Anton Stern (Levy Rico Arcos) hat sein Leben endlich in geordnete Bahnen gebracht: Er wohnt allein in einer kleinen Gartenlaube, macht eine Ausbildung zum Koch und hat mit Merle (Antonia Breidenbach) eine Freundin, die zu ihm hält. Doch dann erreicht ihn ein gelber Brief – eine Anklageschrift. Der Vorwurf lautet auf „Schweren Landfriedensbruch“ und „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“. Das Geschehen liegt zwei Jahre zurück, und Anton kann sich kaum daran erinnern. Seine Anwältin Sabine Langweg (Luise Helm) rät ihm, den Tag zu rekonstruieren. Schritt für Schritt begibt er sich in seine Vergangenheit, spricht mit alten Bekannten wie Rosa Duarte (Jamilah Bagdach), Emma (Katharina Hirschberg) und Jonas (Florian Geißelmann), besucht frühere Orte und sucht Unterstützung bei der „Roten Hilfe“. Allmählich kehren die Erinnerungen zurück: die Demonstration am 1. Mai, der Tumult, die Festnahme – und die Gewalt, die ihm widerfuhr. Anton erkennt, dass er nicht Täter, sondern Opfer war. Doch der Kampf um Gerechtigkeit scheint aussichtslos. Ohne Zeugen oder Beweise steht er der Macht des Systems allein gegenüber, während seine Eltern Katja (Petra Schmidt-Schaller) und Gregor (Alexander Hörbe) versuchen, ihn aufzufangen. Unterstützung findet er schließlich bei Otto (Michael A. Grimm) und Herr Penzner (Andreas Anke) – Menschen, die ihn nicht verurteilen, sondern verstehen wollen.