All Beauty Must Die
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Jimmy v
Jimmy v

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3,0
Veröffentlicht am 21. April 2014
Der Titel dieses Films führt in die Irre: Was eigentlich wie ein Film über einen Frauenkiller anmutet, entpuppt sich als ein eher undeutliches Ehedrama. Alle Darsteller machen einen tollen Job, der Soundtrack ist besonders gut, die Bilder aber auch. Im positiven Sinne, ist "All Beauty must die" eine Mischung aus 70er- und 90er-Jahre-Stil, was hier eher unaufgeregte Bilder und schummrige Atmosphäre bedeutet. Inhaltlich war mir das jedoch alles etwas zu vage. Man kann sagen, dass der Film nach dem anfänglich starken Ehedrama-Fokus diesen ganz besonderen Schachzug des Wechels zur Mitte hin hinbekommt. Das ist auch wirklich seine Stärke! Aber schon zuvor bekommen wir irgendwie nicht genug Spuren hingeworfen, um eigene Interpretationen zu machen. Der Film möchte irgendwie nicht verurteilen, gleichzeitig aber auch doch nicht einfach nur dokumentarisch zeigen was passiert. Und dann ist es leider auch so, dass wir doch ein bisschen zu wenig von der Hauptfigur und Erklärungsansätzen zu finden bekommen, während man sich gleichzeitig etwas zu sehr auf Seiten der Ehefrau schlägt. (Hier hilft durchaus der Vergleich mit der Realität: Er hatte eine Affäre - das kommt im Film nicht vor. Sie hat sehr sein Geld genossen und teuer gelebt - im Film ist sie völlig Bescheiden.)
Man hätte sich somit vielleicht einfach etwas mehr an unseren vermeintlichen Killer hängen sollen. Spannende Andeutungen gibt es - spoiler: Was hat sein Vater in dem Kofferraum gesehen?
- aber etwas mehr hätte es ruhig sein dürfen!
Fazit: Solider Thriller, der kongenial als ein Ehedrama beginnt, aber sich dann zu sehr an die Nebenfiguren hängt und sich nicht entscheiden kann, ob er dokumentarisch (dafür fehlt zu viel drumherum) oder subjektiv (dazu fehlt zu sehr von der Hauptfigur) sein will.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 3. August 2016
Spannender, in seiner Kombination von Ehedrama und Krimi ungewöhnlicher Film. Auch wenn die reale Basis des Films eine filmische Annäherung schwer macht, gelingt es All Good Things dennoch, die Figuren glaubwürdig zu machen und eine merkwürdige Atmosphäre heraufzubeschwören. Leider gibt es im Film aber keine gerade Linie, die häufigen Zeit- und Ortsprünge machen ihn geradzu zum Stückwerk.
PostalDude
PostalDude

1.043 Follower 1.093 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 20. Dezember 2020
Die wahre Geschichte, auf der der Film basiert, ist wirklich filmreif!
Garniert mit einem coolem 70er Soundtrack & guten Schauspielern, macht es Spaß der Geschichte zu folgen !

Alles schön spannend erzählt, aber am Ende wollte man irgendwie zu viel...
Thomas Z.
Thomas Z.

139 Follower 653 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 30. Mai 2017
Film nach einer wahren Begebenheit, der aufgrund der real zugrunde liegenden Substanz nach einer kompakten in sich geschlossenen Dramaturgie verlangt, sich dabei aber gründlich verzettelt. Dem dominanten Cast-Dreigestirn Gosling/Dunst/Langella gelingt es durchaus, den Zuschauer phasenweise zu fesseln, die offensichtlichen Schwächen des Drehbuch, kann das aber leider nicht kompensieren. Fazit: Aufgrund der schauspielerischen Leistungen ein noch durchschnittliches Ehe-Drama mit viel verschenktem Potential.
No Use For A Name
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14 Follower 1.213 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 30. Dezember 2025
Der Film orientiert sich ja bekanntlich sehr eng an dem wahren Fall des Verschwindens von Kathy McCormack, legt die Geschichte bzw. deren Interpretationsspielraum auch relativ frei aus, immerhin soll ja eine spannende Geschichte erzählt werden. Die versuchte Nähe zur echten Story führt allerdings auch zu einem etwas uneinheitlichen Filmerlebnis. Wo das Ehedrama ziemlich spannend und vor allem intensiv losgeht, so lässt der Film im letzten Drittel dann doch ziemlich nach und verliert sich in einer wenig ansprechenden und ja, man möchte fast sagen, langweiligen Gerichtsbefragung.

((MÖGLICHE SPOILER AB HIER))

Ryan Gosling ist erstmal nicht so mein Fall, hier fand ich ihn aber ziemlich gut. Seine Wandlung vom charmanten Schönling zum total wahnsinnigen Arschloch ist glaubhaft und hervorragend gespielt. Die Ursache dieser Wandlung jedoch ist mir nicht so ganz klar, was wahrscheinlich am ehesten als Schwäche des Drehbuchs ausgelegt werden muss. Offenbar ist er durch den Tod seiner Mutter irgendwie traumatisiert, wieso das aber dazu führt, dass er zu einem Arschloch wird ist mir nicht klar. Auch passen die Selbstgespräche, die immer mal wieder im Film vorkommen, nicht dazu. Hat er Halluzinationen oder Wahnvorstellungen? Das passt aber auch überhaupt nicht ins Bild... Mehrmals wird auch ein eventueller Drogenkonsum (Cannabis?) angedeutet, aber auch das bleibt im Dunkeln. Steckt da überhaupt eine psychische Störung dahinter oder ist er nur einfach so ein impulsiver, gewalttätiger Idiot?

Kirsten Dunst spielt ebenfalls hervorragend, sie ist immer wieder hin und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Mann und seinen gewalttätigen oder sonst irgendwie komischen Ausbrüchen. Aber immer wieder versucht sie, ihn ins wirkliche Leben zurückzuholen, das ist mit der Zeit fast schon schmerzhaft mit anzusehen, wie sie sich immer wieder einbringt und er sie doch nur wieder vor den Kopf stößt.

Und da es sich ja auch um einen echten Fall handelt, der bis heute ungelöst ist, gibt es dann auch kein befriedigendes Ende. (Die echte) Kathy McCormack gilt bis heute als vermisst, (der echte) Robert Durst beteuert bis heute seine Unschuld, wie uns der Film mittels eines eingeblendeten Textes am Ende auch aufklärt. Wie auch immer, es gibt halt dann ein ziemlich abruptes Ende, das mich ziemlich unbefriedigt zurückgelassen hat.

((SPOILER ENDE))

Das wäre vielleicht gar nicht so schlimm gewesen, wenn das letzte Drittel etwas aufregender geworden wäre. Aber stattdessen wird man mit einer blöden Befragungssituation und einer kruden Geschichte rund um Davids Nachbarn belästigt, wo man sich immer irgendwie fragt: Was soll das jetzt? Am Ende fügt sich dann schon alles wieder einigermaßen zusammen, aber es ergibt sich kein stimmiges Gesamtbild. Die vor allem im zweiten Teil (sehr meisterhaft!) aufgebaute Spannung, verpufft komplett und wird auch nicht wieder aufgegriffen.

Schade, denn ansonsten hätte das ein sehr guter Film werden können, aber nichtsdestotrotz ist er immer noch sehenswert!
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