Red Sonja
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Lemmiblog
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3,0
Veröffentlicht am 2. März 2026
GUTE FANTASY IST SELTEN GEWORDEN

Sonja lebt allein im Wald, nachdem ihr Stamm bei einem Angriff ausgelöscht wurde. Als sie ein gefangenes Tier befreien will, wird sie geschnappt und landet zur Belustigung von Imperator Draygan im Kolosseum. Dort wächst sie zur Kriegerin heran und legt sich mit einem ganzen System von Unterdrückung an.

Red Sonja geht ca. 110 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Diesmal schwingt nicht Brigitte Nielsen das Schwert, sondern Matilda Lutz und ich gebe es zu, für diesen herrlichen Fantasy-Schmarrn hab ich einfach ein Herz. Was den Film für mich trägt, ist die Welt. Die Fantasy-Elemente machen wirklich Laune mit ihren Affenmenschen, Zyklopen und Leute mit Raubtierzähnen, das wirkt alles wie aus einer vergessenen VHS-Ecke zwischen Beastmaster und Conan. Man merkt, dass sich jemand hingesetzt hat und zumindest versucht hat, etwas eigenes auf zu bauen.
Sonja selbst ist angenehm unperfekt. Am Anfang noch weit weg von der Überkriegerin, wird sie erst nach und nach stärker, zumindest theoretisch, denn die eigentliche Entwicklung passiert leider offscreen.
Der Humor funktioniert dafür gut. Gleich zu Beginn bekommt sie ihren Metall-BH samt Schlüpfer und fragt völlig zurecht, was das bitte schützen soll. Die Antwort: „Gar nichts, aber die Zuschauer stehen drauf.“ Wenn sie später ihr Outfit „upgradet“ zu Metalltop und Rock und damit statt 90 % nur noch 85 % Schaden frisst, weiß man wenigstens, dass der Film sich selbst mit einem Augenzwinkern sieht.
Das große Problem bleibt aber alles dazwischen, die Dialoge sind so spannend wie feuchtes Brennholz, die Figuren bleiben bei „ganz nett“ stehen und die Story schleppt sich eher als mit zu reißen.
Das Finale liefert dann die große Schlacht, knallig rote Haare und die Erkenntnis, dass man magische Bücher komplett lesen soll.
Unterm Strich bleibt ein Film, bei dem man anerkennend nicken kann, die Welt hat Mühe gesehen, die Ideen sind sympathisch schräg, aber Story und Figuren schaffen es nie über Mittelmaß.

6/10 Punkten. Bete zu den Göttern, du willst die Welt retten und was bekommst du? Dreck im Gesicht und schlecht gefärbte Haare, Na danke.
Scheiß ich find’s geil.
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