Shutter Island
Durchschnitts-Wertung
4,3
3551 Wertungen

115 User-Kritiken

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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 12. März 2010
Sagt mal ... ist denn niemandem hier aufgefallen, dass der Pfleger am Ende diese Metallnadel in seinem Handtuch gewickelt hatte als sie Teddy abführen.

Wenn diese Metallnadel und die unheilvolle Einblendung des Leuchtturms am Ende Anzeichen dafür sind, dass doch Lobotomie-Experimente an den Patienten durchgeführt wurden, dann macht die ganze Story, die vor allem von der Ärztin in der Höhle offenbart wurde, wieder Sinn.

Gleichermaßen macht aber auch alles andere Sinn, was am Ende von den Psychologen erzählt wird. Ist Teddy nun Opfer eines Geheimdienstexperiments und darf die Insel nicht mehr verlassen und wird für verrückt erklärt ODER ist er wirklich verrückt, und das, was er am Ende erfahrt tatsächlich wahr?



Wieso wurde das hier noch nicht erwähnt? Ich finde das höchst spannend, der Film hat dadurch gar keinen echten Abschluss. Find ich total genial. Daher 9/10 Punkten, weil er mich nicht so in den Sessel gepresst hat, wie andere Filme.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 8. März 2010
Ein hervorragend inszenierter Thriller, dessen Handschrift in jeder Szene Scorsese zuzuordnen ist. DiCaprio liefert eine wirklich großartige Performance ab, die alle anderen Darsteller (leider) etwas ins Hintertreffen versetzt. Der Film bleibt dem spannenden Buch absolut treu und ist eine würdige Adaption. Allerdings sind kleinere Kritikpunkte zu finden, die bei vielen anderen Werken von Scorsese kaum auftreten. Die Rückblenden sind etwas verschachtelter als im Roman, besonders was die Beziehung von Teddy und seiner Frau angeht. Hier fehlt etwas der Background, warum es zu der Tragödie kommt und wie die Figur Dolores Chanal zu verstehen ist. Die etwas zu eintönige Fokussierung auf DiCaprios Charakter lässt den anderen Figuren etwas weniger Spielraum, was aber nur wenig ins Gewicht fällt. Insgesamt ist aber diese Mischung aus Thriller, Charakterstudie und Gruselelementen nicht 100 % stimmig. Trotz allem ist der Film absolut sehenswert und empfehlenswert, ob man das Buch gelesen hat oder nicht.
KritischUnabhängig
KritischUnabhängig

110 Follower 216 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 26. Dezember 2012
"Shutter Island" ist ein über weite Strecken spannender, gekonnt inszenierter Film, der in den letzten 10 Filmminuten eine Wendung nimmt, die die Mehrzahl der Zuschauer etwas enttäuschen könnte.
Der Film beginnt extrem stimmungsvoll. Die Bildeinstellung der Insel gleich zu Beginn und der dann einsetzende pompöse Score, der seinen Höhepunkt bei Erreichen der Nervenheilanstalt findet, vermittelt jedem, dass die Insel etwas Geheimnisvolles und Beklemmendes an sich hat. Die Musik war aber eindeutig zu pompös. Filmtechnisch kann man an "Shutter Island" ansonsten nicht viel kritisieren. Das Setting des Films ist grandios, die geschaffenen Bilder fügen sich nahtlos ins Gesamtwerk ein. Der einsetzende Hurrikan, die Gestaltung des Gefängnisses und Teddys Alpträume sowie Flashbacks treiben die Story an. Aus einem anfänglichen Ermittlungsfilm wird mehr und mehr ein Psychothriller, bei dem sich Traum und Wirklichkeit vermischen. Nach einigen Längen erreicht der Film (auch storytechnisch) seinen ersten Höhepunkt in der Friedhofskapelle. Aus der bisher eher undurchschaubaren, mysteriösen, aber dennoch spannenden Handlung ergibt sich ein neuer Blickpunkt des Ganzen, in der Teddy der Spielball einer Verschwörungstheorie sein könnte. Doch bleibt dies nicht der einzige mögliche Erklärungsansatz. Der Film behält sich bis zum Ende einigen Spielraum bei. Erst zum Ende (Leuchtturm) wird der Film aufgelöst. Ich denke, dass die meisten Leute doch eher überrascht sein werden, da vorher eine scheinbar andere Lösung anvisiert wurde. Die Spannung steigt wirklich stark an und man bereitet sich auf ein furioses Finale vor. Es kommt dann etwas anders. Es bleibt Geschmackssache. Die Schlussszene ist dann wieder gut gestaltet und lässt nochmals Spielraum über das Filmende hinaus aufkommen. Dennoch bleiben zumindest gefühlsmäßig einige Ungereimtheiten mit Rückblick auf die Gesamthandlung bestehen. Man denkt dann an bestimmte Szenen zurück (z.B. auf dem Schiff zu Beginn oder die Ankunftsszene) und fragt sich wie die zustande kamen, wenn man die (wahrscheinlichste) Interpretationsmöglichkeit berücksichtigt. Schauspielerisch ist der Film übrigens 1a gespielt. Keine Oscarreife Leistung, aber dennoch sehr gut.
Nebenbei: Das interessanteste, was ich aus dem Film mitgenommen habe, war das mit der "Lobotomie", die tatsächlich bis in die 70er Jahre durchgeführt wurde.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 4. März 2010
Für mich ist Shutter Island der schlechteste Scorcese bislang. Über die Inszenierung will ich nicht viel sagen, die fand ich im Ganzen recht gelungen. Schauspieler waren auch gut gewählt und haben ihren Teil gut gemeistert.

