Durchschnitts-Wertung
3,0
24 Wertungen
5
17 Kritiken
4
1 Kritik
3
0 Kritik
2
1 Kritik
1
0 Kritik
0
1 Kritik
Sortieren nach:
Filtern nach:
Alle
Wahnsinnsfilm. Richtig, wichtig. Danke!
Der Mut der hinter diesem Film stehe ist unglaublich! Allen Beteiligten, Danke!
Der Mut der hinter diesem Film stehe ist unglaublich! Allen Beteiligten, Danke!
Kurzbeschreibung:
Der Film NAZA (2026), was im israelischen Militärjargon Kollateralschaden heißt, ist kein lustiger oder heiterer Unterhaltungsfilm. Es handelt sich um eine ernste und zum Teilen sehr bedrückende Dokumentation bzw. einen Investigativfilm, der . von The Guardian, einer britischen Tageszeitung, verifiziert wurde. Dem Guardian lagen . die Rohmaterialien vor, welche im Film nur in stark anonymisierter Form zu sehen sind. Er gibt - in Gestalt von Interviews mit israelischen Nachrichtendienstmitarbeitern - Einblick in den Völkermord (Genozid), der ca. seit Mitte-Ende Oktober 2023 im Gazastreifen wütet und von Israel verübt wird. Einer der Interviewpartner nutzt den Begriff des Völkermords übrigens selbst.
In NAZA wird geschildert, dass unter anderem durch Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) Ziele festgelegt werden, die anschließend vermittels Luftangriffe der israelischen Streitkräfte oder durch Drohnen, von denen Explosivkörper aus abgeworfen werden, zerstört werden. Dabei werden . zivile Opfer als Kollateralschäden hingenommen, diese werden als NAZA bezeichnet. Ein Baby ist beispielsweise 1 NAZA. Selbst niederrangige Hamas-Kämpfer seien unter Inkaufnahme von 20 NAZA routinemäßig bombardiert worden, wobei einer der Interviewpartner explizit darauf hinweist, dass dieses Verhältnis aufgrund der Menge Hamaskämpfer letztlich zu einer vollständigen Entvölkerung des Gazastreifens führen würde. Konkret heißt das: Durch eine Überwachung von Telefondaten - die israelische Regierung hat es den Palästinensern bewusst nie gestattet, eine eigene telefonische Infrastruktur aufzubauen, weshalb die israelischen Nachrichtendienstmitarbeiter letztlich durch KI und Hackingangriffe auf enge Familienangehörige mit einer rd. 85 %igen Genauigkeit die Schlaforte der Hamas-Kämpfer ausfindig machen kann. Diese Schlaforte werden so dann – mit den darin befindlichen annahmeweise 20 Zivilisten, also Frauen, Kinder, Alte, Kleinkinder – zerbombt. Nicht selten, so berichten die Interviewpartner auf Dächern in Tel Aviv in der Nacht – sei das eigentliche Ziel verfehlt worden und es wurde stattdessen die gesamte Familie des Hamaskämpfers ausgelöscht – das seien dann x NAZA. Bei hochrangigen Zielen, seien 200 NAZA keine Seltenheit und in einem Fall sei sogar 500 NAZA zugebilligt worden, weil man nicht genau wusste, wo sich der Hamaskämpfer aufhalten würde und man deshalb großflächig bombardiert habe, nämlich dort, wo sich das eigentliche Ziel vermutlich überall aufhalten könnte.
Der Film spricht auch kurz die Tatsache an, dass . B. Netanjahu vom internationalen Strafgerichtshof mit Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht wird. Letzteres ist etwas, dass anders als der gebetsmühlenartig in der deutschen Medienlandschaft, die mit viel Geld angeblich „staatsfern“ sein sollte, wiederholte Hinweis, dass es sich bei der Hamas um eine Terrormiliz handle, praktisch nicht erwähnt wird oder nur eine Randnotiz ist. Der Film zeigt auch – ohne dies selbst zu kommentieren – wie ein junger Netanjahu einst “Terror“ definierte.
Weitere Hinweise auf Kriegsverbrechen durch die Schilderungen der Interviewpartner verkneife ich mir an dieser Stelle, um dem interessierten Zuschauer nicht die Spannung zu nehmen.
Zur Spannung bzw. wie fesselnd der Film ist, vielleicht so viel: Der Film wurde in einem Nischenkino gezeigt, das bis auf den letzten Platz ausverkauft war (es wurden Gäste weggeschickt, weil es ausverkauft war). Sie hätten während der Vorstellung eine Stecknadel fallen hören können, so ruhig war es. Und das bei einem OmU-Film mit Untertiteln, der meiner Erinnerung nach ohne irgendwelche Hintergrundmusik auskommt.
Einordnung – Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd:
Der Film ist . im Kontext von Filmen wie "No other Land" (2024), wo es um die widerwärtigen Pogrome gegen die palästinensische Zivilbevölkerung in den von Israel seit dem Jahre 1967 völkerrechtswidrig besetzten Gebieten (. das Westjordanland, sog. West Banks) geht, oder "Gaza: Doctors Under Attack" (2025), bei dem der Titel den Inhalt im Wesentlichen preisgibt, zu sehen. Beide Filme erfuhren zum Teil heftige Kritik, sie seien einseitig, anti-israelisch, würden ein Zerrbild zeigen und seien schlecht recherchiert bzw. von Propaganda der Hamas gegen Israel durchsetzt. NAZA (2026) bildet hier keine Ausnahme.
