Die Welle
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Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 21. April 2010
Ein Buch zu verfilmen war schon seit jeher ein schweres Unterfangen und meistens war das Ergebnis alles andere als befriedigend. Dass es durchaus machbar ist hat man in "Shining" oder zu letzt bei "Lord of the Rings" gesehen. Nun versucht Deutschland "Die Welle" auf die Leinwand zu bringen. Für eine deutsche Produktion ist dies gar nicht so schlecht gelungen. Dies ist sicher den guten Darstellern, allen voran Jürgen Vogel, zu verdanken und auch den Soundtrack lässt sich hören. Die Inszenierung hat jedoch etliche Mängel. Teilweise zu schnelle Schnitte und zu rasant folgt ein Geschehen dem anderen. Die Charaktere haben daher nur wenig Zeit um sich zu entfalten und eine gewisse Tiefe darstellen zu können. Persönliche Motive stehen zu sehr im Vordergrund und dominieren praktisch den ganzen Film. Da wäre weniger mehr gewesen. Fazit: Ein gut aufgestellter Jürgen Vogel und ein unsicherer Inszenierungsstil machen den eher für in der Schule sehenswert, aber ist sicherlich für keinen DVD-Abend zu empfehlen!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 21. April 2010
Nach einigem Mißtrauen ob des allzu bekannten Stoffes der Handlung, bin ich tatsächlich positiv überrascht von einem (deutschen) Film, den ich mir durchaus schlechter hätte vorstellen können. Der Plot ist zu keinem Zeitpunkt zäh oder dröge und die Schauspieler wirken trotz bekannter Stereo-Typen durchaus erfrischend. Zwar kann man hier und da den Machern den Vorwurf der Oberflächlichkeit an der Thematik und dem manchmal etwas zu stark konstruierten Fortgang der Geschichte machen, aber im Großen und Ganzen ist dies ein ebeno unterhaltsamer, wie auch in Ansätzen nachdenklicher Film. Sicher reicht es nicht für die 1. Riege des neueren deutschen Kinos, aber allein die Neugier (eben wegen der eingangs erwähnten bekannten Thematik) reicht als Grund allemal, um sich diesen Film ohne schlechtes Gewissen zu Gemüte zu führen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 21. April 2010
Note Schauspieler: 1-

Note Jürgen Vogel: 1+

Note Filmische Umsetzung: 1+

Note Drehbuch: 2+

jedoch....

Note Ende: 1+

Aufklärungsfaktor: 1

Nachwirkungen: Ja!, also 1+ !



Unterm Strich: Prädikat besonderes Wertvoll, Note 1+ mit Sternchen !

also.... nach Filmstarts.de 10/10 Punkten !
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 21. April 2010
Lehrreiches und didaktisch (sehr) gut umgesetztes Kino!?- Was meistens wie ein Schimpfwort klingt und bei den meisten deutschen (Spiel-)Filmen eher zur Flucht aus dem Kino animiert ist hier genau zum Gegenteil gereicht.



Mit dieser filmischen Neuinszenierung eines Experiments, welches 1968 an einer Highschool in Amerika zum Thema Faschismus durchgeführt wurde, haben es die Filmemacher Dennis Gansel und Peter Thorwarth allemal geschafft ein Stück Lehrreiches Kino zum Thema "Entstehung von faschistoiden" Systemen auf die Leinwand zu bringen.



Die Filmemacher bedienten sich den stereotypen der Jugend: Die allseits beliebte Streberin, der Außenseiter usw. Dies ist als Mittel der Vereinfachung hier durchaus positiv zu sehen.

Darüber hinaus verharrt aber der gesellschaftliche Ansatz der Verfilmung in den 60er/70er Jahren des letzten Jahrtausends und lässt die Jugendlichen der heutigen Zeit, denjenigen Charakter des getriebenen Teenagers des Neoliberalismus, der sich den marktwirtschaftlichen Zwängen anpassen musste und für die das sklavisch- unhinterfragte Leistungsdenken unserer Gesellschaft zur Hauptmaxime geworden ist, außen vor!



Leider, "patzten" die Filmemacher bei der Umsetzung am Ende des Films mit der Verfälschung des eigentlichen Experiments. Dies ist in sofern schade, weil die blutige Zuspitzung am Ende eigentlich überflüssig ist.



Es lohnt sich aber allemal, die (deutschen) Schulklassen durch diesen Film hin durch zu schleusen ( wie auch schon bei "Schindlers Liste", Sophie Scholl" und wahrscheinlich demnächst wahrscheinlich auch bei "Valkyrie"`/ Kotz, Spei, Würg!!).



Schauspielerisch überzeugt mal wieder einer der besten deutschen Schauspieler! Jürgen Vogel verkörpert den lässigen, „Alt 68er“ angehauchten Lehre, der im Laufe des „Experimentes“ selber beinahe dem Rausch seiner „Macht“ erliegt, herausragend.

Solche Schauspieler braucht Deutschland mehr!!

Was das „Milgrim -Experiment“(1962), was zu einem ähnlichen Ergebnis kam, ergab, spiegelt das Experiment „Die Welle“ fatal wieder.







