Public Enemies
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Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. April 2011
Mann's Anforderungen waren sehr hoch und für mich har er die erwartungen absolut erfüllt. Public Enemies hat alles was es für einen großen Film braucht : Große stars wie johnny depp und christian bale die eine characterrolle sehr überzeugend übermitteln können ,einen regisseur der weiß wie mann diese stars perfect in Action szenen einsetzen kann und vernünftige Handlung bzw. eine gutes Drehbuch . Der Film hat alle diese sachen -auch wenn der film mit seinen 2 einhalb stunden teilweise langweilig ist -ist die geschichte einens draufgängerischen gentlemanns wie Dillinger keinesfalls uninteressant .Emotional wird der Film für mich unrecht kritisiert .große emotionen ,gerade bei der liebesgeschichte von jon und billie . eine großer einblick in den vlt. bedeutensten gangster den amerika je hatte .
DerAtmer
DerAtmer

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3,0
Veröffentlicht am 24. April 2011
Netter Gangsterfilm, stellenweise leider etwas langatmig. 6/10Punkte
MrFits
MrFits

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2,5
Veröffentlicht am 4. März 2011
in den letzten jahren gab es wohl kaum ein solch großes projekt mit so megamäßig viel ambitionen, wie public enemies. welcher im endeffekt fast komplett in den sand gesetzt worden ist. obwohl die bedingungen grandios waren. perfekte besetzung: johnny depp, christian bale, marion cotillard. ein wahnsinns regiesseur: michael mann (heat). und das perfekte thema um ein epos von einem film zu erschaffen: john dillinger - seines zeichens bankräuber anfang der 30er jahre, der es schaffte die sympathie einer ganzen nation für sich zu gewinnen und trotzdem einen eiskalten tod stirbt.

das größte manko am ganzen film ist der einsatz einer tragbaren HD kamera, die ausschließlich amateurhafte aufnahmen einfängt, die dem ganzen film einen zwar radikalen aber dafür auch billig wirkenden touch verleihen. blöd, wie ich finde, ist es dann auch noch, wenn herr mann diesen filmstil noch mit hochglanz-aufnahmen vermischt, welche atmosphärischer nicht sein könnten. so wirkt der film im gesamten unfertig bzw. gewollt und nicht wirklich gekonnt. ob der film oder auch vielleicht nur einige momente authentischer wirken sollten? - keine ahnung. mir hat das damals auch schon auf der großen leinwand nicht im geringsten gefallen. leider bleibt es nicht bei diesem großen haken. christian bale (einer meiner lieblinge) - beruf: extremschauspieler - bekommt nicht eine minutelang die aufmerksamkeit, die er vielleicht bräuchte um seine figur besser darstellen zu können. johnny depp wirkt schon besser, jedoch erhält er auch nicht das gewisse etwas, das ihn zum phänomen werden lässt. daraus resultiert das langweilig inszenierte katz und maus spiel, welches in einem eher drögen finale endet. somit ist einzig und allein marion cotillard (wunderbare frau!) eine wunderbare darstellung zu zuschreiben. auch wenn ihre liebe zu john dillinger im film eher flach wirkt bzw. nicht wirklich gut erzählt wird - wieder ein fehler vom regiesseur. der soundtrack hingegen lässt keine wünsche offen. von orchestraler tam-tam-musik bis zur blues-infizierten gitarre ist alles dabei, was einen in die 30er zurück versetzen lässt. kleidung und stadtbild sind ebenfalls perfekt eingefangen.
aber was solls...chance vertan. ein richtig richtig richtig guter film hätte daraus werden können. leider ist es am ende nur ein versuch geblieben, der vielleicht mit einem anderen - vielleicht auch eher konservativen - regiesseur besser geworden wäre. wer weiß das schon...
Telefonmann
Telefonmann

