Interstellar
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Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 10. November 2014
Science-Fiction Filme sollten sich mal lösen von Ihren 2001 Anlehnungen. spoiler: Wieder wird die Menschheit nur gerettet weil jemand von außen kommt und unserem Sonnensystem ein Wurmloch verpasst. Aus sich heraus schaffen wir das nicht.
Leider fand ich den Film uninspiriert. spoiler: Ganz ehrlich: Die Wasserwand sah genauso aus wie später die Raumstation mit den Felder und Häuser. Einmal animiert kann man den Effekt ja direkt nochmal nutzen.
Ich verstehe die, im Vorfeld geführte Diskussion über die physikalischen Stimmigkeiten des Films nicht oder dass zwei Jahre am schwarzen Loch animiert wurde. Viel war eher lächerlich und hat mit Physik nichts zu tun. Aber das soll ein Film auch nicht leisten. Unterhalten soll er, hat er aber nicht.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 10. November 2014
Danke Chris Nolan für dieses überwältigende Meisterwerk. Seit Inception nicht mehr so begeistert aus dem Kino gekommen. Absoluter Wahnsinn was du mir da in ca.170 Minuten gezeigt hast. Vor deinem nächsten Projekt habe ich jetzt schon Angst;) 7/5 Punkte
Örnywood
Örnywood

20 Follower 80 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 10. November 2014
Selten viel es mir so schwer eine Kritik über einen Film zu schreiben. Und auch die Bewertung fällt mir diesmal sehr schwer. Dabei schlägt der neue Blockbuster von "Mindfuck" Regisseur Christopher Nolan (The Dark Knight) von der ersten Minute einen ungewohnten Ton an. Statt mit Adrenalin überfrachtete Action sind es hier die leisen Töne, die dem Science- Fiction Drama eine ganz eigene, faszinierende Aura verleihen. So ist dieses Werk ganz anders als der mega spannende "The Dark Knight", oder der fiebrige "Inception". Und dennoch ist Nolan hier wieder klar auf Meisterwerk Kurs....

