Martyrs
Durchschnitts-Wertung
4,0
423 Wertungen

88 User-Kritiken

5
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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Pascal Laughiers „Martyrs“ ist bis zu diesem Zeitpunkt der zweite Film, nach dessen „Genuss“ ich mich körperlich schlecht fühlte (der erste war Daran Aronofsky‘s „Requiem für a Dream“). Das soll, auch wenn es nicht so klingt, ein Kompliment sein. Wenn ein Film seinem Zuschauer körperliche Schmerzen bereitet, dann haben die Macher definitiv etwas richtig gemacht und auch wenn die Gefahr sehr groß ist, dass man „Martyrs“ für eine lange Zeit nicht mehr aus seinem Kopf bekommt, so möchte ich doch behaupten, dass jeder (erwachsene und emotional stabile) Zuschauer diese Grenzerfahrung einmal mitmachen sollte.



Allein der erste Teil, der wenigstens von der Story her noch wie ein gewöhnlicher, leicht übernatürlich angehauchter Slasher-Film daher kommen könnte, ist schon ein starkes Stück. Die Stimmung ist trüb, die Bilder düster und Humor ist praktisch nicht vorhanden. Als Lucie dann in das Haus der Familie stürmt und wie ein Tornado mit Schrotflinte über die Familie herfällt, die uns vorher noch so beängstigend knuddelig als Durchschnittsfamilie präsentiert wird und nach 3 Minuten niemand aus der Familie mehr lebt, bekommt man eine leichte Ahnung davon, dass das vielleicht doch keine gewöhnlicher Teenie-Horrorfilm ist. Was danach folgt spottet jeder Beschreibung und entfaltet seine volle Wirkung, wenn es einen unvorbereitet trifft.



Doch was macht den Film denn nun so grausam? Die Gewalt? Naja, rein vom optischen her gibt es in „Martyrs“ nicht viel mehr zu sehen, als in ähnlich gearteten Horrorfilmen. Was den Gore-Faktor angeht kann er keineswegs mit nationalen Konkurenzprodukten wie „Haute Tension“ oder „Inside“ mithalten, aber das ist es nicht, was den Zuschauer erschaudern lässt. Dabei ist der Film pure Gewalt, Gewalt in seiner reinsten und perfektesten Form: Präzisie gesteuert, konstant hart und als Mittel zum Zweck. Das klingt jetzt vielleicht abartig, aber unter den gegebenen Umständen und weil ich nichts von der richtigen Handlung verraten möchte, ist das der beste Weg, es zu beschreiben. Wenn ich jetzt noch erzähle, dass es in dem Film eigentlich nicht um Gewalt geht, seid ihr mit Sicherheit vollends verwirrt, aber wie bereits erwähnt sollte eine Filmkritik zu „Martyrs“ stets kryptisch bleiben, denn jede Anspielung auf das, worum es in diesem Film eigentlich geht, wäre eine Sünde und würde den Film ruinieren für den, der ihn noch nicht gesehen hat. Eigentlich ist sogar schon der Titel des Filmes Hinweis zu viel, aber… naja, irgendeinen Titel muss er ja haben.



Das einzige, was mir zwischen der geistigen Taumelei und dem Zwang, nicht hinzusehen negativ in Erinnerung geblieben ist, ist das mangelnde Schauspiel. Ich meine an diesem Punkt nicht mangelndes schauspielerisches Talent von Mylène Jampano und Morjana Aloui, welches möglicherweise vorhanden ist, aber ich glaube, das minimalistische Schauspiel war beabsichtigt und ich begreife nicht, wieso. Das macht die Schauspielerinnen austauschbar und die perverse Handlung zum eigentlichen Star des Films. Hätten die beiden mehr Gelegenheit dazu gehabt, sich in einigen Szenen in das Gedächtnis des Zuschauers zu spielen, hätte ihr Schicksal uns vielleicht noch härter getroffen als ohnehin (vielleicht hat Laughier zu unserem eigenen Schutz darauf verzichtet). So fiel es mir ehrlich gesagt auch ein bisschen schwer, die beiden auseinander zu halten.



