Harry Potter und der Halbblutprinz
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Die ersten vier Filme der Pottersage haben mir alle zugesagt und mich nicht enttäuscht.
Nur Teil 3 drang, trotz des beachtlichen Versuches sich von der Romanvorlage zu distanzieren, einfach nicht richtig zu mir durch.
Die Potterfilme leben nunmal, im Gegensatz zu den Büchern, von Action und Atmospähre. Zwischenmenschliches wird leider Gottes bei einer Romanverfilmung fast nie gut eingefangen. Die Geschichte, die besonders bei diesen Büchern so wichtig ist, wir vernachlässigt und verliert sich in banaler Action. Aber so ist das. Potter = Popcornkino, wahre Gefühle, eine gute Geschichte und super Action sind, im Gegensatz zu einem Buch, in 130-150 Minuten Film nicht unterzubringen. Trotzdem schlugen sich die Potterfilme bis Teil 4 immerhin immer befriedigend bis gut.
Der Orden des Phönix war dann ein Schlag vor den Kopf. Zu hektisch, zu oberflächlich. Kurz gesagt, zu wenig. David Yates verstand es zwar den Film gut zu inszienieren, doch versagte er beim erzählen der tollen Geschichte. Auch das Zwischenmenschliche litt bei der oberflächlichen Betrachtung stark. Schade. Netter Film, aber für das Potteruniversum zu wenig.
Die Angst war groß das David Yates den gleichen Fehler wiederholen würde, doch nein. Beim Halbblutprinzen dreht sich seine Inszinierweise nun um 180°, doch auch das ist nicht vernünftig.
Was wir positives an diesem Film finden ist, dass Yates diesmal die Geschichte besser einfängt und das man sagen kann, dass dieser Film wieder sehr nah am Buch ist. Dies liegt aber vorallem am Drehbuchautor Kloves, der bei allen Potters als Drehbuchautor fungierte, außer beim Orden des Phönix.
Die perfekten Vorraussetzungen waren gegeben. Kloves erzählt die Geschichte gewohnt gut und Yates insziniert gut. Beide machen auch durchaus einen guten Job, doch trotzdem reicht es nicht.
Nach der oberflächlichen Betrachtung der Charaktere in Teil 5 versteift der Film sich nun auf jene und ihre Liebeleien, Sorgen und Problemchen. Der Film versucht es, die Figuren besser an das Publikum zu verkaufen, sie sollen mitfühlen und dann beim großen Finale mitfiebern. Ohne ordentliche Charaktereinführung klappt das nicht. Das Problem hierbei ist, dass Potter und Co. schon in den 5 Filmen davor eingeführt wurden. Die neuen Probleme um Beziehungsstress etc. sind zwar wichtige Informationen, sollten aber Randnotizen bleiben. Viel wichtiger ist die innere Zerissenheit Malfoys und auch Dumbledores Angst.
Doch der Film verschwendet knapp ein Drittel seiner 150 Minuten an Beziehungsstress.
Das ist zwar nett anzusehen und witzig, doch verdrängt es die eigentliche Geschichte auf Platz 2. Und genau andersherum sollte es sein.

Das hört sich nun vielleicht viel schlimmer an, als es ist. Yates versteht es bei diesem Film Atmosphäre zu schaffen. Malfoys Szenen, wenn sie dann mal dran sind, sind perfekt ausgearbeitet und der Zuschauer versteht seine Gefühle. Auch Dumbledores Szenen mit Harry bringen wunderbare, dunkle und bedrohliche Atmospähre. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber das fällt nicht dermaßen ins Gewicht ("Du solltest dich mal wieder rasieren").
Ja Atmospähre wird hier großgeschrieben und das ist wichtig. Und was noch wichtiger ist, sie richtig rüberzubringen und das schafft der Film mühelos. Die dunkle Bedrohung ist jederzeit spürbar.
Ein weiteres Plus sind die tollen Schauspieler. Besonders Michael Gambon schafft es endlich seinem Dumbledore die nötige Weisheit zu geben, die er braucht. Slughorn ist toll gespielt, Snape sowieso und auch Tom Felton als Malfoy schafft es zu überzeugen. Unsere drei Hauptdarsteller stellen immerhin noch zufrieden.
Doch einmal meckern muss ich mir noch erlauben.
Was ist mit dem Ende geschehen? Nach einem wirklich tollen Moment ist der Film zu Ende. Kein Kampf mit den Todessern. Nein. Nichts.
20 Minuten weniger Liebeleien und dafür ein richtiger Endkampf und der Film hätte mindestens eine 8 bekommen. Weiterhin ist zu erwähnen, dass zwar nur zwei Tom Riddle Szenen dabei sind (Schade, auch am Thema vorbei, da es im Buch ja eigentlich um Voldemorts Vergangenheit ging), aber diese sind wenigstans toll ausgearbeitet.

