Interstellar
Durchschnitts-Wertung
4,5
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191 User-Kritiken

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Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 21. April 2015
Ich habe mir den Film angesehen, ohne irgendwelche Info´s im Vorwege. Er gehört jetzt zweifellos zu den besten Filmen, die ich je gesehen habe. Man muss allerdings eine gewisse Affinität zum Thema haben. Absurd, es zu wissenschaftlich zu sehen, und jede Aussage auf die Goldwaage zu legen. Was der Film definitiv geschafft hat? Er hat mich in meinem Innersten berührt. Diese Bildgewalt, unterstützt vom unglaublich sakralem "Hans Zimmer-Bombast" ist nicht zu übertreffen. Der Hauptansatz des Films ist vielmehr philosophisch/theologischer Natur und weniger Weltraumabenteuer im herkömmlichen Sinne. Wenn der Mensch nicht mehr in der Lage ist, sich Dinge vorzustellen oder zu erklären, ist der Zeitpunkt für den Glauben gekommen. Und gewisse Punkte, die im Film zur Sprache kommen, sind zwar wissenschaftlich bewiesen, aber damit noch lange nicht zu verstehen. Unser Schöpfer gab uns genug Geist, um unseren Weltraum zu betrachten, darüber nachzudenken und ihn sogar zu berechnen. Woher das alles kommt, wohin es geht und warum wir eigentlich da sind, dafür reichen unsere Gehirnzellen leider nicht aus. Das empfinde ich als die eigentliche Zumutung dieser höheren Instanz. Auf den Film bezogen: Wie soll man sich denn tatsächich eine "Zeitdehnung" vorstellen? Was kann ich mir unter Gravitation in Verbindung mit einer "Zeitdilatation", oder einem "Wurmloch" vorstellen? Diese Dinge wurden sehr intelligent veranschaulicht. Auch das Ende des Films (der "Tesserakt") ist absolut überzeugend dargestellt und passt exakt in den philosophischen Kontext. Wie soll man es besser darstellen. Wir Menschen sind nicht dazu geschaffen, uns mehr als unsere drei Dimensionen vorzustellen. Die Zeit vielleicht noch als vierte. Der Tesserakt symbolisiert diese entfernteren Dimensionen brilliant. Gerade diese Andeutungen lassen Raum für unsere Fantasie. Auch wenn der eine oder andere darüber lachen mag. Bei der Vorstellung am Ende des Films das komplette Leben meiner Tochter verpasst, sie als Greisin am Sterbebett umgeben von ihren Kindern zu erleben, die wie fremde Wesen wirken, treiben mir Tränen in die Augen. Es ist dieses Absolute, nicht änderbare, was eine hoch melancholisch traurige Stimmung erzeugt. Ein mächtiger Film der versucht das "Ganze" darzustellen und uns Menschen zeigt, wie klein und hilflos wir eigentlich sind. Wenn es ginge, würde ich sechs von fünf Punkten geben - bravo Christopher Nolan, bravo Hans Zimmer!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 18. April 2015
Der Film "Interstellar" sorgt für eine willkommene Abwechslung im faden Filmangebot von heute. Er erhält von mir zwar eine 4.5/5-Sternebewertung, jedoch ist dies auf seine künstlerische Elemente in Ton, Bild und schauspielerische Leistung zurückzuführen. Viele Personen loben den Film für seine inhaltliche Tiefe, die auch zweifellos vorhanden ist, aber dabei wird übersehen, dass diese (philosophische) "Tiefe" eigentlich schon heute Alltag sein sollte, denn spoiler: "das Schicksal des Menschen (und seiner Umwelt)"
ist sicherlich kein neues Motiv. Folglich sticht der Film im Vergleich zu aktuellen Sehgewohnheiten hervor, revolutioniert aber auch nicht bestehende Ansichtsweisen und gibt auch (fast) keine neuen Perspektiven zu bereits vorhandenen Inhalten. Er schafft es jedoch durch seinen individuelle Abstimmung von inhaltlichen Themen und stilistischen Elementen eine durchaus empfehlenswerte Mischung zu erzeugen. Für eine 5-Sternebewertung müsste der Film mehr Neues bieten, doch dafür versucht er zu sehr den Zuschauer mit bekannten Problem(szenarien) zum Nachdenken, anzuregen. Der Maßstab (- nicht die Bewertung! -) ist hier, was der Film "noch mehr" sein könnte, und nicht was er ist. Der Film ist eindeutig sehenswert, bietet reichlich Unterhaltung und das was er versucht, schafft er exzellent: Empfehlung.
TheAce
TheAce

