Cloud Atlas
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slim95_
slim95_

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5,0
Veröffentlicht am 6. Januar 2016
Was für ein Mammutwerk! Nicht ein, nicht zwei, sondern gleich drei Regisseure haben dieses gigantische Projekt verwirklicht und auf die Leinwand gebracht. Dabei haben sie sich auch untereinander aufgeteilt. Während Tom Tykwer die Episoden 1936, 1973 und 2012 abdrehte, übernahmen die Wachowski-Geschwister die anderen drei. Der Film wurde im deutschen Studio Babelsberg gedreht und ist der teuerste deutsche Film überhaupt. Die Investition von 100 Millionen Dollar hat sich allerdings mehr als gelohnt, denn dabei ist nicht weniger als der mit Abstand beste Film des vergangen Jahres herausgekommen. Er beruht auf dem Roman "Der Wolkenatlas" von David Mitchell, der, anders als der Film, die 6 Geschichten nicht durcheinander, sondern fein säuberlich hintereinander erzählt. Dabei steht jede Geschichte für ein anderes Genre und hat einen ganz eigenen Stil.

Das kommt bei der Verfilmung natürlich auch daher, dass unterschiedliche Regiesseure die einzelnen Episoden inszeniert haben. Während Tom Tykwer die anspruchs- und humorvolleren Geschichten drehte, sind die der Wachowskis vor allem bildgewaltig und dramatisch und damit schon näher an typischen Hollywood - Blockbustern, als die anderen. Über die Laufzeit von knapp drei Stunden wird dabei die Spannung gehalten. Langweilig wird es nie, denn der Film ist unglaublich abwechslungsreich. Während die Geschichte des jungen Anwalts eine klassische Abenteuergeschichte mit Happy-End ist, ist die des Ziegenhirtens eine brutale und oft pessimistische Utopie, die in einer zerstörten Welt spielt, in der die Menschen neben ihrer Sprache auch ihre Menschlichkeit verloren haben. Auch die Erzählweisen sind sehr unterschiedlich. Das Drama ist ruhig, feinfühlig und romantisch, die Science-Fiction-Episode hangelt sich von einer Fluchtsequenz zur nächsten und wieder andere Geschichten trumpfen mit deftigem Humor auf, der manchmal ein wenig aufgesetzt wirkt. Eines haben aber alle gemeinsam: es geht immer um eine Minderheit, die von einer mächtigeren Macht unterdrückt oder gejagt wird.

Viele dieser Geschichten könnten vermutlich auch alleine stehen, aber nicht alle. Vor allem die Abenteuergeschichte ist dafür viel zu genretypisch und dementsprechend vorhersehbar. Aber es sind ja auch nicht die einzelnen Geschichten, die den Film zu etwas Besonderem machen, sondern das, was sie zusammen ergeben. Dem aufmerksamen Zuschauer wird schnell auffallen, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen den auf den ersten Blick so unterschiedlichen Handlungen gibt. Das wird durch die schnellen Wechsel von einer Geschichte zur nächsten noch deutlicher, als es im Buch der Fall war, wo der Autor den Fehler beging sich zu stark auf die einzelnen Geschichten zu verlassen, was dann dazu führte, dass es sehr schnell sehr zäh wurde. Aus diesem Grund ist diese Verfilmung ein sehr gutes Besipiel dafür, dass es sich auszahlen kann, nicht einfach nur das Geschehen auf den Seiten filmisch festzuhalten, sondern sich zu überlegen, wie man es noch besser machen kann und wie man die Aussage und Botschaft eines Romans besser einfängt. Durch die vielen Verbindungen und Brücken ist dies auch ein Film, bei dem es sich wirklich lohnt ihn mehrmals zu sehen, um jedes Mal etwas Neues zu entdecken.

Technisch kann man "Cloud Atlas" wahrlich keinen Vorwurf machen. Sei es die Zukunftswelt Neo-Soul oder die Reste der Zivilisation im 24. Jahrhundert: die Effekte sind atemberaubend gut, die Bilder sind stilsicher und kreieren originelle und visuell einzigartige Szenarien. Kameraführung und besonders der Schnitt sind ebenfalls ausgezeichnet. Denn obwohl man es vielleicht nicht denken mag, ist man spätestens nach 10min komplett in den Geschichten versunken und verliert nie den Überblick, an welchen Handlungspunkten die jeweiligen Episoden gerade angekommen sind. Dabei brennen sich auch, obwohl es eine Unmenge an verschiedenen Szenen gibt, kurze und für die Handlung nicht relevante Abschnitte in den Kopf, wie z.B. der Traum von Sixsmith, in dem er mit seinem Geliebten durch das Zerstören von Porzellan Töne erzeugt. Besonderes Lob muss man auch der Filmmusik aussprechen, denn die Komponisten haben eine wunderschöne Melodie gefunden, die zu allem passt und mit der sie einen Großteil der Szenen unterlegt haben. Wenn der Film zuende ist, hat man diese noch eine lange Zeit im Ohr. Mut zeigten die Filmemacher auch bei der gezeigten Gewalt, die sie fast die Freigabe ab 12 gekostet hätte, die allerdings immer noch mehr als fragwürdig ist. Hier werden Kehlen aufgeschlitzt, Leute mit gezielten Schüssen ermordet und Löcher in Hälse gesprengt. Blut ist hier sehr viel zu sehen, die Kamera hält voll drauf und auch die Inszenierung schwächt das Geschehen nicht entlastend ab, sondern unterstreicht es nur. Zudem kommt die für viele Zuschauer vielleicht überfrachtete und überfordernde Thematik dazu, an die man sich erst gewöhnen muss. Auch nackte Haut spielt in vielen Szene eine Rolle. Ebenfalls ungewöhnlich viel für einen Film, der seinen Marktwert unbedingt behalten muss. Das führte übrigens dazu, dass er für das chinesische Kinopublikum um ganze 40min geschnitten werden musste.

Interessant ist außerdem, dass Stars wie Tom Hanks und Halle Berry nicht nur eine, sondern gleich sechs verschieden Rollen übernehmen. Das ist gewiss auch aus dem Grund geschehen, weil es viel Aufwand und Geld bedeutet hätte jede der zahlreichen Rollen mit einer anderen Person zu besetzen und die Hollywood-Größen wären dann wegen ihrer kurzen Auftritte auch verschenkt gewesen. Aber dadurch gewinnt der Film noch eine andere Komponente dazu, denn es macht unglaublich viel Spaß versuchen zu erraten, wer jetzt wen und vor allem wie viele spielt. Außerdem wird dadurch die Message "Alles ist verbunden" noch einmal dick unterstrichen. Im Abspann wird jeder Darsteller nochmal mit allen Rollen, die er gespielt hat gezeigt. Spätestens dann fasst man sich an den Kopf und fragt sich, warum man ihn nicht erkannt hat. Das mag an dem tollen Make-up liegen, das es einem teilweise fast unmöglich macht gewisse Personen miteinander in Verbindung zu bringen, aber auch daran, dass die Darsteller großartig agieren. Man sieht Tom Hanks einfach an mit wieviel Leidenschaft und Spaß er einen überzogen negativ gezeichneten Autor mimt, der einen Kritiker, der seine Autobiografie verrissen hat, kurzerhand vom Dach wirft. Die anderen Akteure spielen ebenfalls sehr gut. Auch hier gibt es große Gegensätze: Ben Whishaw spielt Komponist Frobisher sehr zurückgenommen, während Jim Broadbent als Verleger Cavendish hemmungslos übertreibt und schon fast zu viel macht. Allerdings ist die Entscheidung Männer Frauen spielen zu lassen, eher nach hinten losgegangen, denn das zieht den Film manchmal unnötig ins Lächerliche.

