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Csöpi
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3,5
Veröffentlicht am 8. April 2018
Christopher Nolan steht für mich für die perfekte Mischung aus Mainstream-Blockbuster und anspruchsvollem, intelligentem Kino. Das klappt wunderbar bei "The Dark Knight", "Inception" und kürzlich auch bei "Dunkirk". Auch bei "Interstellar" versucht Nolan einen Mix aus einer in sich geschlossenen Handlung mit einer eigentlich klassischen Heldenfigur als Protagonisten und gleichzeitig anspruchsvoller Science-Fiction à la "2001-Odysee im Weltraum" - und erstmals scheitert er an diesem Mix. Denn im Gegensatz zu Kubrick versucht Nolan, hochphilosophische Themen in ein klassisches Science-Fiction-Unterhaltungsszenario mit einer in sich geschlossenen Geschichte und einem emotionalen Handlungsbogen zu vereinen. Die Emotionalität wirkt dadurch oftmals erzwungen, auch die Dialoge sind teilweise ziemlich platt bzw. kitschig und die Logik bleibt insbesondere gegen Ende stark auf der Strecke (nein, nicht nur in kleinen wissenschaftlichen Details sondern grundlegende Handlungselemente wirken konstruiert und sind sehr unglaubwürdig). Und dennoch ist der Film sehenswert geworden. Denn allein Nolans Ambitionen und der eigene Stil seiner Filme sind ihm eigentlich nicht hoch genug anzurechnen. Außerdem bietet der Film eindrucksvolle visuelle Bilder, hat durchaus sehr starke Momente sowie interessante philosophische Ansätze und unterhält einen während der gesamten Laufzeit ziemlich gut.
Fazit: Die Brücke zu schlagen zwischen Mainstream und Anspruch gelingt Nolan im Science-Fiction-Genre zwar nicht wirklich, aber allein wegen seiner Versuchs muss man Nolan würdigen und der Film ist trotz seiner Mängel definitiv sehenswert.
...nun endlich verstanden und ich muß sagen - ein Meisterwerk - das ist (Film-) Kunst. Wer den einmal guckt, der fühlt sich gut bedient und das ist doch oft, was ausreicht. Entstandene Fragen bügelt man dann evtl. mit "Logiklöcher" weg. Das wird der Sache aber nicht gerecht... Ich will nicht spoilern, daher hier nicht mehr... Um was es Nolan eigentlich geht, war mir persönlich, in seiner Gänze erst nach dem 5ten Mal klar. Umso entspannter konnte ich ihn dann im 6ten Anlauf gucken. Der Film hat mich komplett geflasht und gehört defintiv in meine persönliche Top 10 !
Ich hab immer ein Problem damit wenn Filmemacher einen zu guten Ruf haben und ein Werk schon dafür in den Himmel gelobt wird weil es eben nur von dieser Person ist. Christopher Nolan ist so ein Filmemacher, aber im Falle von Interstellar ist meine Sorge unnötig da hier wirklich ein unfassbarer Film abgeliefert wird. Allerdings einer der sich tarnt: Trailer und die wesentliche Handlungsvorgabe lassen einen recht konventionellen Film erwarten, in dem ein paar kernige Typen auf einer Weltraummission die Erde retten sollen. Dies ist aber nur im ersten Drittel, aber dem Moment wo die Crew im All in ihre Kälteschlafkapseln klettert verläßt der Film die konventionelle Ebene. Wie man mit dem was dann auf einen einschlägt umgeht liegt bei einem selbst. Der Film ist fast drei Stunden lang, komplett humorbefreit und bleischwer, wenn mir also einer sagt daß er die Nummer unerträglich langweilig findet kann ich das sehr gut verstehen. Ebenso muß man selber entscheiden ob man das was im letzten Akt als Erklärung für alles geliefert wird als intelligent und clever empfindet oder als philosphischen Quatsch mit physikalischem Zusatz. Unbestreitbar bleibt aber die Wucht der Inszenierung, insbesondere in einigen Spannungspassagen reißt Nolan den Zuschauer geradezu mit in einen Rausch der seinesgleichen sucht. Und das obwohl man mitunter nicht alles rafft – ich selber hab an etlichen Stellen die eigentliche Erklärung kaum gerafft. Und empfinde den Schlußpart als ziemlichen Humbug, kann mich aber der Wirkung trotzdem nicht entziehen. Als einzigen Nachteil könnte man das fehlen jeden Spaßfaktors anklagen, aber das macht dann die Faszination wieder wett.
