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Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Eines vorweg: Ich bin kein wirklicher Fan von Tarantino - Filmen, welche mit ihrem typischen Style meist blind als solche erkennbar sind. Vermutlich ein Fehler, denn der Film lebt offenbar hauptsächlich von seinem immensen und offenbar legendären Hype.
Nach dem Studieren von mehreren extremst, großteils sich wild überschlagenden ("perfekter Film" oder "bester Film der 90er") positiven Kritiken und dem Sichten der etlichen Oscars, die dieser Film tatsächlich erhalten hat, ging ich mit enorm hoher Erwartungshaltung an diesen Film heran. Und eines muss ich aus neutraler Sicht sagen: Dieser Film ist weder überdurchschnittlich lustig (zumindest für meinen Geschmack nicht), noch ausgeklügelt, noch auch nur ansatzweise ernsthaft spannend und, was für mich das schlimmste ist, auch nicht nennenswert interessant. Er quillt regelrecht über vor überflüssigem, nicht relevantem Smalltalk - Füllstoff. Ich denke hierbei an die gähnend langweiligen und - atmigen Szenen, in denen zum Einschlafen ausführlich über Milchshakes diskutiert wird oder an die Szene, als Vincent und Mia vor der für Fans wahrscheinlich kultigen und legendären, aber aus objektiver Sicht ebenfalls unnötigen und stinklangweiligen Tanzszene quälend ausführlich über irgendein belangloses, großteils die Geschichte nicht weiterbringendes Zeug schwadronieren.
Auch nehme ich nur wenigen Schauspielern ihre Rollen auch nur ansatzweise ab. Es wirkt einfach überhaupt nicht beklemmend, authentisch oder mitreißend, als z.B. Vincent wegen einer Bodenwelle im Auto Marvin erschießt oder als Marsellus den am Boden kauernden Peiniger im Folterkeller mit dem Schwert versucht, Angst einzuflößen. Schauspielerische Leistung = selbst bei wohlwollender Betrachtung höchstens durchschnittlich und vor allem selten wirklich ernsthaft, wobei ich von letzterem manchmal glaube, dass es Absicht sein könnte, was die Sache aber nicht besser macht. Nur mal zur Einordnung: Als Beispiel für eine perfekte schauspielerische Leistung würde ich z.B. Denzel Washington in "Training Day", Sandra Bullock in "Die Vorahnung" oder Jodie Foster in "Panic Room" oder "Flight Plan" nennen. Nur ein paar "Highlights" (diese kann ich nur aufgrund der Tatsache, dass der Rest des Films einfach nur fad ist, als solche bezeichnen) wie z.b. Marcellus´ Spruch ("Ich bearbeite dich mit einer Lötlampe") oder Butches´ Spruch ("Ich bin Amerikaner, dort haben Namen keinen tieferen Sinn") retten den Film für mich persönlich vor dem Totalabsturz.
Mein Fazit: Einer der wohl überbewertetsten Filme aller Zeiten und mit seinem extrem exzentrischen und langatmigen Stil nur etwas für echte Fans oder für Leute, die gerne den Fernseher zur leidlich unterhaltsamen Bedudelung nebenbei laufen lassen, ohne auf den Inhalt achten zu müssen. Gerade in Anbetracht von extrem spannenden, dabei gleichzeitig wahnsinnig durchdachten, perfekt gespielten, obendrein ausgeklügelten und zu allem Überfluss für jedermann leicht verdaulichen Filmen im ähnlichen Genrebereich, die es damals schon gab, sind die Hinweise von eisenharten Tarantino - Fans, dass dies der kompromisslos und allumfassend perfekte Film sei, für wirkliche Filmkenner und - schätzer einfach nur ein Schlag in´s Gesicht.
Ich wundere mich oft über die euphorischen und begeisterten Kritiken über diesen Film. Mir fehlen bei 'Pulp Fiction zwei für einen Thriller oder Gangsterfilm ganz wesentliche Dinge: Erstens ist der Film nicht spannend, jedenfalls fand ich ihn nicht spannend, und zweitens fehlt ein stringentes Thema, die Handlung wirkt zusammengewürfelt. Für einen guten Episodenfilm hingegen fand ich die Figuren zu platt, zu konstruiert und letztlich sogar uninteressant. Unbestreitbar kommt hier Tarantinos einzigartiger Stil zum Ausdruck, den er allerdings meiner Meinung nach in späteren Filmen, insbesondere 'Django' und 'Inglorious Basterds' weit besser anbringen konnte, da ich diese Filme im Gegensatz zu Pulp Fiction auch thematisch und handlungstechnisch interessant fand. Nur daher gebe ich noch 2,5 Punkte!
"Pulp Fiction" ist ein guter Film,aber es gibt durchaus bessere und spannendere Filme aus den 90er,z.B."Im Namen des Vaters","Der Duft der Frauen","Carlito's Way" oder "American Beauty".