Anstelle, dass der Film in Israel gezeigt wird und eine Debatte anstößt, die Missstände aufzuarbeiten – die beiden Regisseure sind Israelis – wird er dort verunglimpft und schon gar nicht in dortigen Kinos aufgeführt. Die beiden Regisseure werden persönlich bedroht, die Häuser der Eltern von aufgebrachten Israelis belagert. Die Staatsmacht schlägt gar vor, den Regisseuren die Staatsangehörigkeit zu entziehen. Dies veranlasste den Guardian am 14. September 2026 zu einer Stellungnahme:
“The Guardian is disturbed to see the authoritarian response to NAZA in Israel.
“Yuval Abraham and Rachel Szor are brave journalists and filmmakers. The attacks against them come from people who have not yet seen the film.
“NAZA is based on more than three years of investigative journalism. The testimonies it contains are true and we believe they deserve to be heard. The interviews were given by confidential journalistic sources.
“We will robustly defend NAZA – and the team behind it – from any attacks or attempts at censorship.”
Fazit:
Der Film wird von Tätern, Mittätern und (. unverbesserlichen) Genozidleugnern sowie Mitläufern zu Recht als Bedrohung empfunden, denn er offenbart eine Verrohung der israelischen Kriegsführung, die von der israelischen Zivilgesellschaft wenigstens geduldet wird. Für mich ist das nur Ansporn, ihn von Herzen zu empfehlen.
Wir Deutsche müssen uns in jedem Fall aus unserer Komfortzone hinausbewegen und endlich die abscheulichen Verhältnisse, die in Israel derzeit herrschen und die zehntausenden von Palästinensern das Leben gekostet haben, nicht nur klar benennen, sondern durch Taten aktiv verhindern. Wir dürfen nicht aus einer falsch verstandenen Erbsünde hinaus einen Völkermord versuchen, zu normalisieren und einen verbrecherisch agierenden Staat unterstützen, sei es durch Waffenlieferungen, Wirtschaftshilfen und/oder durch diplomatischen Schutz.
Hoffnungsvoll stimmt mich, dass dieser Film durch israelische Filmemacher möglich wurde. Für mich, der die Beiträge von Uri Avnery () schon seit dem Teenageralter gelesen hat, und der Initiative Gush Shalom wohlwollend gegenübersteht, ist dies ein Zeichen, dass Israel möglicherweise noch selbst die Reißleine zieht und Abbitte für seine abscheulichen Verbrechen leistet.
Der Film NAZA (2026), was im israelischen Militärjargon Kollateralschaden heißt, ist kein lustiger oder heiterer Unterhaltungsfilm. Es handelt sich um eine ernste und zum Teilen sehr bedrückende Dokumentation bzw. einen Investigativfilm, der . von The Guardian, einer britischen Tageszeitung, verifiziert wurde. Dem Guardian lagen . die Rohmaterialien vor, welche im Film nur in stark anonymisierter Form zu sehen sind. Er gibt - in Gestalt von Interviews mit israelischen Nachrichtendienstmitarbeitern - Einblick in den Völkermord (Genozid), der ca. seit Mitte-Ende Oktober 2023 im Gazastreifen wütet und von Israel verübt wird. Einer der Interviewpartner nutzt den Begriff des Völkermords übrigens selbst.
In NAZA wird geschildert, dass unter anderem durch Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) Ziele festgelegt werden, die anschließend vermittels Luftangriffe der israelischen Streitkräfte oder durch Drohnen, von denen Explosivkörper aus abgeworfen werden, zerstört werden. Dabei werden . zivile Opfer als Kollateralschäden hingenommen, diese werden als NAZA bezeichnet. Ein Baby ist beispielsweise 1 NAZA. Selbst niederrangige Hamas-Kämpfer seien unter Inkaufnahme von 20 NAZA routinemäßig bombardiert worden, wobei einer der Interviewpartner explizit darauf hinweist, dass dieses Verhältnis aufgrund der Menge Hamaskämpfer letztlich zu einer vollständigen Entvölkerung des Gazastreifens führen würde. Konkret heißt das: Durch eine Überwachung von Telefondaten - die israelische Regierung hat es den Palästinensern bewusst nie gestattet, eine eigene telefonische Infrastruktur aufzubauen, weshalb die israelischen Nachrichtendienstmitarbeiter letztlich durch KI und Hackingangriffe auf enge Familienangehörige mit einer rd. 85 %igen Genauigkeit die Schlaforte der Hamas-Kämpfer ausfindig machen kann. Diese Schlaforte werden so dann – mit den darin befindlichen annahmeweise 20 Zivilisten, also Frauen, Kinder, Alte, Kleinkinder – zerbombt. Nicht selten, so berichten die Interviewpartner auf Dächern in Tel Aviv in der Nacht – sei das eigentliche Ziel verfehlt worden und es wurde stattdessen die gesamte Familie des Hamaskämpfers ausgelöscht – das seien dann x NAZA. Bei hochrangigen Zielen, seien 200 NAZA keine Seltenheit und in einem Fall sei sogar 500 NAZA zugebilligt worden, weil man nicht genau wusste, wo sich der Hamaskämpfer aufhalten würde und man deshalb großflächig bombardiert habe, nämlich dort, wo sich das eigentliche Ziel vermutlich überall aufhalten könnte.
Der Film spricht auch kurz die Tatsache an, dass . B. Netanjahu vom internationalen Strafgerichtshof mit Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht wird. Letzteres ist etwas, dass anders als der gebetsmühlenartig in der deutschen Medienlandschaft, die mit viel Geld angeblich „staatsfern“ sein sollte, wiederholte Hinweis, dass es sich bei der Hamas um eine Terrormiliz handle, praktisch nicht erwähnt wird oder nur eine Randnotiz ist. Der Film zeigt auch – ohne dies selbst zu kommentieren – wie ein junger Netanjahu einst “Terror“ definierte.
Weitere Hinweise auf Kriegsverbrechen durch die Schilderungen der Interviewpartner verkneife ich mir an dieser Stelle, um dem interessierten Zuschauer nicht die Spannung zu nehmen.
Zur Spannung bzw. wie fesselnd der Film ist, vielleicht so viel: Der Film wurde in einem Nischenkino gezeigt, das bis auf den letzten Platz ausverkauft war (es wurden Gäste weggeschickt, weil es ausverkauft war). Sie hätten während der Vorstellung eine Stecknadel fallen hören können, so ruhig war es. Und das bei einem OmU-Film mit Untertiteln, der meiner Erinnerung nach ohne irgendwelche Hintergrundmusik auskommt.
Einordnung – Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd:
Der Film ist . im Kontext von Filmen wie "No other Land" (2024), wo es um die widerwärtigen Pogrome gegen die palästinensische Zivilbevölkerung in den von Israel seit dem Jahre 1967 völkerrechtswidrig besetzten Gebieten (. das Westjordanland, sog. West Banks) geht, oder "Gaza: Doctors Under Attack" (2025), bei dem der Titel den Inhalt im Wesentlichen preisgibt, zu sehen. Beide Filme erfuhren zum Teil heftige Kritik, sie seien einseitig, anti-israelisch, würden ein Zerrbild zeigen und seien schlecht recherchiert bzw. von Propaganda der Hamas gegen Israel durchsetzt. NAZA (2026) bildet hier keine Ausnahme.
Anstelle, dass der Film in Israel gezeigt wird und eine Debatte anstößt, die Missstände aufzuarbeiten – die beiden Regisseure sind Israelis – wird er dort verunglimpft und schon gar nicht in dortigen Kinos aufgeführt. Die beiden Regisseure werden persönlich bedroht, die Häuser der Eltern von aufgebrachten Israelis belagert. Die Staatsmacht schlägt gar vor, den Regisseuren die Staatsangehörigkeit zu entziehen. Dies veranlasste den Guardian am 14. September 2026 zu einer Stellungnahme:
“The Guardian is disturbed to see the authoritarian response to NAZA in Israel.
“Yuval Abraham and Rachel Szor are brave journalists and filmmakers. The attacks against them come from people who have not yet seen the film.
“NAZA is based on more than three years of investigative journalism. The testimonies it contains are true and we believe they deserve to be heard. The interviews were given by confidential journalistic sources.
“We will robustly defend NAZA – and the team behind it – from any attacks or attempts at censorship.”
Fazit:
Der Film wird von Tätern, Mittätern und (. unverbesserlichen) Genozidleugnern sowie Mitläufern zu Recht als Bedrohung empfunden, denn er offenbart eine Verrohung der israelischen Kriegsführung, die von der israelischen Zivilgesellschaft wenigstens geduldet wird. Für mich ist das nur Ansporn, ihn von Herzen zu empfehlen.
Wir Deutsche müssen uns in jedem Fall aus unserer Komfortzone hinausbewegen und endlich die abscheulichen Verhältnisse, die in Israel derzeit herrschen und die zehntausenden von Palästinensern das Leben gekostet haben, nicht nur klar benennen, sondern durch Taten aktiv verhindern. Wir dürfen nicht aus einer falsch verstandenen Erbsünde hinaus einen Völkermord versuchen, zu normalisieren und einen verbrecherisch agierenden Staat unterstützen, sei es durch Waffenlieferungen, Wirtschaftshilfen und/oder durch diplomatischen Schutz.
Hoffnungsvoll stimmt mich, dass dieser Film durch israelische Filmemacher möglich wurde. Für mich, der die Beiträge von Uri Avnery () schon seit dem Teenageralter gelesen hat, und der Initiative Gush Shalom wohlwollend gegenübersteht, ist dies ein Zeichen, dass Israel möglicherweise noch selbst die Reißleine zieht und Abbitte für seine abscheulichen Verbrechen leistet.
Endlich eine klare Darstellung der Realität. Da man hier Einheimische hat, die Personen darstellen, die ihre eigene Erfahrung wiedergeben, klare Dokumentation die in die Geschichte eingehen wird
NAZA“: Schwere Vorwürfe, einseitiger Blick
Ich bin kein Fan der israelischen Nahostpolitik. Trotzdem wirkt „NAZA“ auf mich zu einseitig. Der Film stellt wichtige Fragen zur israelischen Kriegsführung, vermittelt aber den Eindruck, dass das Urteil bereits feststeht. Mir fehlt eine ebenso kritische Auseinandersetzung mit der Hamas und der Vorgeschichte dieses Krieges.
Besonders deutlich wird das bei der Behauptung, ein Angriff sei trotz 500 erwarteter ziviler Todesopfer genehmigt worden. Diese Zahl schockiert und prägt die Wahrnehmung. Gerade deshalb braucht sie belastbare Belege. Die IDF sowie Regierung bestreitet die behauptete Genehmigung ausdrücklich. Einen öffentlich überprüfbaren Nachweis für den konkreten Vorgang habe ich nicht gefunden. Anonyme Zeugenaussagen können wichtig sein, machen eine umstrittene Anschuldigung aber nicht automatisch zur gesicherten Tatsache.
Ob eine vorläufige Risikoeinschätzung oder eine endgültige Angriffsgenehmigung gemeint ist, macht einen entscheidenden Unterschied. Wurde der Plan verändert oder verworfen? Wer kannte die tatsächliche Freigabe? Hier wünsche ich mir mehr nachvollziehbare Aufklärung und weniger Gewissheit in der Anklage.
Auch der historische Hintergrund kommt mir in dieser Perspektive zu kurz. Die jüdische Verbindung zur Region begann nicht 1948. Bereits die Merenptah-Stele von etwa 1208 v. Chr. erwähnt Israel. Wer den jüdischen Staat und die lebenden Juden als geschichtslosen Fremdkörper betrachtet, blendet diese jahrtausendealte Verwurzelung aus.
Hinter dem Bedürfnis nach einem eigenen Schutzraum stehen Jahrhunderte von Entrechtung, Vertreibung und Pogromen – schließlich die industrielle Ermordung von sechs Millionen Juden. Ein sicherer Zufluchtsort war deshalb keine politische Spielerei, sondern eine Frage des Überlebens. Diese Erfahrung erklärt, warum Vernichtungsdrohungen der Hamas (oder anderer zahlreicher islamistische Terrororganisationen) gegen Israel nicht als bloße Rhetorik verstanden werden können.
Auch die islamisch geprägte Welt kannte neben Zusammenleben rechtliche Unterordnung und Gewalt gegen Juden. Moderne islamistische Judenfeindschaft knüpft an ältere Feindbilder an. Kritik an Israels Regierung ist legitim. Die Forderung, der jüdische Staat müsse verschwinden, oder darf sich nicht selbst gegen Bedrohung verteidigen überschreitet diese Grenze deutlich.
Zur jüngeren Geschichte gehört Israels Rückzug aus Gaza 2005: Die Siedlungen wurden geräumt, die dauerhaft stationierten Truppen abgezogen. Gaza wurde dadurch nicht vollständig souverän, aber eine Chance auf eine andere Entwicklung bestand deutlich. Die Hamas baute eine umfangreiche militärische Infrastruktur auf. Dokumentierte Tunnel aus Beton und Eisen stehen für mich sinnbildlich für ihre Prioritäten: Die Bevölkerung brauchte Zukunft, ihre Machthaber investierten in den Krieg und Hass.
Blockade und wirtschaftliche Beschränkungen waren reale Hindernisse. Sie nehmen der Hamas jedoch nicht die Verantwortung für ihre Entscheidungen. Der von ihr geführte Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 war der unmittelbare Auslöser dieser Kriegseskalation. Für meine Bewertung gehört diese Verantwortung ins Zentrum. Sie darf nicht hinter der Kritik an Israels Reaktion verschwinden.
Für mich wirkt das, als würde man einen Film über die alliierten Bombardierungen deutscher Städte drehen und den nationalsozialistischen Angriffs- und Vernichtungskrieg weitgehend ausblenden. Das Leid der Zivilbevölkerung verdient eine schonungslose Betrachtung, und einzelne Angriffe müssen kritisch geprüft werden. Aber wer die Zerstörung zeigt und die Vorgeschichte an den Rand schiebt, zeichnet ein einseitiges Bild des Krieges.
Eine Dokumentation muss nicht jedem Akteur gleich viel Zeit geben. Aber ihre Auswahl beeinflusst das Urteil des Publikums. Wenn Israels Handeln schonungslos hinterfragt wird, während die Entscheidungen und Ziele der Hamas deutlich weniger Gewicht erhalten, entsteht für mich ein schiefes Gesamtbild.
Mein Urteil: „NAZA“ liefert ernst zu nehmende Vorwürfe und Anlass für weitere Untersuchungen. Als Gesamtbetrachtung überzeugt mich der Film jedoch nicht. Dafür wirkt sein Blick zu einseitig und seine Anklage an entscheidenden Stellen sicherer, als es die öffentlich überprüfbare Beweislage erlaubt.
[1]: "'NAZA': the film causing outrage in Israel"
[2]: "The Merneptah Stela: Israel Enters History"
[3]: "Special Envoy periodic report (Sept. 2005)/Non-UN document"
[4]: "7 October 2023 terrorist attacks in Israel: Council sanctions three entities over widespread sexual and gender-based violence"
Ich bin kein Fan der israelischen Nahostpolitik. Trotzdem wirkt „NAZA“ auf mich zu einseitig. Der Film stellt wichtige Fragen zur israelischen Kriegsführung, vermittelt aber den Eindruck, dass das Urteil bereits feststeht. Mir fehlt eine ebenso kritische Auseinandersetzung mit der Hamas und der Vorgeschichte dieses Krieges.