Fazit:
Harry Potter und der Halbblutprinz hat viele negative Punkte, die sich aber hauptsächlich auf die Liebeleien in Hogwarts beziehen. Zuviel Zeit wurde hierfür verschwendet, die man besser hätte nutzen können, ohne das es den Charakteren an Tiefen fehlen würde. Da hilft auch die nachträglich erfundene Fuchsbauszene nichts, die spur- und emotionslos an einem vorbeizieht, nichts. Doch trotzdem sind diese eigentlich negativen Szenen in Ordnung. In sich geschlossen sind es lustige und unterhaltsame Szenen, doch wenn man einen Blick auf die Geschichte wirft, die erzählt werden sollte, macht sich Enttäuschung breit.
Aus Prinzip könnte man hier einen Punkt abziehen, trotzdem betrachte ich den Film als eigenständig und tue es deswegen nicht.
Viel zu überzeugend sind die Malfoy und Dumbledore Szenen geworden. Viel zu umwerfend die Musik, die Schauspieler und die Atmospähre (hier sei besonders die Höhlenszene erwähnt).
Yates hat einen einen guten Film geschaffen, der zwar am Thema vorbei ist, aber trotzdem, wenn man ihn als eigenständig betrachtet, unterhält und teilweise sogar fasziniert.
Man sollte nicht darüber nachdenken, was ein anderer Regisseur alles hätte machen können, was so wunderbar gewesen wäre. Der Film ist abgedreht und man kann nichts mehr machen. Wer das richtige Potterfeeling erleben möchte sollte sowieso die Bücher lesen, die eine Geschichte erzählen, dessen Oberfläche hier nur gekratzt wird.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Harry Potter und der Halbblutprinz hält sich, wie sein Vorgänger, weiterhin an die dunkle, düstere Atmosphäre, was dem Buch gleich kommt und dem Film gut tut. Diese wunderbar aufgebaute Atmosphäre, die schon ihren Beginn in der ersten Szene findet, wird leider im weiteren Film immer wieder zerstört durch das zu lange Aufhalten und das extreme Ausspannen der Beziehungsgeschichten, die im Buch ihren Platz haben und somit im Film auch ihre Berechtigung hätten. Leider wird hier maßlos überzogen, sodass es den Zuschauer irgendwann nervt. Dennoch hat der Film seine wunderbaren Momente. Wie oben angesprochen die erste Szene des Films, des weiteren das Duell zwischen Malfoy und Potter auf der Toilette, die Erinnerungen an Tom Riddle oder die Suche in der Höhle. Besonders unheimlich die Szene mit den Untoten, die dem Film dann doch seine Würze verleiht.

Wichtig dementsprechend auch nicht das Zurückschrecken vor blutigeren Szenen, wie die Verletzungen von Malfoy. Dies ist wichtig um der Buchvorlage gerecht zu werden. Ein weiteren Pluspunkt sammelt der Film durch seine Darsteller, hier haben besonders die älteren Darsteller, zum Beispiel Snape, ihren Soll erfüllt, bei den Jungdarstellern spielt Draco Malfoy in seiner schwierigen Rolle groß auf, leider wirkt Radcliffe weiterhin etwas steif, was das Gesamtbild trübt.

Allem in allem muss man aber sagen, dass sich Yates nun gefunden hat und die Filme auch beenden sollte, obwohl mir der Mexikaner aus "Gefangener von Askaban" besser gefallen würde!
Coconutpete
Coconutpete

5 Follower 31 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich habe das Buch nicht gelesen, daher ist mir auch egal ob Harry von einem Haus oder von der Ubahn abgeholt wird.



Solche und andere Kleinigkeiten sind mir doch herzlich egal.



Der Film mag sich nicht zu 100% am Buch orientieren, aber der Film ist für sich selbst richtig toll geworden.



Die Schauspieler spielen allesamt sehr gut, nur Malfoy kauft man sein Gehabe dann doch nicht wirklich ab. Sein aufgesetztes böses Gesicht passt auch nicht so ganz.



Die Liebesgeschichte ist recht schön erzählt, und die Szenen von Dumbledore und Harry in der Höhle sind auch wunderschön in Szene gesetzt.



Für mich bisher der vermutlich beste Teil aller Filme!



Yates hat nicht umsonst viele Fans, auch unter Leuten der Harry Potter Bücher.



Er schafft es einen guten Stil auf die Leinwand zu bringen, und es wird einfach nie langweilig beim Zusehen.



Erwähnenswert wäre noch ein schönes Soundtrack und eine Geschichte die mal wieder voller Wendungen und Überraschungen steckt. Natürlich weiß man auch, dass gewisse Dinge nicht so sind wie sie scheinen, aber es ist trotzdem nicht klar wie nun die Wahrheit aussieht.



Für Leute die das Buch nicht kennen, also ein toller Cliffhanger.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
ich find den film einfach cool mit der action und fantasy und
AmabaX
AmabaX

210 Follower 328 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Nicht besser als der 5. Teil.

Lanweilig

zu viel Liebe.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Es heißt immer "Ein Film kann nie wie das Buch sein!" Natürlich kann er das nicht, aber wieso muss er so enden wie "Harry Potter und der Halbblutprinz"? Ich habe das Buch gelesen und es ist sicherlich das Beste der Reihe. Der Film dazu ist leider mehr als enttäuschend. Denn der Film macht so ziemlich alles falsch, was das Buch richtig gemacht hat.