Fazit: Obgleich etwas zu "verspielt" um als wirklich pädagogisch zu gelten, bietet dieser Film wichtige Ansätze um als Lehrbegleitend in Schulen eingesetzt werden zu können. In Zeiten wo Deutschland im internationalen "PISA- Vergleich" hoffnungslos auf die Plätze verwiesen wird und der Lehrausfall an staatlichen Schulen der "Hauptunterricht" ist, müssen eben auch solche Wege beschritten werden.



Für Freunde des Schauspielers Jürgen Vogel ist dieser Film sowie so ein "MUST SEE"!! Er ist mit Abständen einer der besten deutschen Schauspieler überhaupt.



Achtung: Hierbei handelt es sich nur um meine Meinung für die ich keine Gewähr(aber eine Flinte!) übernehme und die Haftung ausschließe!

Zu Risiken und Nebenwirkungen dieses Kommentars lesen Sie bitte die Filmkritik auf "FILMSTARS.de" oder fragen Sie bitte an den Kassen Ihres Kinos oder "beschimpfen“ Sie den Regisseur und /oder Produzenten!



Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 21. April 2010
Endlich mal wieder ein guter deutscher Film. Ich fand den Film hervorragend.

Besonders die hier viel kritisierten Schauspieler fand ich gut. Auch diese von vielen Stereotypen vollgepackte Klasse fand ich einen guten Schachzug, da es einen querschnitt durch unsere Schulen gibt. Also ich weiß ja nicht wie die Schulzeit der anderen war, aber ich war auf ein paar Schulen(Umzüge) und in jeder Klasse gab es den ein oder anderen Stereotypen(auf Schulebene, Privat sind die vielleicht ganz anders). Damit wurde aber nur gut ausgedrückt wie schnell Menschen jeden Schlags von sowas mitgerissen werden. Gut fand ich auch die vielen Anspielungen auf das Dritte Reich (Sophie Scholl, der Selbstmord). Ich glaub mann muss Die Welle auch mehrmals sehen um alle kleinen Details zu erkennen. Desweiteren gefiel mir die Namenlose Stadt. So konnte nicht wieder gesagt werden, "sowas passiert nur in Großstädten wie Berlin oder nur in kleinen Dörfern in Ostdeutschland" sondern überall.

Einziger Kritikpkt für mich ist eine nicht ganz ausgeschöpfte Inzinierung, die hier und da Bildlich mehr die Situation unterstreichen hätte können. Zusammengefasst halte ich ihn für einen wichtigen Film, genauso wichtig wie das Buch, denn er zeigt sehr gut das wir vor einer neuen Autokratie nicht gefeit sind.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 21. April 2010
Die Welle

Disziplin, Gemeinschaft und Handeln, dass sind die Grundbausteine, auf denen die Diktatur Film die Welle des Regisseurs Dennis Gansel, der auf dem gleichnamigen Buch von Morton Rhue basiert, aufbaut.

SPOILER

Man findet sich in einer Schule irgendwo in Deutschland wieder, in der gerade eine Projektwoche zum Thema Autokratie stattfindet. Am Anfang machen sich die Schüler über das Thema lustig und sind genervt, also ganz normale Reaktionen aus dem Schulalltag. Sie sagen, dass es eine Diktatur heute nicht mehr geben könne. Um ihnen das Gegenteil zu beweisen, startet der Lehrer, Rainer Wenger, ein unverantwortliches Experiment. Er beginnt die Klasse ohne ihr Wissen nach den Regeln Disziplin, Gemeinschaft und Handeln umzuformen. Zuerst profitieren alle Mitglieder der Gemeinschaft, die sich die Welle nennt, doch als es in einer Schwimmhalle zu einer Schlägerei kommt, entschließt sich Lehrer Wenger, das Experiment abzubrechen. Ein Schüler kommt damit nicht klar und es kommt zur Katastrophe. Er verletzt einen Mitschüler und erschießt sich dann selbst. Wenger wird verhaftet.