6 Follower 32 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 16. April 2015
Ich habe ein Meisterwerk erwartet. Und bekam leider Nolans bis jetzt schlechtesten Film zu sehen (wobei das Jammern auf hohem Niveau ist, den Interstellar ist immernoch ganz okay). Die Effekte und vor allem Hans Zimmers Musik: atemberaubend. Die Darsteller: fast durchweg gut, leider finde ich Matt Damon extrem fehlbesetzt. Vor allem der Hauptdarsteller liefert eine Glanzleistung. Man hatte also die perfekten Bedingungen für einen meisterhaften Science- Fiction Film. Leider ist das Drehbuch nicht konsequent. Man hatte das Gefühl, Nolan wollte irgendwie eine Mischung aus Wissenschaft und Blockbuster aufzeigen. Jedoch ist die Wissenschaft in dem Film entweder zu schwierig zu verstehen oder schlichtweg vollkommen langweilig- uninteressant. Langweilig ist der Film aber nicht nur wegen der Wissenschaft, auch generell die Dialoge und die belanglosen Szenen auf der Erde ließen einen beim schauen abschalten. Natürlich waren diese für die Auflösung und die leise Sozialkritik des Filmes wichtig. Aber wenn die Kritik aufgrund der Längen nicht richtig aufgenommen wird, bringt sie auch nichts. Spannung kommt im ganzen Film nur ganz selten auf. Zugegeben, nicht jeder gute Science- Fiction Film ist auch gleichzeitig durchweg spannend. Dafür waren Gravity und 2001, um Beispiele zu nennen, enorm faszinierend. Dies kann man von Interstellar wahrlich nicht behaupten, einzig und alleine die Special Effects sahen wirklich geil aus und das reicht einfach nicht. Vielleicht hätte Nolan seinen Film mit einem guten Ende noch retten können. Jedoch war das Ende nicht nur ziemlich verquer, sondern auch unlogisch (falls ich den ganzen Wissenschaftsmist richtig verstanden habe) und auch irgendwie kein bisschen bewegend, obwohl dies sicherlich ein Anspruch war. Alles in allem ist Interstellar ein wissenschaftlicher Exkurs mit Schwächen im Tempo,wenig Spannung und wenig Faszination. Immerhin stimmten die Effekte und die geile Filmmusik.
P.S: Meine schlechte Kritik ist sicher durch meine hohen Erwartungen an den Film beeinflusst.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 13. April 2015
So, nachdem ich den Film damals im Kino irgendwie verpasst habe, hab ich mich doch sehr gefreut, als ich heute die Blue in der Hand hatte und zugeschlagen habe.
Habe den Film vor ein paar Minuten beendet und muss sagen, ich bin begeistert.
Eigentlich möcht ich nur sagen, das sich der Film absolut lohnt. Ja, er hat hier und da ein paar Logiklöcher und wird gegen Ende auch... wie soll man sagen... "strange". Aber wer sich darauf einlassen kann, hat denke ich großes Glück.
Ich denke viele Menschen hatten falsche Vorstellungen von dem Film. Aber wenn das hier jemand liest, der sich fragt ob er den Film gucken soll... Wenn du jemand bist der Mit "2001" oder "Solaris" (egal ob Remake oder Original) etwas anfangen konnte, dann wird dir dieser Film mit Sicherheit auch gefallen.
ToKn
ToKn