Wie gesagt, der Film ist ohnehin schlimm genug. Die KJ-Freigabe ist hier definitiv berechtigt und auch wenn die einem nicht sagt, aus welchen Gründen der Film für Jugendliche nicht geeignet ist, lasst das meine Warnung sein: Viele Horrorfilm eignen sich für einen netten Abend mit Freunden, dieser hier nicht! Das Popcorn wird euch im Hals stecken bleiben. „Martyrs“ ist Horror in seiner reinsten Form und ein Film, den ihr so schnell nicht wieder aus eurem Verstand bekommt!



Be afraid, be very afraid!

Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Also, das ist schon bitterlich was ich hier alles lesen musste und hat mich enttäuscht. Nicht, das hier einige so total der Überzeugung sind, das dieser FIlm ein guter Film ist, sondern, das hier noch keiner etwas dagegen geschrieben hat. Um es einmal Vorweg zunehmen. Ernsthafte Filmkenner, die sich auch schon einmal ein bisschen mehr in die Kunst vertieft haben und nicht wie einige, nur den geläufugen Sommerblockbuster im Kino gesehen haben, werden bitter enttäuscht sein.

ICh war interessiert, könnte man sagen, weswegen ich mir letztlich auch diesen film angetan habe. Ich verachte Filme wie Hostel und Nachfolger. Sie sind geschmackslos, zeitraubend und nervtötend. Es geht sicher nicht nur mir so, das die immer weiter ausgedehnte härte, wegen der die Spannug und die Story und meist auch die schauspielerishen leistungen auf der strecke bleiben, nicht erschrecken sondern nur noch zu ermüden vermag. Jetzt sagen alle, Martyrs ist anders. Ich habe ihn mir mit meinem Freund angeschaut, habe mich durchgequält, den drang, abzuschalten widerstanden, weil Ich auf die achso tolle "Überraschung" im schlussviertel gehofft habe. Alles umsonst. Martyrs ist nicht anders wie all die anderen Tortureporns, die einfach nicht mehr erschrecken können. Schauspielerische Leistung? Vollkommen übertrieben herumschreien kann ich auch. Die Kameraführung war miserabel. Die Schockeffekte kaum vorhanden und wenn, dann waren sie falsch platziert, termiert. Vor allem die Geschichte hat in der Kritik Pluspunkte gesammelt, aber irgendiwe werde ich das Gefühl nicht los, das sich das ein Jugendlicher während dem Kiffen zusammen mit seinen freunden ausgedacht hat, als sie darüber sprachen, was in Hostel 3 alles noch hätte härter gemacht werden könnte. Die Überraschung kommt daher, als wäre sie von einem Unrerklassigen Möchtegernschriftsteller verfasst worden. Zum Schluss: Die Härte. Häter als High Tension, INsider und so weiter. Kann schon sein, ich habe diese neuen französischen filme alle nicht gesehen, auser Alexandre Ajas The Hills Have Eyes, der mir gut gefallen hat und auch mal endlich wirklich schocken konnte. Im Vergleich THe Hills Have Eyes zieht zieht Martyrs sowieso klar den kürzeren. Er hat die schlechtere Geschichte, schlechtere schauspielerische leistung, und kann trozt aller härte nicht wirklich erschrecken. EInige andere anscheinend schon.



Fazit: Martyrs war blutig, war abartig, war brutal und es war mal wieder das gleiche, nur ein bisschen anders. Wer sich unterträglichste Spannung auf höchstem Niveau antun will, dem empfehle ich Lost Highway, wer sich bei einem gut durchdachten Schocker zu Halloween amüsieren will, dem empfehle ich Scream (der hat wenigstens ein wirklich überraschendes Ende) und wer etwas brutales sehen will, der kann sich ja einmal von den ganze n Saws, Hostels und High Tensions abwenden und mit den guten alten Splatterfesten von Peter Jacksons oder Tanz der Teufel von Sam Raimi vergnügen. Das ist auch irgendwie brutal, nur macht es einfach viel mehr Spaß.
RudolfoTomasi
RudolfoTomasi

