The Wolf Of Wall Street
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4,4
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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 19. März 2014
Der Film ist gut gemacht. Sie haben ihn sich einiges Kosten lassen und das sieht man auch. DiCaprio spielt seine Rolle hervorragend.

Das einzige Problem, dass ich sehe: Er reflektiert nicht ausreichend. Ja, man könnte denken es ist gut mal ein bisschen eigene Denkleistung beim Publikum zuzulassen und auf ihre Intelligenz zu vertrauen. Tja, kann man aber leider nicht. Was ich hier von manchen Leuten lesen muss ist eindeutig.
Ich zitiere mal aus vorrangegangenen Kritiken:
"Man verspürt dieses absolute Verlangen nach Jordan Belforts Art und Weise zu leben"
"Unfassbar witzig"
"Ich habe selten soviel gelacht."
"Mal von der Tatsache abgesehen, dass die Aufzählung den Arzneischrank meiner Träume darstellt"
"unglaublich lustig"
"Immer passiert was, meistens was zum brüllen komisches"
"verdammt witzig"
"Die witzigste Komödie die ich seit langer, langer Zeit im Kino gesehen habe."
"Szenen bei denen man aus dem Lachen nicht mehr herauskommt "
Das soll mal reichen.

Wer in diesem Film lacht, ihn witzig findet oder gerne Jordan wäre - der hat nichts verstanden.
Ich finde diesen Film absolut nicht witzig. (Was nicht heißt, dass ich ihn nicht gut finde. Nicht alle Filme müssen lustig sein.) Ich denke, dass es keine Stelle gibt, in der man lachen oder auch nur grinsen sollte.
Das portraitierte Leben ist tragisch, in so vielen Situationen erbärmlich und würdelos. Es erzeugt bei mir eine Mischung aus Mitleid und Angewidertheit. Vollgedröhnte Szenen, die den Protagonisten am absoluten Abgrund zeigen, physisch wie auch menschlich. Und sie sind nicht überspitzt, wie es hier einige verharmlosend beschreiben. Das war real. Jordan Belfort existiert und er hat diese Dinge wirklich erlebt.
Der Typ hatte so ein verdammtes Glück, dass nicht selbstverständlich ist! An mindestens zehn Stellen im Film hätte er eigentlich drauf gehen müssen. (Mehrfach Überdosis an Drogen, Autofahrt unter extremem Drogeneinfluss, Schiffsunglück,...).
Sein Leben ist mein Alptraum.
Und ganz ehrlich, nach zwei Stunden hab ich mir bei jeder Szene gewünscht, dass er doch bitte endlich stirbt, damit ich mir das nicht mehr mit ansehen muss. Aber es war ja von vornherein klar, dass das nicht passiert. Und ja, ich hätte auch einfach ausmachen können. Aber nein, hätte ich nicht. Ich habe auf die Wendung gewartet, in der die Geschehnisse endlich reflektiert werden.

Es gibt zwar diese Szenen in denen alles "geil" zu sein scheint. Aber selbst die konnte ich nicht wirklich genießen. Es war einfach nur total fertig. (Wobei zumindest ein paar tröstende schöne Brüste zu sehen sind.)
Und wieso zur Hölle fickt man ungeschützt billige Nutten, die einem STD's wie Tripper oder im schlimmsten Fall AIDS anhängen können, wenn man es nicht nötig hätte? Gott! Ist es heutzutage soooo uncool auf seine Gesundheit zu achten, weil man vielleicht noch ein bisschen schön weiter leben will?

Egal. Menschen, die Jordans Leben als witzig oder beneidenswert betrachten, werde ich ohnehin nicht bekehren können. Aber zumindest konnte ich mich ein bisschen abregen.

