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BrodiesFilmkritiken
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5.015 Kritiken
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4,0
Veröffentlicht am 26. August 2017
Wieso kriegt dieser Film eigentlich bei so vielen Kritikern eins drauf? Vielleicht weil dieser Film mit zahlreichen anderen Eastwood Filmen verglichen wird und da natürlich auf un überwindbare Konkurrenz trifft - schließlich ist Eastwood vor und hinter der Kamera eine Legende. Aber gerade darum sollte man diesen Film genießen, den Eastwood wird einerseits immer besser, aber ebenso immer älter und darum ist es anzunehmen daß seine Rolle in Gran Torino seine Abschiedsgala ist. Und natürlich wirkt dieser Film mit seiner Thematik vergleichsweise banal wenn man dagegen Eastwoods jüngere Werke rechnet, Filme wie "Flags of our Fathers", "Letters from Iwo Jima" oder "Mystic River". Nein, hier ist es eine altbekannte ROlle, nämlich der sture alte Mann mit Kriegsvergangenheit der durch die eher zufällige Freundschaft mit seinen nachbarn zum einen neue Freunde, aber ebenso einen neuen Sinn im Leben findet und indem er ihnen bei einem Konflikt beisteht auch noch ein paar Sünden aus der Kriegsvergagenheit tilgen kann. dabei sprint ein typischer Eastwood raus, der irgendwo auf derKante zwischen Thriller und Drama wandelt und die Rolle des Helden ist dabei perfekt auf Clint zurechtgeschnitten: eigentlich ein bösartiger Kotzbrocken der in wundervollen, einzelnen Szenen Charme durchschimnmern läßt und auch sonst immer mal wieder leisen Humor präsentiert (Highlight: die Szene in der Eastwood und sein Frisör einem Jungen versuchen männliches Reden beizubringen). Ergänzt wird das alles durch einen unbequemen, überraschenden Ausgang der Eastwood als Figur vielleicht nicht als strahlenden Helden präsentiert, aber dem Regisseur Eastwood das richtige Gespür für ein glaubhaftes Ende bescheinigt.
Fazit: Solides und reifes Alterswerk das einen melancholischen Abschied vom Schauspieler Clint Eastwood bringt!
Million Dollar Baby war ein super Film, hochklassige Arbeit von Eastwood. Aber Gran Torino ist noch um Welten besser, sogar besser als Mystic River! Million Dollar Baby kam in einigen Zügen ein wenig Melodramatisch rüber, Gran Torino hingen fließt Gnadenlos von Gesellschaftskritik in ein emotionales Meisterwerk über! Fantastisch. Ich hätte heulen können als Thao mit Daisy im Gran Torino die Straße runterfährt... Eastwood nails it again!!!
Gran Torino, der letzte Film bei dem Clint Eastwood selbst Regie führt und gleichzeitig als Hauptdarsteller agiert. Eine simple Story über einen alten grimmigen Mann, der vor kurzem seine Frau verloren hatte. Als im Nachbarhaus eine Mong-Familie einzieht, weiß er noch nicht, dass sich sein Leben und Einstellung schnell ändern werden... Eastwood zeigt hier wie man aus einer kleinen Geschichte einen Film macht, der tief unter die Haut geht und über die komplette Laufzeit unterhält.
Gran Torino tritt in einigen Momenten etwas auf der Stelle, in anderen wiederum durchläuft er eine konfuse, richtungslose Entwicklung. Dennoch besticht Eastwoods Film als Plädoyer gegen Rassismus und ist glaubhaft in der Wandlung der Hauptfigur.
Ein passabler Film der mich allerdings in Thema Fremdenhass oder Hass allgemein nicht so erreicht hat wie beispielsweise "American History X". Ich finde den Film doch wahnsinnig überschätzt, nur weil er von Eastwood ist. Da hat er schon bessere Filme gemacht.
Trotz der auf den ersten Blick etwas rührseligen Story eines verbitterten Rentners, der ausgerechnet durch die verhassten Immigranten-Nachbarn mit sich und der Welt den Frieden findet, überzeugt dieser Film nicht zuletzt durch wirklich gute schauspielerische Leistungen und der Zeit, die den Figuren für Ihre Entwicklung gegeben wird. Das Konzept des Films mit samt seinen dramatischen Wendungen geht auf und hinterlässt das Publikum mit einem bittersüßen Geschmack, der aufgrund seiner Vollmundigkeit aber hervorragend im Abgang ist.
Der film ist einer der besten die ich jemals gesehen habe. Die Story ist leicht zu verstehen und sehr emotional. Man kann sehr gut mit eastwood mitfühlen. Außerdem ist der film auch voller humor. Der film ist von vorne bis hinten gelungen. Besonders Clint Eastwood gefällt mir sehr. Gran Torino ist auf jeden Fall einer seiner besten Filme. Mit diesem Film sind 2 tolle stunden garantiert. Nur weiter zu empfehlen.
Der weiße, rassistische Koreakriegsveteran Walt Kowalski (Clint Eastwood) sieht bei der Beerdigung von seiner geliebten Frau, wie die Werte aus seiner Zeit keinen Wert mehr haben. Die Beziehung zu seinen Söhnen ist eher gestört, da sie nur versuchen an sein Hab und Gut zu gelangen und ihm deshalb ein betreutes Wohnen schmackhaft machen. Dies gelingt seinen Söhnen aber nicht. Pater Janovich (Christopher Carley) versucht einen Draht zu ihn aufzubauen, was am Anfang aber scheitert. Wenig später versucht der Nachbarjunge Thao Vang Lor (Bee Vang), ein Hmong, den Gran Torino Sport von Kowalski, als Aufnahmeritual einer Bande, zu stehlen. Als Kowalski nach einer gewissen Zeit Thao und danach Sue Lor (Ahney Her), seine Schwester, beschützt, wird er zur Familienfeier eingeladen. Es entwickelt sich langsam aber stetig eine freundschaftliche und familiäre Beziehung zwischen Kowalski und Thaos Familie. Kowalski willigt ein, dass Thao seine Schuld bei ihm in Form von Hausarbeit in der Nachbarschaft begleichen soll.
Der Film befasst sich mit der Thematik von Vorurteile und Hass gegenüber andere ethnische Kulturen. Dies bringt Kowalski mit seinen rassistischen Aussagen und Abneigung gegenüber den Hmongs sehr klar zur Sprache. Durch den gewissen Unterton, den Clint Eastwood dem Charakter gibt, kommt man nicht darum, dass Kowalski etwas von dem Charakter Dirty Harry wiederspiegelt, dem Einzelgänger der nur sich hat und in diesem Fall seinen Hund Daisy.
Eine weitere Thematik die der Film aufgreift ist, die der Bandenkriminalität, die sehr dominant in der Nachbarschaft dargestellt wird. Dies wird immer deutlicher, als die Bandenmitglieder immer mehr in das Leben von Thaos Familie eindringen. Dies zeigt, wie präsent Bandenkriminalität in einer Nachbarschaft mit hohem Immigrationshintergrund sein kann. Und wie die Menschen damit umgehen, ob sie es einfach hinnehmen oder sich gegen diese Banden wehren.
Meiner Meinung nach ist das Drama mal wieder ein besonders gut gelungenes Stück von und mit Clint Eastwood. Durch die perfekte Umsetzung von dem griesgrämigen Patrioten Kowalski, versteht man die Hintergründe die ihn bewegen, sich um Thao zu kümmern und dadurch seine Handlungen die daraus folgen.