Was viel schwerer wiegt, bei so einer Art von Film, ist die ziemliche Vorhersehbarkeit der Handlung. Spätestens nach ner halben Stunde war das Ende schon irgendwie klar. Als dann alles rauskam, fragte ich mich, warum man das nun Klare nochmal komplett darstellen musste. Total unnötig.

Man hätte zumindest die letzte Szene offener lassen können, damit dem Zuschauer ein "vielleicht doch" erhalten bleibt, aber dies wird ganz klar abgewehrt.

Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 3. Mai 2010
Die Erwartungen an diesen Film waren vor dem Ansehen hoch. Was ich bekomm hab ist noch höher. Eine nahezu perfekte Story die so schlüssig ist, dass mir jetzt (drei Tage nach dem Kinobesuch) immer noch Details und Kleinigkeiten einfallen, die nach dem Ende einfach so einen guten Sinn ergeben. Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley und Michelle Williams mit wunderbar, genial-überzeugenden Vorstellungen. Mark Ruffalo fällt hier und da leider etwas zurück und wirkt ab und zu ein kleines bisschen zu aufgesetzt. Atmosphärisch ein Meisterwerk. Düster, kalt, stürmisch, verschlossen, gefährlich, beänstigend. Man könnte hier viele Attribute aufzählen, die perfekt umgesetzt werden und der ganzen Geschichte den Feinschliff verpassen. Beim Soundtrack muss ich für meinen Geschmack sagen, dass mir besonders am Ende vielleicht ein bisschen was gefehlt hat. Die Dramaturgie hätte man dort noch besser unterstreichen können. Dies ist allerdings Geschmackssache. Die Kritik wegen dem Ende kann ich nicht nachvollziehen. Mich hat es einfach nur umgehauen und man hätte es kaum besser auflösen und inszenieren können.



Warum also nicht volle Punktzahl? Ehrlichgesagt weiß ich nicht, was mich daran hindert hier den letzten Punkt für das Prädikat Meisterwerk zu vergeben. Vielleicht ist es der für mich etwas schwächere Mark Ruffulo, vielleicht ist es die für mich nicht ganz perfekte musikalische Untermalung, vielleicht muss ich den Film auch einfach nur noch ein zweites oder drittes mal sehen (was ich in jedem Fall tun werde, sobald auf DVD erhältlich), um den letzten Punkt zu vergeben.



Ein Must-see und meine erste 9 für das Jahr 2010!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 8. Juni 2014
[...]„Shutter Island“ ist mit seinem bis in die blanke Panik hineingesteigerten Leonardo DiCaprio, seinen elegant-verstörenden Bildern, einer umwerfenden Soundkulisse, mit der man aus dem Film auch ein höchstwertiges Hörspiel hätte produzieren können, und Martin Scorseses so zitierfreudiger wie inspirierter Inszenierung eine weitere erstklassige Zusammenarbeit des Filmemachers und seiner Muse des 21. Jahrhunderts geworden. Der Story fehlt es zwar in einigen Momenten an Durchsetzungsvermögen gegenüber Daniels‘ manchmal etwas bemüht-obskuren Visionen, dafür sind auch diese überwiegend optisch toll umgesetzt und gipfeln in einer schockierenden Auflösung. Einen Gruselkracher sollte man von „Shutter Island“ nicht erwarten, stattdessen gibt es eine finstere Reise in die Abgründe des menschlichen Verstandes, die glaubwürdig und ohne billige Effekthascherei unternommen wird und sich auf ihre Weise in den Verstand des Publikums bohrt.[...]
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 4. März 2010
War nach der etwas niedrigen Wertung von Filmstarts erstmal sehr skeptisch, doch fand ich etwas anders, als die Kollegen hier, grade den Anfang etwas schwächer als den Rest. Grade die ersten 15min wollten bei mir nicht so richtig anlaufen, doch wenn der Stein mal ins Rollen kommt...

Über das Talent eines Robert Robinson brauch man nicht reden, sobald er an der Kamera Hand anlegt, ist ein optischer Erguss garantiert. Auch ein Di Caprio ist schwer fehlzubesetzen. Ruffalo steht im charismatisch zur Zeit und auch die tollen Kostüme fügen sich stimmig ins Gesamtbild ein. Die Geschichte ist toll erzählt, mir raffinierten Twists. Das Ende wird nicht jedem gefallen, ist aber durch aus gut durchdacht.

Allein die atemberaubende Optik, hohe Spannung und starke Darstellerleistungen machen den Film sehenswert. Die Fieberkurve des Kinojahrs 2010 schlägt ein erstes mal heftig nach oben aus.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 4. März 2010
Unglaublich! Herrlicher Mytery-Thriller der zum Nachdenken anregt.