2.006 Follower 962 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 5. Juni 2015
Viel mehr Sorge, als die auf 169 Minuten verteilten katastrophalen Theorien über die Astrophysik und die Zukunft der Menschheit, macht mir, dass so viele Kritiker (egal ob Laien oder Profis) den Film so toll bewerten. Was mir ein Leben lang im Kopf hängen bleiben wird: Was ist ein Kreis in drei Dimensionen? Eine Kugel! So einfach ist die Welt der Astrophysik also. Man könnte darüber resümieren, wieso die Menschheit eigentlich in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts (also in 35 Jahren geht's los) verhungert, die Welt permanent von Sandstürmen heimgesucht wird, die Maisfelder es aber trotzdem schaffen in vollster Pracht über das Land verteilt zu gedeihen und man dann wiederum minutenlang mit dem Truck durch das kostbare Nahrungsmittel fährt um eine indische Drohne zu verfolgen? Machen wir aber nicht, weil man die Liste der Ungereimtheiten und Logiklöcher stetig weiterführen kann. Also auch wenn es entgegen der Mehrzahl der Zuschauer ist, ich fand den Film viel zu lang und dadurch auch total langweilig. Die Effekte haben mich jetzt nicht so aus dem Sessel gehauen, da war "Graffity" doch etwas spektakulärer. Die Musik von Hans Zimmer ist der einzige (!) Lichtblick. Sie baut Spannung auf, die dann aber leider nicht in irgendetwas Spektakulärem endet. Die schauspielerischen Hochkaräter machen nichts Oscarverdächtiges. Mackenzie Foy, als die kleine Murphy sticht ein wenig hervor. Michael Caine, Matt Damon und Casey Affleck sind verschwendet. Das die Kosten (168Mio.$) erst nach 2 Monaten (in der Kinowelt eine unendliche Zeit) wieder drin waren, spricht auch nicht zwingend für den Film. Aber wie schon gesagt, mit meiner Meinung stehe ich relativ allein auf weiter Flur, also macht euch ein eigenes Bild.
Nachtrag: Der Film hat mittlerweile über 665Mio.$ eingespielt. Kann ich nicht nachvollziehen und ändert auch nichts an meiner Meinung.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 4. April 2015
Einer der besten Filme 2015! Man ist gefesselt von der Story und wird von der ersten bis zur letzten Minute in seinem Bann gezogen. Schauspieler und visuelle Effekte treffen hier auf einen großartigen Soundtrack von Hans Zimmer. Anspruchsvolles Kino gibt es ja doch noch, wie Nolan hier eindeutig beweist.
Tom2112
Tom2112

