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Lemmiblog
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2,5
Veröffentlicht am 19. September 2026
CHINESEN UND DER KARTOFFELSALAT
Joe kommt nach Jahren aus dem Knast und bekommt direkt Probleme vor die Füße geworfen. Seine Ex braucht Dollar für die Operation ihres gemeinsamen Sohnes, ihr neuer Typ möchte Joe allerdings weit weg von der Familie sehen. Also bleibt nur eine Möglichkeit, trainieren, kämpfen und das Preisgeld bei einem Turnier gewinnen.
Lion Fist: Kampf der Champions geht ca. 90 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier den nächsten Martial-Arts-Streifen vom sympathischen Sean David Lowe, der uns einmal quer durch Familiendrama, Drogengeschäfte, Liebesgeschichte und Kampfturnier führt. Warum sich für ein Genre entscheiden, wenn man alle gleichzeitig nehmen kann? In der Hauptrolle haben wir wieder Mathis Landwehr, der seinen Job gewohnt solide erfüllt. Das Training folgt dem klassischen Schema aus Schmerzen, hinfallen und irgendwann funktioniert die Technik plötzlich perfekt. Zunächst konzentriert sich die Story aufs Familiendrama. Die Ex ist süchtig und braucht Kohle, weil der gemeinsame Sohn einen Tumor hat, was ich ihr übrigens keine Sekunde abgekauft habe. Ihr neuer Freund, Stiernackensaurus Butch, ist hauptsächlich laut und schnauft grimmig wie ein Büffel in die Kamera. Natürlich verliebt sich Joe nebenbei in die Tochter seines Meisters und gemeinsam nimmt man mal eben ein halbes Drogenkartell hops, normaler Dienstag eben. Das eigentliche Turnier sind die letzten 20 Minuten. Wirklich vom Hocker haut mich dort niemand, wobei Butch überrascht und zeigt, dass sich der Stiernacken erstaunlich geschmeidig bewegt. Unterm Strich bleibt ein gut gemeinter Streifen, dessen Energie man spürt, der bei der Umsetzung aber über seine eigenen Füße stolpert. Figuren und Dialoge sind kaum ernst zu nehmen, die Kämpfe sind stabil und die Musik von Altmeister Paul Hertzog sowie Stan Bush ist das eigentliche Highlight.
5,5/10 Punkten. Kurt McKinney und Gary Daniels tauchen als Cops auf und nehmen im Alleingang eine Drogenhöhle hops. Natürlich ohne Schusswaffen, sondern gepflegt mit der Handkante. Man will ja maximal Oldschool bleiben.