Soundtrack und Optik harmonieren perfekt miteinander. Starke schauspielerische Leistung.

Mindfuck vom Feinsten!
Lamya
Lamya

1.384 Follower 801 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 4. März 2010
Genau so muss ein Film dieser Art sein. Der Film hat mich sehr überrascht, weil ich das nach dem Trailer nicht erwartet habe. Der Film hat mich gefesselt und bis zum Ende gut unterhalten. Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen. Ist einer der besten Filme, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Da hab ich wirklich nicht mit gerechnet. Schaut euch den Film umbedingt an, daumen hoch!



9/10
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 4. März 2010
"Shutter Island" von Altmeister Martin Scorsese sollte eines der großen Kinoereignisse des Jahres 2010 werden. Die Meinungen mögen sich darüber spalten, ob es das geworden ist, ich jedenfalls fand den Film großartig. Der Film fesselt ab der ersten Minute, mit düsterer Musik, hervorragender Kamera-Arbeit und natürlich ausgezeichneten Darstellern - Leonardo DiCaprio liefert hier wieder einmal eine grandiose Show ab, es ist beachtlich, wie er sich im Verlauf der letzten Jahre vom Titanic-Milchbubi zu einem der vielseitigsten Charakterdarsteller seiner Generation entwickelt hat. Doch auch die Nebenrollen überzeugen, allen voran Ben Kingsley als zwielichtiger Anstaltsleiter, aber auch Michelle Williams, Mark Ruffalo, Max von Sydow und Ted Levine blühen in ihren Rollen förmlich auf. Naturgemäß ist der Film sehr auf DiCaprios Figur ausgerichtet, überzeugt aber mit einer Vielzahl an beeindruckenden Darstellerleistungen.



Inszenatorisch erfindet sich Scorsese nicht neu, so viel ist klar. Das muss er allerdings auch nicht - dazu ist sein Stil nämlich schon viel zu ausgereift. Der Film bewegt sich stets auf dem schmalen Grat zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn, in fesselnde Bilder gesetzt und mit diversen Rückblenden versehen, die allerdings - so viel Kritik muss man auch eingestehen - teilweise mit Symbolik überladen und zu sehr in die Länge gestreckt wirken. Gleich zwei Flashbackebenen nebeneinander, auch wenn sie miteinander verknüpft sind (Einsatz in Dachau, Verlust der Frau) stören zum Teil den Fluss des Filmes ein ganz klein wenig und hätten kürzer gefasst ebensoviel Aussagekraft besessen, aber sei's drum: den Eindruck eines sehr guten Films kann dieses kleine Detail nicht trüben.



Manch ein Kritiker bemängelt, dass dem Film die Seele fehlt. Diese Kritik kann ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. Shutter Island wartet mit einer Vielzahl von Emotionen auf, der Spagat, eine extrahierte Figur wie Marshal Teddy Daniels zum Identifikationsträger zu machen, ist zweifelsohne gelungen, was maßgeblich an dem wohl durchdachten Schauspiel DiCaprios liegt. Scorsese ist es vor allem gelungen, eine stimmige und fesselnde Atmosphäre zu schaffen, die den ganzen Film über Bestand hat. Die abgeschottete Insel, hermetisch abgeriegelt, der peitschende Sturm, die spröde See, ein alter Leuchtturm sowie eine Burgruine voller geistesgestörter Insassen... das alles sind Komponenten, die dafür sorgen, dass echte Spannung entsteht und der Zuschauer bei der Sache bleibt. Das ist natürlich auch ein Verdienst des stark umgewandelten Drehbuchs, aber hauptsächlich Scorseses inszenatorischem Geschick zu verdanken.



Über das Ende muss gar nicht groß diskutiert werden - es wirft alles über den Haufen, und das ist gerade das Schöne dabei. Die Qualität des Films bezieht sich aus dem ständigen Katz- und Mausspiel, aufgebrachten und wieder verworfenen Lösungsansätzen, und es ist eine Menge Puzzlearbeit nötig, um das dargelegte Geflecht aus Verdächtigungen und Betrug zu entheddern. Die Erwartungen des Zuschauers werden in einzelne Richtungen gelängt, doch ehe ein Puzzlestück an ein anderes zu passen scheint, wird alles wieder durcheinandergewirbelt. Aufmerksame Kinobeobachter mögen Lösungen einzelner Storyelemente durchaus entschlüsseln können, doch im Allgemeinen hat Scorsese die nicht gerade revolutionäre, aber dafür atmosphärisch dichte Buchvorlage von Dennis Lehane authentisch und verwirrend umgesetzt. Auch Kenner des Buches werden folglich auf ihren Geschmack kommen.



Fazit: Unter dem Strich ist Scorsese ein düsterer, spannungsgeladener Psycho-Thriller gelungen, der durch seine wendungsreiche Geschichte, brillante Darsteller und ganz besonders einer geradezu hypnotischen Atmosphäre besticht. Sehr zu empfehlen!
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