SPOILER ENDE

Als Hauptcharaktere muss man natürlich zuerst den Lehrer Rainer Wenger nennen, der überzeugend von Jürgen Vogel dargestellt wird. Rainer war früher Hausbesetzer in Berlin und unterrichtet im Ramones Shirt und antiautoritär. Die Schüler vertrauen ihm sehr, worauf er das Experiment sehr gut durchführen kann. Er merkt jedoch nicht, wie ihm die Kontrolle abhanden kommt und er selber zum Diktator wird. Erst als seine Frau ihn verlässt und Marco sich an ihn wendet und ihm offenbart, was er durch sein Projekt angestellt hat, merkt er es. Er versammelt alle Welle Mitstreiter in der Aula der Schule und zeigt ihnen in einer genial inszenierten Szene, dass ihre Gemeinschaft eine Diktatur ist. Er gibt ihnen den Befehl Marco zu ihm zu bringen, da er ihn als Verräter brandmarkt. Er hat ihnen damit gezeigt, dass sie seinen Befehlen gehorchen.
Der einfach gestrickte Sportler Marco (Max Riemelt), der aus einer zerrütteten Familie kommt, ließ sich gerne von der "Welle" mitreißen, da er sich in ihr geborgen fühlt, genauso wie der geplagte Außenseiter Tim (erschreckend gut: Frederick Lau) der aus reichen Elternhause kommt, dass sich aber nicht für ihn interessiert. In der Welle merken beide, dass sie dort gebraucht und anerkannt werden, vor allem Tim. In der Gruppe hat er endlich Ideale, wie Lehrer Wenger, und er wird gegen andere verteidigt. Als Rainer das Experiment in der Aula nach den oben genannten Geschehnissen abbrechen will, bricht führ den manipulierten und belogenen Jungen eine Welt zusammen. Er sieht keinen Sinn mehr, nach dem Ende der Welle weiterzuleben, da sie das einzigste war, was ihm je in seinem Leben etwas bedeutet hat. Deshalb erschießt er sich.
Jedoch lässt sich Marcos selbstbewusste Freundin Karo(Jennifer Ulrich) nicht von dieser Gruppe mitspülen. In einer etwas überzogenen Aktion, die wahrscheinlich keiner so durchführen würde, verteilt sie zusammen mit einer Freundin, die auch das Projekt aus Protest verlassen hat, Flugblätter.
Ein weiterer Punkt, den man Dennis Gansel hoch anrechnen muss ist, dass er Personen aller sozialen Gruppen in diesem Film unter Dach und Fach gebracht hat. Denn das ist auch ein weiter wichtiger Punkt für die Vorteile, die die Schüler in der Welle sehen. Die Gleichheit: Der Türke, der sich auch so gefühlt hatte, merkt in der Gruppe, dass er endlich angesehen und in der Gesellschaft angekommen ist.

Individualität statt Gruppenzwang, Kritikfähigkeit statt Gleichschaltung werden hier propagiert, wobei der Unterhaltungsfaktor stets hoch bleibt. Dafür sorgen nicht zuletzt ein gut zusammengestellter Soundtrack und Anke (Christiane Paul) als Wengers Ehefrau. Sie erkennt scharfsichtig, wie ihr Mann allmählich zum Faschisten mutiert und meint damit gleichzeitig wohl auch alle anderen Machtmenschen dieser Welt.



Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 21. April 2010
Meiner Meinung nach ist der Film alles andere als gelungen.

Das Buch selber faszinierte mich sehr, gerade weil es auf einer wahren Begebenheit beruht.

Daher war es auch glaubwürdig und trotzdem fesselnd.

Wie hier allerdings das gute Buch umgesetzt wird finde ich sehr schwach. Man merkt vor allem den schlechten Schauspielern an, dass der Film absichtlich auf jugendlich getrimmt wurde. Duch schlechte und vor allem viel zu übertrieben gespieltes Schauspielern verliert der Film seinen Hauptaspekt, die Glaubwürdigkeit.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 21. April 2010
Also, der Film ist ganz gut. Die Story ist gut und die Darsteller sind auch recht zufriedenstellend.



Allerdings wurde zurecht "Der Baader Meinhof Komplex" in das Rennen für den Auslandsoscar geschickt. In diesem Film ist die Story nämlich noch besser und die Darsteller sind nicht nur gut, sondern überzeugen auf voller Linie.
Lamya
Lamya

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4,0
Veröffentlicht am 21. April 2010
Mal wieder ein richtig guter deutscher Film. Fand ihn sehr interessant und gut gemacht. Hat mich ziemlich gut unterhalten und geschockt. Schauspielerisch gibts auch nichts einzuwenden. Gehört für mich zu einer der besten deutschen Filme. Mag Ansichtssache sein, aber ist meine Meinung. Habe das Buch übrigens nicht gelesen und hab somit kein Vergleich...



8/10
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 21. April 2010
Der Film „Die Welle“ von Dennis Gausel, 2008 erschienen, beruht auf einer wahren Begebenheiten. Rainer Wenger, ein Lehrer stürzt sich in ein Experiment, um seinen Schülern Autokratie Mechanismus zu erklären: die Welle. Aber schnell verliert er die Kontrolle und die Gruppe überschreitet die Grenzen.



Meiner Meinung nach „die Welle“ ist ein sehr guter Film. Es gibt gute Schauspieler, besonders der Lehrer, der manchmal widersprüchlich ist. Und die Handlung beruht auf wahren Begebenheiten, so dass es realitätsnah ist. Anfangs gibt es ein bisschen Humor. Auberdem denke ich, dass der Film aufrichtig ist. Zum Beispiel, als die Jugendlichen nicht über dem dritte Reich sprechen wollen. Sie haben es satt. Ich finde, dass der Film wirklich zeigt wie leicht es ist, in eine Autokratie zu gleiten. Die gefährliche Entwicklung des Gruppe ist leider glaubwürdig.



Ich würde den Film empfehlen, weil das Thema interessant und wichtig ist. Der Film ist nicht moralisierend und ich denke, dass er gut für ein junges Publikum ist.
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