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    Dune
    Durchschnitts-Wertung
    4,4
    456 Wertungen
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    96 User-Kritiken

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    9 Kritiken
    Yasir Yabaş
    Yasir Yabaş

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    0,5
    Veröffentlicht am 26. Januar 2022
    Ich bin kein so gekaufter 5 Sterne bewerter. Das einzige was ich sagen kann ist, dass Gott mich als Gegenleistung für meine Sünden zu diesem Film geschickt hat amk. Es war einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Ich bin gefühlt 50 Jahre älter geworden aus Langeweile.
    B F
    B F

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    5,0
    Veröffentlicht am 2. November 2021
    Das Buch habe ich nicht gelesen, doch die Handlung gibt eindeutig Anlass dazu. Ich hätte nicht gedacht dass der Film mich so sehr fesselt.
    Robin H.
    Robin H.

    User folgen 5 Follower Lies die 34 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 1. November 2021
    Braucht viel zu lange um auf den Punkt zu kommen. Mich konnte der Film nicht wirklich fesseln. Ein Film der nur durch seine Bilder auf der großen Leinwand wirkt, ist mir definitiv zu wenig.
    michael winkler
    michael winkler

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    0,5
    Veröffentlicht am 30. Oktober 2021
    Leider nur ein ganz blasser Paul Atreidis , total in die Länge gezogen , 2,5 Stunden nur für den ersten Teil , die Lynch-Verfilmung ist um Längen besser , muss man nicht gucken!
    Alexander Jellinek
    Alexander Jellinek

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    3,0
    Veröffentlicht am 28. Oktober 2021
    Die sehr dezenten Spoiler werden, bevor ich diese erwähne in einem Satz gekennzeichnet!

    Was Dune (2021), zum besseren Film mach, belässt Dune (1984) bei einem besseren Kunstwerk.

    Auch endlich gesehen. Puh, schwer zu beschreiben was ich empfinde! Nachdem sich die Vorfreude anhand etlicher Lobeshymnen allmählich gesetzt hatte, hinterließ er ein gemischtes Gefühl von, ja ok, war ganz hübsch anzusehen aber Meisterwerk war vielleicht auch nur für mich hier ein Begriff, mit dem viel zu großzügig umgegangen wurde, da Dune (2021) im Vergleich zu seinem Vorgänger von 1984 vor allem eines war, ein klarer strukturierter, wie aus einem Guss wirkender und ein, aufs äußerste unaufgeregt inszenierter Film mit einigen Längen und einer für mich nicht unerheblichen Portion kreativer Belanglosigkeit, doch dazu später mehr.

    Was die alte Verfilmung zu viel(unter anderem, Neuinterpretationen) besaß, mich aber im Gegensatz zur Mehrheit keineswegs gestört hatte, war mir beim Neuen einfach zu sauber, zu reduziert, eintönig und uninspiriert, auch wenn er sich dafür wesentlich treuer und verbundener an die Buchvorlage zu halten vermag.

    Nur im Vergleich liebe ich Filme mit eindringlichem Mut zur stimmungsvollen Länge, Die Wand (2012), La Antena (2007), Nuit Noire (2005), Eraser Head (1977), Moon (2009), Interstellar (2014), oder die revolutionäre Stille und klaustrophobische Wucht eines, im Setting und Überlebenskampf optimal ausgeschöpften Alien von 1979. Bei einigen neueren hatte mich zum Beispiel Bladerunner 2049 mit gleichem Stil(auch gleicher Regisseur) und einem, für mich wesentlich eindringlicheren Score(gleicher Komponist) und einer ebenfalls äußerst unaufgeregten Inszenierung, mit einer sogar noch üppigeren Laufzeit wesentlich mehr vereinnahmt!