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3,5
Veröffentlicht am 29. März 2015
Traumhafte Bilder, geiler Sound und sehr gute Schauspieler. Aber teilweise langatmig und eine abgefahrene Story. Ich persönlich bin hin- und hergerissen. Auf jeden Fall absolut sehenswert.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 28. März 2015
Ich war am Anfang skeptisch und dachte eher an einen neuen Film ala "Gravity". Schöne Weltraumaufnahmen aber eine beschissene Story. Aber ich wurde im positiven Sinne enttäuscht. Ich fand den Film sehr gut, vielleicht auch weil ich ein Freund von Filmen bin die die Zeit nicht als lineare Größe sehen. Der Film hat für mich alles was ein guter Film braucht, eine gute Story mit Dramatik, gute Schauspieler, Überraschungen und einen gelungen Sound von Altmeister Hans Zimmer.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 24. März 2015
Interstellar ist nach Filmen wie „Memento“, „Inception“, der „Batman Trilogie“ oder des total unterschätzen „Prestige“ das neunte Regiewerk Christopher Nolans. Wie bei seinen vorherigen Werken verzichtete Nolan auf das 3D und drehte Interstellar mit normalen 35mm und 65mm IMAX Kameras.
Als ausführenden Produzenten holte sich Nolan den US-Amerikanischen Wissenschaftler Kip Thorne in’s Boot, dessen wissenschaftliche Theorien bereits bei Robert Zemeckis Film „Contact“ als Grundlage dienten. Dies ist auch eminent wichtig, beinhaltet Interstellar Aspekte der Gravitationstheorie, Quantenmechanik, Relativitätstheorie, Krümmung von Zeit und Raum, Biegung von Licht, Zeitdehnung und der Theorie rund um Wurmlöcher.
Wie schon bei „Inception“ und der „Batman Trilogie“ komponierte Hans Zimmer die Filmmusik, die mit wuchtigen Orgelklängen die unfassbar schönen Bilder (vor allem im Weltraum) perfekt untermalt.
Zu Anfang nimmt sich der Film die nötige Zeit alle Charaktere einzuführen. Vor allem die Beziehung Coopers zu seiner Tochter Murph wird dabei in den Vordergrund gestellt und dient später als emotionale Basis des starken Mittelteils. Durch den Kontrast aus stimmungsvollen Bildern der dem Untergang geweihten Erde und der für uns Zuschauer real werdenden Situation von Coopers Familie entwickelt sich ein beklemmendes Endzeitfeeling, das einen emotional total in seinen Bann zieht. Nolan schafft es hierbei, die Bedürfnisse aller einzelnen Personen ausgiebig zu beleuchten, aber das Große Ganze, nämlich eine neue Heimat für die Menschheit zu suchen, nicht aus den Augen zu verlieren.
Geht es im ersten Drittel noch vergleichsweise ruhig zu, nimmt Interstellar im Mittelteil merklich an Fahrt auf. Hier erkennt man die ganze visuelle Pracht, die durch tolle Kamerafahrten in Szene gesetzt wird. Diese wird lediglich von Alfonso Cuaróns audio-visuellem Meisterwerk „Gravity“ übertroffen. Dazu kommt der unfassbar gute Score von Hans Zimmer, für den nach der berechtigten Oscarnominierung sogar der Oscar selbst drin ist. Action wechselt sich hier mit ruhigeren Momenten ab, was dem Film einerseits ein gutes Tempo verleiht und andererseits die gut erzählte Geschichte weiter wirken lässt.
Ein ganz wichtiger Faktor von Interstellar ist „Zeit“, die bekanntlich relativ ist. Verbringt Cooper in anderen Galaxien Stunden, vergehen auf der Erde ganze Jahre. Dies wirkt im Film hoch emotional und Matthew McConaughey schafft es hier schauspielerisch den Grat zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit und der Liebe zu seinen Kindern perfekt zu halten.
Interstellar hat hier seine größten Stärken.
Dann kommt allerdings das große ABER.
Anstatt die Geschichte, die mich zu diesem Zeitpunkt auf einer emotionalen Ebene komplett mitgenommen hat, weiter wirken zu lassen, verliert sich Nolan gegen Ende des Films. Es scheint so, als habe er kein Vertrauen in seine Geschichte und Fertigkeiten und wollte etwas Besonderes oben draufsetzen, was der Film schlicht und ergreifend nicht nötig hat. Waren die Twists bei „Memento“ und „Prestige“ unumgänglich und extrem wirkungsvoll, hat der Twist bei Interstellar einfach nicht die nötige Wirkung.
Man hätte die Geschichte nur konsequent zu Ende führen und eben in sie vertrauen müssen.
So verliert sie jegliche Emotionalität und eben deren größte Stärke bis dato.

Fazit:

Interstellar bahnte sich an, ein wirkliches Meisterwerk zu werden und selbst Nolans andere Filme in den Schatten zu stellen. Gegen Ende übertreibt es Nolan allerdings, wodurch die grundsätzlichen Stärken Interstellars verloren gehen. Insgesamt ist Interstellar aufgrund der ersten 2 Stunden trotzdem ein Muss für jeden Fan des intelligenten Blockbusterkinos und sicherlich ein besserer Film 2014, der sein enormes Potenzial leider nicht ausschöpfen konnte.
papa
papa

182 Follower 319 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 18. März 2015
Meine hohen Erwartungen wurden doch ziemlich enttäuscht, obwohl ich den Film insgesamt ganz gut fand. Zum Einen hatte Interstellar, vor allem am Anfang, doch einige (wenige) Längen. Zum Anderen störte mich aber, dass die besonders emotionalen Situationen ganz schlecht inszeniert waren. Stellen, bei denen ich eigentlich besonders berührt oder bewegt hätte sein müssen, wirkten irgendwie platt auf mich. Dann kommt noch die harte Physik/Mathematik mit dem völlig hirnrissigen Ende dazu, welches doch etwas die Glaubwürdigkeit der ganzen Handlung genommen hat. Dennoch ist die Umsetzung des Ganzen überdurchschnittlich gut gelungen. Die Sound-, Bild- und Spezialeffekte dieses Films sind absolut grandios. Matthew McConaughey schauspielerische Leistung als Hauptdarsteller ist gut aber nicht überragend.
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