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Lemmiblog
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1,5
Veröffentlicht am 17. August 2026
GLAUB, DER FILM HAT RÜCKEN
Horst Schlämmer findet, dass nach Corona alle nur noch mies drauf sind. Also will er einen Kinofilm drehen und quer durch Deutschland reisen, um herauszufinden, wo das Glück geblieben ist. Dabei verschlägt es ihn von Kurorten nach München, über Berlin bis nach Hamburg und anderen Zwischenstationen.
Horst Schlämmer sucht das Glück geht ca. 90 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier Hape Kerkeling in einer seiner bekanntesten Rollen als Grevenbroicher Journalist und das Ding ist wirklich so, wie ich es erwartet hatte, unlustig, stinklangweilig und zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, dass sich daran was ändern könnte. Die Story besteht hauptsächlich daraus, verschiedene Städte abzuklappern, ohne wirklich etwas zu zeigen und dabei die üblichen Klischees aus der Mottenkiste zu holen. In München serviert man uns Markus Söder, denn Politiker in Filme einzubauen war ja schon immer eine Garantie für zeitlosen Humor. In Berlin gibt's natürlich Drogen und in den Kurorten darf man sich solchen Schwachsinn wie Lach-Yoga antun. Während der Fahrten bekommen wir kleine Einspieler serviert, in denen Tahnee Schlämmers Lieblingsschauspielerin aus den 80ern gibt und Hape Kerkeling in verschiedene Rollen schlüpft. Generell ist alles erschreckend belanglos und unkreativ. Egal ob Schlämmer von seiner Kamerafrau erklärt bekommt, dass man mit Frauen so nicht mehr reden darf, oder er im SM-Schuppen feststellt, dass seine Rückenschmerzen verschwunden sind. Man erkennt meistens ziemlich genau, wo der Witz sein soll. Das Problem ist nur: Er liegt dort tot herum. Einzig ein paar Gastauftritte sorgen für etwas Spaß und reißen einen kurz aus dem komödiantischen Wachkoma. Unterm Strich bleibt ein Werk, das man bereits während des Schauens wieder vergisst, weil weder etwas Interessantes passiert noch irgendetwas wirklich komisch ist.
3/10 Schlämmer war als kurze Kunstfigur mal herrlich bekloppt, Betonung liegt auf war.
Rund 20 Jahre nach seinem ersten TV-Auftritt schickt Hape Kerkeling seine berühmteste Kunstfigur zum zweiten Mal auf die große Leinwand. Das Ergebnis ist ein absoluter humoristischer Reinfall. Während die Figur in kurzen Sketchen noch Kultstatus besaß, versagt sie auf einer Laufzeit von 90 Minuten auf ganzer Linie. Das Persona des schmierigen Lokalreporters ist schlichtweg abgreift und abgestanden.
Hauptex Kritikpunkte Ausgelutschtes Konzept: Schlämmers typische Angewohnheiten – vom Schnaufen und Röcheln bis hin zum künstlichen Überbiss – wirken heute rein mechanisch und kein bisschen komisch. Die Figur hat ihre Daseinsberechtigung längst überlebt.
Sinnfreies Drehbuch: Die Handlung um Schlämmers Suche nach dem Glück im Deutschland nach der Pandemie ist uninspiriert und beliebig zusammengeschustert.
Platte Klischees statt Satire: Von Lach-Yoga-Hippies und Berliner Gangstern bis hin zu Schnöseln auf Sylt bedient der Film die flachsten Stereotypen, ohne auch nur einen Funken cleverer Komödie zu versprühen.
Cringe-Füllmaterial: Die häufigen, völlig überdrehten Parodien auf das deutsche Schablonen-Fernsehen wirken wie verzweifelte Lückenbüßer, um die Spieldauer irgendwie zu strecken.
Bizarre Gastauftritte: Während Politiker Markus Söder überraschend viel Selbstironie beweist, wirkt der Versuch, den hochumstrittenen Kardinal Woelki als nahbaren, sympathischen Geistlichen darzustellen, völlig deplatziert.
Fazit Horst Schlämmer sucht das Glück, und das Publikum sucht vergeblich nach den Witzen. Ein quälend langsamer Roadtrip voller Fremdscham, der beweist, dass diese Figur endgültig in den Ruhestand gehört.