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2,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich bin absolut kein Fan von Horrorfilmen, aber die Neugier treibt mich doch immer wieder dazu, auch Filme dieser Art zu konsumieren. So auch bei Martyrs. Leider wird die menschliche Neugier in diesem Fall hart bestraft. Dieser Film ist extrem hart. So hart, dass ich mir als "Sensibelchen" wünsche ihn nie gesehen zu haben. Martyrs überschreitet für mich eine gewisse moralische Grenze, so dass man sich als normaler Mensch fragen muss, ob es wirklich sein muss, solche Filme überhaupt zu produzieren und ob Leute, die diesen Film als gut befinden emotional noch ganz gesund sind. Ich zweifle sogar daran, ob man das Gesehene wirklich noch als Film im eigentlich Sinne bezeichnen sollte: Es ist keine Dokumentation, kein Drama mit dem der Schreiber den Menschen etwas sagen möchte, keine Kunst und Unterhaltung ist dieses Werk mit Sicherheit ebenfalls nicht. Obwohl der Regisseur offensichtlich zur Interpretation, wie man am Ende des Filmes sieht, anregen will, hat er sich dieses Wohlwollen des Publikums durch die sinnlose Qual in den letzten 20 Minuten des Filmes verspielt. Die Inszenierung ist zwar sehr gut, die Schauspieler ebenfalls, aber dies rechtfertigt noch lange nicht die Existenz des Filmes an sich, da sowas keine Unterhaltung sein kann. Am Liebsten würde ich daher keinerlei Bewertung vergeben, da dies aber nicht möglich ist gibt es neutrale 5/10.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Welche wertung geben, das war hier die frage.



Wirklich kalt lässt martyrs wohl nur wenige, dafür ist er einfach zu intensiv und zu polarisierend und das an sich muss man als pluspunkt dem film zugestehen. Die intensivität ergibt jedoch aus der realistischen darstellung der gezeigten gewalt. Ähnlich wie bei funny games ist das brutale und z.T. schockierende an dem film subtiler: die hilflosigkeit der der gewalt ausgesetzten opfer, die grausamkeit des ausgeliefertsein... Es wird hier eben nicht eine offensichtlich rein fiktive ebene betreten, auf der es leicht ist, sich von dem gesehenen zu distanzieren.



Ich muss zugeben, dass ich nach dem sehen von martyrs schon ein wenig im zweifel bin, was ich letzlich von dem film halten soll.



Zum einen ist er handwerklich gut und überzeugend gemacht und von hoher intensivität.



Mit der story habe ich jedoch so meine schwierigkeiten.

So erscheint mir der dem film zugrundeliegende Gedanke ziemlich absurd. So wie ich das verstanden habe, geht es ja um eine form von erleuchtung, zeuge (martys) zu werden von "der anderen welt", dem jenseits, etwas göttlichem usw. Die dieser idee anhängende gemeinschaft von betagten und wohlhabenden Personen (etwas klischeehaft) versucht nun nicht, eigene erleuchtung auf spirituellem erkenntnisweg zu erlangen, sondern hat die perverse und menschenverachtende vorstellung, von anderen kenntnis über letzte fragen dadurch erlangen zu können, dass sie diese anderen psychisch und physisch zerstört. In der dadurch bezweckten selbstaufgabe würden diese depersonalierten individuen dann in einen bewußtseinzustand der erleuchtung gelangen. Das ganze erscheint mir schon ziemlich hanebüchen.

Darüber hinaus deutet das ende des filmes ja auch an, das diese idee nicht reine spinnerei ist, sondern dass die protagonisten ja zu einer, wenn auch anscheinend wenig aufbauenden erkenntnis durchgedrungen ist...



Ich habe ans sich kein problem mit gewaltdarstellung. Umso mehr und v.a. umso realistischer ich jedoch (v.a. psychische) gewalt darstelle, umso einen besseren grund brauche ich meiner meinung dafür. Bin nicht sicher, ob dieser film diesem anspruch gerecht wird.

Es geht um die Frage: benutze ich gewalt als darstellungsform um eine geschichte zu erzählen und denke ich mir eine (absurde?) geschichte als vorwand aus, um gewalt darzustellen.

Habe diese Frage für mich noch nicht letztlich beantworten können.

Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Seid dem ich im Jahr 2008 zwischen den Monaten August/September zum ersten mal von dem Film "Martyrs" hörte, war mein Interesse geweckt. Ich habe mir so wenig Informationen über den Film gesammelt wie nur möglich und hoffte Sehnsüchtig auf eine ungekürzte Veröffentlichung. Ich wollte mich einfach mal wieder richtig schocken lassen. Als ich dann die Nachricht las es würde eine ungekürzte Fassung in Deutschland geben, wäre ich vor Freude fast an die Decke gesprungen.