Bereits die ersten Trailer ließen klar vermuten, das Interstellar eben kein CGI Gewitter sein wird. Viel mehr handelt es sich in ersten Linie um eine Familien Geschichte. Cooper, gespielt von Matthew McConaughey (The Wolf of Wall Street) war früher Pilot bei der NASA, heute macht er das, was alles Menschen tun. Er ist Farmer. In naher Zukunft sind den Menschen nämlich die Nahrungsmittel ausgegangen, heftige Staubstürme wüten immer wieder. Durch einen Zufall den seine Tochter Murph entdeckt, kommt er einem geheimen Projekt der doch noch aktiven NASA auf die Spur. Heimlich arbeitet hier der Proffesor Brand, gespielt von Michael Caine (Inception) an einer Mission, die Menschen mit Hilfe eines kürzlich entdeckten Wurmlochs umzusiedeln. Copper soll hier sein Wissen als Astronaut einbringen, wohl wissend das er sehr viele Jahre von seiner Familie getrennt sein wird, denn durch die Relativitätstheorie wird er wohl weniger schnell altern als auf der Erde...
Mehr kann und darf man Story technisch nicht verraten ohne zu Spoilern. Der rote Faden ist klar. Soll Cooper seine Familie , allen voran seine aufgeweckte Tochter zurücklassen? Gerade in der ersten Stunde ist die Vater-Tochter Beziehung das vordergründige Motiv. Murph ist aufgeweckt und will ihrem Vater helfen. Dieser lässt sie aber in Ihren Augen im Stich. Das Drama wird immer wieder mit ruhigen, bewegenden Bildern gezeigt, ohne es jedoch zu sehr zu übertreiben. Mackenzie Foy (Conjuring) spielt klasse und Facettenreich die im Stich gelassene Tochter. Ist die Crew dann im All angekommen, gibt es visuell kein halten mehr. Bekannte Planeten und das Wurmloch werden mit einer optischen Brillanz gezeigt, die so noch nicht zu sehen war. Die Action ergibt sich immer wieder aus der Situation heraus und ist eher steril, aber sehr spannend gehalten. Und ab der zweiten Filmhälfte entwickelt der Film einen Nolan typischen Sog. Eine krasse Mischung aus Spannung und ungewohnten Emotionen. Auch in Inception waren die Emotionen schon ein klares Motiv, in Interstellar geht Nolan aber noch einen Schritt weiter. So sind einige Szenen von solch emotionaler Wucht, die untermalt vom ungewohnten, aber genialen Sound von Hans Zimmer des öfteren mega Gänsehaut erzeugt. Die Szenen Bilder und das Design wechseln gekonnt von visuell eindrucksvollen Schauwerten zu sterilen Bildern aus dem Weltall, und düsteren auf der Erde. Hier hat Hoyte von Hoytema (Her) Kamera- technisch großartige Arbeit geleistet. Die Schauspielleistungen sind allesamt stark. McCounaughey spielt die ganze Facette der Schauspielkunst, von einem liebenden Familienvater und einem gebrochen Mann (was in einer Szene krass zur Geltung kommt).Auch Anne Hathaway (Les Miserables) gibt ihrem Charakter Brand, der Tochter des Professores neben Unnahbarkeit auch viel Wärme und Mitgefühl. Jessica Chastain (Zero dark Thirty) nutzt ihre Laufzeit voll aus und ist neben der smarten und talentierten Foy der emotionale Anker des Films. Michael Caine gibt als Professor mal wieder gekonnt die Vaterfigur, der als Leitfaden für den Zuschauer dient, aber auch eine Entwicklung die so nicht zu erwarten war durchmacht Der Rest wie Casey Affleck (Auge um Auge), Topher Grace (The big Wedding), Wes Bentley (The Hunger Games) oder David Gyasi (Cloud Atlas) spielen gut ihren teilweise sehr kleinen Part.Herausragend ist auch die Idee, einen sehr bekannten Star aus der Promotion heraus zu halten. um ihm dann auch noch eine zentrale, wichtige Rolle zu geben. Chapò, damit war nicht zu rechnen, ein echtes Aha Erlebnis.Der Sound, gerade die Vertonung des Weltalls wechselt gekonnt von ruhigen, fast stillen zu brachialen Klängen, die aber im Gegensatz zu Batman oder Inception hier ganz anders, aber sehr passend sind. Gerade das Hauptthema erzeugt von Anfang an Gänsehaut. Zum Ende hin wird der Film dann immer gewaltiger und wuchtiger, der "Mindfuck" ist zwar etwas stringenter erzählt, verfehlt seine Wirkung aber ebenso wenig, und in den letzten Minuten wird kein Auge trocken bleiben. Hier werden die Meinungen sicher auseinander gehen, aber die Weiterentwicklung eines Regisseurs ist ja eine gute Sache, auch ein Steven Spielberg (Schindlers Liste) hat sich immer wieder neu Erfunden, ohne seinen für ihn typischen Stil zu verlassen.

Das Drehbuch, das Christopher Nolan gemeinsam mit seinem Bruder Jonathan geschrieben hat, sollte eigentlich von besagtem Spielberg verfilmt werden, wer weis was dieser daraus gemacht hätte. Ambitioniert mit vielen Theorien und Wissenschaft, konzentrieren die beiden sich jedoch hauptsächlich auf den Familiären Kern der Story. Die Beziehungen und Gefühle der Charaktere stehen immer wieder im Vordergrund.Dank gut geschnittener Szenenwechseln und bärenstarken Schauspielleistungen verkommt das ganze nie zum Kitsch und nimmt einen emotional mit. Darauf muss man sich natürlich einlassen.

Lange habe ich überlegt, ob Interstellar nun ein Meisterwerk ist. Hier und da gibt es eine kleine Länge, und eine Prise mehr Humor hätte dem ganzen mehr Würze verliehen. Die Mischung aus visuellen, epischen Bildern und dem menschlichen Schicksalen erzeugen die Wirkung, wofür Kino einst geschaffen wurde. Nämlich zum staunen und mitfiebern. Die Bilder auf der Erde verfehlen ihre Wirkung ebenso wenig wie den Bombast den ein Wurmloch erzeugt oder eine Riesenwelle. Story-technisch schlägt der Film gegen Ende dann nochmals ein paar Haken, was ihn etwas aus der Stringenten Handlung herausnimmt und immer wieder den Puls höher schlagen lässt. Und die für Nolan übliche Verwirrung flasht einen noch lange nachdem der Abspann gelaufen ist, wenn die Bilder und Emotionen Flut schier Amok läuft.

