Der Baader Meinhof Komplex
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Das ist die Frage die sich neben Andreas Baader und Ulrike Meinhof damals - heute wohl Bernd Eichinger und Ulli Edel stellen müssen - dieser Film eher nicht. Die Idee brillant, die Umsetzung nicht gut genug. Trotz hervorragender schauspielersicherer Besetzung gelingt es diesem, in das Genre der Berichterstattung gezwungenen Film nicht, aus sich heraus zu kommen. Strickt wird das eine Ziel verfolgt: berichten! Hätte man den einzelnen Charakteren die Möglichkeit gegeben, etwas mehr über sich und Ihr Leben Preis zu geben, hätte man Sie etwas tiefer und nicht nur "mit Bleistift" gezeichnet, würde der Film einen kräftigeren Eindruck hinterlassen. Ganz klar sagen muss man jedoch, dass der Film seine Aufgabe zu "berichten" gut erfüllt. Gut verträglich werden dem Zuschauer die harten Fakten präsentiert. Im Großen und Ganzen kein schlechter Film, aus dem aber mehr hätte werden können.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
sehr gute action-doku
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
eine echte dokumentation wäre mir lieber gewesen. handwerklich fand ich diesen film sehr gut, (außer, dass die story wirklich für nicht-zeitzeugen schwer nachvollziehbar war) die schauspieler haben super agiert und waren top besetzt und auch das 70-jahre-feeling kam gut rüber (soweit ich das aus 1976 geborene beurteilen kann).

meiner meinung nach war der film aber zu emotional, zu sehr darauf bedacht, mitleid zu erregen. und irgendwie sind aus den mitgliedern der baader-meinhof-gruppe nun doch märtyrer geworden.

auch hätte ich mir mehr hintergrundinfos zu den einzelnen akteuren gewünscht, also was genau deren motivation war bzw. woher dieses gekommen ist. aber das wäre wahrscheinlich für 2 stunden film zuviel material geworden.



Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
"Der Baader Meinhoff Komplex" liefert einen hervorragenden Blick auf ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.

Der Film liefert dabei einen erschreckend realistischen Einblick in die Taten der RAF und deren Folgen. Dabei kommt das größte Starensemble deutscher Schauspieler seit "Der Untergang" zum Einsatz. Leider fühlte ich mich bei Bruno Ganz immer an seine Darstellung von Hitler in eben jenem "Untergang" erinnert.

Das einzige Manko des Films: Er versucht ein möglichst vollständiges Bild der Aktivitäten der RAF bis 1977 zu liefern, was in den 140 Minuten des Filmes eigentlich kaum gelingen kann. Dadurch wirkt er teilweise etwas hektisch und lässt es an manchen Stellen an erzählerischer Tiefe vermissen. So wird leider kaum dargestellt, was die Terroristen zu ihren Taten getrieben oder motiviert hat.

Dennoch ist "der Baader Meinhoff Komplex" meiner Meinung nach ein Highlight des Deutschen Kinos, das auch noch nach dem Kino ein flaues Gefühl im Magen hinterlässt. Ein Film der nachwirkt.

Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ein Film, der dank hervorragender Schauspieler und eines rasanten Tempos mitreißt und unter die Haut geht! Leider wird nur aus Tätersicht erzählt und so besteht m. E. doch eine gewisse Gefahr einer unreflektierten Solidarisierung mit den immer mehr in die Enge getriebenen "Opfern" einer letztlich doch brutal und übermächtig erscheinenden Staatgewalt. (Tatsächlich haben sich die Staatsorgane in ihrem Handeln weitgehend rechtsstaatlich verhalten.) (Robin Hood, Bonny and Clyde lassen grüßen) Mir ging es jedenfalls manchmal so, z.B. bei der großen Verhandlungsszene in Stammheim?, wo Buback unter dem Applaus des Publikums als "faschistisches Arschloch" bezeichnet wird. Wieso kommen nicht auch Angehörige der Opfer oder "Normalbürger" so zu Wort, dass ihre Position nicht sofort als lächerlich erscheint? Sie ähneln nach meinem Gefühl zu sehr Schießbudenfiguren - und auf die kann man schießen!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
"Der Baader Meinhof Komplex" ist eine rundum gelungene Verfilmung der damaligen Ereignisse geworden, das schonungslos offenbart, wie es wirklich gewesen ist. Regisseur Uli Edel und Drehbuchautor Bernd Eichinger fixieren sich dabei zum Großteil auf die Anschläge und Gewaltaktionen der RAF und schildern das Meiste aus einer neutralen Sicht heraus. Dadurch verhindern sie, dass der Zuschauer in manchen RAF-Mitgliedern Sympathien wiederfindet oder die RAF ungerechtfertigter Weise glorifiziert wird. Der Film behandelt die Hochzeit der RAF, von den Anfängen 1967 bis hin zur Ermordung Hans Martin Schleyers 1977. Durch die geballte Vielzahl an auftretenden Personen und Ereignissen ist Hintergrundwissen durchaus vorausgesetzt, um alles einwandfrei verstehen zu können. Auch atmosphärisch haben Edel und Eichinger die damalige Zeit wunderbar eingefangen und mit original Archivaufnahmen und dem Dreh an Original-Schauplätzen ein stimmiges und passendes Gewand geschaffen. Die Darstellerleitungen sind eine weitere große Stärke des Films, angefangen bei den Hauptdarstellern Moritz Bleibtreu als Andreas Baader, Martina Gedeck als Ulrike Meinhof über Johanna Wokalek als Gudrun Ensslin bis hin zu Bruno Ganz alias Horst Herold, wissen alle Darsteller ausnahmslos sowohl optisch als auch schauspielerisch zu überzeugen.