Besonders deutlich wird das bei der Behauptung, ein Angriff sei trotz 500 erwarteter ziviler Todesopfer genehmigt worden. Diese Zahl schockiert und prägt die Wahrnehmung. Gerade deshalb braucht sie belastbare Belege. Die IDF sowie Regierung bestreitet die behauptete Genehmigung ausdrücklich. Einen öffentlich überprüfbaren Nachweis für den konkreten Vorgang habe ich nicht gefunden. Anonyme Zeugenaussagen können wichtig sein, machen eine umstrittene Anschuldigung aber nicht automatisch zur gesicherten Tatsache.
Ob eine vorläufige Risikoeinschätzung oder eine endgültige Angriffsgenehmigung gemeint ist, macht einen entscheidenden Unterschied. Wurde der Plan verändert oder verworfen? Wer kannte die tatsächliche Freigabe? Hier wünsche ich mir mehr nachvollziehbare Aufklärung und weniger Gewissheit in der Anklage.
Auch der historische Hintergrund kommt mir in dieser Perspektive zu kurz. Die jüdische Verbindung zur Region begann nicht 1948. Bereits die Merenptah-Stele von etwa 1208 v. Chr. erwähnt Israel. Wer den jüdischen Staat und die lebenden Juden als geschichtslosen Fremdkörper betrachtet, blendet diese jahrtausendealte Verwurzelung aus.
Hinter dem Bedürfnis nach einem eigenen Schutzraum stehen Jahrhunderte von Entrechtung, Vertreibung und Pogromen – schließlich die industrielle Ermordung von sechs Millionen Juden. Ein sicherer Zufluchtsort war deshalb keine politische Spielerei, sondern eine Frage des Überlebens. Diese Erfahrung erklärt, warum Vernichtungsdrohungen der Hamas (oder anderer zahlreicher islamistische Terrororganisationen) gegen Israel nicht als bloße Rhetorik verstanden werden können.
Auch die islamisch geprägte Welt kannte neben Zusammenleben rechtliche Unterordnung und Gewalt gegen Juden. Moderne islamistische Judenfeindschaft knüpft an ältere Feindbilder an. Kritik an Israels Regierung ist legitim. Die Forderung, der jüdische Staat müsse verschwinden, oder darf sich nicht selbst gegen Bedrohung verteidigen überschreitet diese Grenze deutlich.
Zur jüngeren Geschichte gehört Israels Rückzug aus Gaza 2005: Die Siedlungen wurden geräumt, die dauerhaft stationierten Truppen abgezogen. Gaza wurde dadurch nicht vollständig souverän, aber eine Chance auf eine andere Entwicklung bestand deutlich. Die Hamas baute eine umfangreiche militärische Infrastruktur auf. Dokumentierte Tunnel aus Beton und Eisen stehen für mich sinnbildlich für ihre Prioritäten: Die Bevölkerung brauchte Zukunft, ihre Machthaber investierten in den Krieg und Hass.
Blockade und wirtschaftliche Beschränkungen waren reale Hindernisse. Sie nehmen der Hamas jedoch nicht die Verantwortung für ihre Entscheidungen. Der von ihr geführte Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 war der unmittelbare Auslöser dieser Kriegseskalation. Für meine Bewertung gehört diese Verantwortung ins Zentrum. Sie darf nicht hinter der Kritik an Israels Reaktion verschwinden.
Für mich wirkt das, als würde man einen Film über die alliierten Bombardierungen deutscher Städte drehen und den nationalsozialistischen Angriffs- und Vernichtungskrieg weitgehend ausblenden. Das Leid der Zivilbevölkerung verdient eine schonungslose Betrachtung, und einzelne Angriffe müssen kritisch geprüft werden. Aber wer die Zerstörung zeigt und die Vorgeschichte an den Rand schiebt, zeichnet ein einseitiges Bild des Krieges.
Eine Dokumentation muss nicht jedem Akteur gleich viel Zeit geben. Aber ihre Auswahl beeinflusst das Urteil des Publikums. Wenn Israels Handeln schonungslos hinterfragt wird, während die Entscheidungen und Ziele der Hamas deutlich weniger Gewicht erhalten, entsteht für mich ein schiefes Gesamtbild.
Mein Urteil: „NAZA“ liefert ernst zu nehmende Vorwürfe und Anlass für weitere Untersuchungen. Als Gesamtbetrachtung überzeugt mich der Film jedoch nicht. Dafür wirkt sein Blick zu einseitig und seine Anklage an entscheidenden Stellen sicherer, als es die öffentlich überprüfbare Beweislage erlaubt.
[1]: "'NAZA': the film causing outrage in Israel"
[2]: "The Merneptah Stela: Israel Enters History"
[3]: "Special Envoy periodic report (Sept. 2005)/Non-UN document"
[4]: "7 October 2023 terrorist attacks in Israel: Council sanctions three entities over widespread sexual and gender-based violence"
Der Film fängt durch sein nächtliches Setting sehr gut die Atmosphäre Tel Avivs ein. Er thematisiert die dunklen Seiten der Kriegsführung mit modernen Technologien im 21. Jahrhundert sowie die psychischen, sprachlichen und medialen Mittel, die eingesetzt werden können, um gewöhnliche Menschen dazu zu bringen, schreckliche Taten zu vollbringen oder sie vor sich selbst zu rechtfertigen. Die Frage ist dabei nicht, ob dieser Krieg an sich gerechtfertigt war, sondern in welchem Ausmaß diese Mittel die Art und das Ausmaß der Kriegsführung beeinflusst haben. Diese Frage drängt sich dem Zuschauer auf, unabhängig davon, ob er den im Film gezeigten Quellen Vertrauen schenkt oder nicht.