    Da ich wie oben bereits erwähnt, ein für gewöhnlich geneigter Befürworter und ja vielleicht sogar bekennender Freund solcher bedachten und gemächlich inszenierten Filme bin, soll das auch keineswegs als negativer Punkt missverstanden werden! Ich mochte die Inszenierung des neuen Dunes und genoss seine hypnotische Ruhe, die mir aber nach und nach einfach zu behäbig daherkam und mir für seine untergebrachte audiovisuelle Information, gefühlt wesentlich mehr Nachsichtigkeit abverlangte, als es die vorder und hintergründige Komplexität der optisch wie inhaltlichen dargebrachten Erzählstruktur zu rechtfertigen schaffte. Weniger ist halt nicht immer mehr, aber es gelingt ihm dennoch, in seiner sterilen Machart einen audiovisuell, bis zur Gänze stilsicheren Spaziergang durch eine ernüchternde Tristesse vom perfiden Spiel der Mächtigen zu verkörpern. Politik gewährt hier keine konstante Stabilität, sie ist eine stetige Aufgabe, an der es stets groß zu scheitern gilt, was Villeneuve hier bestens stilisiert und mithilfe eines audiovisuellen Stils fast metaphorisch in die Gesichter seiner davon unumgänglich vereinnahmten Protagonisten zeichnet. Ein unsicheres Vorankommen in einer dichten symbolischen Schwere, als stecke jedwede Ideologie selbst im lähmenden Sand der alles verschlingenden Einöde und versucht dem Unumgänglichen Widerstand zu leisten, wodurch jeder Charakter auf seine Weise fast schon gravitätisch, auf unsteten politischen Pfaden, in der ewigen Wüste ambitionierter Besessenheit in eine, vom ideologischen Willen motiviert, vermeintlich ertragreiche Zukunft voranzukommen hofft.

    (Dezenter Spoiler im folgenden Absatz)

    Diese Schwere geht sogar so weit, dass der Stil des Films mir die Nähe zu den Figuren erschwert! Hier trägt der Regisseur diese visuelle Schwere aber auch gekonnt in die Leichtigkeit einer fast schon beiläufig angebrachten Szenerie, in eine, kurz vor der Eskalation stehende Übermittlung kultureller Blindwütigkeit. Was scheinbar Argwohn und Spott beinhaltet, wird also in einer "Speichel" Szene kurz und klar, als überhebliches, weil in dem dargebrachten Kontext voreingenommenes, jedoch durch die konventionelle Dominanz beider vor stolz nur so strotzenden Fraktionen, selbstsicher missinterpretiert und lediglich beiläufig von einem, der konventionellen Differenzierung befähigten(Momoa) deeskaliert.

    Das Potential des Barons kam mir hier, auf die Länge des gesamten Films bezogen viel zu kurz! Da bevorzuge ich die offenkundig sadistische Brillianz eines extrovertierten Kenneth McMillan. Dennoch fand ich Gefallen am neuen Baron, dessen, auf ein Maximum reduziertes „schwereloses“ Kalkül, mir durch die zwar wenigen, aber akzentuiert drohenden Charakter-Anekdoten mit seiner unangenehmen, weil unnahbar abgerichteten Hingabe wirklich sehr schmeicheln konnten!

    Auch wenn sich beide Soundtracks in ihrer Kompositions-Liebe, die sphärische Weite von Dune zu schultern in nichts nachstehen, bekomme ich beim alten Dune noch immer Gänsehaut! Beide wirken durch ihre orchestral eingespielten Stücke klassisch zeitlos. Im neuen findet sich eine pompösere, basslastigere Wucht, wohingegen der ältere rockiger, poppiger (Desert Theme), für mich präferiert melodischer(Hauptthema) daherkommt und mich auch immer wieder etwas an die Klang-Kulisse von Der Name der Rose(The Water Of Life) erinnert, aber beide unbestritten fleischig und Substanzvoll daher kommen. Zwar passen beide Soundkulissen zu ihrem visuellen Set und bekräftigen, jeder auf seine Weise die jeweils angestrebte Ausdruckskraft, aber hier bevorzuge ich die zeitlose Titelmelodie Totos. Ich finde ihn epischer, melodischer, einfach... magischer!