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3,0
Veröffentlicht am 3. August 2010
Als ich von "Public Enemies" hörte und erfuhr, dass Michael Mann ihn gemacht hat, freute ich mich doch sehr auf den Film, denn Mann ist ein wirklich hervorragender Regisseur der mit "Collateral" einen meiner Lieblingsthriller abgeliefert hat. Die hohen Erwartungen wurden mir aber zum Verhängnis, denn "Public Enemies" ist zwar immer noch gut, aber leider hat er einige Schwächen und hat mir im Endeffekt nicht so gut gefallen wie erhofft.
Dabei scheint die Geschichte um John Dillinger wie gemacht für einen Regisseur wie Michael Mann. In Filmen wie "Heat" und "Collateral" hat er es ausgezeichnet geschafft, "Gut" und "Böse" zu charakterisieren und die Gegenspieler perfekt gegeneinander antreten lassen. Das gelingt ihm bei "Public Enemies" leider nicht so recht. Die Story handelt wohl von den letzten Monaten des John Dillingers und ist auch bestimmt nicht uninteressant, doch der größte Kritikpunkt ist, dass das Drehbuch dem Zuschauer die Figuren im Film überhaupt nicht nahebringt.
Das ist sehr schade, weil es hier doch einige wirklich gute Darsteller gibt. Johnny Depp spielt gewohnt gut, nur ein bisschen zurückhaltender. Etwas enttäuschender hingegen agiert Christian Bale, der kein überzeugender Gegenspieler für Johnny Depp ist. Er spielt wirklich recht lustlos. Daneben gibt es noch zahlreiche Nebenrollen und eigentlich spielt jeder überzeugend. Das große Problem sind aber die Charaktere. Mann hat es immer verstanden, dem Zuschauer die Charaktere näherzubringen, und ich persönlich fand dann auch die Bösewichte sympathisch. Bei "Public Enemies" haben die Figuren aber leider nur eine dünne Charakterisierung. Mir waren die Figuren egal und ich konnte nicht mitfiebern. Weshalb John Billie so liebt bleibt mir übrigens auch ein Rätsel.
Die Inszenierung ist natürlich gekonnt gut, und hier sieht man dann auch endlich, dass man es mit einem Mann-Film zu tun hat. Er griff wieder auf die Technik mit der HD-Digicam zurück, welche es schon bei "Collateral" zu sehen gab. Das bringt dem Film eine tolle Optik, die sich gerade nachts sehr gut entfaltet. Ein paar Szenen haben wirklich Klasse, z.B. die nächtliche Verfolgungsjagd. Von der Atmosphäre her ist "Public Enemies" recht kühl gehalten und viel Humor gibt es nicht. Allerdings empfand ich die Atmosphäre als nicht intensiv genug und auch ein wenig unentschlossen.
Dass "Public Enemies" eine "FSK: ab 12" Freigabe bekommen hat wundert mich ein bisschen. Diese ist zwar eigentlich berechtigt, doch da es schon ein paar etwas blutigere Szenen gibt, hätte ich doch eher gedacht, dass man diesen Film zumindest in Deutschland höher einstuft.
Der Unterhaltungswert pendelt so zwischen okay und gut hin und her. Es gab Stellen da fand ich das Geschehen unterhaltsam und spannend, und es gab auch Stellen, da wurde mir langweilig. Sowieso ist "Public Enemies" etwas langatmig und hat ein paar Längen. Das Finale ist sehr unspektakulär, aber toll inszeniert und wären mir die Figuren nicht so egal gewesen, wäre es echt ein tolles Finale gewesen. Spannung gibt es nicht so viel, nur in kleinen Portionen. Der Score ist gut.
Fazit: Was soll ich abschließend noch zu diesem Film sagen? "Public Enemies" ist keineswegs ein schlechter Film, bietet einen gut aufgelegten Johnny Depp, eine tolle Inszenierung und unterhält relativ gut. Leider sind die Charaktere recht belanglos, und gerade die Charakterisierung ist für solche Art von Film sehr wichtig. Eigentlich kann ich "Public Enemies" jeden Fan von Crime- und Dramafilmen empfehlen, doch für einen Michael-Mann-Film ist das Gebotene doch recht enttäuschend.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 13. Juli 2010
Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, Michael Mann versteht es ohne Zweifel das Thema John Dillinger perfekt zu inszenieren. Perfekt ist außerdem die schauspielerische Leistung. Der Film bietet ein riesiges Ensemble an bekannten und tollen Schauspielern, was dem Film, zusammen mit Mann's gewohnter Detailpräzision und wuchtiger Ausstattung, eine echte Glaubwürdigkeit verschafft. Das ist auch meiner Meinung nach der größte Pluspunkt.
Eigentlich hat der Film keine gröberen Mängel. Klar, wer keine Lust hat auf einen Haufen Schießereien und doch eine ordentliche Portion Gewalt, ist definitiv im falschen Film.
Aber Johnny Depp's kruden Humor sollte sich keiner entgehen lassen.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 29. Juni 2010
Trotz Topbesetzung mit Johny Depp und Christian Bale hat mich dieser Film kaum mitgenommen und emotional berührt. Obwohl die Actionszenen nicht zu wünschen übrig lassen ist der Film doch sehr langatmig und zeitweise wirklich zum gähnen.
Alpha78
Alpha78