Wichtig! Auf diese Dokumentation wird man in einigen Jahren zurückblicken wie man es heute auf die Holocaust-Dokus tut. Erschreckend.
Ein toller Film, zeigt die Wahrheit, danke an die braven Regisseuren. Man freut sich, dass es auch aus israel ehrliche Menschen gibt.
Ich finde der Dokufilm ist sehr gut gelungen. Man bekommt ganz andere Einblicke aus erster Hand. Wenn ich mir überlege wie die IDF, Benjamin N. und seine politischen Gefolgsleute reagiert haben, finde ich es umso wichtiger, dass so ein Film gezeigt wird.
Wie schon bei dem anderen Film ist dieser sehr authentisch. Die Soldaten erzählen und versuchen es für den Laien anschaulich darzustellen. Es gibt keine unnötigen Unterbrechungen etc.
Ich kann den Film nur jeden empfehlen.
Diese 1 Stern Bewertung und der dazugehörige Text zeigt mir, dass die Person diesen Film nicht gesehen hat. Man sollte Kriege nicht miteinander vergleichen, schließlich ist das kein Wettbewerb.
Wie schon bei dem anderen Film ist dieser sehr authentisch. Die Soldaten erzählen und versuchen es für den Laien anschaulich darzustellen. Es gibt keine unnötigen Unterbrechungen etc.
Ich kann den Film nur jeden empfehlen.
Diese 1 Stern Bewertung und der dazugehörige Text zeigt mir, dass die Person diesen Film nicht gesehen hat. Man sollte Kriege nicht miteinander vergleichen, schließlich ist das kein Wettbewerb.
Der Film ist ruhig gemacht und auch keine dramatische Musik oder Bilder aus Gaza. 24 israelische Soldaten und Geheimdienstleute sitzen nachts auf Dächern in Tel Aviv und erzählen, wie das Zielsystem funktioniert hat. Manches wird einfach mit Kugelschreiber auf Papier aufgemalt, was das nochmals spezieller macht.
Yuval Abraham führt die Gespräche und bleibt dabei die ganze Zeit unglaublich ruhig. Er unterbricht kaum und hakt nur nach.
Man macht sich dabei die ganze Zeit Gedanken über das Gesagte, dass man so bisher von anderen Kriegen nicht wusste.
Alle Quellen bleiben anonym, und man muss ihnen ein Stück weit vertrauen. Aber der Film ist zusammen mit dem Investigativ Team vom Guardian entstanden, und vieles davon wurde vorher schon in Artikeln veröffentlicht. Das ist also nicht einfach aus der Luft gegriffen
Weil hier bisher nur eine Kritik steht, will ich auf ein paar Sachen daraus im meiner Bewertung eingehen um allen eine bessere Überblick zu geben.
Es stehe wieder nur Israel auf der Anklagebank:
Der Film behandelt ein bestimmtes Thema. Man muss nicht in jeder Doku über jeden Krieg gleichzeitig reden. Über Russische Kriegsverbrechen gibt es ebenfalls eine Doku „20 Tage in Mariupol“ und gewann dafür den Oscar. Wer ukrainische Angriffe auf Raffinerien kritisch beleuchten will, kann das tun. Ein Argument gegen diesen Film ist es nicht.
Befeuert den Antisemitismus: Dieses Doku befeuert den Antisemitismus definitiv nicht, ihr könnt es euch ruhig ansehen. Die Regisseure sind Israelis, und alle, die da reden, sind israelische Soldaten. Abraham hat in Venedig selbst gesagt, dass vor allem die Israelis den Film sehen sollen. Klar gibt es Antisemitismus auf der Welt. Aber wenn jede Kritik an der Kriegsführung gleich antisemitisch sein soll, hilft das im Kampf gegen echten Judenhass niemandem.
Das Israel sich verteidigen darf und die Hamas weg muss, sagt übrigens der Film nicht anders. NAZA ist aber die Abkürzung für die Zahl an Zivilisten, deren Tod bei einem Angriff einkalkuliert wird. Wenn ein Offizier erzählt, dass er eine Angriffsfreigabe mit über 500 zivilen Verlusten freigegeben bekommen hat um nur eine einzige Person auszuschalten, dann darf man doch wohl fragen, ob das noch verhältnismäßig ist. Genau daher stehen diese Soldaten auf dem Dach von Tel Aviv und geben dieses Interview. Und die Frage kann dann beim Zuschauen jeder für sich beantworten.
Für mich einer der wichtigsten Filme des Jahres.
Den Spezialpreis in Venedig hat er für mich verdient und ist absolut sehenswert.
Man kann über den Film politisch streiten, aber man sollte dabei nicht übersehen, worum es eigentlich geht. Es zeigt schlicht, wie Krieg aussieht, wenn eben Algorithmen und Überwachung entscheiden, wer ein Ziel ist und wie schnell zivile Opfer dabei zu einer Zahl in einer Rechnung werden. Wenn das die Zukunft der Kriegsführung ist, betrifft das nicht nur Gaza.
Yuval Abraham führt die Gespräche und bleibt dabei die ganze Zeit unglaublich ruhig. Er unterbricht kaum und hakt nur nach.