Fazit: Nolan kanns einfach: umgemein mitreißender und vielschichtiger Tripp abseits von üblichen Konventionen
Ein Fast-Meisterwerk! Nicht ganz so wegweisend und cool wie "2001: Odyssee im Weltraum", aber auch mit einem ganz anderen erzählerischen Ansatz. Bei "Interstellar" ist die Sci-Fi-Geschichte eigentlich nur eine schicke, intelligente Hülle, um die wirkliche Geschichte interessant zu verpacken. Lässt man die SF-Elemente nämlich weg, bleibt eine Erzählung über grundlegende menschliche Themen wie Angst vor dem Sterben, der Bedeutung von Familie, dem Verhältnis des Einzelnen zur Menschheit als Ganzem, Überleben in Angesicht der Gefahr. Nolan schafft es, bei diesen Fragen immer die Sicht des Individuums und die der Menschheit gegenüberzustellen. Daraus entstehen Konflikte der Figuren, die letztendlich die Handlung ausmachen und den Film sehr emotional werden lassen. Das Ganze wird dann noch sehr realistisch dargestelt, tolle Sets der Raumschiffe und des Weltalls bieten mehr als genug Augenschmauß. Getrübt wird das Vergnügen nur durch ein paar Logiklöcher gegen Ende.
Täglich nutzen wir Smartphones, GPS, Computer in denen Transistoren verbaut sind, Blu-Ray-Player und vieles mehr mit einer ignoranten Selbstverständlichkeit. Errungenschaften, die es ohne Anwendung der unbewiesenen (!) Theorien der Quantenphysik nicht gäbe. Jeder, der ein wenig über Quantenmechanik/Feldtheorien und die Relativitätstheorie informiert ist, wird in Zusammenhang mit Nolan's "Interstellar" nicht wirklich über Logiklöcher klagen. Klar, er spielt mit Eventualitäten, wo es zulässig ist. Was sich innerhalb einer Singularität abspielt, kann die moderne theoretische Physik gegenwärtig nicht beantworten. Es befindet sich hinter dem Ereignishorizont. Wie heißt es so schön bei K-Pax: "Alles ist möglich". Und vieles ist ja schon möglich... Teleportation (Beamen ;-)) ist keine Science Fiction, sie ist real, findet beispielsweise statt zwischen La Palma und Teneriffa (ca. 80 km Entfernung), wo man Photonen und verschränkte Atome (Ionen) auf die Reise schickt. Quantencomputer werden, sofern ihre Entwicklung ein erfolgreiches Ende findet, möglicherweise dazu beitragen, auch komplexere Strukturen übertragen zu können. Eine Machbarkeitsstudie wurde bereits 2004 von der US Air Force in Auftrag gegeben. ..........Soviel zum wissenschaftlichen Background. Der Rest ist schnell geschrieben, da halt subjektiv empfunden: Ich kann mich nicht erinnern, wann mich ein Film derart beeindruckt hat. Überzeugend in wirklich allen Belangen, bin ich dankbar für ein Stück Lebensbereicherung, vergebe eine spielend leicht erreichte Höchstwertung und verweise auf die anderen 5☆-Rezensionen. GANZ großes Kino!!!