32 Follower 130 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 23. April 2010
Tolle Schauspieler, tolle Storie. Dennoch ist der Film etwas langatmig und somit anstrengend. Einmal anschauen reicht.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Hab den Film am Samstag in Paris OV gesehen. Die Kritik die ausgeübt wird ist absolut gerechtfertigt. Tagszenen sind teilweise übertrieben überbelichtet und die Handkamera wird selten echt überstrapaziert, aber für mich sind eine glaubhafte Atmosphäre und tolle Darstellungen viel wichtiger als kleine technische Mängel. Die Gangsterepoche der 30er Jahre wurde perfekt inszeniert und glaubhaft rübergebracht. Der Film hat sicherlich kleine Längen, aber teilweise ist er meisterhaft realisiert worden. Die beiden Anfangsszenen von Depp (Gefängnisausbruch) und Bale ( Jagd Pretty Boy Floyd ) sind höchste Filmkunst!!

Muss man in der heutigen Zeit von Katastrophenfilmen einfach ansehen! Sicher nicht der beste Mann-Film aber sicherlich keine Warze auf dem Anglitz seiner Filmographie!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
...ein Michael Mann-Film eben. PUBLIC ENEMIES ist der Film, auf den ich mich in diesem Sommer am meisten freute. Nachdem TERMINATOR 4 und TRANSFORMERS 2 mir fast schon die Freude am Kinobesuch im allgemeinen fast verdorben hätten, hatte dieser Film eine umso bessere Chance.



Ich bin kein Filmkritiker und ich will mich auch als keiner ausgeben, deshalb nenne ich hier nur ein paar Punkte, die ich am Film gut und weniger gut fand.



Zu aller erst ist es mir nicht leicht gefallen, die anfänglichen Story-Fetzen zu einer einleuchtenden Einleitung in die Geschichte zusammenzusetzen. Hier haut John Dillinger gleich mal aus dem Knast ab, dort macht sein Gegenpart, Agent Purvis, Jagd auf Pretty Boy Floyd und plötzlich bettelt ein hoher aber junger Beamter um staatliche Förderungsgelder für eine bundesweite Verbrecher-Ergreiftruppe. Hat etwas gedauert, bis sich daraus nach und nach ein obligater Handlungsstrang entwickelt hat.



Warum die Männer, Dillingers legendäre Gang, so legendär waren und warum sie so brüderlich füreinander kämpften, niemanden im Stich ließen und vor allem John Dillinger blind folgten, wird nicht thematisiert - es ist einfach so. Diese Tatsache und dass Dillingers so angebliche mediale Omnipräsenz ihn zu einer Legende, zu einem beim amerikanischen Volk beliebten Robin Hood, machte, kommt durch die wenigen Szenen, in denen Reporter ihn befragen, nicht zur Geltung und baut kaum 1930er-Gangster-Charme auf. Diese fast schon märchenhaften Gangstergrößen, die zum Teil heute noch ein Begriff sind, bekommen von Mann leider keine Tiefe.



Das wird allerdings großartig vom Setting aufgefangen: 30er-Jahre-Straßenzüge, arglose Banken, coole alte Karren, ein stilgerechter Soundtrack und Tommy-Guns. Es ist kein renitenter Kostümfilm, man ist wirklich in den 30er-Jahren!



Manns größte Stärke, die für mich den mittelmäßigen MIAMI VICE sogar gehörig aufwertet, sind, und das dürfte hoffentlich langsam bekannt sein, seine unglaublich authentisch inszenierten Schießereien. Hier klingt jedes Waffenmodell anders, hier fliegen echte Kugeln, die in echte Fenster und echte Wände und hier vor allem durch echtes Holz schlagen, zumindest klingt es so. Es ist eine große Schießerei im Gange und Kameramann Dante Spinotti ist irgendwo mittendrin mit seiner Steady-Cam, nähert sich dem Gunman, wie er seine Thompson über die schützende Motorhaupe eines Buick hinweg entleert - und beobachtet ihn hautnah beim Nachladen, während gegnerische Kugeln in den Wagen hinter ihm einschlagen. PUBLIC ENEMIES hat schon mehr zu bieten, als Schießereien, aber nur allein dafür würde sich der Streifen schon lohnen. Bleibt mir ein Rätsel, warum andere Action-versierte Regisseure nicht auf diesen Zug aufspringen und sich von Michael Manns Inszenierungen eine gehörige Scheibe abschneiden.