Man macht sich dabei die ganze Zeit Gedanken über das Gesagte, dass man so bisher von anderen Kriegen nicht wusste.
Alle Quellen bleiben anonym, und man muss ihnen ein Stück weit vertrauen. Aber der Film ist zusammen mit dem Investigativ Team vom Guardian entstanden, und vieles davon wurde vorher schon in Artikeln veröffentlicht. Das ist also nicht einfach aus der Luft gegriffen
Weil hier bisher nur eine Kritik steht, will ich auf ein paar Sachen daraus im meiner Bewertung eingehen um allen eine bessere Überblick zu geben.
Es stehe wieder nur Israel auf der Anklagebank:
Der Film behandelt ein bestimmtes Thema. Man muss nicht in jeder Doku über jeden Krieg gleichzeitig reden. Über Russische Kriegsverbrechen gibt es ebenfalls eine Doku „20 Tage in Mariupol“ und gewann dafür den Oscar. Wer ukrainische Angriffe auf Raffinerien kritisch beleuchten will, kann das tun. Ein Argument gegen diesen Film ist es nicht.
Befeuert den Antisemitismus: Dieses Doku befeuert den Antisemitismus definitiv nicht, ihr könnt es euch ruhig ansehen. Die Regisseure sind Israelis, und alle, die da reden, sind israelische Soldaten. Abraham hat in Venedig selbst gesagt, dass vor allem die Israelis den Film sehen sollen. Klar gibt es Antisemitismus auf der Welt. Aber wenn jede Kritik an der Kriegsführung gleich antisemitisch sein soll, hilft das im Kampf gegen echten Judenhass niemandem.
Das Israel sich verteidigen darf und die Hamas weg muss, sagt übrigens der Film nicht anders. NAZA ist aber die Abkürzung für die Zahl an Zivilisten, deren Tod bei einem Angriff einkalkuliert wird. Wenn ein Offizier erzählt, dass er eine Angriffsfreigabe mit über 500 zivilen Verlusten freigegeben bekommen hat um nur eine einzige Person auszuschalten, dann darf man doch wohl fragen, ob das noch verhältnismäßig ist. Genau daher stehen diese Soldaten auf dem Dach von Tel Aviv und geben dieses Interview. Und die Frage kann dann beim Zuschauen jeder für sich beantworten.
Für mich einer der wichtigsten Filme des Jahres.
Den Spezialpreis in Venedig hat er für mich verdient und ist absolut sehenswert.
Man kann über den Film politisch streiten, aber man sollte dabei nicht übersehen, worum es eigentlich geht. Es zeigt schlicht, wie Krieg aussieht, wenn eben Algorithmen und Überwachung entscheiden, wer ein Ziel ist und wie schnell zivile Opfer dabei zu einer Zahl in einer Rechnung werden. Wenn das die Zukunft der Kriegsführung ist, betrifft das nicht nur Gaza.
Und weil es gerade groß diskutiert:
"Im Film wird behauptet, bei einem einzelnen Angriff habe die Armee bis zu 500 zivile Tote erwartet. »Die IDF hat niemals einen Angriff im Gazastreifen geplant, genehmigt oder durchgeführt, bei dem erwartet wurde, dass 500 Zivilisten oder auch nur annähernd so viele getötet werden«, heißt es in der Stellungnahme."
Der Film wurde trotz Anfrage nicht an den IDF herausgegeben. Warum?
Was soll das sein? Der neue "Triumph des Willens"? Eine Schande in meinen Augen mit so viel Suggestion, Halbwahrheiten und offensichtlicher Lügen zu arbeiten. Da ist kein Journalismus. Das ist Propaganda.
/
UPDATE zu meinem ursprünglichen Beitrag, den ich um folgende Aussagen ergänzen möchte:
Vorwürfe und negative Kritik
Pauschalisierung und Dämonisierung:
Kritische Stimmen (u. a. in der Jüdischen Allgemeinen und im epd Film) werfen dem Werk vor, von einer analytischen Dokumentation in die Pauschaldiagnose einer ganzen Gesellschaft abzugleiten. Das visuelle Stilmittel, Tel Aviv künstlich in düsteres Licht zu tauchen und Passanten gesichtslos zu zeigen, wird als manipulativ und propagandistisch bewertet.
Fehlende Ausgewogenheit und Faktenbestreitung:
Das israelische Militär (IDF) sowie betroffene Kommandanten wiesen zentrale Aussagen des Films – etwa die Behauptung, es würden Angriffe mit Hunderten einkalkulierten zivilen Opfern genehmigt – scharf als Falschdarstellung zurück.
Historische Vergleiche: Besonders scharf wird der Film dort kritisiert, wo er implizite Vergleiche oder Überlappungen zwischen den Geschehnissen im Gaza-Krieg und der Shoah zulässt oder inszeniert.
Hinzukommt, dass quasi aller Befragten anonymisiert wurden. Somit lässt sich leicht jede Behauptung in den Raum stellen. Kritischer Journalismus geht anders.
Und wieder mal sitzt nur ISR auf der Anklagebank. Klar, das Thema ist wichtig. Aber bei der Ukraine wird ironischerweise nie die Frage gestellt, ob denn Zivilisten in den Wildberries-Lagern oder den Öl-Raffinerien sitzen. Die Ukraine hat den Drohnen-Krieg mit KI-Technologie schließlich revolutioniert.