"Pulp Fiction" ist der wahrscheinlich stilbildendste und innovativste Film der 90er Jahre und damit richtungsweisend für die gesamte Filmwelt. Brutal, philosophisch, schwarzhumorig, menschlich, hochintelligent und unfassbar cool, dazu herausragend geschrieben, perfekt gespielt und grandios inszeniert - schlicht: ein Meisterwerk.
'Pulp Fiction' ist für mich der perfekte Film! Er zeigt große Kreativität, vom Meister 'Quentin Tarantino' selbst, einen hohen Wiedererkunngswert, tolle Schauspieler und, wie üblich, absurd-lustige Dialoge! Diese Dialogen zeichnen Pulp Fiction aus und und lassen die Charaktäre menschlich wirken. Genau diese Art zeichnet auch den Regisseur Quentin Tarantino aus, der dieses Stilmittel oft verwendet. Pulp Fiction ist kein normaler Episodenfilm, nein, viel mehr! Er wird zu dem anchronologisch erzählt und hat dadurch viele Überraschung. Ich würde nicht sagen, dass Pulp Ficton ein richtiger Mindfuck-Film ist, weil am Ende nicht auf einmal alles aufeinander trifft. Hier finde ich es viel besser, da der Zuschauer selber kombinieren muss und man denkt einfach noch lange darüber nach. Der Film ist komplett in einer Top-Besetzung, die Tarantino immer perfekt anpasst und zudem schreibt er oft für die Charaktere selber ein eigenes Drehbuch damit sie für den Zuschauer passend rüber kommen, was hier auch in ganzer Linie gelingt Ich liebe einfach Tarantinos Stil, der hier wohl am besten umgesetzt ist. In jeder Szene erkennt man einfach diesen Stil, der kaum zu beschreiben ist. Er beinhaltet wiederkehrende Objekte, wie die Red Apple Zigaretten, pervers-lustige Dialoge, außergewöhnliche Charaktere, die aber auch nur Menschen sind und knallharte Szenen, die perfekt umgesetzt werden. Die Story selber ist einfach genial! Vier Handlungen nebeneinander verlaufen zu lassen, wo man aber teilweise schon Schlüsselszenen schon früher erkennt, trotzdem ist die Spannung dadurch nicht weg, da man trotzdem noch kombinieren muss. Die Schlussszene ist einfach nur lustig und bietet das perfekte Ende obwohl sie gar nicht so wichtig für Vincent Vega (John Travolta) und Jules Winniefield (Samuel L. Jackson) sind, aber trotzdem die Anfangssequenz aufgreift, als die beiden Banditen über den Überfall reden. Die Szene mit Butch (Bruce Willis) ist genau so genial und verbindet sich auch mit den beiden Gangstern und Marcellus Walles. Alleine die Szene, als spoiler: Butch und Marcellus Wallace durch einen Kampf zufällig in einen Laden zweier perverse kommen, ist einfach nur absurd, aber zeigt die Genialität von Quentin Tarantino. Auch gut verbunden ist die Handlung, in der Vincent Vega die Frau von Marcellus Wallace, Mia (Uma Thurman) ausführen soll. Auf diese Szene gehen vorher auch schon Jules Winniefield und Vincent Vega ein und dies erkennt man auch an den Dialogen zwischen Vincent und Mia Wallace. Auch die restlichen Geschehnisse kehren dann wieder als sie zum Drogendealer von Vincent gehen, gespielt von Eric Stoltz. Absolut ist absurd aber einfach genial ist, dass immer wenn spoiler: Vincent Vega auf Toilette verschwindet, etwas Schlimmes passiert (-> Überfall im Restaurant, Mias Drogenanfall, er selber stirbt . Selbst solche Merkmale erkennt man im Film und zeigt, dass Quentin Tarantino viel Liebe ins Detail steckt. Dieser Film ist einer meiner Lieblingsfilme und das absolute Highlight von Quentin Tarantino.
Als „Pulp Fiction“ bezeichnet man eigentlich die in den 50er Jahren in Amerika entstandenen Minigeschichten, welche auf ein günstiges und damit minderwertiges Papier (pulp) gedruckt wurden. Nach dem Jahre 1994 steht der Begriff aber eigentlich nur noch für den Kultfilm von Quentin Tarrantino. Doch funktioniert der Film auch heute noch? Eine Filmkritik von Jemandem, der bei der Veröffentlichung gerade mal 5 Jahre alt war:
Es gibt sehr viele Filme, die einen großen Einfluss auf ihr Genre haben. Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang wohl kein so prägendes Werk, wie Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“. Der 1994 in den Kinos angelaufene Ganster-Film schaffte es aufgrund seiner unorthodoxen Erzählweise, den kultigen Charakteren und ihren Dialogen die Herzen vieler Filmfans im Sturm zu erobern. Bis heute gilt die episodenhafte Erzählung um das Auftragskiller-Duo Vincent (John Travolta) und Jules (Samuel L. Jackson), den verräterischen Boxer Butch (Bruce Willis), Gangsterboss Marsellus (Ving Rhames) seiner attraktiven aber kokainabhängigen Frau Mia (Uma Thurman) und dem kleinkriminellen Liebespärchen Pumpkin (Tim Roth) und Honey Bunny (Amanda Plummer) als DER Kultfilm der 90er Jahre. Unzählige Nachahmer verdeutlichen den Einfluss, den „Pulp Fiction“ auf die Kinoszene hatte und immer noch hat.
