Death Proof
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MrFits
MrFits

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4,5
Veröffentlicht am 10. August 2010
tarantinos beitarg zum grindhouse projekt mit kumpel robert rodriguez ist der stillere von beiden. sein werk nimmt sich viel zeit um personen zu zeichnen und um eine gewisse stimmung zu erzeugen. ähnlich wie auch rodriguez hüllt tarantino seinen film in einen schmuddellook ein, der stark an die b-movie -und exploitation era erinnert. auch hier gefällt der stil und stimmt ein. anders aber als bei PLANET TERROR, gibt es hier keinen übertriebenen gore-faktor, keine riesen explosionen und eine möchtegern story. der film legt viel wert auf das gesprochene wort. wo bei PT unzählige patronenhülsen fallen, so werden bei DEATH PROOF spitzzüngige und zynische wortgefechte geführt. die meiste zeit wird geredet und man kommt sich wirklich so vor als würde man einem kurzweiligem gespräch unerlaubt beiwohnen. dem einen oder anderen würde das sicher stören. doch wer tarantino filme bzw dialoge kennt und lieben gelernt hat, der wird sich auch bei diesem streifen köstlich amüsiert fühlen. ein weiteres talent tarantinos ist sicherlich das aufleben alter kinohelden, die ihre karriere begraben zu haben scheinen. so geschehen mit travolter bei PULP FICTION oder pam grier in JACKY BROWN. nun hat goldlocke (mitlerweile silber) kurt russel die chance, mal wieder einen coolen typen zu spielen. under hat es immer noch drauf. er tritt das erste mal relativ spät auf. aber schon ab dem zeitpunkt lässt er seinen haudegen-charme spielen und man erinnert sich gern an alte klassiker wie DIE KLAPPERSCHLANGE. seine figur hat dann aber doch noch mehr zu bieten. zum einen den kaltblütigen raser der gern über leichen geht und zum anderen das mamaschreiende weichei im späteren verlauf des films. was aber in einem streifen wie diesem auch nicht fehlen darf, sind die heißen mädels in knappen zweiteilern. gott sei es gedankt, dass auch in diesem bereich ein gutes gespür für charakterstarke darstellerinen gezeigt wird. es sind nicht die bekanntesten aber dafür gut dargestellte figuren dabei. auch rose mcgowan ist wieder mit von der partie. sie darf zwar nur das naive dummchen und zugleich das erste opfer mimen, das macht sie dann aber doch gekonnt. zoe bell, ihres zeichens stuntfrau, spielt sich hier quasi selbst und war auch bei PT zu sehen. allerdings nur wenn man es weiß und drauf hingewiesen wird. sie ist dort nämlich nur ein zombie. rosaio dawson, unter anderem bekannt aus rodriguez SIN CITY, ist mitunter die auffälligste. da sie mehr facetten ihres spiels zeigen kann. schauspielerisch ist also bei besten. wenn man aber den eindruck bekommt tarantino lässt einfach nur hübsche frauen über dies und das reden der irrt. tarantino wäre nicht tarantino wenn nicht auch einen hauch von hübsch anzusehender brutalität geben würde. rabiat inszeniert und einen "schocker der woche" wert ist sicherlich der zweite mord an den vier frauen, die russel alias stuntman mike anfangs in der bar kennenlernt. ein heftiger aufprall und vier wunderschöne frauen werden in die ewigen jagdgründe geschickt. tarantino ist sich auch nicht zu schade diese sequenz aus vier verschiedenen blickwinkeln gesehen, zu wiederholen. brutal, effektiv und vor allem gut gemacht. die zweite große szene besteht aus einer verfolgungsjagd mit einem wunderbaren twist der sorte "der jäger wird zum gejadgen". dieser abschnitt des films ist die spannendste und temporeichste. der film kommt im wahrsten sinne in fahrt und erhöt den nervenkitzel. verfolgungsjagden sieht man häufig, diese allerdings hat es in sich. mehr passiert auch nicht mehr. ein rasches THE END beendet den thrill und jeder bekommt das, was er verdient. am ende könnte man vielleicht bemengeln, dass dieser film tarantino-untypisch relativ innovationsarm daherkommt und es so gut wie keine geschichte gibt. ich persönlich bin aber kein erbsenzähler und erfreue mich trotzdem an dem gesehenden. denn diese art von kino gibt es doch heute im zeitalter der effektorgien kaum noch. also, dank an tarantino/rodriguez für ihr grindhouse projekt.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 9. Mai 2010
Kann schon sein, dass ich als treuer Tarantino-Fan ihm alles abkaufe und toll finde, aber ich mochte den Film von Anfang an. Es stimmt, dass die Handlung nicht unbedingt die beste ist und ja, der Film ist Geschmacksache.
Dennoch geht es in dem Film um Details die Tarantino in jedem seiner Filme einbaut. Die Dialoge sind lang aber nicht langweilig. Der Soundtrack ist wieder typisch Tarantino und auch die 70er werden betont. Zuerst dachte ich sogar, dass der Film 20-30 Jahre zurück spielt, aber spätestens als dann zwischen dem Dodge Challenger und Stuntman Mikes Auto die ganzen neuen Autos zu sehen waren, ging mir ein Licht auf.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 24. April 2010
Wie seltsam das jetzt auch klingen mag, aber dieser Tarantino-Film hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Also versteht mich jetzt nicht falsch der Aufabau und die Machart die besonders an frühere Filme erinert, in denen einfach mal schnell das Bild oder der Ton verrutschte oder gar ganz weg fiel, gefiel mir persöhnlich sehr gut, und auch Kurt Russel als durchgeknallter Stuntman der in den Worten von Eli Roth ofentsichtlich in der Zeit stehen geblieben ist wusste sich anscheinend zuhelfen. Jedoch sind es die Dialoge die einen guten Tarentino Film ausmachen, was hier jedoch nicht der Fall ist, weshalb Die Verfolgungsjagd mein Lieblingspart in diesem Film ist, den beim lieben Quentin finde ich darf man mehr erwarten als Sex and the City ähnliche Dialoge.
KritischUnabhängig
KritischUnabhängig

