Ein verheerender Brandanschlag erschüttert Zürich: Das jüdische Kulturzentrum steht in Flammen, die Studentin Judith Stein (Leonille Wittgenstein) kommt dabei ums Leben. Frühere Schmierereien mit antisemitischen Parolen deuten auf ein Hassverbrechen hin. Für Kanzleichefin Dominique Kuster (Ina Paule Klink) wird der Fall zur Bewährungsprobe, als sie die Verteidigung des 17-jährigen Bruno Zumthor (Casper von Bülow) übernimmt – eines Jugendlichen, der bereits durch rechtsextreme Aktionen aufgefallen ist. Seine Mutter (Barbara Sotelsek), eine angesehene Geschäftsfrau, kämpft verzweifelt um seinen Ruf und beteuert seine Unschuld. Thomas Borchert (Christian Kohlund) steht der Entscheidung seiner Kollegin skeptisch gegenüber, lässt sich jedoch auf eigene Nachforschungen ein. Dabei stößt er über Rabbinerin Rivka Lehmann (Hannah Ley) auf Marius Fontana (André Szymanski), den Hauptförderer der Einrichtung, dessen Engagement bald Schattenseiten zeigt. Als Judiths Großmutter (Lena Rothstein) aus Tel Aviv eintrifft – die einzige Überlebende ihrer Familie aus der Zeit des Holocaust – wird Borcherts persönlicher Antrieb noch stärker: Er will unbedingt herausfinden, wer für die Tat verantwortlich ist. Seine Ermittlungen führen in ein Geflecht aus politischem Fanatismus, Schuld und verdrängter Vergangenheit. Am Ende wird deutlich, dass der Anschlag nicht nur aus blindem Hass geschah, sondern mit einer alten Wahrheit verknüpft ist, die jahrelang verborgen blieb.