Da es jedoch genügend Kritiken und Lobgesänge auf Tarantinos zweite Regiearbeit gibt, soll an dieser Stelle die Frage gestellt werden, ob dieser Film seinem zeitlosen Ruf gerecht wird und in unserer heutigen Zeit der leichten Liebeskomödien, schnell geschnittenen Actionfilmen und epochalen 3D-Abenteuern, noch begeistern kann.
Als Kinokonsument der etwas jüngeren Generation ist so ein Werk wie „Pulp Fiction“ leider nicht mehr in den Lichtspielhäusern dieser Welt zu sehen. Der Vorteil den die ganze Sache wiederum mit sich bringt, ist eine schöne runde Disk mit einem blauen Laser als namensgebendes Merkmal. Die Bluray-Disc von Tarantinos Klassiker bietet zusammen mit einem Heimkinosystem dann immerhin ein wenig Kinofeeling, mit einer hohen und deshalb nicht zu verachtenden Auflösung! So kommen auch die Details zur Geltung. Beispielsweise die Gehirnbröckchen in Samuel L. Jacksons Affro, nachdem John Travolta dem schweigsamen Kleinganoven Marvin aus Versehen eine Kugel in den Kopf gejagt hat. Denn ja! Die explizite Gewaltdarstellung ist auch heute noch schockierend. Trotz der angeblichen medialen Sensibilisierung von gewalttätigen Inhalten, brennen sich die seltenen aber exzessiven Gewaltausbrüche der Charaktere ins Gedächtnis. Warum? Weil Tarantino sie ausgiebig vorbereitet und in den Figuren die Möglichkeit gibt, auf den Zuschauer einzuwirken. Es ist einfach interessant Profikillern wie Vincent und Jules bei der Diskussion über alltägliche Dinge zu lauschen, oder dem Boxer Butch dabei zu beobachten, wie er sich nach einem erfolgreichen Betrugsversuch nur wegen der goldenen Uhr seines Urgroßvaters wieder in Schlamassel begibt.
Verstärkt wird dieses Interesse durch die Glaubwürdigkeit der Charaktere, was wiederum auch an den starken Auftritten der bis in die Nebenrollen sehr gut besetzten Schauspieler liegt. Man nimmt ihnen einfach ihre Rollen ab. Die Figuren, egal ob Auftragskiller, koksende Ehefrau oder hysterischer Dealer, agieren in ihrer Welt mit einer derartigen Selbstverständlichkeit, dass ihr Handeln fast immer nachvollziehbar erscheint. Der Fokus auf die langen und gut durchdachten Dialoge mag anfänglich irritierend sein. Tarantino sorgt jedoch mit seinem Drehbuch dafür, dass die Leichtigkeit niemals verloren geht. Ganz locker springt er zwischen den verschieden Zeitebenen hin und her, verbindet sie mit einigen Personen oder Gegenständen (Koffer) und bringt seine Figuren immer in eine missliche Lage. Bemerkenswert ist dabei die entstehende und sich stetig aufbauenden Spannung. Durch die Dialoge wird das Gewaltpotenzial angedeutet, bis es schließlich mit all seiner makaberen und verherrlichenden Wucht austritt, nur um im selben Moment wieder zu verschwinden. Klasse!
Fazit: „Pulp Fiction“ funktioniert also heute auch noch. Die faszinierende Selbstverständlichkeit der agierenden Figuren gepaart mit der Leichtigkeit, die Tarantino trotz der Komplexität im Laufe der Geschichten beibehält, machen den Film zu einem sehr guten Exemplar seiner Gattung. Er wirkt an sich rund, überraschend und schafft es aufgrund seiner lakonischen Aufmachung zu überzeugen. Vielleicht sollte man auch mal im Hollywood unserer Zeit darüber nachdenken, ob nicht die Dialoglänge der Charaktere aufgestockt und die Action besser und reduzierter eingesetzt werden sollte. Denn augenscheinlich hat das ja schon mal richtig gut funktioniert…
Pulp fiction gehöhrt für mich zu einem der besten filme allerzeiten. super story geniale dialoge... was will mann mehr? einer von vielen geniestreichen tarrantinos.
Einer meiner Lieblingsfilme! Pulp Fiction hat die Filmwelt geprägt! Die Tarantino-üblichen Dialoge sind das Beste an dem Film. Diesen zeitlosen Klassiker muss man gesehen haben!