110 Follower 216 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 12. April 2010
Ich glaub das trifft es am besten. Bevor man sich diesen Film anschaut, sollte man sich erstmal vergegenwärtigen um was es hier geht. Denn dieser Tarantino-Film ist ganz anders als seine anderen (Meister)Werke. Man merkt schon, dass Tarantino seine Finger im Spiel hat, spätestens, wenn man ihn persönlich als Barkeeper zu Gesicht bekommt^^

Tarantino war sich bestimmt bewusst, dass dieser Film viele enttäuschen wird und auf wenig positive Resonanz trifft, aber ich denke, dass er auch mal etwas ganz Anderes machen wollte, etwas, was er schon immer einmal machen wollte. Das sei ihm auch gegönnt!

Dennoch will ich meine persönliche Meinung abgeben: Meinen Geschmack hat "Death Proof" ganz und gar nicht getroffen. Eine vernüftige Handlung hat der Film gar nicht. Letztlich ist sie, wie schon im Titel beschrieben, absoluter Trash. Eine so sinnlose Handlung habe ich schon lange nicht mehr gesehen! Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein, denn oftmals findet man bei Tarantino eher belanglose Plots vor. Viel ärgerlicher ist, dass die Story super langweilig ist. Man muss sich tatsächlich erstmal 45 Minuten Frauengequatsche anhören bis mal etwas passiert. Dieser Frauentratsch ist wirklich stinklangweilig, spitzfindige Dialoge, wie man es von Tarantino gewohnt ist, sucht man vergeblich. Die zweite Episode beginnt dann wie die erste: trashiger Tratsch!

Optisch kriegt man wenigstens paar heiße Girls zu sehen, was man aber auch bei jedem zweitklassigen Horrorfilm aufgetischt bekommt. Wirklich sehenswert und gut inszeniert sind nur die zwei Actionszenen, die vielleicht 15 Minuten des gesamten Films ausmachen.



Fazit: Schlechtester Tarantino-Film bisher! Wer auf trashige Road-Movies mit viel Frauentratsch und wenig Spannung steht, wird VIELLEICHT Gefallen an dem Film finden. Allen anderen ist Rodriguez' "Planet Terror" zu empfehlen.



