Neueste Kritiken: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford - Seite 3
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
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Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 17. März 2010
Der Film scheint nur was für Kenner zu sein.
Ein Western ohne große Schießereien ist keine zwingende Pflicht, aber wenn es um einen gefürchteten Mann geht, erwartet man auch, dass einem der Grund dafür gezeigt wird. Dies wird in dieser Verfilmung leider verfehlt.
Brad Pitt zeigt zwar mal wieder sein Können, imdem er einen unberechnenbaren Charakter darstellt. In vielen Szenen rechnet man damit, dass er die Kanone zieht und wild um sich ballert. Stattdessen gewinnt er die Szenen dadurch, dass sein Gegenüber durchschaut.
Sicher ist dies eine Eigenschaft, mit der man es zu einigem Schaffen kann, aber es ist eben nicht die Erwartung an einen Westernhelden. Schon gar nicht an einen so bekannten, Die Frage, wieso er so berühmt ist, bleibt.
Robert, die tragische Figur, hätte in der deutschen Synchronisation eine nicht ganz so theatralische Stimme besser gestanden, nervt sie doch von Beginn an. Hier wurde einmal zuoft versucht, den Charakter der Person durch alle Möglichkeiten zu untermauern.
Während man also oft gleiche Triste Landschaften gesehen hat und vegeblich den Spannungshöhe erwartet, sehnt man sich schnell dem bereits im Titel angekündigten unspektakulären Ende entegegen.
Wer "Western"-Filme eine Definition gibt, wo es im Film nur um wilde Schiessereien und harte Cowboys geht, der irrt sich. Ein Genre für eine Zeitspanne in der amerikanischen Geschichte. Man müsste den Titel lesen und bedenken, worum es bei so einem Titel im Film überhaupt geht. Die Ermordung von Jesse James durch den Feigling Robert Ford.
Bei diesem Film geht es nicht nur um Jesse James oder um Robert "Bob" Ford, sondern nur um den Tatvorgang der Ermordung von Jesse James durch Robert Ford. Bei diesem Film wurde nicht nur ein Tatvorgang GEZEIGT, sondern bewusst versucht die Zuschauer gedanklich sich in die Charaktere hineizuversetzen. Leute die auf Filme à la 90er-Jahre-Action stehen, greifen falsch zu. Bei diesem Film geht es hauptsächlich um das psychologische Verständins beider Figuren, verfolgt von genauen Fakten des Geschehens. Die Gefühle spielen die wichtigste Rolle. Man konnte förmlich mitfühlen wie es den Charakteren erging. Dieser Film bietet ein getreuen Einblick in dem Mordfall von Jesse James, aufgebaut auf originalgetreuen Fakten und gefühlsechten Handlungen bis zum Höhepunkt, was dann die Ermordung wäre und das Übermitteln des psychologischen Verständisses von den Hauptcharakteren, verfolgt von interessanten Nebenhandlungen der die Hauptfiguren zunehmend charakterisiert.