Filmemacher, der alle Hauptpreise der vier wichtigsten Filmfestivals gewinnen konnte: In Panahis Trophäenschrank stehen also neben der Goldenen Palme, auch der Goldene Leopard der Filmfestspiele Locarno (für „Ayneh“), der Goldene Löwe der Filmfestspiele Venedig (für „Der Kreis“) und der Goldene Bär der Filmfestspiele Berlin (für „Taxi Teheran“).
Die Idee zu seinem Film „Ein Einfacher Unfall“ stammt von den Gefängnis-Erfahrungen des iranischen Filmemachers Jafar Panahi. Dieser wurde bereits 2010 im Iran zu 6 Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot wegen „Propaganda gegen die Islamische Republik“ verurteilt und trat seine Strafe nach Verhaftung im Jahr 2022 an. Nach einem Hungerstreik und dem internationalen Protest gegen die Festnahme wurde Panahi 2023 wieder entlassen. Seine Erfahrungen als ehemaliger Häftling und der Kontakt zu anderen politischen Gefangenen floßen in den Film „Ein Einfacher Unfall“ ein.