    Dem Neuen fehlt es meiner Meinung nach, trotz klarer und geerdeterer Erzählstruktur, diese ich dem alten gegenüber vorziehe, an kreativer Eigenwilligkeit, diese den Vorgänger so nachhaltig geprägt hat und wirkt im direkten Vergleich fast schon seelenlos steril, was ja auch genau das sein kann, was allen anderen, die ihn als Meisterwerk sehen gefällt. Rückbesinnend fühlt es sich für mich sogar wie ein kalter Entzug an, der die kreativ wuchtige Innovation und wesentlich mutigere und eigenwilligere Handschrift seines Vorgängers vermissen lässt.

    Ich finde die neue Interpretation auf jeden Fall gelungen, finde aber, sie ist viel zu reduziert und austauschbar umgesetzt worden. Trotz dem Mut zu solch hypnotischer Stringenz, wirkt er auf mich zwar stilsicher aber leider auch ziemlich beliebig und austauschbar. Dune (1984) hatte mich bei weitem mehr in eine intime und von geheimnisvoller Kreativität überbordende neue abgründige Welt geladen, deren Vielseitigkeit mich alle Charaktere mehr zu fassen einlud.

    Für mich ist Dune(2021) ein optisch ansprechender, weil äußerst ästhetisch entworfener Film mit konstanter Atmosphäre, aber auch einer mit mangelhaftem Mut zu dem gewissen Etwas, dass zu seinem Vorgänger, durch seine beeindruckende Opulenz(Kampftraining, Steampunk-Interieur wie die beflügelten Antigravitations-Lampen) als Konglomerat kreativer Fülle bis heute nicht nur aus dem Grund schon 1984 verfilmt worden zu sein Respekt empfinden lässt.

    Was wohl auch unübersehbar allen virtuosen Set-Bauten zu verdanken war, also aus einer, zu jenen frühen Jahren noch aus handwerklicher Kunstfertigkeit hervorgegangenen Virtuosität heraus, diese jenem Moment, filmgeschichtlicher Bildgewalt einen ewigen Platz in der Filmhistorie zu etablieren schaffte und diesen so überaus nachhaltig werden ließ, auch, wenn es vielleicht gerade diese ganzen Details waren, diese ihm als überambitionierter Versuch zum Verhängnis und zugleich, viele Jahre danach, zu seinem bis heute etablierten Kult verhalfen, was der neuen Version meiner Meinung nach leider gar nicht gelungen ist und mein huldigender Spundus eindeutig ins Jahr 1984 zurück geht. Wohingegen der Neue Dune aber, im Meer der tot gesehener Superhelden Action fast schon wie eine Art Rückbesinnung, einer ausgestorbenen Fertigkeit von jenen Filmen schmeichelt, die nicht in jeder Szene um bedingungslose Aufmerksamkeit buhlen und ihre Kraft aus der Klarheit und Ruhe ziehen, dass ihn wiederum zu einem Wegbereiter weiterer Filme dieser Art machen wird und ich ihm dafür auch dankend, seine außer Frage stehende Berechtigung zugestehe! Auch mochte ich die wiedererkennbaren Versatzstücke, jener an Fury Road erinnernden Sandsturmfront und auch die wesentlich düstere Sterilität eines hier rein optisch verglichenen Oblivion.

    Ich hätte mir also mehr eine Mischung aus beiden Filmen gewünscht. Was Dune (2021), zum besseren Film mach, belässt Dune (1984) bei einem besseren Kunstwerk! Wodurch für mich so auch ohne Frage beide ihre ergänzende Daseinsberechtigung haben, ich zu dem alten aber nach wie vor, wesentlich mehr Anreiz verspüre, ihn nach einer gewissen Zeitspanne immer wieder einmal ansehen zu wollen. Etwas, das mir bei dem Neuen schon jetzt fehlt. Vielleicht ist Dune (2021) aber auch nur der zurückhaltende Auftakt einer brachialen Krönung. Ich werde dran bleiben und hoffe auf wesentlich mehr Alleinstellungsmerkmal und Mut einprägsamer Wiedererkennungswerte.
    Rudolf Zorn
    Rudolf Zorn

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    2,5
    Veröffentlicht am 28. Oktober 2021
    Enttäuschend in vielerlei Hinsicht, auch verglichen mit der Lynch Version von 1984.