Über solche kleinen Schwächen kann man dann aber doch leicht hinwegsehen. Was mir aber bis heute ein Rätsel geblieben ist, warum der Film von einigen verdienterweise in den Himmel gelobt wurde, von den meisten aber komplett verrissen wurde. Da präsentiert man dem Publikum einen innovativen und einzigartigen Film auf Blockbuster-Niveau, den es so noch nie gegeben hat und an statt so ein Projekt zu unterstützen, wird er mit Preisen als schlechtester Film des Jahres ausgezeichnet und zwar in einer Zeit, in der die Blockbuster im Kino entweder Fortsetzungen, Neuauflagen oder Prequels sind und die erfolgreichsten Filme des Jahres meist eine 2,3 oder 4 hinter dem Titel stehen haben. Durch die harten Verrisse ist dem Film an den Kinokassen ein gutes Einspielergebnis leider verwehrt geblieben und das obwohl er eigentlich für jeden Geschmack etwas bereit hält und sehr vielseitig ist. Auch bei den diesjährigen Oscars wurde er komplett übergangen. Es reichte nach Ansicht der Academy nicht einmal für Nominierungen in Nebenkategorien, wie Make-up, beste Filmmusik oder beste visuelle Effekte.
falkarni
falkarni

6 Follower 25 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 29. November 2012
Tolle Filmidee, tolle Bilder, tolle Schauspieler. Leider wird die Story nicht ganz so toll zusammengehalten so dass man nicht ganz entsannt zuschauen kann sondern 3 Stunden lang verkrampft nachdenken muss.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 11. Dezember 2012
Ein durchaus sehenswerter Film, der bei mir die Erwartungen des Trailers allerdings nicht ganz erfüllen konnte. Was mir persönlich sehr gefehlt hat ist ein fulminantes Finale, dass die einzelnen Handlungsstränge zusammenführt (wie in L.A. Crash)
schonwer
schonwer

1.387 Follower 728 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 14. Juli 2017
"Cloud Atlas" ist ein Film, welcher grandios in Szene gesetzt wurde - und das von drei verscheidenen Regisseuren. Doch damit ist dieser Film nicht besonders genug.
Er spielt in verschiedenn Epochen, von der Vergangenheit bis weit in die Zukunft, erzählt sechs verschiedene Handlungsstränge und manche Schauspieler haben bis zu 5-6 verschiedene Rollen. Kann sowas, so unglaublich wie dies klingt, denn auch funktionieren?

Die Optik und Ausstattung ist phänomenal, insbesondere wenn man bedenkt, dass das Budget ca 1 Mio $ beträgt. Durch diese sehr verschiedenen Handlungen gibt es viel Abwechslung. Die Schauspieler wie Tom Hanks, Halle Belly, Jim Broadbent, Jim Sturgess oder Hugo Weaving spielen ihre verschiedenen Rollen so gut, dass es nicht stört, dass sie mehrere Rollen spielen, sondern es macht Spaß ihnen zuzuschauen.
Trotzdem hat der Film seine Macken. Die Story mag komplex sein, doch was die Handlungsstränge gemeinsam haben ist im Endeffekt doch etwas mager. Was probiert wird, einem in 2h45 zu erzählen, hätte man möglicherweise auf 2h kürzen können, auch wenn der Film nie wirklich langweilig wird.

Fazit: Optik, Ausstattung, Originalität und Schauspieler top, doch etwas lang und wo das ganze hinführt ist am Ende dann doch nicht so überzeugend.
Hilde1983
Hilde1983

68 Follower 197 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 26. April 2014
Gelungener Mix aus verschiedenen Handlungssträngen in verschiedenen Zeitepochen. Der Film hat einige wirklich beeindruckende Bilder auf Lager. Die Darsteller sind durchweg gut! Leider hat mir der besondere AHA Effekt am Schluss gefehlt.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 21. November 2012
Mir fehlen die Worte!

Nun ist sie da, die mit Abstand teuerste deutsche Film-Produktion aller Zeiten. Mit einem Budget von 100 Mio. € waren die Erwartungen an diesen Streifen so groß wie selten zu vor für eine Produktion „Made in Germany“.