Ich finde den Film trotz der eher negativen Gefühle, die er ausgelöst hat, gut gelungen. Er regt zum Nachdenken und Recherchieren an. Er ist echt und ehrlich, drückt einem aber keine Meinung auf. Diese bleibt gänzlich offen. Wie gesagt ist dieser Punkt etwas kritisch. Andererseits wäre eine Version mit auflösender Wendung vielleicht zu klassisch und nicht so kunstvoll.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 17. März 2014
"Taxi Driver", "Wie ein wilder Stier", "Goodfellas" und nicht zuletzt "Departed" sind die Meisterwerke von Martin Scorsese an denen sich " The Wolf of Wallstreet" messen lassen muss.
Und bei diesem Vergleich kommt der Film trotz oder vielleicht auch gerade wegen DiCaprio bei mir nicht so gut weg. Natürlich liefert Leo einmal mehr eine herausragende darstellerische Leistung ab und kann allenfalls der gleichfalls oscarnominierte Jonah Hill ihm da das Wasser reichen. Doch hieran krankt letztlich in meinen Augen auch der Film, denn die Story vom zynischen geldgeilen und drogensüchtigen Börsenhai trägt keine drei Stunden, sondern hängt irgendwann gewaltig durch, da die wiederholende Aneinanderreihung teilweiser haarsträubender Exzesse zumindest mich im letzten Drittel gelangweilt hat. Es mag allerdings auch daran liegen, dass dieser Film keinen einzigen positiven Charakter besitzt, was die Identifikation mit einem der Protagonisten verhindert. Bis zum Schluss bleibt dieser Jordan Belfort eine Witzfigur, eine Art bösartige Karikatur des Zeitgeistes der frühen 90er, wobei, wie Bernie Madoff und die Lehmanpleite beweisen, es noch weitaus größere Verbrecher gab.
Dadurch unterscheidet er sich, wiewohl thematisch durchaus verwandt, von "Goodfellas". In beiden Filmen geht es um die zerstörerische Macht von Drogen, den Verlockungen des ganz großen Geldes und wie der einzelne dadurch korrumpiert wird.
Nur, dass in "Goodfellas" die von Ray Liotta gespielte Hauptfigur zur inneren Umkehr fähig ist und in ihrer Katharsis reinen Tisch macht und dabei ein ganzes Rudel Mobster mit in den Abgrund reißt.
Wunderschön ist allerdings der Versuch geraten, die quasi religiöse Verehrung es allmächtigen Dollars als archaischen Götzenkult in ausdrucksstarke Bilder zu kleiden. So toben Belfort und seine Jünger wie weiland wohl die Kinder Israels beim Tanz um´s Goldene Kalb durch Büroräume und Parties und lassen alle Hemmungen fallen.
Auch findet Scorsese ausdrucksstarke Bilder für die zerstörerische Kraft der Drogen bis hin zum völligen Kontrollverlust und völliger Isolation.
Und natürlich ist es für jeden, der die späten 80er und frühen 90er bewusst erlebt hat, ein Fest, wenn Belfort den Helden aus Miami Vice huldigt.
Unterm Strich: beachtlich, aber kein Meisterwerk.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 16. März 2014
Gute Geschichte mit einem guten Schauspieler Leonardo DiCaprio.
Jimmy v
Jimmy v

519 Follower 506 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 10. März 2014
Tatsächlich ist "The Wolf of Wall Street" verdammt witzig, verdammt nett inszeniert und gehört sicher zu den lustigsten Filmen von Scorsese, einfach weil vieles so ungemein leichtfüßiger vonstatten geht, als beispielsweise beim damaligen "King of Comedy". Allerdings ist dieser aktuelle Film der weniger interessante. Unser Protagonist, wie immer sehr gut verkörpert von DiCaprio, ist an sich keine sonderlich neugierig machende Figur - was teils der Clou ist. Aber ich kann schon verstehen, wenn in der Kritik bemängelt wird, dass die letzten Filme über die Wall Street (u.a. "Margin Call" oder aber auch "Wall Street 2") letztlich nur darauf aus sind den Exzess zu verurteilen, doch wenig die Mechanismen dahinter beleuchten, oder aber das versuchen, dabei aber scheitern, schlicht weil die Schreiber von dieser Materie kaum etwas verstehen.
Scorseses Film nun löst das elegant, indem er von Anfang an durch die subjektive Einfärbung gar nicht groß erklären will, sondern den Rausch völlig betont. Das bedeutet freilich nicht, dass mehr Substanz dem Film nicht gut getan hätte! So ist das Ganze ein absurder Partyfilm, teils urkomisch, aber sicherlich ein wenig zu lang. Beim ersten Schauen wird keine Langeweile aufkommen, aber beim zweiten Male wird man sich dann schon fragen: Huh? Damit wird dann das klassische Biopic auch nicht so verändert wie manche es gerne hätten. Die Story ist schon ziemlich straight und konventionell, was die Stationen angeht - gleichwohl sich alles den wilden, übersexualisierten Szenen unterordnet. In dem Fall ist das nur gut, aber es schadet etwas - und das eben nicht nur wegen dem obigen Kritikpunkt, sondern auch, weil die anderen Figuren etwas zu kurz kommen. Hill spielt gut, aber oscarreif ist das nicht unbedingt. Auch das restliche Ensemble könnte besser ausgearbeitet sein, denn so sind sie nur Stereotypen: Die viel zu oberflächlich bleibende Ehefrau, der schwach gezeichnete Gegenspieler vom FBI usw. usf.
Fazit: "The Wolf of Wall Street" unterhält blendend und ist eine einzige Sause - Scorseses lustigster Film! Doch es hätte ruhig mehr Inhalt bedurft, denn darunter leiden auch die Nebenfiguren.
Michael F.
Michael F.

