WITZ KOMM RAUS, ICH SUCHE DICH
Nach einem Autounfall landen Theresa und ihre drei Freunde im Jenseits, genauer gesagt in der Zweigstelle 16 von Süddeutschland. Dort müssen sie ganz bürokratisch Angaben zu ihrer Person machen, erklären, woran sie geglaubt haben und erfahren dann, wie es für sie weitergeht oder sie landen eben im Nichts. So richtig akzeptieren will das allerdings keiner, und so sucht jeder einen anderen Ausweg.
Zweigstelle läuft etwa 95 Minuten, ist ab 6 Jahren freigegeben und versucht eine Komödie zu sein, die Bürokratie, den Tod selbst und alles rund ums Jenseits ein bisschen hops nimmt. Das Problem, man hatte offenbar keine Ahnung, wie man diese Idee länger als 20 Minuten witzig halten soll.
Es gibt exakt drei Dinge, die wirklich komisch sind, die Empfangsdamen, der singende Fisch und der Kommentar, dass in der Massentierhaltung gerade viele Plätze frei sind. Danach ist Schluss mit Lustig.
Die Schauspieler reißen einen nicht vom Hocker, der Humor nutzt sich viel zu schnell ab, und wirklich gute Ideen sucht man vergeblich. Statt einer bissigen Satire oder schwarzem Humor bekommen wir etwas, das ungefähr so aufregend ist wie Tante Fridas 5 Uhr Tee ohne Teebeutel.
Vieles wird nur erwähnt, aber nicht gezeigt. Von anderen Religionen sieht man nichts, und die angeblich acht Minuten Zeit pro Toten sind auch Quatsch, weil der Durchlauf komplett fehlt. Die Nebenfiguren sind schrecklich, die Musik grauenhaft, und wenn die Ewigkeit wirklich permanent diesen Entsättigungsfilter hätte, nein danke.
Unterm Strich bleibt eine deutsche Komödie, die kaum Abwechslung bietet, langweilige Figuren hat und mit dem Thema Tod herzlich wenig anzufangen weiß.
4 von 10 Punkten.
Rick Kavanians Auftritt ist auch nicht mehr als ein besserer Cameo und seine Gags kennt man bereits aus dem Trailer.