Martyrs
Durchschnitts-Wertung
4,0
423 Wertungen

88 User-Kritiken

5
19 Kritiken
4
28 Kritiken
3
19 Kritiken
2
8 Kritiken
1
9 Kritiken
0
5 Kritiken
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich bin eher zufällig über die Kritik hier gestolpert, als der Film auf dem FantasyFilmFest gezeigt worden ist und war seitdem neugierig auf den "grenzüberschreitenden Horror aus Frankreich", der uns versprochen wurde.



Das Versprechen wurde nicht gehalten; nichtsdestotrotz ist Martyrs ein guter Film.



Ich hab mir unnötigerweise ins Hemd gemacht und will mal einige Fakten über den Film festhalten:

- es gibt wenig Schockeffekte und keinerlei Gruselszenen. Wer sowas sucht, ist hier falsch!

- er ist brutal, aber wird (meiner Meinung nach) nicht unerträglich und die Gewalt ist hier kein Selbstzweck

- der Film funktioniert wirklich nur dann, wenn man vorher nichts weiß. Vorher was zu wissen macht ihn aber auch nicht kaputt!

- die Storytwists sind eigentlich nicht sonderlich aufsehenerregend, das wird oft überschätzt. Sie sind eigentlich eher logisch!



Ich finde die Vergleiche mit gängigen Horrorfilmen, wie sie hier so oft gebracht werden, völlig unzutreffend. Viel passender wäre es da, Martyrs mit Jack Ketchum's Evil gleichzusetzen, denn dieser Film beschäftigt sich auch mit einem Thema: Wozu Menschen in der Lage sind. Sowohl die Menschen, die anderen Schlimmes zufügen, als auch die Menschen, die das ertragen müssen.



Irgendwo habe ich die Tage den denkwürdigen Satz gelesen: Die Realität hat diesen Film eingeholt. Ja, das stimmt. Ich wollte mir zwischendurch auch sagen: Ach, komm, das ist weit hergeholt, keiner würde das tun.

Aber so ist es leider nicht. In Österreich sperrt auch ein Vater seine Tochter 24 Jahre lang in ein Verlies. Das kann man schon durchaus vergleichen.



Wenn Leute wegen diesem Film den Kinosaal verlassen, passiert das meiner Meinung nach nicht wegen den "unglaublich blutigen und brutalen Folterszenen", sondern vielmehr deshalb, weil man die psychische Grausamkeit, der man ausgesetzt ist, nicht erträgt.

Ich habe mich auch gefragt: Warum will ich das sehen? Warum bin ich neugierig auf sowas?

Weil mich das Abgründige anwidert und zugleich fasziniert, so blöd das klingt, denn der Mensch ist eine wahre Bestie. Wenn man in den Medien immer wieder unfaßbare Geschichten wie aus Österreich hört, dann fragt man sich irgendwann: Wieso sind Menschen dazu fähig? Mich interessiert das Warum.



Die Antwort gab es auch hier nicht, doch was sich mir eingebrannt hat, ist die abstruse Gegenüberstellung der gelassenen, sich normal verhaltenden Verantwortlichen, die alle ihr saubreres Leben leben und dann hier auf ein elendes Häufchen Mensch schauen, für das sie selbst gesorgt haben. Das saß wirklich, das hat wütend gemacht.



Ansonsten muß ich sagen, daß die zweite Filmhälfte bei mir ihren Mitleidseffekt verfehlt hat. Der Film hat teilweise auch einfach seine Längen. Und er ist definitiv nicht so "asozial", wie es hier beschrieben wird, und dieses Monster, das so oft beschrien wird. Was hier erschreckend ist, ist der Anspruch auf Tiefgang und Realität. Man nehme z.B. The Hills have Eyes: Da tun degenerierte Menschen anderen Böses an.

Das ist hier aber nicht so. Hier gibts keine Hintertür, durch die man rennen und dann sagen könnte: Ist ja alles nur Fiktion.
Lamya
Lamya

1.384 Follower 801 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich hab mir den Film auch nur angeschaut, weil ich diese doch sehr krassen Kritiken gelesen habe. Ich wollte einfach wissen, was nun so krass an dem Film sein soll. Und was war so krass? Nicht viel...Ein Horror-Drama das in meinen Augen nicht sooo toll ist, wie es beschrieben wurde und ich hab den Film sehrwohl verstanden. Der Film war okay, kann man sich anschauen, aber umgehauen hat er mich in keiner Weise...



6/10
jasondufrane
jasondufrane

3 Follower 21 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Der Film hat mich zutiefst erschreckt. Er ist unglaublich brutal und geht stark an die Nerven der Zuschauer. Er hat auch mich tagelang beschäftigt, was aber insbesondere an der Härte und nicht an der Geschichte liegt.



Spannend beginnt selbige und das der Zuschauer und die 2te Protagonistin so lange nicht wissen was eingentlich vorgeht zieht. Man will es wissen. Man will wissen was passiert ist.



In der zweiten Hälfte des Films erfährt man dann worum es geht. Unvorstellbarer Real-Horror erwartet einen, welcher unbedingt nur von 18+ wenn nicht 21+ gesehen werden sollte. Als ich gehört habe, dass der Film in Frankreich ab 16 ist habe ich mich ehrlich gefragt wie das sein kann.