„Horst Schlämmer sucht das Glück“ – Eine ermüdende Parade billiger Gags
Ob die Story jetzt die größte aller Zeiten war? Sicher nicht. Habe ich mich bestens unterhalten gefühlt? Absolut! Hape als Horst Schlämmer ist natürlich ultrapeinlich und so muss es ja auch sein. Der ganze Film ist eher sketchartig angelegt, ich fand’s sehr gelungen. Nicht unerwähnt bleiben sollte die großartige Tahnee in ihrer Rolle als Gabi Wampen und Meltem Kaptan - beide absolut köstlich!
Schätzelein! Mit seiner Kultfigur Horst Schlämmer hat Hape Kerkeling in den 2000ern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und wenn es nur der brummig-schleimige Begriff "Schätzelein" ist. 17 Jahre ist es her, dass Schlämmer Bundeskanzler werden wollte. Jetzt kommt ein zweiter Film.
Als die Pandemie in Deutschland überstanden war, da fiel Horst Schlämmer (Hape Kerkeling) was auf. Die Deutschen lachen nicht mehr, sie schauen unglücklich und verkniffen. Für den stellvertretenden Leiter des Grevenbroicher Tageblatts ist klar: Er will das Glück suchen - und einen Kinofilm darüber drehen. Und so reist er mit Kamerafrau Anna (Laura Thomas) durch Deutschland. Er macht Lachyoga, er besucht Marcus Söder und den Kirchenmann Rainer Maria Wölki, trifft Hape Kerkeling, fährt Bahn, ist unterwegs auf einem Schiff und auf Sylt. Aber das mit dem Glück ist nicht so einfach.
"Horst Schlämmer sucht das Glück" muss man zweigeteilt betrachten. Einerseits ist der Film nie langweilig. Kerkeling trägt den Film - sowohl als Horst Schlämmer und als er selbst. Zwischendurch schaut sich Schlämmer immer wieder Ausschnitte aus Serien mit seiner Lieblingsschauspielerin Gaby Wampel (Tahnee Schaffarczyk) an - in denen Kerkeling auch in den verschiedensten Rollen auftritt. Das sorgt für lustige Momente. Wie es überhaupt immer wieder Lacher gibt. Andererseits ist völlig unklar: Was will der Film eigentlich? Er ist eine Anreihung von vielen losen Geschichten, die aber allesamt seltsam inhaltsleer sind. Es sind eher Streiflichter. Das Söder-Interview ist vollkommen frei von irgendwas, auch das mit Wölki. Wozu er die beiden getroffen hat, ist vollkommen unklar. In Dresden quatscht er ganz kurz jemanden an, auf dem Schiff schaut er einen Wampel-Film. Auf Sylt ist crasht er eine Party, was in der Tat ganz lustig ist. Was der Film nicht ist: Teil 1 von 2009 war scheinbar eine größere Mischung aus realen und geschrieben Gesprächen, und es gab ein wirkliches Thema. Das fehlt diesem Film komplett. Mehr als Smalltalk (wenn überhaupt) passiert nicht. Wer also eine humoristische, aber im Grunde auch ein bisschen ernstgemeinte Glückssuche erwartet, wird enttäuscht. Es ist also so, dass der Film durchaus funktioniert, weil er an sich unterhaltsam ist. Aber eine gewisse Ratlosigkeit bleibt dennoch.
Ich war sehr enttäuscht. Das einzig positive für mich war, dass Montags im Dürener Kino immer Kinotag ist und der Eintritt dann lediglich 6,00€ kostet. Wenn ich an einem anderen Tag gegangen wäre und somit regulären Eintritt bezahlt hätte, würde ich mich schwarz ärgern!!!! Dieser Film hält keinen Vergleichen mit z. B. " Ich bin dann Mal weg" oder " der Junge muß mal an die frische Luft" stand.
Ich habe heute die Premiere des Films gesehen und bin beeindruckt wie sehr und sehr gut sich Horst Schlemmer in der heutigen Zeit wieder gefunden hat. Gewohnter Humor manchmal mit einer absolute großen Dosis an Ehrlichkeit und vor allen Dingen so wie es schon immer war mit einer riesigen Prise Horst Schlemmer. spoiler: dass diese noch geschafft haben, den Söder zu absolut unglaublich. Er ist zwar Politiker, aber er kommt in dem Film nicht sehr gut weg zurecht.]
HP MEGA, WIE VIEL ZEIT DU DIR FÜR DEINE fans genommen hast und vor allen Dingen auch zum Schluss des Films noch mal Zeit gefunden hast, ein paar Zeilen zum Film zu sagen