Fazit: Wer etwas Hintergrundwissen und Interesse für die damaligen Ereignisse mitbringt, wird mit "Der Baader Meinhof Komplex" sicherlich seine wahre Freude daran haben. Ein wirklich (fast) rundum gelungenes Drama!
AmabaX
AmabaX

210 Follower 328 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich habe den Film im Kino gesehen und muss sagen das er schon sehr lang ist. Die Spannung bleibt aber durchgehend oben. Die Schauspieler agieren stark. Was man allerdings bemängeln muss ist, dass die Terroristen wie Helden dargestellt werden und nicht als die Monster die sie waren. Allerdings solle man sich diesen Teil der deutschen Geschichte ansehen.
KritischUnabhängig
KritischUnabhängig

110 Follower 216 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Vorneweg: Ich habe mir die um knapp 15-20 Minuten längere TV-Version angeguckt. Da mir diese schon an einigen Stellen inhaltlich zu lückenhaft erschien, kann ich allen, die sich auch für die Hintergründe interessieren, empfehlen diese Version(die auch auf DVD demnächst erhältlich sein wird)anzuschauen und auf die Kinofassung zu verzichten.



Nun zur Kritik:

"Der Baader-Meinhof-Komplex" setzt 1967 mit der brutalen Zerschlagung der Studentendemo während des Schahbesuchs und der Erschießung von Benno Ohnesorg an. Ich denke aber, dass man viel früher ansetzen müsste. Es geht ja primär um die RAF und ihren Gründerkern. Man sollte daher versuchen zu zeigen wie sich z.B. Baader und Ensslin langsam radikalisiert haben. 1967 waren beide eig schon radikal und waren gewillt Gewalt anzuwenden. Sie gehörten zu jener Zeit schon zum harten Kern an. Mich würde vielmehr interessieren wie sie sich in den Jahren zuvor verändert haben. Ensslin stammte beispielsweise aus einer Pfarrersfamilie. Da musste es schon viel früher arge Konflikte geben.



Ein weiterer Punkt im Film, der für mich zu oberflächlich behandelt wurde, ist der Beitritt von Meinhof in die RAF. Allein mit dem Sprung aus dem Fenster (als symbolischer Akt für die nun getroffene Entscheidung) bei der Befreiung Baaders ist es nicht getan. Was im Kopf Meinhofs in den Monaten zuvor vorging, wird kaum behandelt. Sie musste ja einen längeren entscheidungsprozess durchleben. Im Film wird nur gezeigt, wie sie bei den Demos dabei ist und dann später Ensslin interviewt. Ein richtiger Sinneswandel wird für den Zuschauer nicht ganz ersichtlich. Die Motivation der RAF und ihrer Mitglieder zu Beginn wird zu hohl behandelt. Gemeint sind damit Aussagen wie "...der imperialistische Krieg gegen Drittweltländer und die Ausbeutung des Proletariats". Da gibts noch mehr von im Film. Diese Parolen wirken zu gekünstelt und sind eher so, wie man sich Harcore-Kommunisten klischeehaft vorstellt. Ich glaub ihre Ideologie war doch schon etwas rhetorisch überzeugender, sonst wäre es zu der Terrorgruppe gar nicht gekommen (ist aber nur eine Vermutung, kenn die Fakten hierzu nicht genau).