    Zuerst mal die Musik, abseits aller Lobpreisungen - gutes Mittelmaß, ein schöneres Thema (Paul nimmt Abschied von seiner Heimatwelt), ansonsten keine Erinnerungswerte. Der Soundtrack von 1984 von Tot/Eno ist wesentlich gewaltiger und eingängiger und kann auch für sich selbst stehen. Hans Zimmer hat mMn mittlerweile nicht viel mehr anzubieten, als routinierte Hausmannskost auf hochprofessionellem Niveau.

    Dann die Charaktäre, ebenfalls gutes Mittelmaß, aber erstaunliche Blässe vieler Figuren. Herzog Leto hat mir wohl etwas besser gezeichnet gefallen, als damals Jürgen Prochnow (der dennoch auch sehr gut war). Paul ist sympathisch und angemessen ernst, etwas weniger aufdringlich als seinerzeit Kyle MacLachlan. Der hatte dafür wiederum etwas mehr Charisma. Ansonsten ist mir nur der Diener des Baron Harkonnen als interessante Figur aufgefallen. Der Baron selbst ist vielleicht näher am Buch (das ich nicht kenne), hat aber trotz Überlänge praktisch kaum Gelegenheit, sich zu entfalten, wie das im Lynch-Film genial und teilweise lächerlich, aber dennoch unheimlich und eindringlich gelöst wurde. Zendaya, die x-fach angekündigt wird, läßt man dann eigentlich zwischen den Dünen mit ein paar Sätzen verhungern. Pauls Mutter ist interessant, aber fast zu jung, Rebecca Ferguson ist nur 12 Jahre älter als Timothee Chalamet, und das merkt man trotz Makeup (na gut, Jessca 1984, Francesca Annis, ist auch nur 14 Jahre älter als Kyle, wir haben uns schon damals etwas gewundert).

    Überhaupt fehlt mir hier der Mut zum Risiko (außer dem Erzähltempo), zur Vision, und damit meine ich nicht die optische. Es gibt Schauwerte, wie sie 1984 nicht erreicht wurden, das ist keine Frage, aber das war es auch schon. Ich habe sehr den Glanz, die Dekadenz und den politischen Mystizismus eines 11. Jahrtausends vermisst, die in der Lynch-Version allgegenwärtig waren und mit einigen wenigen Pinselstrichen lebendig wurden. Man denke nur an den Auftritt des Navigators beim Imperator oder dessen Intriganz, beinahe Schleimigkeit. Aber vielleicht kommt der ja im zweiten Teil. Er hätte aber dem Verständnis des Zusehers besser getan, ihn auch hier in die erste Filmhälfte zu verlegen. World-building heißt das heute, was damals einfach gut durchdachtes Erzählen war.

    Die mögliche ungeheurliche Technologie dieser Zeit ist 2021 vielleicht etwas besser herübergekommen, aber bleibt dennoch eine Farce. Bei solcher Überlänge, wäre da nicht ein Einblick in die Reisetechnik mit Spice interessant ? Nur die kreischenden Bomben haben etwas Innovationswert, das Geräusch stammt wohl von den Schattenschiffen aus Babylon 5. Ja, und der Dünnstrahl-Schneider, der eine veritable Waffe wäre, aber offenbar nur zum Türenöffnen verwendet wird.

    Schließlich habe ich die Zweikampf-Szene am Ende als zu archaisch und auch wenig notwendig empfunden. Wenn es eine Entwicklung der Fremen (aber auch Paul) geben soll, müsste sie an dieser Stelle geschehen. Ein Kampf bis zum Tod - ungleich von Beginn an aufgrund der überlegenen Ausbildung eines Kontrahenten - ist geradezu mittelalterlich und einer Zivilisation unwürdig. Dies gab es auch im 1984 Film am Ende zwischen Feyd-Rautha (Sting, in 2021 noch nicht vorgestellt) und Paul, war aber im Kontext unvermeidlich.