Nicht falsch verstehen: ich bin voll auf Seite der UA, Russland muss diesen Krieg verlieren.
Aber dieses ewige ISR-Bashing, was implizit Antizionismus und Antisemitismus befeuert und gerade in der linken Szene, auch im Kulturbetrieb, mittlerweile kultiviert wurde, ja gerade zu einem Treiber antisemitischen Hasses geworden ist, wird so gut wie nie hinterfragt oder beleuchtet.
Diese 24min Standing Ovations aus der pseudopazifistischen bubble kann man sich echt schenken.
ISR darf und muss sich verteidigen. Die Hamas ist eine ideologische Missgeburt, die von der Erdoberfläche verschwinden muss (und damit meine ich nicht das Tunnelsystem in Gaza).
Kein Mensch spricht darüber, dass Millionen Deutsche Zivilisten und noch mehr Soldaten im WK2 von den Alliierten vernichtet werden mussten, um Deutschland von der Nazi-Herrschaft zu befreien. Und der Krieg in Gaza ist ein "kleiner" Krieg verglichen zu dem, was damals in Europa und Asien ablief. Die Menschen in Gaza müssen von ihrem Joch der Hamas genauso befreit werden, wie einst die Deutschen von der Nazis. Punkt.
Dass Filmstarts hier 5/5 Punkten vergibt, lässt tief blicken. Und bitte - kommt mir jetzt nicht mit irgendeiner Objektivität. Sie ist schlicht nicht gegeben.
"Im Film wird behauptet, bei einem einzelnen Angriff habe die Armee bis zu 500 zivile Tote erwartet. »Die IDF hat niemals einen Angriff im Gazastreifen geplant, genehmigt oder durchgeführt, bei dem erwartet wurde, dass 500 Zivilisten oder auch nur annähernd so viele getötet werden«, heißt es in der Stellungnahme."
Der Film wurde trotz Anfrage nicht an den IDF herausgegeben. Warum?
Was soll das sein? Der neue "Triumph des Willens"? Eine Schande in meinen Augen mit so viel Suggestion, Halbwahrheiten und offensichtlicher Lügen zu arbeiten. Da ist kein Journalismus. Das ist Propaganda.
/
UPDATE zu meinem ursprünglichen Beitrag, den ich um folgende Aussagen ergänzen möchte:
Vorwürfe und negative Kritik
Pauschalisierung und Dämonisierung:
Kritische Stimmen (u. a. in der Jüdischen Allgemeinen und im epd Film) werfen dem Werk vor, von einer analytischen Dokumentation in die Pauschaldiagnose einer ganzen Gesellschaft abzugleiten. Das visuelle Stilmittel, Tel Aviv künstlich in düsteres Licht zu tauchen und Passanten gesichtslos zu zeigen, wird als manipulativ und propagandistisch bewertet.
Fehlende Ausgewogenheit und Faktenbestreitung:
Das israelische Militär (IDF) sowie betroffene Kommandanten wiesen zentrale Aussagen des Films – etwa die Behauptung, es würden Angriffe mit Hunderten einkalkulierten zivilen Opfern genehmigt – scharf als Falschdarstellung zurück.
Historische Vergleiche: Besonders scharf wird der Film dort kritisiert, wo er implizite Vergleiche oder Überlappungen zwischen den Geschehnissen im Gaza-Krieg und der Shoah zulässt oder inszeniert.
Hinzukommt, dass quasi aller Befragten anonymisiert wurden. Somit lässt sich leicht jede Behauptung in den Raum stellen. Kritischer Journalismus geht anders.
Und wieder mal sitzt nur ISR auf der Anklagebank. Klar, das Thema ist wichtig. Aber bei der Ukraine wird ironischerweise nie die Frage gestellt, ob denn Zivilisten in den Wildberries-Lagern oder den Öl-Raffinerien sitzen. Die Ukraine hat den Drohnen-Krieg mit KI-Technologie schließlich revolutioniert.
Nicht falsch verstehen: ich bin voll auf Seite der UA, Russland muss diesen Krieg verlieren.
Aber dieses ewige ISR-Bashing, was implizit Antizionismus und Antisemitismus befeuert und gerade in der linken Szene, auch im Kulturbetrieb, mittlerweile kultiviert wurde, ja gerade zu einem Treiber antisemitischen Hasses geworden ist, wird so gut wie nie hinterfragt oder beleuchtet.
Diese 24min Standing Ovations aus der pseudopazifistischen bubble kann man sich echt schenken.
ISR darf und muss sich verteidigen. Die Hamas ist eine ideologische Missgeburt, die von der Erdoberfläche verschwinden muss (und damit meine ich nicht das Tunnelsystem in Gaza).
Kein Mensch spricht darüber, dass Millionen Deutsche Zivilisten und noch mehr Soldaten im WK2 von den Alliierten vernichtet werden mussten, um Deutschland von der Nazi-Herrschaft zu befreien. Und der Krieg in Gaza ist ein "kleiner" Krieg verglichen zu dem, was damals in Europa und Asien ablief. Die Menschen in Gaza müssen von ihrem Joch der Hamas genauso befreit werden, wie einst die Deutschen von der Nazis. Punkt.
Dass Filmstarts hier 5/5 Punkten vergibt, lässt tief blicken. Und bitte - kommt mir jetzt nicht mit irgendeiner Objektivität. Sie ist schlicht nicht gegeben.
- Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
- Die besten Filme