Nun zum Skill der Akteure: Johnny Depp ist großartig. Der Rolle des gelassenen und charmanten Gangsters lässt er seine gewisse persönliche Extravaganz anhaften. Christian Bales Schauspiel ist solide, nichts besonderes, aber passend. Aber was hat Christian Bale schon seit THE MACHINIST schauspieltechnisch erwähnenswertes zu stande gebracht? Wer mir sehr sehr gut gefallen hat, war Billy Crudup in der Rolle des verzweifelten FBI-Gründers J.E. Hoover. Leider kam seine Figur etwas zu kurz, aber das, was er gezeigt hat, ist äußerst oscarverdächtig!



Auch wenn man die Figur John Dillinger und sein unumstößliches Ende kennt, bietet der Film doch einen ausgesprochen sehenswerten Schluss. Der letzte Satz des Films schlägt ein wie eine Bombe (wie dies allerdings in der deutschen Version 'rüberkommt, kann ich nicht vorhersagen).



Michael Mann hätte hier alle Freiheiten gehabt, allen Figuren mehr Tiefe zu geben, mehr emotionale Motivationen. Warum tun sie das, was sie tun? Auch bei Gangstern kann man da mal buddeln (sie wollen Geld, Frauen, Autos, schon klar, aber für so einen Charakter buche ich mir keinen Johnny Depp). Mann wandelt viel zu sehr auf dem beobachtenden Grat des Biopic-Regisseurs. Der Film kommt einem vor wie eine 140-minütige Kurzgeschichte: fängt irgendwo im Leben des John Dillingers an und endet, irgendwo? Ja, denn am Schluss bleibt zumindest ein aufgeworfener Handlungsstrang offen: Hatte J.E. Hoovers Ringen um die Gründung einer bundesweiten Behörde baldigen Erfolg? (wir wissen: hatte sie, aber die Polizei scheint am Ende des Films nichts gelernt zu haben.)



Fazit: Zwar haben die Figuren so viel Tiefe, wie auf ihren dürftigen Wikipedia-Seiten und Mann war noch nie der Garant dafür, Geschichten wirksam zu erzählen, dennoch stimmt alles andere - und das ist noch genug!
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Michael Mann, gilt spätestens seit "Heat" als einer der besten Regisseure Hollywoods. Sein einzigartiger Look und die Aussagekraft seiner Werke sind unverkennbar. Sein letzter Film "Miami Vice" liegt nun drei Jahre zurück und die Erwartungen, nach dessen Flop an den Kinokassen, an das neue Projekt waren dementsprechend groß. Als Stoff hat er sich ein Stück Kriminalitätsgeschichte Amerikas rausgesucht. Die schon fast legendäre Geschichte um John Dillinger war bis dato nur dreimal verfilmt worden und schrie daher regelrecht nach einer neuen Aufarbeitung. Allerdings macht Michael Mann zu viel Abstriche und daher bleibt das Projekt hinter seinem Potenzial zurück.



Anfang der Dreißigerjahre war die große Depression noch stets präsent. In dieser Zeit der Beklemmung, Armut und Not, gelingt es dem charismatischen Profi-Bankräuber John Dillinger (Johnny Depp) ein wahres Idol zu werden. Er bringt die Banken um das Kapital und greift damit die anschaulichen Verursacher der Krise an, dies verschafft ihm viel Bewunderung bei den einfachen Bürgern. Seine Gang und vor allem er, scheinen unaufhaltsam, nicht mal Gefängnisse können John Dillinger aufhalten. An Dillingers Seite ist stets seine Geliebte Billie Frechette (Marion Cotillard). Sie ist dem Charmeur verfallen und treu ergeben. Seine Handlungen erregen viel Aufmerksamkeit und die Regierung macht Jagd auf Dillinger. Das Bureau Of Investigation, jene Sondereinheit, aus der später das FBI hervorgehen sollte, hängt sich an die Fersen der Gangster. Geleitet wird es von dem aufstrebenden J. Edgar Hoover (Billy Crudup), dieser erklärt Dillinger den Krieg. Sein bester Ermittler Melvin Purvis (Christian Bale) macht sich auf die Jagd, um Dillinger das Handwerk zu legen…