    Insgesamt aus meiner Sicht trotz all dem Pomp und der Breite und dem Budget, sowie der künstlerischen Freiheit, ein eher schwachbrüstiger, wenig intelligenter, fast oberflächlicher (dafür vielleicht publikumswirksamerer) 'Reboot'. Man denke an Battlestar Galactica, das zwar kein Buch zu verfilmen hatte, aber das ganze Szenario und die Figuren neu und teilweise bahnbrechend interpretiert hat.
    Oliver Hoffmann
    Oliver Hoffmann

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    2,0
    Veröffentlicht am 26. Oktober 2021
    Also ich kann diese ganzen guten Bewertungen des Films nicht nachvollziehen.

    Ich finde die erste Verfilmung von David Lynch, vor allem die lange Version, um einiges besser.
    Sie ist düster, mystisch und zieht einen sofort in Ihren Bann.

    Es wird vor allem mehr auf das Thema der sogenannten "Gilden-Navigatoren" eingegangen, die die Fähigkeit besitzen den"Raum zu falten" bzw. auf das "Travelling without Moving".
    Das spielt in der ersten Verfilmung eine grosse Rolle.
    Wo sind die Navigatoren in der jetzigen Verfilmung ?
    Wie konnte man die extrem wichtigen Gilden-Navigatoren einfach ausser Acht lassen ?
    Grade von diesem Thema hätte mich eine Neuinterpretation von Villeneuve sehr interessiert.

    Schade.

    Und was die erste Verfilmung von Lynch dieser Version vor allem vorraus hat ist die musikalische Untermalung.
    von Brian Eno und Toto, vor allem die sogenannte "Prophecy Theme" verleiht der ersten Verfilmung eine derart mystische Note die Ihresgleichen sucht. Einfach genial :)

    Ich muss sagen ich fand "Blade Runner 2049" absolut genial von Denis Villeneuve und habe nun auch sehr lange und mit grosser Vorfreude auf seine Version von Dune gewartet, bin jedoch leider enttäuscht worden.

    Ich fand den Film einfach nur totlangweilig.

    Auch die Verkörperung der Figuren fand ich im ersten Teil definitv besser:

    Sting als Feyd Harkonnen, Jürgen Prochnow als Herzog Leto, Kyle MacLachlan als Paul und vor allem Kenneth McMillan als Baron Harkonnen waren einfach genial besetzt.
    Asna
    Asna

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    5,0
    Veröffentlicht am 25. Oktober 2021
    Ich bin seit 20 min aus dem Kinosaal und ich komme grade immer noch nicht auf mein Leben klar. Es war sehr gut geschauspielert, bis auf eine Stelle, war die Musik on Point. Es war fesselnd und mitreißend, dazu auch kaum vorhersehbar. Einer der besten Filme, die ich seit langem gesehen habe.
    Gummitod
    Gummitod

    User folgen Lies die 6 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 23. Oktober 2021
    Machen wir es erst mal kurz: Wer zur Generation Popcorn-Action-Kino gehört, für den die Filmschnitte nicht schnell genug sein können, die Kamera am besten kontinuierliche wilde Achterbahnfahrten per Steady-Cam macht und der inhaltliches Knall-Peng-Bumm in Dauerberieselung benötigt, der sollte hier einfach aufhören zu lesen und sich einen anderen Film suchen.

    Wer dagegen Ridley Scotts "Blade Runner" von 1982 als Meilenstein cineastischer Science-Fiction-Handwerkskunst ansieht, dem sei gesagt: Denis Villeneuve hat es als erster Regisseur nach fast vier Jahrzehnten geschafft, ein ebenbürdiges Meisterwerk abzuliefern! Settings, Kostüme, Licht, Bildsprache, Geschichte -hier stimmt einfach alles. Greig Frasers Kamera fängt all das in unfassbar schönen Bildern ein (selten war die Oscarfrage für die "beste Kamera" so klar wie dieses Jahr!). Untermalt von Hans Zimmers fulminanter Klangkulisse erzeugt der Film von der ersten Sekunde an eine geradezu suggestiv dichte audiovisuelle Atmosphäre.

    Und es ist eine Wohltat, dass sich der Regisseur auch die Zeit lässt, seinen Film auszuerzählen: Zweieinhalb Stunden lang entfaltet sich die komplexe Geschichte der politischen Streitigkeiten zwischen den Häusern Harkonnen und Atreidis um den Planeten Arrakis. Arrakis ist zwar ein lebensfeindlicher, sonnenstarrender Wüstenplanet, beherbergt aber mit dem sogenannten "Spice" die kostbarste Substanz des ganzen Universums. Spice ermöglicht die interstellare überlichtschnelle Raumfahrt, wirkt als lebensverlängernde Droge und ist auch für die mächtige Schwesternschaft der Bene Gesserit unabdingbar für deren Experimente, den "Kwisatz Haderach" genannten Messias zu erschaffen, mit dem sie in die Zukunft blicken könnten.

    Nicht weiter verwunderlich ist Spice somit auch der Stoff, aus dem Intrigen, Macht und Morde gesponnen werden. Die Erzählung beginnt damit, dass Shaddam IV., der Imperator des Universums, dem Adelshaus Harkonnen den Auftrag zum Spice-Abbau entzieht und ihn stattdessen an das Adelshaus der Atreides überträgt. Herzog Leto Atreides ahnt zwar, dass dies eine Falle ist, um damit einen Krieg zwischen den beiden Häusern zu entfachen, kann sich aber des kaiserlichen Befehls nicht entziehen und siedelt daher mit seinem Sohn Paul und seiner Konkubine Jessica nach Arrakis über.
    Die indigenen Einwohner des Planeten -die sogenannten "Fremen"- akzeptieren ihre neuen Herrscher. Zum einen, weil die Harkonnen als frühere Besatzer die Fremen zuvor 80 Jahre lang brutal verfolgt hatten. Zum anderen aber auch, weil einige von ihnen in Paul Leto, dem jungen Thronfolger, den ihnen weisgesagten Messias "Lisan al Gaib" zu erkennen glauben, welcher der Legende nach aus einer anderen Welt zu ihnen nach Arrakis kommen soll, um ihrem Wüstenplaneten das Wasser zu bringen und ihn in ein Paradies zu verwandeln.

    Obwohl Paul selber anfangs weder an die Prophezeihungen der Bene Gesserit noch an jene der Fremen glaubt, treibt das Schicksal ihn immer weiter in seine Bestimmung. Wir erfahren, dass seine Mutter Jessica selber eine Bene Gesserit ist, die sich dem Willen des Ordens widersetzt hat und mit Paul bewusst einen Jungen zur Welt brachte, weil sie die Zeit reif für die Geburt des Messias hielt. Auch bewahrheiten sich manche Voraussagen der Fremen und zu alledem wird Paul auch noch von Visionen geplagt, in denen er Fragmente zukünftiger Ereignisse sieht.

    Aber bereits kurze Zeit später überfallen die Harkonnen zusammen mit einer gedungenen Söldnerarmee den Planeten, um die Atreiden auszulöschen und die Kontrolle über das Spice wieder gewaltsam an sich zu bringen. Nur Paul und seiner Mutter Jessica gelingt es, durch Flucht in die Wüste zu überleben, in der aber bereits riesige, alles verschlingende Sandwürmer auf sie warten. Ihre einzige Chance ist es, die ebenfalls dort lebenden Fremen zu finden und sich ihnen im Kampf um ihre Heimat Arrakis anzuschließen.

    -Mit Sicherheit ist "Dune" das beste, was eine Kamera dieses Jahr eingefangen und auf die Leinwand gebracht hat. Villeneuve selber hat einmal gesagt, dass er ein "Starwars für Erwachsene" erschaffen wollte. Und das größte Kompliment, dass man ihm machen kann, ist, dass er sogar etwas _noch_ größeres zustande gebracht hat: Sein bildgewaltiges Epos ist ein neues, ganz eigenes Film-Universum. Und Arrakis selbst ist in diesem neuen Universum der eigentliche Star: Ein unwirtlicher, gleisend heller, lebensfeindlicher Wüstenplanet, dessen Realismus und Wahrhaftigkeit aber so perfekt herüberkommt, dass man von Beginn an in die Welt von Dune hineingesogen wird.

    -Was uns gleich zu den anderes Stars des Films bringt: Timothée Chalamet als Paul Atreides spielt seine Rolle als "Held wider Willen" grandios -eine Art Shakespeare'scher Hamlet, eloquent und vom Schicksal zu höherem berufen, als er selber anfangs wahrhaben will: Die schrittweise Entwicklung vom Sohn eines Herrschers zum vorbestimmten Anführer einer Revolution, der die Bürde des Kampfs gegen den Imperator des gesamten Universum auf sich nimmt -das passt, jeden Augenblick.

    Paul Atreides: "Dad, what if I'm not the future of House Atreides?"

    Duke Leto Atreides: "A great man doesn't seek to lead, he is called to it. But if your answer is no, you'd still be the only thing I ever needed you to be: My son!"

    Außer dem anfangs erwähnten "Blade Runner" (und vielleicht noch "2001") hat es kein anderer Science-Fiction-Film bisher je geschafft, dermaßen mit Kamera und Sound zu zaubern, dass eine Bildmagie entsteht, in deren Authentizität man sich förmlich verliert. Allein die Ankunft des Hauses Atreides auf Arrakis ist ein so kongenial epischer Bildersturm, dass er für sich allein schon einen Oskar verdient hätte.

    Wenn man an dem Film etwas bekritteln will, dann ist es die letzte halbe Stunde: Paul und Jessicas Flucht durch die Wüste und die Begegnung mit den Fremen ist ein Stilbruch zu den vorherigen zwei Stunden. Oder besser gesagt: Ein "still-Bruch", denn der mit großer Hand und großem Budget zuvor gemalten Bildgewalt folgt hier ein eher kleines, ruhiges Kammerspiel, mit dem der Film dann auch sehr abrupt endet. Man fühlt sich förmlich unsaft aus dem Kinosessel herausgerissen. Noch nie hat ein Film dermaßen nach seinem zweiten Teil verlangt, wie hier: Die gesamte letzte halbe Stunde arbeitet allein auf die Fortsetzung hin -und man würde diese epische Geschichte nur allzugerne an einem Stück durcherzählt sehen!

    Leider hat das Filmstudio den Dreh des zweiten Teils von dem Erfolg des ersten Teils abhängig gemacht. Und so können wir nur hoffen, dass dem Film der Erfolg beschieden ist, den er redlich verdient hätte.

    Mein Fazit: Ein absoluter Meilenstein des Science-Fiction-Kinos! -Wenn "Dune" bei der nächsten Oscarverleihung nicht alles abräumt, dann sollte man die Oscarverleihung einfach komplett abschaffen..

    Tipp: Unbedingt auf der großen Leinwand mit Dolby-Atmos-Surround-Anlage genießen!
    andreas M.
    andreas M.

    User folgen 2 Follower Lies die 24 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 22. Oktober 2021
    Typisch Denis Villeneuve er hat den Film Blade Runner 2049 zerstört und Arrival war ebenfalls extrem schlecht.
    Die Filme sehen gut aus sind aber langweilig, ist mehr Kunst als Film.

    Keine Ahnung wieso er die ganzen SyFy Filme macht und ich bin ein riesen Fan von guten SyFy Filmen aber bitte nicht mehr von Denis Villeneuve.

    Für mich sind das SyFy Filme für Kunstliebhaber und Überintellektuelle.

    Ein guter SyFy Film ist "das fünfte Element" "Event Horizon" oder Alien Trairology" usw... SyFy Filme brauchen gute Aktion und das kann Denis Villeneuve nicht. Alle guten Titel die Denis Villeneuve bis jetzt gemacht hat sind leider eine Verschwendung.

    Die gute Bewertung von "Dune" kann ich genauso schlecht verstehen wie die Bewertung von dem Film "Arrival" überhaupt nicht nachvollziehbar.

    Die Story in Dune ist chaotisch und ab ein einen Zeitpunkt macht es keinen Spaß mehr den Film zu schauen.

    MAX 2 STERNE TYPISCH Denis Villeneuve
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