Gut 16 Stunden nachdem ich den Film gesehen habe, weiß ich noch immer nicht so genau wie ich ihn beschreiben soll. Der Film behandelt das Thema „Wiedergeburt“, spielt in sechs Epochen und erzählt dabei sechs unterschiedliche Geschichten. Doch eines ist immer gleich. Die Schauspieler! So darf die namenhafte Besetzung mit Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugh Grant oder Hugo Weaving immer wieder in andere Rollen schlüpfen. Hierbei kommt es auch vor, dass die Stars auch mal die Hautfarbe oder sogar das Geschlecht wechseln. Die Masken-Crew hat hierbei so gute Arbeit geleistet, dass man einige Schauspieler gar nicht wiedererkennt. Und somit erst am Ende des Filmes, beim Abspann erfuhr, wer teilweise hinter den verschiedenen Charakteren steckte. Den Oscar in der Rubrik „Bestes Make-Up“ dürfte der Film also sicher haben.

Der Film spielt in den Jahren 1849 im Pazifik, 1936 in Großbritannien, 1973 in San Francisco, 2012 in Großbritannien, 2144 in Korea (Neo-Seoul) und 2346 auf Hawaii. Hierbei werden völlig unterschiedliche Geschichten erzählt. Hiervon möchte ich euch allerdings nichts verraten.

Die Geschichten sind auf jeden Fall sehr gut erzählt, die Schauspieler leisten gute Arbeit und da die verschiedenen Epochen meist Detailgetreu nachgestellt wurden, sind auch die Bilder faszinierend.

Ist der Film seine 100 Mio. € Wert? Keine Ahnung! Spielt das eine Rolle? Ich gehe gerne ins Kino und lasse mich gerne von einer tollen Story, hervorragenden Schauspielern und beeindruckenden Bildern fesseln. Und genau das ist den Regisseuren Geschwistern Lana und Andrew Wachowski sowie Tom Tykwer gelungen.

Der Film ist am Anfang ziemlich verwirrend, doch nach und nach schließt sich das Puzzle. Und man sieht die verschiedenen Handlungen von einer ganz anderen Seite – versteht manche Dinge besser.

Fazit: Mir hat der Film gut gefallen! Und die 172 min. Laufzeit sind wie im Flug vergangen. Trotzdem muss ich über viele Geschehnisse aus dem Film noch jetzt nachdenken und habe sie vielleicht nicht ganz verstanden. Also den Film muss man sich wohl mehr als einmal ansehen um ihn ganz zu verstehen. Aber wenn der Film so viel Spaß macht wie dieser, dann nehme ich das gerne in Kauf. ;-)
Cain23
Cain23

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4,5
Veröffentlicht am 25. November 2012
Großartiges Kino mit einer grandiosen Besetzung und sehr überzeugenen Masken. nur zu empfehlen und die knapp 3 Stunden vergehen wie gerade mal 1 1/2. Nur zu empfehlen!
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,0
Veröffentlicht am 2. September 2017
Ich gebe es ehrlich zu: ich hab gar nicht erwartet dass ich diesen Film raffe. Ich bin gar nicht mit der Ambition herangegangen und hab darum dank auf Null geschraubter Erwartungen vor allem eines gesehen: einen sehr langen Film der so wirkt als zappe man einmal quer durchs Fernsehprogramm. Nahezu alle Genres sind vertreten, auch wenn man den Film wohl unter dem Obergriff „Science-Fiction“ erfassen könnte. Trotzdem gibt es humoristische Szenen, dramatische Momente die aussehen wie aus Kostümfilmen und Momente die auch aus dem nächsten „Matrix“ stammen könnten. Durch all das hetzt eine Story die in ihrem epischen Ausmaß vielleicht im Buche vorgegeben und skizziert ist, die man als Zuschauer aber zu keinem Zeitpunkt ernsthaft reinfindet, es sei denn man hockt sich mit einem Notizblöckchen hin. Regisseur Tom Tykwer gibt auch an dass man den Film mehrfach sehen muss da in etlichen Szenen unauffällig „Trüffel“ versteckt seien – aber ich bin ehrlich, in diesem Falle werde ich wohl kein Trüffelschwein mehr werden. Und ich bin erleichtert wenn ich andere Kritiken lese: die Bildgewaltigkeit zweifelt keiner an, ebenso wenig die Performance der Darsteller welche sich zu einer echten Starbesetzung zusammenfinden (mit Halle Berry, Tom Hanks, Jim Broadbent und Hugo Weaving) und den Umstand dass dies ganz einfach ganz ganz ganz großes Kino ist – aber von himmlischer Begeisterung bis hin zu totaler Ablehnung ist alles dabei. Wäre schlimmer wenn der Film einfach so fürs Protokoll sinnlos in den Himmel gehievt würde, so weiß ich das sich auch andere damit schwer tun. Es ist übermenschliches, gigantisches Mega-Kino mit dem Sonderpluspunkt dass es aus europäischen Mitteln finanziert wurde und definitiv mit Hollywoodstandards mithalten kann, aber ebenso wenig ist es ein normal konsumierbares Werk: es ist ein Kraftakt, natürlich von den Machern die so ein episches Monster gestemmt bekommen haben, aber auch vom Zuschauer der die Nummer bis zum Ende durchhält.