Manchmal kann alles stimmen. Das Setting, die Effekte, die Action die Spannung, die Schauspieler. Und dennoch nimmt einen der Film nicht so richtig mit. Er lässt einen kalt. Bei Interstellar ist sicher nicht alles perfekt was die Inszenierung betrifft, aber eben der Auftrag den das Kino hat,, die Spannung und Emotionalität in schier unerreichbare Sphären zu Hiefen besteht er mit Bravour. So kann ich Interstellar dem Meisterwerk- Status nicht verwähren. Optisch verblüffend, mit Gänsehaut Score und atemberaubenden Kameraeinstellungen ist es diesmal nicht die intelligente, aber die Warmherzige Seite von Christopher Nolan, die man so nicht erwarten konnte, So präsentiert er sich nicht nur als "Mindfucker" und Visionär, sondern auch als starker Geschichtenerzähler. Ein längst in Vergessenheit geratenes Talent. Dafür Hut ab und Daumen hoch.

Fazit: Interstellar ist altmodisches und dennoch visuell beeindruckendes Gefühlskino mit einem brachialen Sound und einer ungewohnten Emotionalität. Der beste Film des Jahres!
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 10. November 2014
[…]Der Exkurs in theoretischer Physik und urmenschliche Wertfragen als emokalisches Tandem quer durch Raum und Zeit, hinein in unerforschte Galaxien und zu ständiger existenzphilosophischer Bedeutungsschwernis. Über das Bewusstsein für die gesamte Spezies oder lediglich die persönliche Bezugsgruppe Mensch, über Empfindungslogik und unfassbare Plotzufälle, die aus Nolans realitätsbessener Abhandlung wie Schachtelteufel vorspringen. „Interstellar“ ist so sehr ein Christopher Nolan-Film, wie er auch der M. Night Shyamalan’ste Film ist, den M. Night Shyamalan nicht selbst gedreht hat. Dialoge und Monologe als Befindlichkeiten- und Gemütszustandsparamater oder explanativer Sequenzenmoderator, jede Phrase ein Bedeutungsmonolith im sinnforschenden Pioniergeiste eines Films, der zwischen wissenschaftlicher Relevanz und Blockbusterunterhaltung auf der Suche nach allem gleichzeitig ist. Runtergebrochen auf die Intimität einer Farmerfamilie („Signs“ irgendwie) im Angesicht einer globalen nature has turned against us-Katastrophe („The Happening“ irgendwie) und Tochter Murphy, in deren Bücherschrank ein Signale sendender Geist haust („The Sixth Sense“ – irgendwie…) und den Papa Cooper erst faktisch-wissenschaftlich als Gravitationsphänomen wegdiskutiert und schließlich doch glaubt, von irgendwelchen fünfdimensionalen Wesen auserwählt zu sein, ihrem gewiesenen Pfad zu folgen (Matthew McConaughey ist „The Last Space- and Timebender“… irgendwie).[…]Nach dem expositorisch gut getimten und ausreichend sorgfältigen Auftakt hetzt „Interstellar“ geradezu ins All, auf Erde, Mais und Staub folgen die Sterne, einige schöne Bilder spährisch-meditativen Weltraumgenusses, es folgen radikal-rationale und im Zuge dessen gleichermaßen radikal unkreative fremde Welten, viel Wissenschafts-Waka Waka und die üblichen Space Mission-Hindernisse.[…]Da baut der klinisch-wissenschaftliche „Interstellar“ dann ganz plötzlich auf einige Blockbuster-Krücken und -Twists, die die Glaubwürdigkeit des Mittelteils steil aus dem Orbit schießen und in seinem Versuch, ein Möglichstmaß an Auswirkung der All Trips und der Frage nach der Errettung der Menschlichkeit auszudifferenzieren schlittert Nolan in schlimme Plotfallen.[…]Alles klingt wieder mal groß, belehrend, philosophisch – und dann ist die Story doch nur großes Einerlei, belehrender Brei und philosophisch um keine Erkenntnis bereichernd, zu der man nicht auch in deutlich unter drei Stunden hätte gelangen können. The needs of the many outweigh the needs of the few. Auf so irrsinnig-erleuchtend viel mehr als die gute alte Vulkanierlogik, korrelierend mit den Themen des Films, läuft „Interstellar“ nicht hinaus.[…]In einer einzigen ungeheuer kraftvollen Szene gelingt Nolan der Brückenschlag zwischen physikalischer Lektion und emotionaler Tragik, ohne dabei gleich wieder in kryptische Existenzmetaphorik abzudüdeln. Da zeigt der Regisseur, welch Meister im Übertrag von Gedankenspiel auf Storytellingmechanik eben doch in ihm steckt und wie großartig sein Kino funktionieren kann, wenn er dies in einem passenden Rahmen anwendet. Bis „Interstellar“ in die nächste Phase übergeht, in der die bemühten Schauspieler sachlich wie Lehramtsabsolventen das fachkundig-fundierte Script der Gebrüder Nolan aufsagen, der Film Schlaues erzählt und Dummes zeigt. Obgleich technisch tadellos stellt sich auch kein wirklicher visueller Überwältigungsreiz ein, was mit Fokus auf Geschichte und Charaktere natürlich nicht sein muss und eh nicht Nolanesque wäre, doch so ein paar mehr Mindblower mal zwischendurch statt kargen Staubstürmen und Wüsten aus Wasser und Eis… Das Genre heißt Science FICTION, Mr. Nolan, nicht Science FACTS.[…]
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 10. November 2014
Dieser Film ist der wohl tiefsinnigste, epischte und ergreifendste Science-Fiction, den ich jemals gesehen habe. Und als Fan der Genre habe ich doch viele gesehen. Aber sogar meine Begleitung, kein Sci-Fi Fan, war sehr berührt! Kein Alien-Action-Schmarrn, sondern ein intelligenter, spannender und von der Aussage her auch sehr wichtiger Kultfilm! Denn auch wenn wir noch so schonend mit unseren Ressourcen umgehen, irgendwann sind sie zu ende und wir müssen weg - oder gehen zugrunde.

Ich habe das noch nie in einem Kino gesehen, ein erwachsener Mann begann sogar zu weinen.....
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 10. November 2014
Der Film hat sicherlich etwas. Nicht erwartet ist die Story um die Farmerfamilie. Ich habe den Film in einem richtig großen Kino gesehen und da kommt er schon richtig gut. Es ist auch ein Film ohne nennenswerte Längen. Bleibt im großen und ganzen ziemlich spannend.

spoiler: Was mich aber wundert ist dass Cooper während er in der Zeitschleife hinter dem Bücherregel steht und seiner Tochter klarmachen will dass sie ihn auf keinen Fall gehen lassen darf. Warum um Gottes Willen nennt er dann die Koordinaten den Nasa-Stützpunktes. Hätte er das nicht gemacht, wäre das alles nicht geschehen. Zumindest nicht mit ihm.
niman7
niman7

931 Follower 616 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 10. November 2014
In Christopher Nolans neuem Werk "Insterstellar" geht es dieses mal nicht um eine einzige Stadt sondern um die komplette Welt! Durch immer wiederkehrenden Sandstürmen ist die Erde fast ausgetrocknet und das Essen wird immer knapper. Mais ist mit das einzige Nahrungsmittel und daher gibt es endlos viele Farmer. So auch Cooper (McC), der eigentlich Ingenieur ist und seinen Farmer Job hasst. Nach dem er und seine Tochter Murph ein Rätsel lösen, entdecken sie eine Geheimbasis. Dort trifft Coop seinen alten Freund Dr. Brand (Michael Caine). Dieser erzählt ihm von einer streng geheimen Mission, mit der er die Menschheit retten will. Cooper soll das Raumschiff leiten...weil es ja sonst keine anderen Piloten gibt (Coop hat die Atmosphäre noch nie verlassen) und die Mission ja nicht gerade teuer und geheim ist...Am Ende als die Credits folgten, hatte ich ein merkwürdiges Gefühl. Einerseits war ich schwer enttäuschend, andererseits wusste ich nicht recht was ich über den Film halten soll. Ich schaute mich um und die anderen Zuschauer verließen schlagartig den Saal. Viele blieben mit jede Menge Fragezeichen im Kopf. Begeisterung sieht anders aus. Kaum jemand unterhielt sich über das gesehene. Aber kommen wir wieder zum Film. Dieser fängt sehr gut an. Wie eine Dokumentation erzählen ältere Menschen von der früheren Welt als es noch viel zu essen gab und als die Stürme kamen. Nach und nach werden anschließend Coop, sein Schwiegervater Donald (John Lightow) und seine zwei Kinder vorgestellt. Man kriegt ziemlich schnell einen Überblick über die Situation. Danach folgen etliche unnötige Szenen. Zum Beispiel die Entdeckung der Drohne. Danach gibt es viele Gespräche zwischen Coop und Donald die tiefgründig erscheinen, bei denen ich aber nur am schmunzeln war, weil sie so lächerlich wirkten. Coop schaut in den All und sagt so etwa wie: früher haben wir zu den Sternen geschaut und uns gefragt wo unser Platz da oben ist und heute schauen wir nach unten...". Und der Film ist voll gespickt mit solchen Gesprächen. So würde kein Mensch reden. Später geht es ins All. Zuerst war ich beeindruckt da Nolan uns wirklich wunderschöne Bilder liefert aber dann kommt auch schon das Raumschiff. Es ist zwar Nolan hoch anzurechnen, dass er die alte Weise dreht und so wenig CGI nutzt aber das Raumschiffmodel sieht wirklich nicht gut aus. Wie aus einem Film vor 20 Jahren. Danach folgen etliche Logikfehler. Auf die ich jetzt aber nicht eingehen werde, weil es viel zu viel wird. Noland versucht zwar anhand von sehr guten Beispielen wie einer