Der Film beginnt in den 70er Jahren. Ein Mädchen rennt schreiend durch ein Industriegebiet. Sie sieht sehr mitgenommen aus. Es stellt sich heraus das sie gefangen gehalten, gequält und missbraucht wurde. Allerdings sind keine Anzeichen einer Vergewaltigung vorhanden. Das Mädchen, mit dem Namen Lucy welches über ein Jahr als vermisst gemeldet wurde, freundet sich mit Anna an, welche sie im Krankenhaus kennen gelernt hat.

15 Jahre später steht Lucy mit einem Gewehr vor der Tür eines vermeintlich fremden Mannes, kurz darauf ist nichts mehr wie es scheint...



Mehr möchte ich auch gar nicht zu dem Film sagen, denn desto weniger man weiß, desto mehr geschockt ist man.

Die Atmosphäre in der ersten hälfte de Films ist sehr düster und schrecklich, man leidet mit den Opfern und plötzlich sympathisiert man wieder mit den vermeintlichen Tätern, es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wenn jedoch das schreckliche Szenario aufgeklärt wird, hat man einen Klos im hals und ist wirklich erschrocken. Leider nimmt die Spannung in der zweiten hälfte des Films etwas ab, die Grausamkeiten, welche gezeigt werden, wirken nicht mehr und man ist teilweise sogar gelangweilt. Das Ende des Films lässt einen nur sprachlos und ich für meinen teil wusste nicht wie ich mit dem Ende umgehen soll, ich war verwirrt und echt mitgenommen. Dieser Film ist definitiv nichts für Leute mit schwachen nerven, man bekommt etwas womit man in seinen schlimmsten träumen nicht gerechnet hat.



Naja, ich gebe mal so frei Schnauze 7/10 Punkte.. ich bin wahrscheinlich noch geflasht den Film zu beurteilen.....
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Erschreckend! Da ich die Kritik im Vorfeld schon gelesen hatte, war eine gewisse Erwatungshaltung leider nicht vermeidbar. Martyrs leutet ein neues und sehr beängstigendes Zeitalter des Horror Films ein. Was soll noch alles kommen frage ich mich am Ende, mehr Grund- und Sinnlosigkeit kann kaum übertroffen werden. Dieser Film ist ein hervorragendes Beispiel für den völlig kranken Zustand des menschlichen Daseins. Und mal ehrlich, so perfide die Idee hinter Martyrs auch ist, so glaubhaft ist sie auch. Ich bin fest davon überzeugt, das es absolut nichts gibt, was der Mensch nicht machen würde um unumgängliches zu vermeiden.

Heftiger Film der lange nachhallt.

Anbei: das Ende ist so wie es ist, für mich perfekt.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Also jetzt mal ehrlich, ich bin nicht empfindlich, was HORROR-Filme angeht.

Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von diesem Film halten soll, jedenfalls hat er mit Horror im gängigen Sinn wenig zu tun und ist sicher nichts für schwache Nerven und psychisch vorbelastete Zeitgenossen.Und an alle die, denen dieser Film zu soft war, warum auch immer: habt ihr das eigentlich verstanden, das alles? Man braucht schon ein gewisses Niveau um die schlimmen Dinge zu erfassen, die in unserer Welt passieren. Der Film schockiert und das zu Recht. Doch will ich das in einem `fiktiven` Film sehen? Die Welt ist schon wüst genug, guckt euch die Nachrichten an!
rock_soul
rock_soul

21 Follower 125 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. April 2019
Ein geiler Film...die Idee hinter dem ganzen ist neu und überraschend. Der film macht Sinn und ist an den Stellen brutal wo er es sein muß. Ich versteh nicht warum man hiervon rein Remake machen möchte. ein harter aber runder Film der im Kopf bleibt.
wufreak
wufreak

16 Follower 78 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Echt harter Film, viel Gewalt, man fragt sich den ganzen Film warum diese stattfindet.



Die Idee ist gut, von Grund auf intelligent, mal was Neues, nur irgendwie hätte es besser umgesetzt werden können. Der Film regt schon zum Nachdenken an, nur die Machart konnte nicht auf ganzer Linie überzeugen.



Eventuell hätte weniger Brutalität dem Film gut getan, aber vielleicht macht gerade diese ihn auch gerade deshalb zu etwas besonderem.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Auf jeden Fall einer der Besten Filme der letzen 10 Jahre !!
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