Die Geschichte rund um Dillinger ist eine der Interessantesten der Kriminalitätsgeschichte der USA. Da die Story also in Grundzügen schon vorgegeben ist und sich Michael Mann auch sehr gut daran hält, dürfte ja nicht viel schiefgehen. Doch leider tut es dies. Zum Anfang des Films wird der Zuschauer einfach in die Geschichte geworfen, ohne überhaupt zu wissen worum es sich gerade handelt. Man fühlt sich etwas verloren und durch die anfänglich recht schnelle Erzählweise und teilweise sprunghafte Geschichtsdarstellung wird das Bild nicht besser. Erst nach etwa der Mitte des Films, nimmt das Tempo normale Züge an und man kann den Film endlich genießen. Michael Mann wollte in dieser Hinsicht einfach zu viel und traut deshalb den Zuschauer einiges zu. Allzu deutlich wird dies in Dillingers Gang, man weiß stets nicht wer da gerade an seiner Seite ist und ob dies nun eine wichtige Figur ist oder nicht und wenn man mit der Figur gerade warm geworden ist, ist sie auch schon wieder weg oder tot.



Johnny Depp spielt als John Dillinger gewohnt routiniert und mimt die Rolle sehr gut. Ein bisschen mehr Individualität von Dillinger hätte man sich aber gewünscht. Die Rolle ist zu sehr für Johnny Depp maßgeschneidert worden. Allerdings bringt er das Charisma von Dillinger wunderbar in Szene. Christian Bale bringt die Figur Melvin Purvis auch sehr gut rüber. Die Rolle wirkt an einigen Stellen allerdings zu eiskalt und man hätte sich an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Menschlichkeit gewünscht. Marion Cotillard die Dillingers geliebte spielt, macht ihre Sache mehr als wunderbar. Sie ist ein wahrer Lichtblick in den sonst eher blassen Charakteren. Zum Schluss noch Billy Crudup, der J. Edgar Hoover spielt. Die Rolle ist eine wirkliche Idealbesetzung. Hoover taucht nur in einigen wenigen Szenen auf, hat aber eine solche Präsens, dass diese den Film vorantreibt. Alle anderen Figuren in "Public Enemies" spielen zwar teilweise recht gut, bleiben aber blass und austauschbar, teilweise sogar unwichtig. Dies ist einer der größten Kritikpunkte. Nur Stephen Graham als Baby Face Nelson und Stephen Lang als Charles Winstead können mit ihren Rollen noch etwas herausstechen.



Ein weiterer großer Fehler des Films ist die allgemeine Optik, Micheal Mann verwendet wieder seine moderne, superflexible HD-Digicam, die auch in "Collateral" zum Einsatz kam. Hier wirkt diese Optik allerdings fehl am Platz. Der Hochmoderne Look und die Dreißigerjahre wollen einfach nicht miteinander Harmonieren. Auch die Spannung bleibt an etlichen Szenen auf der Strecke, durch die anfängliche schnelle Erzählweise, will diese nicht so recht aufkommen. Und auch die ersten Schießereien wirken recht kurz und liegen in Sachen Inszenierung weit hinter alten Filmen von Mann zurück. Erst nach ungefähr der Hälfte des Filmes, zeigt Michael Mann sein wahres Potenzial. Plötzlich sind Schießereien und Verfolgungsjagden wunderbar Inszeniert und darum auch spannend. Dieses Niveau hält sich dann auch bis zum Schluss, der wiederum eines der Spannendsten und besten Szenen des ganzen Filmes ist. Auch sehr gut gelungen ist die Rahmenhandlung, die Entstehung des FBI, die Andeutungen der Kommunisten Verdächtigungen und das verändernde Rechtssystem der USA. Alles wirkt sehr Authentisch und nachvollziehbar.



Fazit



"Public Enemies" ist der bisher schlechteste Film von Micheal Mann. Er ist keine ganz große Katastrophe geworden, da die zweite Hälfte des Films dennoch wunderbar gelungen ist. Auch sind die Hauptdarsteller sehr gut besetzt und können dadurch viel retten. Man hätte sich allerdings einiges mehr gewünscht. Ein Erfolg ist "Public Enemies" dennoch geworden, denn durch sein recht niedriges Budget hat er seine Kosten allein in den USA schon eingespielt. Dennoch ist es wirklich schade, dass Mann sein Potenzial in diesem doch recht schönen Film, nicht komplett ausspielen konnte.

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