Muschel oder einem Papier gewisse Sachen wie Raum, Zeit und Wurmlöscher zu erklären aber im Endeffekt verlangt er viel zu viel ab. Man muss nicht nur Interesse für Physik mitbringen, sondern sich auch verdammt gut auskennen. Tut man es nicht, wird man bei den wirren, komplizierten und überladenen Erklärungen untergehen und sich nicht zurecht finden. Interstellar soll hoch emotional sein. Was nicht unbedingt typisch für Nolan ist. Ich hatte da meine Bedenken. Auch wenn ich emotionale Filme sehr mag. Bedenken da: A) Nolan und B) Weltraum. Das wurde zwar gut gelöst aber nicht unbedingt durch die Geschichte sondern durch die Schauspieler. Wenn McC im Raumschiff sitzt, 27 Jahre vergangen sind, und er Videobotschaften seine Kinder sieht, die schon so alt sind wie er selbst, dann tut es verdammt weh. Er schluchzt, heult, geht in sich zusammen ein und man kann sofort fühlen wie es ihn im vor sich geht. Ich war schwer beeindruckt von McC der mich damit restlos überzeugt hat. Ja, unser Schönling McC ist nun im Olymp der außergewöhnlichen Schauspieler! Das selbe gilt auch für Jessica Chastain. Sie spielt die erwachsene Murph und ihre Wutreden sind einfach brillant. Sie kann einfach alles spielen. Dagegen bleibt Anne Hatheway etwas blass. Ich konnte ihre Figur nicht richtig zuordnen. Wichtig? Unwichtig? Vielleicht liegt es aber auch an ihrer mehr als nervigen Figur.
Was Nolan in The Dark Knight Rises zu stark gemacht hat, macht er hier zu schwach: Zu viele Figuren, zu kurze Vorstellung. Die Crew rund um Cooper war dünner und unbedeutender als die der Prometheus! Man weiß nicht, wer sie sind, was sie da wollen und was für Ziele sie überhaupt haben! Sie sterben durch völlig banale und unnötige Situationen und mir als Zuschauer, ist das völlig egal was man sich nicht mal ihre Namen merken konnte! Je weiter man schaut, desto verrückter, absurder und wirrer wird die Geschichte und man merkt immer mehr wie viele Schwächen das Drehbuch hat. Natürlich kann man den ganzen Sci-Fiction Teil auch auslassen und den Film als reine Vater-Kinder-Geschichte sehen, aber das geht zu schwer um all das drumherum. Der Name Gravity wurde hier oft im Zusammenhang genannt, aber wozu? Die beiden Filme kann man unmöglich vergleichen. Gravity ist kurz, knapp und brillant. Interstellar ist weit aus größer, komplizierter und von der Handlung her was ganz anderes. Technisch gesehen ist der Film auch nicht gerade eine Offenbarung. Die Bilder sind zwar sehr schön (gefrorene Wolken!!), aber nehmen einem nicht gerade den Atem weg wie es Gravity tat. Musikalisch hat der Streifen mich besonders überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Hans Zimmer solche ruhigen Töne kennt! Einfach wunderbar, besonders, einzigartig und außergewöhnlich gut. Das Ende ist schrecklich schlecht aber schaut es euch selbst an. Je mehr ich schreibe, desto weniger Sterne möchte ich vergeben.
FAZIT: Nolans Werk ist meiner Meinung nach definitiv kein Meisterwerk! Viel zu viele Logiklücken (Dafür, dass Nolan so brillant sein soll?), wirre Geschichte mit Überlängen, dünne Figuren die einem egal sind, lächerliche Szenen (Heureka Ruf! und so philosophische Dialoge) und ein unzufriedenstellendes Ende!
Es ist aber sehr schön in diesem All einzutauschen und diese schönen Planeten zu sehen. McC wird mit hoher Sicherheit seine nächste Oscar-Nominierung erhalten. Wunderbare Musik die man so noch nie gehört hat.
horrispeemactitty
horrispeemactitty