4/10
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 12. April 2010
Da alle mittlerweile den Film kennen, brauch ich nicht was über den Inhalt zu schreiben. Meine Meinung: Der erste wirklich schlechte Film von Tarantino. Man erkennt zwar hier und da seinen Style, aber alles ist schon so flach, dass es nichtmal B-Movie - würdig ist. Ich weiss, es soll ein Grindhose-Style-Film sein, aber es ist 70% belangloses und nicht wie man es sonst von Tarantino gewohnt ist, weder sarkastisches oder cleveres bla bla von dämlichen Weibern, und 30% schlecht gemachte Stunts und Verfolgungsjagten. Es wurden zwar (fast) keine CGI benutzt, aber ich habe auch ohne diese VIEL besseres gesehen und mindestens dies auch von einem Tarantino erwartet. Das einzig "coole" ist der Frontalcrash - wofür auch mein Stern vergeben wurde. Eigentlich Ist dieser Film ein Double-Feature mit Rodriguez' Planet Terror - doch beide Filme in einem Hauch zu nennen ist in diesem Fall eine Beleidigung für Rodriguez. Dessen Film ist ein mit viel Liebe gemachter Zombie-Splatter-Film, dem man anmerkt, dass jeder sich reingehängt hat um dem Publikum einen Obercoolen Fun-Splatter zu bieten mit interessanten Charakteren. Doch Tarantinos beitrag ist einfach nur langweilig und belanglos. Ich dachte es wird alles schon so übertieben und oberhart, dass es wieder cool ist (siehe Planet Terror), aber nicht im entferntesten. Der Film nimmt sich und seinen Regiesseur viel zu ernst, was ein gewolltes Grindhouse nicht tun sollte. Als der Film vorbei war dachte ich nur: "ja, und jetzt?". Selbst der Schluss war weder spektakulär, noch befriedigend. Alles in allem eine sehr arme Vorstellung eines Regiesseurs von dem wir einiges mehr gewohnt sind. Dass Tarantino sehr beliebt ist, ist nichts neues, und bisher auch aus gutem Grunde, aber ich hoffe, dass er nie wieder versucht NUR aus dieser Beliebtheit Geld zu machen.
udo43
udo43

10 Follower 46 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Da haben wir ihn wieder. Mr. Tarantino erzählt wieder eine Geschichte.

Eine coole Geschichte. Eine Geschichte für 20-jährige. Für Coole. Für Girlies. Inzwischen wirkt es alles nur noch aufgesetzt und peinlich.

Stilistisch macht er seine Sache gut. Viele Eigenheiten des Mediums Film werden - wie üblich - hübsch aufbereitet: Blitzer, Schleifspuren, SW-Sequenzen etc. - alles dabei. Wo Tarantino drauf steht ist auch Tarantino drin. Dann zitiert er sich natürlich selbst (Handymelodie). Jetzt dreht er durch.



Aber die Geschichte?

Tja, die hat mich nicht die Bohne interessiert.Vielleicht liegt es am Alter.

Dass da nun Beine durch die Gegend fliegen und man eine hervorragende, handgemachte Action geboten bekommt, macht die Geschichte auch nicht besser. Verstehe ja, dass dieser Film eine Hommage an die traditionellen Grindhouse-Filme der 70-Jahre sein soll. Schon klar.



Unterm Strich kann ich mir´n Ei drauf pellen.

Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Liebe Filmstarts-Community,



wenn ich morgen Nachmittag nach der Arbeit in ein BMW-Autohaus gehe und einen nagelneuen 5er kaufe, erwarte ich davon feinste Qualität.

Wenn der Wagen allerdings wöchentlich in der Werkstatt landet werde ich mich darüber aufregen und das mit absolutem Recht.

Filmkritikern scheint diese Vorgehensweise allerdings fremd zu sein. Nur weil ein Filmplakat "Quentin Tarantino" titelt, muss der Film nicht gut sein. Death Proof beweist dies, wie es eindrucksvoller nicht mehr möglich ist.



Vorab möchte ich loswerden, dass ich nur diesen Teil des Doppels gesehen habe. Zu seinem Gegenüber kann ich nichts sagen, dieses habe ich mir erspart. Deshalb kann ich von der "hohen Kunst des Grindhouse-Films" nichts berichten.



Oft lese ich, wie die Dialoge des Films hochgelobt werden. Warum das so ist, gibt mir mehr als nur ein Rätsel auf. Vulgäre Sprache ist absolut in Ordnung, hier wird es damit allerdings übertrieben. Die Unterhaltungen besitzen zum Großteil keine Relevanz im Bezug auf die Handlung und machen den Film sehr langatmig und öde.



