Der 20. November 1945 markiert den Auftakt der Nürnberger Prozesse – eine beispiellose Abrechnung mit den verbliebenen Verbrechern des nationalsozialistischen Regimes und ein Meilenstein für das internationale Völkerstrafrecht. Zu den Angeklagten zählen unter anderen Hermann Göring, Franz von Papen und Albert Speer. Der Prozess wird mit sieben Freiheitsstrafen und zehn Todesurteilen enden. Zu den anwesenden Journalisten gehört auch der 22-jährige KZ-Überlebende Ernst Wolfgang Michel (Jonathan Berlin) aus Mannheim, Korrespondent der Deutschen Allgemeinen Nachrichtenagentur. Er begegnet der 29-jährigen polnischen Widerstandskämpferin Seweryna Szmaglewska, (Katharina Stark) ebenfalls eine KZ-Überlebende und Zeugin. Der Prozess lässt schmerzhafte Traumata wieder aufleben und weckt Erinnerungen an ihren Mann und Mithäftling Witold, von dem nun jede Spur fehlt. Spielszenen, Flashbacks, koloriertes Originalmaterial, Zeitzeugen und Nachfahren begleiten die Geschichte.