2 Follower 7 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 7. März 2014
ein herrlicher Film! Ich habe selten soviel gelacht. Der Humor wird nicht jedem gefallen, keine Frage. Ich persönlich finde den Film klasse, ist jedoch ohne Frage geschmackssache.
nada-
nada-

38 Follower 120 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 3. März 2014
"On a daily basis I consume enough drugs to sedate Manhattan, Long Island, and Queens for a month. I take Quaaludes 10-15 times a day for my “back pain”, Adderall to stay focused, Xanax to take the edge off, part to mellow me out, cocaine to wake me back up again, and morphine… Well, because it’s awesome."

Mal von der Tatsache abgesehen, dass die Aufzählung den Arzneischrank meiner Träume darstellt, gebe ich dem bösen, bösen Wolf die volle Punktzahl, weil er politisch inkorrekt und dabei unglaublich lustig ist. Diese Kombination ist unbezahlbar. Ich bin ja der Meinung, DiCapriSonne hätte den Oscar alleine dafür schon verdient, weil er selbst dann überzeugt, wenn er bis an die Mandeln zugedröhnt einer Nutte Kokain in ihren Arsch bläst. Denn das will was heissen.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 2. März 2014
Die ersten 40-50 min des Films waren noch Interessant. Börsenspekulationen und die Genialität des Hauptdarstellers diCaprio beim Verkaufen von Schrottaktien. Amüsant!
Doch danach mutiert der Film zum Softporno im Drogenrausch und hat nichts mehr mit der Story zu tun. Wer sein Wörterbuch der Vulgärsprache auffrischen will, ist hier richtig.
Sexismus und Erniedrigung von Frauen steht an erster Stelle, gepaart mit hemmungslosen Drogenkonsum. Hab mir viel mehr von diesem Film erwartet! Schade!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 28. Februar 2014
Leo did a really good job his acting was fantastic
Fantastic movie, recommended
The movie has everything what is good about a movie.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 26. Februar 2014
Mh. Der Film hat seine stärken. Grade Leonardo spielt sich hier richtig in rage und hat den Oskar verdient. Jedoch bin ich von dem Film an sich dich sehr enttäuscht. Er ist VIEL zu lang .Man hat nach einer Zeit das Gefühl alles schon einmal gesehen zuhaben. Sex Drogen Geld. Und das immer immer wieder. Weniger wäre hier mehr gewesen. Denke wenn der Film eine Stunde kürzer wäre, wäre über deutlich besser und kurzweiliger.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 21. Februar 2014
Gott, war das lang!

Der Film schafft es leider nicht, eine emotionale Beziehung zwischen Publikum und den Charakteren herzustellen. Man hasst sie nicht, man liebt sie nicht. Und genau das macht das Schicksal der Protagonisten so belanglos. Als Komödie nicht lustig genug, als Drama viel zu oberflächlich. Die Handlung plätschert über 3 Stunden ohne Höhepunkte dahin. Ein Film für Teenager oder sonstig Lebensunerfahrene, die noch nicht begriffen haben, dass für Belforts Lebensstil viele Kleinanleger ihr hart verdientes Geld verlieren mussten. In Anbetracht der derzeitigen Verwerfungen am Finanzmarkt ein viel zu unkritischer Film, der daher nicht einmal als Feel-Good-Movie durchgeht.

Schon jetzt die Enttäuschung des Kinojahres.
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