Kurt Russell ist für die Rolle des Stuntman Mike zwar wie gemacht, allerdings ist mir diese an sich zu klischeehaft.



Die größte Frechheit dieses "Meisterwerkes" passiert allerdings zur Mitte des Films. Nach einem in der Tat sehr gut inszenierten Autocrash, welcher mir kurz Hoffnung einhauchte, Tarantino könnte eventuell einer totalen Blamage entgehen, passiert das Unfassbare: Er drück auf den "Reset-Button".

Daraufhin beginnt die Story quasi von vorne.

Ich war schockiert als ich realisiert habe was jetzt ansteht, da ich geplagt von dem ewigen Gerede doch noch Hoffnung auf einen Film hatte.

Death Proof dehnt quast die Einleitung für die Handlung, welche jeder Film besitzt, auf über die Hälfte der Laufzeit aus. Da hat wohl jemand im Deutschunterricht geschlafen als der Spannungsbogen durchgenommen wurde.



In der letzten Viertelstunde sehen wir dann eine durchschittliche Verfolgungsjagd, welche einer vorhersehnbaren Handlung folgt und in einem ebenso absehbaren Finale endet.



Abschließend kann ich nur sagen, dass für mich als Quentin-Fan, dieser Film ein umso größerer Schock war.

Ich kann ihm daher nicht mehr wie 1 Punkt geben, auch wenn er einige wenige schicke Elemente enthält (Crash, Soundtrack, Autos), da mich dieses Werk einfach verärgert hat. Und um zu meinem Aufhänger vom Anfang zurückzukehren:

Wer einen DURCHZUGSLOSEN und LANGWEILIGEN BMW will, der nach halber Strecke einem Getriebeschaden erliegt.....



AB IN KINO!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Eins vorneweg: es ist ganz klar das dieser Film nichts für die mainstreamorientierten Kritiker ist. Er ist nähmlich genau das Gegenteil. Und das will er auch. Mit perfekter Balance erzählt Tarantino die zwei verschiedenen Geschichten über den Stuntman Mike und seine Verbrechen. Beide Storys sind sehr interessant gehalten und die teilweise langen Gespräche bringen die Persönlichkeiten der Darsteller exzellent zum Zuschauer rüber.Die Darstellerleistungen insgesamt sind überaus gelungen ,ganz besonders besticht Kurt Russel mit seinen intelligent gewählten Dialogen und wiederum seiner extrem unbarmherzigen Mordlust.Die weibliche Besetzung punktet vorallem mit der sehr natürlich rüberkommenden Zoe Bell,schade das Mary Elizabeth Winstead nur die kürzeste Rolle der Frauen besetzten durfte,sie dient vorallem aber in ihren Auftritten als absoluter Hingucker.

Death Proof ist ein perfekt gelungenes aber nicht einmal im Ansatz mainstreamtauglisches Kunstwerk.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Was für eine risige Enttäuschung...



Erstmal eines oder zwei Dinge vorweg. Wer nicht kapiert, dass es sich bei der "schlechten" Qualität um Absicht handelt (siehe Kommentar), dem ist auch nicht mehr zu helfen. Selbes gilt, der bei einem solchen Film von "Innovationen, intelligen Dialogen, oder einer der besten Verfolgungsjagden" schreibt.



Ich konnte leider nicht die richtige Version, sprich das Grindhouse Feature, sehen, sondern nur die längere Einzelversion (natürlich auch auf englisch, aber trotzdem sehr enttäuschend). Was hier für eine geballte Langeweile auf den Zuschauer einprasselt, es ist kaum zu glauben. Schon gar nicht, wenn es sich dabei um einen Tarantino handelt. Reservoir Dogs, Pulp Fiction und Jackie Brown. All diese Filme gehören zu meinen Top20. Kill Bill war schon der erste Tarantino, der mir absolut nicht mehr gefallen hat, da dort wie auch hier, einfach jede "coole Atmosphäre" außen vor bleibt. Die ach so langen Dialoge, die hier zu finden sind... sind soetwas von unlustig... und uninteressant. Ich verstehe wirklich nicht, wie jemand das als Gut hinstellen kann. Aber gut.



Auch der Grindhouse "Stil", also Bild/Tonaussetzer etc. waren zwar absolut cool (Ich ziehe echten Film mit Fehlern jeder digitalen Produktion vor), aber... was war damit... nach den ersten 20 Minuten? Bei jedem anderen Regisseur hätte soetwas ein Negativpunkt bedeutet ("bleibt nicht konsequent, style over substance, o.ä."). Aber bei Tarantino... ist das ja egal.



Ich habe zwar noch nie mit Kritiken bei irgendeinem Film übereingestimmt, aber nach diesem Film dachte ich echt "ok, sowas kann wirklich niemand mehr gutfinden". Aber auch diesmal habe ich mich wohl getäuscht. Auch wenn filmszene.de viel grottiges von sich gibt, so sind die diesmal absolut auf dem richtigen Weg (Kritik dort unbedingt lesen). Naja. Fazit: Langweilig und uninteressant. Kurt Russel war aber natürlich ein "cool motherfucker".



Mal sehen, ob die richtige Version auf DVD mit den Faketrailern etc. besser wird. (Ich gehe davon aus, auch wenn selbst da wohl noch eine zu lange Laufzeit ist).
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Das Segment "death proof" ist für mich nach "Kill Bill" ein weiterer Beweis, dass Quentin Tarantino samt seiner Filme total überbewertet wird. Klar, der Mann ist kreativ, innovativ und liebt Kino samt all seiner Fassetten heiß und innig. Mit "Pulp Fiction" und "Reservoir Dogs" hat er sogar zwei echte Meisterwerke des modernen Kinos geschaffen, die nicht nur das Gangsterfim-Genre, sondern die gesamte Kinolandschaft revolutionierten.

Auch "Death Proof", bzw. das ganze Double-Feature-Projekt "Grindhouse" ist von der Grundidee her ambitioniert, innovativ und vielversprechend, besonders für Cineasten. Als eine liebevolle Hommage an alte Trash-Filme der 60er und 70er, im Stile jener Streifen, die damals in den "Grindhouse"-Kinos liefen (vergleichbar mit den hiesigen Bahnhofkinos), wird das Projekt propagiert, sowie schon "Kill Bill" eine Hommage an Martial-Arts-Streifen war. Hatte "Kill Bill " trotz (absichtlich) fehlender Story und übertriebener Gewalt wenigstens noch einige Schauwerte, ist "Death Proof" zu großen Teilen schlichtweg langweilig. Teilweise kam ich mir vor wie in der Trash-Kino-Version von "Sex and the City". Fades Gelaber und Zickenterror non-stop, leider schießt Tarantino hier bei seinen sonst so pointierten und zitatreichen Gesprächen, eines der Markenzeichen seiner Filme, über's Ziel hinaus und verzettelt sich. Es ist einfach zuviel des Guten. Bei aller lobenswerten Liebe zum Detail scheint Tarantino einfach das Wichtigste aus den Augen zu verlieren: Nämlich, dass er einen Film dreht und keinen nostalgischen Kino-Souvenir-Shop eröffnet, in dem gerade dummsabbelnde Weiber einkaufen.

Nur wenn der verdammt coole Kurt Russel im Bild erscheint, ist der Film wirklich gut. Die Action-Szenen sind sauber gemacht (lobenswert: ohne Einsatz von CGI), aber auch nicht gerade weltbewegend.

Ein paar gute Szenen machen nunmal keinen Kultfilm, so gern die Bezeichnung auch bei jedem Film in den Mund genommen wird, bei dem der Name Tarantino auftaucht. Der einzige Film, der trotz kleiner Schwächen und Längen zu recht zum Kultfilm wurde und den Hype um Tarantino rechtfertigt ist und bleibt "Pulp Fiction", von dessen Qualität er trotz jeder "Das-ist-doch-so-gewollt"-Argumentation leider meilenweit entfernt ist.

"Death Proof" würde wohl nur auf eine Dreiviertelstunde verkürzt seinem Ruf gerecht.

Dank Kurt Russel und ein paar gelungener Splatter/-Crashszenen (insbesondere der Schluß ist genial!)bekommt der Film 4 Punkte von mir.

Hoffentlich enttäuscht Rodriguez' "Planet Terror" nicht genauso.
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