Insgesamt kann ich den Film allen Erwachsenen empfehlen. Ihr braucht starke Nerven!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Der absolut beste Horrorfilm den ich bisher gesehen habe.



Mich hat die Art und Weise des Aufbaus absolut überrascht:

Zuerst die Slasher-Szenen und erst nach der Hälfte wird die Story dann endlich durch die ruhigeren Szenen erzählt.

Sowas hab ich galub ich bisher noch nie in einem Horrorfilm gesehn. Es gab keinen wirklichen Showdown, kein wirklich schockierendes Ende.



Es wird nur wenig gesprochen, nur wenig mit Dialogen/Monologen erklärt.

Das ist wohl auch der Grund warum ich keinen Makel an der schauspielerischen Leistung finden kann.

Keine unnötigen Spannungsaufbauer, keine...ehrlich gesagt kann ich mich nichtmal an Hintergrundmusik erinnern...ich war so von der Atmosphäre gefesselt und habe teils sogar mitgelitten.

Ich habe genau das erhalten was ich von einem Horrorfilm erwartet habe.

Absolutes 1A Erlebnis!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Hier sind wohl eine Menge Leute mit falschen Erwartungen an den Film heran gegangen. Wenn man einen Film mit der Hoffnung, auf das bisher Unzeigbare und Unfassbare, angeht muss man auch einfach damit rechnen und nicht krtisieren, dass ein Film, der ohne seine Gewalt nicht funktioniert, zu kritisieren weil er "pervers" oder zu brutal sei.



Der Film nimmt die Gewalt, die er brauch um das was er rüberbringen will, auch dem Zuschauer zu vermitteln. Dieses Recht muss der Regisseur heutzutage haben und sollte dafür bewundert werden, den Mut aufzubringen!



Gewalt und Folter sind mit Aspekte, die in Horrorfilmen Alltag geworden sind, doch so haben wir sie noch nie gesehen...



Ich persönlich mag die Schonungslosigkeit des FIlms. Er macht da weiter wo andere aufhören und drückt da ab, wo andere kneifen!!!



Der Film erfüllt alle Erwartungen, bis auf der brutalste Film aller Zeiten zu sein, denn mit dem hatte ich gerechnet. Doch um der brutalste Film aller Zeiten zu sein, fehlt einfach der Gore eines BrainDeads...



Trotzdem ein Hammerfilm den man als Cineast einfach sehen muss!!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Als Blood and Gore Fan war ich skeptisch und trotzdem nicht im Mindesten darauf vorbereitet was mich hier erwartet hat. Die Bilder gingen mir tagelang nicht aus dem Kopf, geschweige denn der morbide Grundgedanke der Handlung. (Hoffentlich nicht) realistischer Horror, der sich im Kopf fest frisst. Nicht allein im Dunkeln schauen- Sie würden es bereuen!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Aber trotzdem ist dieser Film nicht schlecht, ganz im Gegenteil! Teilweise fand ich die Szenen sogar härter als detaliert gezeigte Splatterszenen in anderen Filmen! Bin mit nichts an den Film ran, wurde somit auch nicht enttäuscht! Aber er ist teilweise richtig spannend und auch technisch gut gemacht! Also wer auf harte Filme steht, sollte gerne mal einen Blick riskieren! Aber bitte nur Uncut!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Nichts für abgestumpfte Gorespackos, die die Qualität eines Filmes an seinem Härtegrad messen.

Schon amüsant, wie die komplette Fraktion der metzel-süchtigen Muttersöhnchen rumweint, weil der Film nicht so "hart" ist, wie angekündigt.

MARTYRS spielt einfach in jeder Beziehung in einer anderen Liga und hat NICHTS gemeinsam mit den üblichen Metzgerpornos.

DANKE FÜR DIESEN FILM.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
das ist purer Schock. Seit dem ich die Kritik hier gelesen habe war ich extrem gespannt auf den Film. Ich habe eigentlich gedacht diese Kritik hier sei übertrieben. Aber das ist sie nicht. Ich hab wirklich viele Horrorfilme gesehen, und ich würde behaupten ich bin ein bisschen abgestumpft. Aber dieser Film hat mich geschockt. Es waren nicht unbedingt die Szenen oder das Blut, es war das Mitgefühl und das Gefühl dabei zu sein. Das erste mal hatte ich in einem Film dieser Art, Mitgefühl mit einer Hauptperson und den Opfern. An einer Stelle kamen mir sogar fast die Tränen. Die Schauspielerische Leistung ist atemberaubend. Und die Geschichte erst, brutaler gehts kaum, sie ist gnadenlos und Pervers. Das Ende hat aber irgendwie auch was schönes ist vielleicht falsch ausgedrückt aber es hat was "zauberhaftes"



Für mich ist dieser Film kein Horrorfilm, für mich ist das reiner Psychoterror. Hat jedes Lob verdient, und ist definitiv ein Meisterwerk
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Okay, der Film ist brutal, aber ob ist er schlimmer als andere Filmchen des Genre? Ich glaube nicht. Er wartet auch nich unbedingt mit dem Clou auf, irgendie wirkt das Ende nicht. Film hab ich schon verstanden, aber er wirkt einfach nicht, vor allem das Ende ist nicht besonders gut. Und Angst machen tut der Film auch nicht, dafür reichen die Folterszenen und die Stimmung insgesamt nicht. Besser als viele Horrorfilme, aber auch schlechter als viele. Irgendwo in der MItte einzuordnen.
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme