Beim Leben meiner Schwester
Durchschnitts-Wertung
3,4
132 Wertungen

11 User-Kritiken

5
1 Kritik
4
4 Kritiken
3
4 Kritiken
2
2 Kritiken
1
0 Kritik
0
0 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Vor ca. 2 Monaten habe ich gelesen, dass der Film "Beim Leben meiner Schwester" in die Kinos kommen sollte, basierend auf dem Roman von Jodie Picoult. Ich habe Jodie Picoults "19 Minuten" gelesen und war begeistert, es ist eines meiner Lieblingsbücher. Und so las ich "Beim Leben meiner Schwester" und wurde nicht enttäuscht. Nun, heute war es soweit, ich ging ins Kino. Ich wusste, dass es schwer sein würde, diese Geschichte auf einen Film zu reduzieren, da es Picoults Merkmal ist, alles aus verschiedenen Sichten der Protagonisten zu erzählen. Der Film fing an, und ich wurd gleich überrascht. Der Film wurde wie im Buch von den verschiedenen Charakteren erzählt. Jedenfalls anfangs. Von da an geht es bergab. In der Geschichte geht es um Anna, ein 13 jähriges Mädchen (im Film ist sie 11), dass ihre Eltern verklagt, da sie seit Geburt immer und immer wieder für ihre an Leukämie leidende Schwester Kate Blut, Knochenmark usw. spenden muss. Mit 13 beschließt sie dann anscheinend (nach dem sie sich gefragt hat, ob sie leben würde, wenn ihre Schwester nicht krank wäre), ihr eigenes Recht auf ihren Körper einzuklagen. Darum dreht sich die Geschichte. Nebenbei erfährt man auch etwas über die anderen Personen, Jesse, der zukurz kommende, straffällige Bruder, Campbell Alexander, der Anwalt, der immer noch heimlich in seine Jugendliebe verliebt ist, die im Buch eine wichtige Rolle spielt, im Film jedoch komplett fehlt, um Sara, die Mutter von Kate, Jesse und Anna und schließlich Brian, der Vater, der nicht so recht weiß, auf welcher Seite er steht. Im Buch dreht sich um den verzwickten Fall, welche Rolle Anne in der Familie spielt, was sie für einen Wert hat usw. Im Film jedoch sind die Rollen komplett vertauscht. Hier geht es fast nur um das Verhältnis Kate und Sara. Der Film ist ein beinahe ein zweistündiger Leidensweg von Kate, bei der in jeder Szene auf die Tränendrüse gedrückt wird. Das Buch ist traurig, ja, aber es verliert sich nie im Kitsch. Und das tut der Film allemale. Die Handlungsstränge, die für das Buch so wichtig sind, sind im Film falsch oder fehlen gänzlich. Schauspielerisch kann ich jedoch an nichts kritisieren. Abigail Bresglin, die mir seit "Little Miss Sunshine" wirklich ans Herz gewachsen ist, mag ich allemal! Cameron Diaz ist natürlich eine wie keine und die Schauspielerin der Kate spielt ihre Rolle glänzend. Die Mase ist wirklich fabelhaft und es ist erschreckend, wie sie zum Ende des Filmes aussieht.

Das Buch besteht zur Hälfte aus Vergangenheit und zur Hälfte aus Gegenheit. Die Vergangenheit ist sehr wichtig, im Film kommen jedoch nur 2-3 Szenen aus der Vergangenheit vor. Die Musik im Film ist allemale gut. Nun ja, was das Buch ausgemacht hat, fehlt im Film gänzlich. Schade wenn man bedenkt, dass die Neuigkeit zum Film mich auf das Buch gebracht hat, dass mich doch so begeistert hat. Ich habe gelesen, dass Jodie Picoult am Drehbuch mitschrieb, und find das sehr erschreckend. Das Ende zum Beispiel ist ganz anders, ich will hier nicht zu viel verraten. Es macht das ganze Geschehene schlecht und stellt alles falsch da. Für Leute, die das Buch nicht gelesen haben, wird es vielleicht kompliziert, aber für Leute, die das Buch gelesen haben, ist es eine enttäuschung. Ansich ist der Film toll, aber im Vergleich zum Buch schrecklich. Mache sich jeder seine eigene Meinung :)

Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme