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Lemmiblog
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3,5
Veröffentlicht am 25. August 2026
NR. 1 FILM SCHAUT IHN NICHT MIT ELTERN
Das kleine Arschloch hat drei große Interessen: die Welt verbessern, mit seiner Band Musik machen und seine große Liebe. Dass dabei grundsätzlich jeder Schaden nimmt, außer ihm selbst, sieht er als notwendige Begleiterscheinung des Lebens. Doch sein nobelpreiswürdiges Bioreferat über menschlichen Geschlechtsorgane soll alles verändern.
Das kleine Arschloch von 1997 geht ca. 80 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Animationsfilm, der provoziert, bewusst zu weit geht und schon in den 90ern und frühen 00ern bei genügend Teenagern für Gelächter sorgte. Der Humor funktioniert vor allem deshalb, weil das kleine Arschloch seinen ganzen Irrsinn vollkommen ernst meint. Die Figur versucht nicht, witzig zu sein. Er ist davon überzeugt, mit seinen Ansichten und Aktionen völlig richtigzuliegen. Erst dadurch werden die Situationen so abstrus, dass man nicht anders kann als zu lachen. Dazu kommen die kreativen Lieder und Einfälle, bei denen man sich fragt, wie zur Hölle jemand darauf gekommen ist. Noch eine Ecke besser funktioniert für mich der Opa, alter Sack. Allein dank der herrlichen Synchronisation ist es ein Ohrenschmaus, was der vom Stapel lässt. Eine wirkliche Geschichte gibt es dabei kaum. Im Grunde schauen wir dem kleinen Arschloch zu, wie er anderen das Leben schwer macht. Verschenkt den Slip seiner Schwester, kassiert es im Krankenhaus ab oder treibt im Radiosender seinen Unfug. Niemand erwischt es allerdings so hart wie Inge Koschmider und Hund Peppi. Natürlich geht einiges davon zu weit. Das soll es auch. Provokation ist schließlich das Fundament des Films. Trotzdem muss man deswegen nicht jeden Gag lustig finden und manches ist selbst innerhalb dieses Konzepts einfach nur drüber. Erstaunlicherweise besitzt der Film trotz geringer Laufzeit ein paar Längen. Unterm Strich bleibt ein Werk, das auch heute noch gut funktioniert, weil Provokation nie aus der Mode kommt und Menschen, die sich darüber aufregen, ebenfalls nicht.
7/10 Punkten. Allein der Vortrag über die menschlichen Geschlechtsorgane verdient es, in jedem Biologieunterricht gezeigt zu werden.
„Kleines Arschloch“ ist die animierte Verfilmung der gleichnamigen Comics von Walter Moers, der auch das Drehbuch schrieb und Regie führte. Der Film erschien 1997 und ist eine respektlose, satirische Zeichentrick-Komödie für Erwachsene – weit entfernt von klassischem Familienkino.
Inhalt Im Mittelpunkt steht das „kleine Arschloch“, ein zynischer, fieser und gnadenlos egoistischer Junge, der es liebt, seine Mitmenschen zu schikanieren – ganz gleich ob Nachbarn, Lehrer, Geistliche oder seine eigene Großmutter. Der Film begleitet ihn in seinem anarchischen Alltag, in dem er vor keinem Tabubruch zurückschreckt. Unterstützt wird er von seinem treuen Begleiter, dem „alten Sack“, der als Rentner mindestens genauso schamlos agiert.
Stil und Ton Moers bleibt seiner Vorlage treu: Der Humor ist tiefschwarz, vulgär und oftmals grenzüberschreitend. Die Zeichnungen wirken bewusst schlicht und trashig, was den grotesken Charme des Films noch verstärkt. Der Film setzt auf eine Aneinanderreihung von Episoden statt auf eine stringente Handlung – passend zum Ursprung aus Comic-Strips.
Kritik „Kleines Arschloch“ polarisiert. Wer sich auf den derben, provokanten Humor einlassen kann, wird mit einem kurzweiligen und absurden Anti-Moralstück belohnt. Für andere ist der Film schlicht geschmacklos und überflüssig. Gerade religiöse Figuren, Menschen mit Behinderung oder Senioren werden in Gags eingebaut, die heute noch kontroverser wirken als in den 90ern. Doch genau hier liegt auch die Absicht: Moers will provozieren, Grenzen austesten und dabei jegliche politische Korrektheit über Bord werfen.
Trotz (oder gerade wegen) seines anarchischen Tons hat der Film Kultstatus erreicht – besonders bei Fans von schwarzem Humor und Gesellschaftssatire.
Fazit „Kleines Arschloch“ ist ein hemmungslos respektloser Film, der keine Rücksicht nimmt – weder auf guten Geschmack noch auf Konventionen. Wer über vulgäre Tabubrüche lachen kann und die bitterböse Satire versteht, wird gut unterhalten. Für alle anderen ist dieser Film wohl eine einzige Beleidigung.
Mein persönlicher Favorit was Trickfilme angeht! Kann man aber auch nicht unbedingt mit Disney , Pixar etc etc vergleichen :-). Aber das kleine Arschloch ist einfach cool. Derb , frech , versaut , politisch unkorrekt usw usw. Und der Großvater , der alte Sack , mit Helge Schneiders Stimme setzt den ganzen die Krone auf! :-) Ober Mega Cool das ganze!