Zu erst: Ich finde es gut das der Film nicht jede Buch Szene abklappert, selbst verständlich. Und der Einstieg ist auch noch sehr gut, doch leider der Rest nicht. Wieso bitte werden die Liebesgeschichte auf eine Ebene mit der Mysterie-/Zauberergeschichte gestellt? Was das im Buch...NEIN! Auch wenn man hier einen Blockbuster fabrizieren will, sollte man letzt endlich immer noch wissen was man hier macht und zwar ein Buch verfilmen. Wieso also tauscht man die Kussszene mit Harry und Ginny mit Ron und Levanda? Wieso? Die Szene ist im Film, wieso können dann nicht die Figuren bleiben? Ein Geheimnis wie so viele andere auch.



Zuerst habe ich gelobt das der Film auch solche Szene wie die, wo Snape Malfox auflauert, wie er ihn auf Slughorns Party befragt. Schön das so etwas mit reingekommen ist. Doch dafür wurde an anderen Ende gespart. Die Erinnerungen sind spärlicher ausgefallen. Auch die Horkruxe werden mal schnell am Rande erwähnt und der Titelgebende Halbblutprinz so gut wie garnicht. Liebe, Liebe, Liebe. Was eigendlich in Ordung gewesen wäre, wenn man nicht den Rest aus den Augen verloren hätte.



Doch am schlimmsten ist wohl das Ende, wieso die Inferie wie Gollum aussehn lässt sich wohl durch Ideenlosigkeit erklären. Das Medallion sieht wieder einmal total anderst aus ale beschrieben. Dumbledors Tod wird mal schnell herunter gespielt und ist so garnicht emotional, als ich beim Buch noch die Tränen zurückhalten musste, habe ich hier schnaufend auf die Uhr gesehen. Denn auch der große Kampf ist nicht im Film, nur ein schnelles Rein Raus der Todesser und fertig ist das Ganze.



Der Film orientiert sich an den Büchern, klar. Aber er setzt auf unwichtiges und blustert es auch, während er die wichtigen Dinge vergisst. Es gibt viele Zitate des Buches, was ein Plupunkt ist und auch ansonsten sind die Szenen die aus dem Buch sind schon so ziemlich wie man sie sich vorgestellt hat. Bloß leider, wie gesagt, werden sie unwichtigen zu wichtig genommen und die wichtigen fast vergessen.



Die Schauspieler sind gut, zumindest die "Älteren" Micheal Gambon, Alan Rickman und Helen Boham Carter und auch der Rest spielen ihre Rollen fantastisch und einmalig gut. Bei dem Trio hat Emma Watson die Nase vorn gefolgt von Rupert Grint. Doch Daniel Radcliff ist vollkommen abgeschlagen und schafft es kein bisschen in seine Rolle zu schlüpfen. Er spielt die Emotionen so mies, das man fast lachen muss als man ihn sieht wie er Dumbledor betreuert.



Auch die FSK 12 hat viel auswirkung, so ist der Tod zwa gegenwärtig aber wirklich sehen tut man ihn nicht. Was den Film auch wieder unglaubwürdig macht. Doch zu letzt gibt es noch etwas: Dumbledors spruch "Harry, du solltest dich mal rasieren" "Du bist so groß geworden" WAS? Ich saß lachend im Kinositzt und konnte nicht mehr. Was hat so ein Spruch bitte in einem Harry Potter Film zu suchen?



Uns bleiben die Bücher, das ist alles was ich an die Harry Potetr Fans sagen kann.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
o
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich würde nicht auf die schlechten Kritiken hören.



Guckt auf die IMDB Wertung sämtlicher Potter Filme und nicht auf die ofdb Wertung, weil die sind nichts aussagend.



Der Halbblutprinz ist mit Sicherheit der beste der Potter Reihe und ganz klar und ohne Zweifel DAS Kinoereignis des Jahres 2009!



Anschauen ist knallharte Pflicht!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Super Film! Harry Potter Filme sind immer Spitze! Schade das es in echt keine Zaubererwelt gibt.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Nach der negativen Kritik hier hatte ich etwas angst, aber umso schöner ist es positiv überrascht zu werden.



Für mich nach dem 3. Teil die bisher beste Umsetzung von Harry Potter. Auch wenn manche sagen werden, etwas langweilig, zu viel Geschnulze usw. so ist nunmal auch die Buchvorlage gewesen, die war nie ein Aktionreißer. Das haben aber scheinbar einige erwartet. Ich finde die Charaktäre werden gut entwickelt und man wird auch vernünftig auf das Kommende vorbereitet. Denn sind wir mal ehrlich, der Showdown ist nunmal erst im 7. Buch. Der 6. Film ist so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm im positiven.



Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass der 6. Film nach Teil 1 und Teil 2 wohl am nähsten an der Vorlage an sich ist.
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