Im Film folgen weitere lose aneinandergereihte Szenen, die zwar in der historischen Chronologie passen und richtig sind, aber wo auch oft die komplexen Hintergründe fehlen. Wie genau konnte die Polizei Baader die Falle stellen? Oder wie konnten die wenigen Leute um Baader herum Kontakt zu den Palästinensern aufnehmen und dort an einem Terrortraining teilnehmen? Das sind nur zwei kleine Beispiele, wo der Hintergrund und die Zusammenhänge hätten näher beleuchtet werden können.



Der Mittelteil des Films dreht sich um die Terroranschläge und hat, ungewöhlich für einen deutschen Film, einiges an Action zu bieten. Zu sehen sind auch einige doch recht blutige Szenen, die ich in der Form bei einer FSK-Freigabe ab 12 nicht erwartet hätte. Dem Film tut es aber gut, wie finde. Sicher wird an einigen Stellen auffallend viel geballert, aber sind es nach dem Film gerade diese Szenen, die im Kopf hängen bleiben.



Nachdem immer mehr Mitglieder des Gründerkerns gefasst werden, bildet sich die so genannte 2te Generation der RAF aus. Auch hier wird nicht ganz die Frage geklärt, wie es dazu genau kommt. Die Befreiung bzw. Freipressung von Baader, Meinhof und Co sowie deren Leben hinter Gitern steht im Mittelpunkt des letzten Filmteils. Hier wird der Film etwas langatmig und auch langweilig. Der Film endet mit der Ermordung Schleyers. Dazu muss ich sagen, dass die Zeit der Geiselnahme unerwähnt bleibt. Schade, eine nähere Beschäftigung mit dem Schicksal der Opfer wäre wünschenswert gewesen. Zudem hätte man den Film zumindest durch eine Texteinblendung am Ende abschliueßen können (es gab ja auch noch eine 3te Generation der RAF).



Ich habe bis hierhin einige Sachen angerissen, die man aus meiner Sicht hätte besser machen können. Insgesamt gesehen war der Film aber ganz gut(vor allem für eine deutsche Produktion mit, im Vergleich zu Hollywood, mageren 20 Mio. Euro-Budget). Viele bekannte Gesichter der deutschen Schauspielerzunft waren zu sehen, die ihre Arbeit ordentlich und meist glaubwürdig gemacht haben. Die Actionszenen und Terroranschläge waren samt Folgen sehr gut inszeniert. Ein Lob verdient der Mut die RAF-Thematik auf die Leinwand zu bringen, wofür es höchste Zeit war. Doch steckt mehr Potenzial in der RAF-Gschichte. Spätere Produktionen könnten sich auf kleinere Zeiträume oder spezielle Inhalte konzentrieren. "Der Baader-Meinhof-Komplex" deckt einen zu großen Zeitraum ab und reißt so zu viele Inhalte an, einge eben nur im Ansatz.



Insgesamt gibts trotz vieler Einwände von meiner Seite eine 7/10 für die über weite Strecken spannende und optisch gut inszenierte Chronik des Terrors.



P.S.: Warum musste im Film so extrem viel geraucht werden? Waren das alles Kettenraucher? Oder wollte jemand Schleichwerbung machen? Das nur mal so am Rande...



Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Filmisch m.E super gemacht. Keine Langeweile trotz Überlänge. Die Entwicklung und die Spezifika der einzelnen - recht unterschiedlichen - Charaktere werden eindringlich und glaubhaft dargestellt. Beeindruckende schauspielerische Leistungen. Inwieweit der Film mit den historischen Fakten in Einklang steht kann ich leider nicht beurteilen. Dieses Kaptitel der deutschen Nachkriegsgeschichte wurde in meinem Geschichtsunterricht ausgespart. Eigenes Quellenstudium habe ich (noch) nicht betrieben. Was gezeigt wird ist alles in allem eine eindringliche Mahnung das Gebot der Verhältnismässigkeit, die Grenzen der Zurechnung von persönlicher Verantwortlichkeit und das Gebot des absoluten Lebensschutzes einzuhalten und nicht selbstherrlich zu eigenen Zwecken umzudefinieren. Schade, dass man nicht mehr erfährt über das Leben der Opfer und
das unendliche Leid der Familien der Opfer.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 19. März 2010
Einfach nur spannnend und vor allem unvorstellbar , was damals passiert ist



informativ und erschreckend : unbedingt anschauen
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