116 Follower 221 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 10. November 2014
Was soll man groß zu Nolan sagen, ich habe viel erwartet und der Film hat genau meinen Erwartungen entsprochen. Wer das Weltall und generell das Universum liebt wird hier wirklich seinen Gefallen finden. Nolan hat auch hier wieder sein Leitmotif Erforschung des Unbekannten. Mit Inception (Träume) legte er Maßstäbe und nun mit Interstellar (Universum), haut Nolan wieder einen Blockbuster mit Tiefe raus.

Schauspielerisch hat mich Matthew McConaughey wirklich überrascht. Der Film ist in seiner fast 3 Stunden Spiellänge kein kurzer Film, aber jede Szene wert. Hans Zimmer hat wieder super Arbeit beim Score geleistet und Nolan hat hier versucht komplexe astrophysikalische Vorgänge möglichst einfach zu erklären, was wirklich gelungen ist. Ein bisschen gestört haben mich die ersten 30 Minuten, es kam mir alles so gehetzt vor, aber ansonsten war ich froh, dass der Film sich seine Zeit genommen hat.

Super Film, unbedingt anschauen!
9/10
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 9. November 2014
Ich hab den Film durchaus sehr gut gefunden und wo einige Leute Logiklöcher sehen,sehe ich keine die Quantentheorie spielt eine zentrale Rolle und lässt durchaus Raum für Spekulationen, der Film selber funktioniert für sich selber,obwohl ich selbst einen Filmriss am Ende hatte, nach 1 bis 2 Stunden nachdenken habe ich durchaus gefunden das Film sehr gut ist. Kein Andere kann so geil Geschichten erzählen wie Christopher Nolan und vor allem doch durch so komplexe Handlungen überzeugen. Der Vergleich mit Gravity hinkt den viele gebracht haben,Gravity hat eine flache Handlung und überzeugt halt durch Spezialeffekte, Interstallar sollte daher 5 Punkte bekommen und Gravity 4,5 wenn man nur nach der Handlung geht.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 9. November 2014
Bin mit gemischten Gefühlen in das Kino gegangen. Ich wurde nicht enttäuscht. Es wird keine Geschichte erzählt die um Theorien von Wurmlöchern und Schwarzen Löchern handelt, sondern eine Geschichte in einer Welt von diesen.
Die Theorien werden auch nicht genau erklärt sondern nur so kurz und einfach das jeder sie verstehen kann. Die Darsteller bieten durchweg eine gute Leistung. Der Film hätte von mir aus noch ohne Probleme noch länger gehen können. Es gab nie einen Moment wo der Tiefgang verloren ging.
Es gibt immer wieder Wendungen mit denen man einfach überhaupt nicht rechnet und dies alles mit fantastisch passendem Sound.
Alles in allen kann ich diesen Film jeden empfehlen der auch nach dem Film über eine Handlung nachdenken mag.
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