Fazit: Gigantisches Kino das seine epische Story brutal zerfetzt erzählt und damit eine totale Daueranstrengung bedeutet!
Janos V.
Janos V.

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3,0
Veröffentlicht am 2. Dezember 2012
"Cloud Atlas" wegen der Unverfilmbarkeit der Buchvorlage von vornherein als Budgetverschwendung zu bezeichnen, wäre zwar unfair und würde der Leistung aller Beteiligten nicht gerecht werden. Dennoch ist das Projekt von Team Wachowski / Tykwer ein Versuch, der bereits von Anfang an zum Scheitern verurteilt war - ein Scheitern auf extrem hohem Niveau, denn eigentlich lässt sich der Film wenig zu Schulden kommen und unterhält über fast drei Stunden hervorragend. Das größte Plus ist die spürbare Begeisterung, mit der hier ans Werk gegangen wurde. Von den 100 Millionen $ Budget, die zur Verfügung standen, ist jeder einzelne Cent auf der Leinwand zu sehen. Technisch ist "Cloud Altas" auf dem Stand der Zeit, vor allem die in der Zukunft spielenden Szenen bringen gigantische Schauwerte mit. Die schauspielerischen Leistungen - besonders interessant, da alle Hauptdarsteller mehrfach besetzt wurden, was dem Film nochmal eine neue Deutungsebene im Vergleich zum Buch verleiht - schwanken allerdings stark und reichen von "wie immer hervorragend" (Tom Hanks, Ben Wishaw, Hugo Weaving) über "gut, aber nicht brilliant" (Halle Berry, Jim Broadbent) bis hin zu "echt nervig" (Hugh Grant). Ebenso schwankend ist die Qualität der einzelnen Episoden. Während Tom Tykwer sich angenehm zurücknimmt und die Atmosphäre seiner Bilder wirken lässt, können die Wachowskis ihrem Hang zu Esoterik und Kitsch nur schwer widerstehen, liefern allerdings einige superbe Actionsequenzen ab. Das größte Problem des Films ist und bleibt aber die Komplexität und Vielschichtigkeit des Buches. Diese in knapp drei Stunden abzuhandeln ist schlicht und einfach unmöglich, und genau dadurch wird "Cloud Atlas" zu einem zwar optisch berauschenden und höchst unterhaltsamen, letztlich aber doch seltsam unbefriedigenden Erlebnis.
RobStar
RobStar

5 Follower 28 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 18. August 2013
Starker Film mit guter Story bei der man von Anfang an voll dabei sein muss. Wenn man was nicht gehört hat oder sich abgelenkt hat dann lieber die Stelle nochmal angucken. Werde den Film auf jedenfall noch ein zweites mal angucken und das ist auch empfehlenswert. In dem Film verpasst man schnell was oder man merkt sich nicht alles wo man sich an einer anderen Stelle des Films vielleicht Fragen stellt.
Auch geht es schnell von einer Story zur nächsten wobei keine lange weile aufkommt und dies auch der Grund ist sich voll und ganz auf das Geschehen zu konzentrieren sonst hat man am ende des Filmes Fragezeichen über dem Kopf.
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