Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?
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3,5
771 Wertungen

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Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
"Burn After Reading" ist eine Mischung aus schwarzer Komödie und politischer Satire, die das Publikum mit Sicherheit spalten dürfte. Die Story selbst ist dabei wie so üblich für die Coen-Brüder wieder sehr originell ausgefallen, diesmal aber zudem noch äußerst abgefahren. Der Film ist keine besonders leichte Kost, auch wenn er oftmals als lockere Komödie angepriesen wird. Die erste Hälfte ist dabei noch recht gemächlich und führt die extrem speziellen und eigenwilligen Charaktere Stück für Stück ein, in der zweiten Hälfte gewinnt er dann ein wenig an Tempo und führt die einzelnen Figuren und Handlung zusammen. Erwähnenswert ist hierbei natürlich die großartige Darstellerriege, die allesamt auch wirklich starke Leistungen abliefern: Pitt überzeugt als stupider und proletenhafter Fitnesstrainer, Clooney mimt den abgehalfterten Schürzenjäger und Malkovich verkörpert den leicht alkoholsüchtigen Ex-CIA-Agenten. Dabei nehmen sie sich nur allzu oft selbst aufs Korn und sorgen so für einige Lacher. Trotz alledem ist die ganze Geschichte einfach zu extrem, zu außergewöhnlich als das man wirklich zu 100% Spaß an ihr haben könnte.

Fazit: "Burn After Reading" ist eine insgesamt solide Komödie bzw. Satire geworden, die wieder einmal von den Coen-Brüdern trotz der vielen Stars eher außerhalb des Mainstreams angesiedelt ist. Auch wenn die Geschichte mit ihrem Einfallsreichtum und den tollen Darstellerleistungen wirklich gefallen kann, schafft sie es aber aufgrund der fast schon schwer verdaulichen Handlung nicht so richtig in die vorderen Ränge. Für alle Pitt- und Clooney-Fans aber dennoch durchaus zu empfehlen, allein schon um ihre Stars mal in komplett anderen und untypischen Rollen zu sehen!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ja, es ist auf keinen Fall der beste Coen-Film, und ich denke auch nicht, dass sie beabsichtigten jetzt DEN ultimativen, kritischen und zum Nachdenken gebenden FIlm zu produzieren, eigentlich wollten die Brüder nach No Country for old Men ein erstaml ein Pause einlegen, einem von beiden kam aber die Idee dieses Drehbuch an dem sie schon seit längerem schreiben endlich zu verfilmen. In einem Interview sagten sie ja sogar mal, dass sie eigentlich nur eine recht lockere und lustige Komödie drehen wollten - und das ist ihnen auch perfekt gelungen! In den ersten Minuten wird man mit itrgendwelchen geheimen Machenschaften verwirrt, und dann nimmt der Film erst wirkliche Kontur an! Die Darsteller hätten wirklcih nicht besser sein können, allen voran der etwas "überhebliche" Brad Pitt, dem eine brilliante Parodie seiner Selbst gelingt, wirklich am besten war die Szene in der er ganz amateurhaft versucht Osbourne Cox zu erpressen "Osbourne Cox? ... Is this Osbourne Cox? I thought you might be worried ... about the sucurity ... of your shit!"

Im großen und ganzen ist Den Coen mal wieder ein super Film gelungen, diesmal aber keine schwere Kost, sondern eine echt wahnsinig lustige Komödie!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich habe selten so gelacht wie in diesem Film und wenn ich mich an die Mitseher erinnere, war ich nicht der einzige.



Die Cohen-Brüder haben diesemal wieder mehr die "The Big Lebowsky"/"Fargo"-Richtung eingeschlagen. Abstruse Dialoge, durchgeknallte/bekloppte Charaktere und einen Haufen Situationskomik. Das sind die Zutaten, die den Film zu einem klasse Erlebnis machen. Wer hier den nächsten Osacar-Abräumer erwartet ist in den falschen Saal gegangen. Und wer ein Fan der gepflegten Wortwahl ist, sollte sich vielleicht auch lieber ein Buch nehmen und den Abend nicht unbedingt mit diesem Film verbrigen. Es wird geflucht. Viel. Sehr sehr viel.



Besonders aber gefallen hat mir Brad Pitt als stumpfsinniger Fitnesscoach. Vor allem das erste Telefonat mit John Malcovich ist dermaßen übertrieben dämlich ausgelegt, dass man Pitt zur Umsetzung nur noch Beifall klatschen möchte. Die Art und Weise wie hier gespielt wird ist einfach köstlich mit anzusehen und ich kann mir vorstellen, dass am Set eine durchaus befreite Atmosphäre vorgeherrscht haben muss.



Alles in allem eine lockere und frische Komödie, die man sich mal schnell zwischendurch gönnen kann. Auch ein Besuch auf der Toilette muss einen nicht in Angst versetzen, große Plotteile zu verpassen. Einfach hinsetzen und die herrlichen Dialoge genießen.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
Witzig, dass alle schlechten Kritiken anfangen mit "Ich wollte ins Kino und dachte: Brad Pitt und George Clooney, der muss ja gut sein". Tja, liebes Blockbuster-Publikum, vorher informieren und dann lieber in den neuen Actionkracher von Michael Bay oder so gehen...



Wer Coen-Filme mag, ist bei diesem Film auf jeden Fall sehr gur aufgehoben. Verplante Story, schräge Charaktere und Coen-Humor. Der Film ist nicht der beste der Coen-Brüder, aber immer noch brilliant.



Tipp: Unbedingt in Englisch sehen, die Syncro (gerade von Brad Pitt) ist eher mäßig.
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