Der Film könnte die knappen drei Stunden Laufzeit wirklich füllen! Er spricht interessante Konflikte an die man in dieser Form selten bis nie auf der Leinwand zu sehen kriegt. Dass man nicht 100% beim ersten mal gucken versteht ist man von Nolan ja schon gewohnt, was ich nicht als Kritikpunkt sondern als Stärke sehe. Man ist dadurch in der Lage ihn mehrmals zu sehen ohne Langweile zu empfinden. Dennoch muss ich sagen, dass mir das Ende nicht gefallen hat. Coop der in der fünften Dimension mit seiner Tochter kommuniziert ist gewöhnungsbedürftig aber bei den Folgenden Szenen fehlt mir der definitiv nötiger Hintergrund. Es wird einfach behauptet, dass die Menschen den Raum hinter dem Schwarzen Loch erschaffen hätten, ohne das man darauf eingeht wie oder wann sie das getan haben und es geht in die Richtung üblicher Zeitreiseparadoxen. Auch danach wird nicht erklärt wie sie Coop gefunden haben oder welche Menschen nun mit auf der Raumstation am Saturn sind (bestimmt nicht die ganze Weltbevölkerung). Bei einem Film mit dieser Lauflänge sollte Nolan sich, besonders bei den letztern Punkten, ein paar Minuten mehr nehmen um dies eindeutiger zu erklären.
Von Anfang bist Ende ein sehr guter Film mit einer spannenden Handlung, sehr guten Darstellern und einigen interessanten Ideen. Der Film ist in drei Abschnitte unterteilt: Der erste Abschnitt dient lediglich als Einleitung für die Figuren und die weitere Handlung. Der Einstieg funktioniert und man fühlt sich mit den Figuren emotional verbunden. Der zweite Teil ist die Reise zum Wurmloch und die Erforschung weiteren Planeten. Hier werden einen tolle Bilder im Weltall und auf fremden Planeten gezeigt. Die Handlung baut sich weiter stimmig auf. Die Spannung steigt immer weiter, da ich innerhalb des Films keine Hoffnung hatte, dass dieser gut ausgeht, jedoch ich den Figuren ein "Happy End" gegönnt habe. Der 3. Teil der Film ist recht speziell und fügt sich nicht stimmig in das Gesamtkonzept des Films ein. Bis hier hin wirkte der Filme realistisch und in der ferner Zukunft vorstellbar. Das Ende ist dann doch etwas "zu weit hergeholt". Trotzdem ein unglaublich guter, einzigartiger Film mit tollen Bildern und großer Emotionalität.
Als Physikerin nicht unbedingt beeindruckt, die Story erscheint mir zu weit hergeholt, zumal er überall als "realistisch" interpretiert wird. Naja.. auf die Relativität von Zeit wird nicht wirklich eingegangen, Wurmlöcher werden als Fakten präsentiert, spoiler: und ein erdähnlicher Planet beim Schwarzen Loch, der eigentlich allein aufgrund der Schwerkraft der Singularität durchgequetscht werden sollte. Naja. Aber dennoch: Sehr beeindruckende Stimmung, Animation. Auf jeden Fall empfehlenswert, für mich aber einfach etwas zu künstlerisch für dieses "Real-Sci"-Genre.
Interstellar: selten bin ich aus dem Kino gekommen und wusste nicht so recht...was war das nun gerade?.....Christoper Nolan hat nicht einfach einen Science Fiction Film geschaffen, sondern einen tiefgründiges und emotionales Werk über die Frage des Seins, wohin gehen wir und was könnten wir finden? .... all dies läßt einen gerade durch die Inzenierung des eigentlich Unfassbaren wie Zeit und Raum nachdenklich zurück...und eine echte Antwort wird man nach knapp 3 Stunden selbst nicht in Händen halten....um es mit Mr. Spock zu sagen: faszinierend....der gesamte Cast agiert hervorragend, wobei Matthew Mcconaughey ganz klar der Löwenanteil des Films gebührt und er wieder einmal zeigt das er aktuell einer der Besten Schauspieler Hollywoods ist....visuell begeistert der stete Schwenk zwischen grobkörniger und hochglanz Optik. Zwar zefetzen hier nicht sämtliche Spaceshuttles in millionste Teile wie in Gravity, aber gepaart mit dem wuchtigen Soundtrack von Hans Zimmer ergeben sich einige spektakuläre Sequenzen die einen in den Kinosessel drücken......Der Film ist durch seine sentimentale und auch zum nachdenken anregende Story nicht zwingend was für jedermann. Mir jedoch hat es Gefallen mit Fragen aus dem Kino zu kommen, die ich mir selber nie werde beantworten können....so nu hab ich noch 6 Stunden Zeit bis der Wecker klingelt...na aber zum Glück...ist Zeit ja relativ...eine gute Nacht.... ; )